Das Dritte Reich und der Islam

Dieses Thema im Forum "Das Dritte Reich" wurde erstellt von iamNex, 22. Februar 2011.

  1. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter


    So ist das.

    Bis auf einzelne nachgeführte Ausnahmen warten die Flugzeuge aus der Serienproduktion, und verfügten nicht über Tropenausrüstung. Von daher wurde recht schnell gemeldet, dass ein sehr schneller Verschleiß erfolgen würde. Beim irakischen Benzin war der Bleigehalt wohl das Problem. Hier gab es auch vereinzelte italienische Transportflüge.

    Es handelte sich um:
    4./KG 4 mit ursprünglich 9 He111, von denen 6 über Damaskus und Palmyra im Irak ankamen. Hptm. Schwanhäußer
    4./ZG 4 mit 12 Me110 (Oblt. Hobein)
    Labor-Abt./Fliegerführer Irak mit 1 Ju52 (Labor, St.Ing. Giessmann)
    Nachr.Abt./Fliegerführer Irak mit 1 Ju52 (Nachrichten, Oblt. Wochinger)
    Nachschubstab Rhodos mit 12 Ju52 (Hptm. Rother)
    N-Stelle Aleppo mit 3 Ju90 (Major Sittig)
    Verbindungsstab Aleppo, 1 Ju52, Nachr.Abt. Oblt. Schilling.

    Das Nachschubproblem - bei dem verstärkte Luftversorgung oder ein Landweg erwogen wurde - erledigte sich mit dem Engagement und den starken Verlusten an Transportfliegern durch die Kreta-Landung. Die Plattform Syrien fiel ohnehin ab Juni durch den Einmarsch der Briten dort weg. Die 5 irakischen Divisionen wurden zurückgedrängt.

    Die RAF hatte 80 Flugzeuge in Habbaniyya, 48 in Shaiba, sowie 60 nachgeführt über Palästina zusammengezogen, dazu die "Hermes" mit 20 Flugzeugen im Persischen Golf. Zuzüglich verstreuter Flugzeuge verfügte sie rechnerich über 252 Flugzeuge. Trotz der Anfangsverluste waren im Mai 1941 stets über 200 Maschinen einsatzbereit. Hinzu kamen 20 Boeing-Verkehrsmaschinen aus Indien für Lufttransporte. Die irakische Luftwaffe hatte 56 Flugzeuge, darunter einige Fiat G.50 und US-SBD-Dauntless, aus denen vor der Lieferung die MGs ausgebaut worden waren. Den 5 irakischen Divisionen mit ca. 50.000 Mann standen britische Truppen von rd. 24.000 Mann gegenüber, in der Masse die 10. indische Division sowie die 4. Kavallerie-Brigade.

    Schröder, Irak 1941, MGFA-Einzelschriften 24 sowie Playfair, The Mediterranean and the Middle East II.
     
  2. iamNex

    iamNex Aktives Mitglied

    Mir fällt da grad noch was ein.
    War ein Beitritt zur SS nicht an eine Art "Konfessionslosigkeits-Nachweis" bzw. -Gelübde gebunden?

    Auch das steht doch im krassen Gegensatz zu islamischen SS-Einheiten.
     
  3. kwschaefer

    kwschaefer Aktives Mitglied


    Beitreten konnte man nur der Allgemeinen SS.

    Die Waffen-SS war Teil der bewaffneten Macht, sie hatte Angehörige, aber keine Mitglieder. In den muslimischen Einheiten der Waffen-SS gab es Feldgeistliche, für die sogar eine sog. "Mullah-Schule der Waffen-SS" existierte. Die indische Einheit hatte wohl ebenfalls Feldgeistliche.

    Wie es in den deutschen Einheiten aussah, weiß ich nicht. Aber in den Freiwilligen-Divisionen wie "Charlemagne" oder "Wallonien" gab es auch katholische Feldgeistliche, im militärischen Rang eines Sturmbannführers. Ich habe mal gelesen, dass dies auf das Drängen der Divisions-Kommandeure zurückging. Es könnte also sein, dass es nicht durchgängig Feldgeistliche in den Freiwilligen-Verbänden gab.
     
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  4. kwschaefer

    kwschaefer Aktives Mitglied

    Genaueres findest du in dem Buch
    Georg May
    Interkonfessionalismus in der deutschen Militärseelsorge 1933-1945
    1978
    Das Buch findest du bei googlebooks und ab S. 360 wird die Situation in der Waffen-SS behandelt.

    Grundsatz: In deutschen Einheiten keine eigene Militärseelsorge, sie wurden, soweit bei den Angehörigen der Einheiten der Wunsch bestand, durch die Wehrmacht mitbetreut.

    In Freiwilligen-Einheiten sehr unterschiedlich. Bei Franzosen, Belgiern, Finnen, Ukrainern, Russen, Letten, Litauern gab es Feldgeistliche, aber es wurde ungern gesehen und hing wohl sehr stark von der Einstellung des Einheitsführers ab.
     
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  5. iamNex

    iamNex Aktives Mitglied

    Gestern bin ich auf folgende Aussage bei Wikipedia gestoßen:

    Politische Religion ? Wikipedia

    Inwiefern kann es bei der moslemischen Bevölkerung glaubwürdig angekommen sein, einen Nicht-Muslimen als Vorläufer eines Propheten darzustellen?
     
  6. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Das erscheint tatsächlich etwas merkwürdig.

    Vermutlich speist sich das aus der Tatsache, dass erstmals eine europäische Regierung ganz offen den Antisemtismus auf ihre Fahnen geschrieben hatte, entsprechende Maßnahmen ergriff und die Person Hilers symbolisch für die Verfolgung der Juden stand.

    Hitler als "Licht des Propheten" darzustellen, ist allerdings eine ganz abstruse Vorstellung. Ob das wirklich ein Moslem akzeptiert hat?
     
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  7. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Wohl kaum.

    Besser als Wikipedia ist dieses zur NS-Propaganda:
    Jeffrey Herf: Hitlers Dschihad - Nationalsozialistische Rundfunkpropaganda für Nordafrika und den Nahen Osten, VfZ 2010, S. 259 - 286.

    Dort sind auch 14 Dokumente ausgewertet, die über die Rundfunksender als Propaganda in den arabischen Raum ausgestrahlt worden sind. Typisch ist die Darstellung Hitlers als exponierten Kämpfer gegen den "Zionismus" und die davon angebelich beeinflussten Briten und Amerikaner.

    Die Mohammed-Vergleiche wurden explizit für den Mufti gezogen. Richtig ist weiter der politische Streit zwischen Goebbels und Ribbentrop um die Führung der Auslandspropaganda, die 1941 zugunsten Goebbels entschieden worden ist.

    Möglicherweise gab es interne Überlegungen und Kontroversen um die propagandistische Vorgehensweise wie dargestellt, der VfZ-Artikel stützt sich dagegen beispielhaft auf die Analyse der 14 ausgestrahlten Sendungen.
     
  8. beetle

    beetle Aktives Mitglied

  9. beetle

    beetle Aktives Mitglied

  10. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Sie umwarben die Muslime nicht nur, um Verluste an den Fronten auszugleichen sondern auch, um gute Beziehungen zu den Bevölkerungen feindlicherseits kolonisierter Gebiete zu bekommen.
    Im heutigen politischen Diskurs werden leider immer nur der Arturo Ui-Fan und Großmufti von Jerusalem al-Ḥusainī oder die Handschar-Division gesehen, dabei gab es eben auch Muslime, die Juden gerettet haben. So z.B. der in Berlin ansässige ägyptische Arzt Muḥammad Ḥalmī.
     
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  11. beetle

    beetle Aktives Mitglied


    über diesen gibt es ein Buch, geschrieben von Igal Avidan: "Mod Helmy - wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete"

    zu Muḥammad Ḥalmī:
    Mod Helmy verstarb 1982. Bis zu Letzt kämpfte er für eine Entschädigung und Anerkennung als Opfer des Faschismus. Erst nach seinem Tod wird er als „Gerechter unter den Völkern“ von der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem anerkannt
    zitiert von der Seite Nisnis Bücherliste
     
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