Die Ausstellung "Das Heilige Reich" in Magedburg und Berlin

Dieses Thema im Forum "Das Heilige Römische Reich" wurde erstellt von Rovere, 31. August 2006.



  1. Rovere

    Rovere Premiummitglied

    Diese Woche öffnete die wichtigste Ausstellung zum Heiligen Römischen Reich seit Jahrzehnten, die große Doppelschau in Magdeburg und Berlin.

    Diese Ausstellung bringt als erste einen umfassenden Blick auf die gesamte Reichsgeschichte, von Otto I. bis Franz II. Die Kataloge und der dazu erschienene Kolloquiumsband sollten ein detailiertes Bild (des aktuellen Forschungsstand) zu diesem faszinierenden staatlichen "Unding" bieten. Ein Reich, dem es trotz all dem Partikularismus seiner selbstbewussten Teile doch gelang als (rest)staatliche Institutionen zu bewahren.

    Persönlich interessiert mich der Berliner Teil der Ausstellung mehr (werd vielleicht sogar einen Tag raufdüsen). Die Kataloge und den Kolloquiumsband erwarte ich jedenfalls bald in meinem Postfach.

    Wer hat die Ausstellung(en) schon gesehen? Wie hat sie gefallen? Wie ist die Aufarbeitung von fast 9 Jahrhundeten Geschichte gelungen? Stimmt die Kritik dass Ereignisse wie der 30-jährige Krieg als scheinbare Nebenereingisse abgetan werden? Wer hat die Kataloge schon gesehen/gelesen?

    Diese Ausstellung ist ein Meilenstein der Sicht auf das HRR - DAS muss diskutiert werden!

    www.dasheiligereich.de
     
  2. Rovere

    Rovere Premiummitglied

    Die Ausstellung wurde anscheinend noch von niemandem besucht, niemand hat Kritik dazu gelesen oder davon gehört?
    Schade daß das historische Austellungsereignis 2006 (und wahrscheinlich auch der nächsten Jahre) so wenige Resonanz findet.
     
  3. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Nun, die Ausstellung hat ja gerade erst begonnen.
    Ich warte noch etwas, bis die langen Schlangen vor dem kulturhistorischen Museum Magdeburg etwas kürzer sind. Der Parkplatz dort ist voll mit Bussen.

    Dann gönne ich mir auch die 8 Euro Eintritt.
    Übrigens, bei der letzten grossen Ausstellung zu den Ottonen, war ich auch dort.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. September 2006
  4. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

    Das mach ich auch so, vorallem in Berlin . Habe gehört, daß Magdeburg eher zum gucken, Berlin eher zum lesen ist...mal schaun :pfeif:
     
  5. Hotte143114

    Hotte143114 Aktives Mitglied


    Ich auch, aber erst zum Schluss der Ausstellung.
    Ich mag dieses Gedrängle vor den Vitrinen auch nicht, am besten ist noch so ein richtiger schöner Regentag wo sich keiner raustraut :D
     
  6. Brecht

    Brecht Neues Mitglied

    Also ich war bei beiden Ausstellungen (ist ja klar als Magdeburger) und muss sagen, dass ich die Neue Ausstellung nicht so toll fand!
    Die Ausstellungsstücke sind meist nicht sonderlich tiefgreifend auserwählt, außerdem liegt ein Schwerpunkt auf den mittelalt. Quellen, welche auch sonst bequem eingesehen werden können. Ich werde mir demnächst den Teil in Berlin anschauen und dann ein Gesamturteil bilden :)
     
  7. Ich war schon in dem Magdeburger Teil.
    Es gibt zwar viele Ausstellungsstücke, aber, wie soll man sagen, an manchen Stücken steht man halt davor und denkt sich: "Und?" . Ich denke, dass viele einfach nicht verstehen, wovor sie gerade stehen, da Informationen fehlen, natürlich kann man nicht zu jedem Stück ein Infoschild stellen, das hunderte Wörter umfasst, aber bei manchen Stellen hätte ich mir mehr Infos gewünscht. Und der Audioguide war...normal. NIchts weltbewegendes und ich vermisste Beiträge bei manchen AUsstellungsstücken.

    Aber natürlich lohnt es sich dort hin zu gehen. Man ist schon beeindruckt, wenn man vor der originalen Goldenen Bulle steht. Also einen Besuch ist es doch alle mal wert.

    Mal sehen ob ichs zum Berliner Teil schaffe.:winke:
     
  8. Gaius Marius

    Gaius Marius Neues Mitglied

    Das stimmt! In Magdeburg waren wirklich viele Ausstellungsstücke, die auch größtenteils sehr interessant sind. Dafür standen aber wenige Infotafeln da, zu manchen Ausstellungsstücken gab es gar keine Infos außer Name. Für das breite Publikum finde ich das sehr ungeeignet, da man ratlos davor steht, wenn man nicht gerade geschichtlich bewandert ist.
    Ich werde die Ausstellung in Berlin leider wahrscheinlich nicht sehen, deshalb freue ich mich schon auf das Urteil von jemanden, der dort war...:winke:
     
  9. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Ich kann nur von meinem Eindruck sprechen.

    Also für mich war in Berlin sowohl einiges zum Lesen, als auch zum Schauen. Neben Gemälden der Herrscher fand ich z.B. einen Kurhut am spannensten. Weniger gelungen fand ich, dass 1806 und die Nachgeschichte genausoviel Platz einnahm wie alles vor dem Ende des Reiches zusammen. Daher war unten (ein Stockwerk unter der 1806-Kiste) alles gerammelt voll und oben ziemlich leer. Es mag auch sein, dass manche nicht blickten, dass es oben weiterging. Aber ich glaube eher, die Resonanz für die weitaus spektakuläreren Stücke für die Zeit vor 1806 war einfach größer und daher das Gedränge dort viel stärker.

    In Sachen Lesen: Viele Infotafeln fände ich auch unsinnig. Wer wirklich alles lesend erfahren will, soll den Katalog kaufen, den es immernoch antiquarisch gibt (z.B. bei "Frölich und Kaufmann" sehr günstig). Ausstellungen sollten eher viele Exponate und ein bisschen Erläuterung dazu bieten. Wer das Ganze nicht einordnen kann und sich zuvor nicht für Geschichte seines Landes interessierte, wird das dann auch nicht auf einmal alles auf großen Infotafeln nachholen.
     

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