Chingis Khaans Personalmanagement

Dieses Thema im Forum "Das Mongolenreich" wurde erstellt von Qatan, 6. Januar 2014.

  1. Anthea

    Anthea Mitglied

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  2. Wilfried

    Wilfried Neues Mitglied

    Die Frage ist jetzt nicht, was gefällt oder ähnliches.
    Es soll der Führungsstil einer scheinbar erfolgreichen Person untersucht werden.
    Da haben sich schon etliche zu geäußert. Nun ist nicht allein der Führungsstil für Erfolg verantwortlich, es gibt noch wesentlich mehr Faktoren.
    Militärische Führer wie auch DK führten eben , wie es bei der Bundeswehr so genannt wurde, mit Druck und E-Pa. Dann kommts drauf an, wer geführt wird. Aus einem Kaltblut macht man kein erfolgreiches Rennpferd. Nicht nur, das ein Anführer zur rechten Zeit am rechten Ort sein muß (hier latente Unzufriedenheit mit verkrusteten Strukturen), die Geführten müssen auch in der Lage sein, die gewünschten Handlungen auszuführen (ethisch, hier ein Menschenleben ist recht wenig wert, Loyalität??)
    Auf deutsch, DK kochte auch bloß mit Wasser
     
  3. Anthea

    Anthea Mitglied


    Yuuh, jetzt kommt wieder der wissenschaftliche Ansatz.
    Aber die Dame studiert ja Personalmanagement!
    Ob aus ein paar historischen Mythen Führungsprinzipien für die heutige Zeit abzuleiten sind, das wage ich ganz unwissenschaftlich zu bezweifeln und gefährlich finde ich es dazu, da völlig kontextfrei.
     
  4. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Die Führungsprinzipien gründeten sich auf Ausbeutung und Ausplünderung städtischer Zivilisationen. Zusammengehalten wurde das ethnische Konglomerat durch Gewalt, militärische Disziplin, Gruppenidentität und die Verpflichtung auf den "Führer", den Khan. Als Lohn winkte reiche Beute.

    Vielleicht lässt sich das heute mit der Gruppe der Finanzhaie vergleichen? :D
     
  5. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    ...tja, und wenn man genau diese "Führungsprinzipien" anwendet, die ganze Chose aber lästigerweise zum Desaster wird (z.B. wenn man hauptberuflich Attilas Nachfolger ist), würde man dann auch noch scharfsinnige Vergleiche mit Personalmanagement anstellen? Und das ulkige ist ja gerade: die aufgezählten "Führungsprinzipien" finden sich bei allerlei solchen historischen Kriegsherren - ich vermute, die eigentliche Idee dahinter ist: "boah, der Dschingis hat aber mal fett rumerobert, fetter als fast alle anderen, also bei dem könnte doch personalmanagementmäßig..."

    ...aber Dieter... pfui... wenn das Ekel Alfred liest, wird er dich einen "Sozi" schimpfen :D:D:D
     
  6. enrico

    enrico Mitglied

    Tja, was sich bühnenmäßig vermarkten lässt, lässt sich auch in Führungsseminaren vermarkten. Es müssen ja nicht immer rüpelnde Germanen sein, die ihre Walküre feiern.:O
     
  7. hatl

    hatl Premiummitglied

    Man kann auch das Gegenteil vermuten und annehmen, dass die Threaderöffnerin umgekehrte Schlüsse zu ziehen versuchte.

    Qatan: Du solltest Dich dadurch nicht an Deinem Geschichtsinteresse hindern lassen.
    Die Verbindung von GK mit Erscheinungen der unmittelbaren Gegenwart und deren nahen Zukunft, etwa in der Form einer künftigen Personalverantwortlichen, ist jedoch außerordentlich problematisch.
    Gerade deshalb, weil dabei eine angemessene Trennung zwischen Tagespolitik und historischer Betrachtung nicht ausreichend klar erkennbar ist.
    ;)

    hatl

    Und freilich frag ich mich selber als "Personalverantwortlicher" warum Dir nicht zum Thema z. B. Robert Bosch oder Konosuke Matsushita eingefallen ist,
    sondern GK..
    Die Polemik mancher Antworten, auch der meinen, ergibt sich eben aus der geringen Distanz der Eingangsbetrachtung zu einer widerwärtigen und grausamen Geschichte und auch deren jetzigen Analogien.
    Letztere indes, sind nicht Gegenstand dieses Forums.
     
  8. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    :D restlos alles? =)
     
  9. Wilfried

    Wilfried Neues Mitglied

    Da es sich hier um eine ernstgemeinte Frage handelt, wie wäre es mal mit ernsten Antworten. Hier im Forum ist ja einiges auch über Temudschin/Timudschin etc diskutiert worden.
    Viel über "das Privatleben" ist ja nicht bekannt. die geheime Gescichte der Mongolen wurde schon genannt, sagt aber über die Personalpolitik,-und darum gehts hier-, wenig aus. Auch wie zivile Angestellte behandelt wurden, gibts wenig.

    Aber sicher waren die Mongolen unter ihren GroßKhanen mehr als nur ein Heuschreckenschwarm, der Wüsten hinterläßt. Immerhin regierten sie ihr Reich im fernen Osten ~200 Jahre. Auch wenn die Berichte in Europa anderes vermuten lassen.

    Genug Beute für alle Angehörigen des mongolischen Heeres dürfte selbst in einer Stadt wie Bejing nicht zu holen gewesen sein. Von den anderen Weltgegenden garnicht zu reden.
     
  10. enrico

    enrico Mitglied

    Die Ernsthaftigkeit ist schon vorher eingefordert worden . Der Art und Weise wie hier diskutiert wurde, ist auch im übrigen kein Diskussionsstil im Personalmanagement.
     
  11. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Das zeigt lediglich, dass die meisten User keinen Zusammenhang zwischen den Führungsmethoden von Dschinghis Khan und dem modernen Management sehen. Und damit haben sie vermutlich Recht.
     
  12. ning

    ning Gesperrt

    lasst uns aus dem (sein ende absehbaren) unsinn DOCH noch etwas machen:
    (bin neugierig auf turandoghts stutenbisse und enricos unsinn)


    wie ist es heute und war es damals, als eine frustrierte kultur sich aufmachte, eine (ihnen gegenüber) überlegene fertigzumachen?

    damals: diese letzten NOMADEN zerstörten tatsächlich eine ackerbauende, dorf-und städtische KULTUR.

    die ukraine verrohte. die heute so vielgerühmte kornkammer lernte beispielsweise die felderwirtschaft (ernte, ernte, brache) erst im frühen 19. jahrhundert TATSÄCHLICH wieder neu kennen.

    und heute haben wir probleme DORT. deshalb.
    behauptet
    ning
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Januar 2014
  13. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    :rofl:du willst die heutigen Probleme der Ukraine auf den Dschingis zurückführen???
     
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  14. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Als Erklärung ist es eine Trivialisierung, um es sehr vorsichtig zu formulieren, der realen historischen Prozesse.

    Zumal "Ning" offensichtlich die unterschiedlichen rivalisierenden Erklärungen für die russische bzw. ukrainische historische Entwicklung scheinbar nicht kennt. Oder uns an seinem Wissen nicht teilhaben lassen möchte.

    Deswegen sind derartige Aussagen absolut ärgerlich, da sie ein simplifiziertes Geschichtsbild erzeugen, auf dessen Grundlage Mythen hervorragend gedeihen. Und Mythen sind so ziemlich die letzten Utensilien, die wir für das Verständnis der Geschichte des Ostens benötigen.

    Mythen und Vorurteile waren die wesentlichen Voraussetzungen, die zwei Kriege im Osten als zwangsläufig erschienen ließen.

    Also, wie wäre es mit einer "gehaltvolleren" Darstellung dieser sehr komplexen historischen Entwicklung in der Ukraine? Auch, um zu verstehen, welche Rolle Russland und die Ukraine als "Brücke" zwischen dem Fernen Osten und West-Europa historisch gespielt haben.

    Und deswegen ermöglicht die Historie des Ostens in der Tat ein Verständnis für die aktuelle politischen Konstellationen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Januar 2014
    1 Person gefällt das.
  15. ning

    ning Gesperrt

    wieso apostrophierst du mich extra, "tanepower"? :) aber, macht nichts.
    ich les mir morgen durch, in welche richtung ihr mich "vermutlich", "unbedingt" missverstehen musstet.
    so long
    scy ys
    ning
     
  16. ning

    ning Gesperrt

    hab meine ausführung nicht gepostet.
    nur soviel: mit "ukaine-eben-jetzt" hatte mein ansinnen gar nichts zu tun (dazu, schelm dekumatland, hat der zweite wetkrieg die ukrainische landschaft zu sehr verändert)

    nur mit minderwertigkeitsgefühl contra überlegener kuktur, sowie anerkennung gewinnen mittels deutlicher methoden (thema der fargestellerin)

    jedenfalls hat die regionsspez relevante nomadenkultur ackerbauende,also bodenständige, also dorf- und städtebauende gesellschaften zerstört. als russland sich "vom joch der tatarischen horde befreite" (steht in jedem schulbuch dort) brauchte es jahrhunderte, um zb "die schwarzen erden" wieder hervorzubringen.
    die kosakenkultur ist keine geliebte dort.

    aber. ich mag nicht mehr. ihr seid mir zu trocken.
     
  17. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    :prost:

    Für die, die die unterschiedlichen Paradigmen der Erklärung dennoch interessieren, ist der Beitrag, von Ostrowski: The Mongols and Rus`:Eight Paradigms (S. 66ff) sicherlich interessant.

    A Companion to Russian History - Google Books
     

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