Bismarcks Friedenspolitik

Dieses Thema im Forum "Das Deutsche Kaiserreich" wurde erstellt von Gast, 9. Februar 2005.

  1. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied


    Konkret als in Frankreich Präsident MacMahon, der immer wieder mit einen Staatsstreich liebäugelte, sich auf dem Rückzug befand, der von Bismarck abgelehnte französische Botschafter Gontaut de Biron abberufen und durch Graf de St.Vallier ersetzt wurde, begannen sich die Beziehungen in der Tat zu bessern.

    Wurden auf der Pariser Weltaustellung 1878 nicht doch auf Initiative des franzöösischen Botschafters hin und mit ausdrücklicker Billigung Wilhelm I. deutsche Gemäde ausgestellt? Der deutsche Botschafter Hohenlohe berichtet in seinen Schreiben vom 07.März 1878 an Bismarck, "das die Nachricht, daß deutschland sich an der Weltausstellung nun ebenfalls beteiligen werde, hat hier in allen maßgebenden Kreisen den günstigsten Eindruck hervorgebracht."
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. November 2014
  2. FCBfreak85

    FCBfreak85 Neues Mitglied


    Dazu hätte ich jetzt auch mal ne Frage an die Bismarck-Experten:

    Hätte Bismarck nicht vorhersehen können, dass Frankreich wieder auf die Beine kommen wird und irgendwann erneut Gegner sein würde?

    Bestand keine Möglichkeit, Frankreich dauerhaft unten zu halten a la Versailler Vertrag und ihnen den Bau von Festungen etc. zu verbieten, Paris besetzt zu halten , die Armee zu beschränken... ?
     
  3. Solwac

    Solwac Aktives Mitglied


    Hat er doch auch! Deshalb gab es umfangreiche diplomatische Aktivitäten und erst nach Bismarck haben die Nachfolger es nicht in diesem Sinne fortgeführt. Einerseits weil sich die Situation nach fast 20 Jahren Reich geändert hat und weil Bismarck ein System auf sich zugeschnitten eingerichtet hat. Die Nachfolger dachten, sie hätten genug getan um Frankreich als Gegnereinzuschränken, die s hat sich 1914 als Täuschung heraus gestellt.

    Wobei ich es auch als falsch sehe, den Fokus nur auf Frankreich zu legen. Die Vorteile gemeinsamen Handel(n)s wurden nicht als so groß gesehen, dass manch kleineren Dinge dafür in Kauf genommen hätten werden können.
     

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