Beispiel gesucht - Bauer/Ritter zu Mönch

Dieses Thema im Forum "Alltag im Mittelalter" wurde erstellt von Laura123, 12. Oktober 2018.

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  1. Laura123

    Laura123 Mitglied


    Hallo zusammen,

    kann mir jemand weiterhelfen. Ich bin auf der Suche nach einem Beispiel für einen Mönch, der ursprünglich aus einer Bauernfamilie oder einer ärmeren Ritterfamilie stammt.
    Fällt jemandem ein Name ein?

    Vielen Dank im voraus für eure Hilfe!
     
  2. Pausanias

    Pausanias Neues Mitglied

    Papst Coelestin V. stammte aus einer Bauernfamilie. Vor seinem Pontifikat war er Einsiedler und Benediktiner.
     
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  3. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    Heinrich Kramer Instiroris kam 1430 jedenfalls in sehr bescheidenen Verhältnissen in Schlettstadt heute Selestat zur Welt. Ihm war bestimmt keine glänzende Karriere als Inquisitor und Prior eines Dominikanerklosters in die Wiege gelegt. Man könnte vor diesem Lebensweg und dieser Karriere durchaus Achtung und Respekt erweisen, hätte Institoris nicht als Inquisitor und Verfasser des Malleus Maleficarum (Hexenhammer) so viel Unheil angerichtet.

    Genaueres weiß man über die Hintergründe von Heinrich Kramer Institoris Elternhaus leider nicht, außer dass es recht armselige Verhältnisse waren, aus denen Kramer stammte.

    Heinrich Kramer – Wikipedia
     
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  4. Laura123

    Laura123 Mitglied

    Vielen Dank genau das habe ich gesucht! :)
     
  5. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Vielleicht könnte da > Martin Luther < passen.

    Der Geburtstag steht eindeutig fest (10. November), aber das Geburtsjahr nicht eindeutig. Es kann 1482, 1483 oder 1484 gewesen sein. Später dann hat man entschieden, es ist 1483. Kirchenbücher und Standesämter gabs ja damals noch nicht.

    Vorname Martin -> am 11.November ist der Martinstag, auch genannt Martini.

    Ort Eisleben. Seine Familie war damals auf der Durchreise.

    Es war eine bäuerliche Familie in Thüringen (Ort Möhra im jetzigen Wartburgkreis) und man wollte nach Mansfeld, um sich dort im Bergbau zu versuchen.

    Martin war also so gesehen ein Kind von Arbeitsmigranten.

    Der Vater (Hans Luder (auch Luther) 1459 – 1530) brachte es durch sein Engagement im Bergbau zu einen gewissen Wohlstand, wurde Hüttenmeister, Grubenbesitzer und später Ratsherr in Mansfeld.

    Auf Martin Luther (z.B. Mönch in Erfurt – Augustinerkloster) selbst gehe ich nicht weiter ein, er ist ja zu bekannt.
     
  6. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Da ist übrigens die genaue Zeit zu unterscheiden.

    Seit Franz von Assisi wurden z.B. Mönche aus unteren Ständen häufiger.

    Und im Spätmittelalter, als sich verarmte Ritter nicht halten konnten, gingen diese oft als Ausweg ins Kloster. Da gibt es zahllose Beispiele.

    Im Frühmittelalter gehen die wenigen bekannten Mönche aus ärmeren Verhältnissen auf gezielte Förderung zurück.
     

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