Die Bestie: Homo Sapiens

Dieses Thema im Forum "Frühzeit des Menschen" wurde erstellt von Pope, 16. September 2008.

  1. Turandokht

    Turandokht Neues Mitglied


    Der Vorteil an so großen Tieren, wie dem Mammut, war ja aber, daß man mit einer Jagd sehr, sehr viel Fleisch, Fett und anderes bekam. Gerade über den Winter ist das besser, als wenn man ständig wieder los muß, um zu jagen, obwohl ein großer Teil der Tiere im Winterschlaf liegt. Ich war immer der Meinung, daß die Großwildjagd unbedingt notwendig war, um sicher über den Winter zu kommen. Natürlich wurde auch andere, kleinere Tiere gejagt; das ist ja klar.
     
  2. Klaus

    Klaus Neues Mitglied

    Offenbar gibt es da eine bestimmte Reihenfolge, in der die verschiedenen Tierarten aussterben, sobald der Mensch auftaucht, nämlich von groß nach klein.
    http://www.abu-naturschutz.de/_dnload/artensch.pdf

    Das ergibt sich aus der Attraktivität als Beute auf der einen Seite, also viel Fleisch i. V. m. langsam, auf der anderen aus der höheren Fortpflanzungsgeschwindigkeit der kleineren Tiere. So war das Riesenfaultier ruck-zuck ausgestorben, den Hasen gibt es aber noch immer.

    Gegen Ende der Eiszeit starb das Mammut in Europa aus, dann sank die Bevölkerungszahl der Menschen, dann wurden - notgedrungen - bevorzugt Huftiere bejagt, dann war zum Glück - gerade noch rechtzeitig - die Eiszeit zu Ende und man konnte Ackerbau betreiben.

    Und wieder einmal hatte der Homo Sapiens durch ein Glückstor in der 91. Minute überlebt.
     
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  3. Chepre

    Chepre Neues Mitglied


    das ist sehr unwahrscheinlich, da dieses genom, AT Gc134, normalerweise nicht von mutationen betroffen ist.Wenn doch, dann wird es defekt, dh die person wird keine hellen haare haben.
     
  4. Guntbot

    Guntbot Gast

    Wenn ich dich richtg verstanden habe ergäbe sich daraus,dass Blonde einen
    Neandertaler in ihrer Ahnenreihe haben?
     
  5. Remo1986

    Remo1986 Neues Mitglied

    scheint so... würde so einiges erklären *lol*

    hey, ich hab nen neanderthaler in der familie gehabt..
     
  6. Guntbot

    Guntbot Gast

    Nur gut das meine Ehe kinderlos war,wären ja alles Hybriden geworden =)
     
  7. Gil-galad

    Gil-galad Aktives Mitglied

    Ein entscheidender Nachteil an der Jagd auf Großwild ist doch unter anderem der, dass es sehr viel gefährlicher ist, ein Mammut als ein Wildpferd o.ä. zu jagen. Ein Mammut kann sich doch schon aufgrund seiner großen Masse ganz gut gegen einen Menschen oder auch eine kleinere Gruppe derselben wehren. Das ist bei kleineren Tieren weitaus weniger problematisch. Zudem sehe ich logistische Probleme beim Abtransport der Großwild-Beute. Man muss ja dann den Kadaver auch bewachen, da man ansonsten mit konkurrierenden Raubtieren zu tun bekommt.
     
  8. Maksim

    Maksim Gast

    Ich würde die Gefahr die von Wildpferden ausgeht nicht unterschätzen. Klar, das Mammut ist um ein Vielfaches größer als ein Wildpferd, dafür sind Wildpferdherden aber in der Regel auch größer als Mammutherden (oder heutige Elefantenherden).

    Auf die Moderne angewandt, schau Dir beispielsweise eine Zebraherde in der afrikanischen Savanne an. Wenn diese Herde durch Angst- bzw Schmerzensschreie eines Artgenossen in Panik versetzt wird, und sich in Deine Richtung in Bewegung setzt, dann kommt eine Wand bestehend aus dutzenden an Tieren auf Dich zu und Du wirst in den Boden getrampelt.

    Ein Großtier wie z.B. der Elefant (oder damals das Mammut) wird sich als Einzeltier leichter aus der Herde herauslösen, und quasi in Teamarbeit, von einer Jägergruppe erlegen lassen.

    Außerdem nehme ich an, dass sich die frühzeitlichen Jäger - bei der Großwildjagd - eher auf ein isoliertes Tier konzentriert haben werden, also ein Tier welches aufgrund des Alters - oder weil es sich um ein Jungtier handelte - von der Herde getrennt wurde, weil es z.B. mit dem Tempo der fliehenden Herde nicht mithalten konnte, oder aus Schwäche dem normalen Wandertempo der Herde nicht gerecht werden kann.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. November 2008
  9. Tekker

    Tekker Gast

    Seit wann rennen Fluchttiere auf ihren Jäger zu?
     
  10. Maksim

    Maksim Gast

    Fluchttiere handeln nicht immer rational, sondern instinktiv. Manchmal scheinen sie auch nicht erkennen zu können aus welcher Richtung die Gefahr droht.

    Es gibt Situationen, auch in Menschenmengen die in Panik geraten, in denen die Mitte "der Herde" in eine bestimmte Richtung drängt und den äußeren Rand vor sich her schiebt / treibt. Die Bewegungsrichtung wird also nicht unbedingt von denjenigen bestimmt, welche der Gefahr am nächsten sind, sondern von denjenigen die die Bewegung auslösen.

    In einer solchen Situation ist es unmöglich sich gegen die von hinten schiebende Masse zu stemmen, man muss der Richtung zwangsläufig folgen.
     
  11. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Hasen und Rehe springen instinktiv hoch und können in die Richtung des Jägers für kurze Zeit laufen, weil sie die Richtung einschlagen in der ihr Kopf und Vorderläufe sich befinden. Erst beim Sprung/Lauf orientieren sie sich und schlagen entsprechende Haken.
     
  12. Tekker

    Tekker Gast

    Ok, gilt aber nicht für eine Herde, oder?
     
  13. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Du meinst eine Hasen- oder Rehherde?
     
  14. Tekker

    Tekker Gast

    Nein, herrje, hab ich mich wirklich so mißverständlich ausgedrückt? Du bist nun schon der zweite... :S

    Also, ich meinte [ob Maksims Bemerkung, eine Herde (Zebras oder was immer) würde auf jemanden zurennen], daß Fluchttiere eher vom Jäger weg laufen dürften. Daraufhin kam dein Beispiel von Hasen und Rehen, welche aber keine Herdentiere sind, womit dein Beispiel wiederum an der vorangegangenen Sache vorbeiläuft. Nun klar? :schau:

    Aber eigentlich ging es in diesem Thread ja eher um Kannibalismus. Weitermachen. :p
     
  15. Guntbot

    Guntbot Gast

    ist es den Kannibalismus wenn ein HS einen HN frühstückt ?
    ist doch nicht die gleiche Art,ist es nicht "nur" verspeisen von Beute :confused:
    wenn ein Wolf nen Hund frist spricht an ja auch nicht von Kannibalismus oder?
     
  16. Remo1986

    Remo1986 Neues Mitglied

    das kommt jetzt eben drauf an ob die sich vermischen können oder nicht, u.u. hat der HN ein paar HS gene und dann ist es kanibalismus. Ich fress ja auch nicht meine tante in bezug auf die tatsache dass sie blond ist und damit wohl HN gene hat *lach*
     
  17. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Ich persönlich empfinde das Jagen und Verspeisen von Menschenaffen als Kannibalismus. Dieser Angewohnheit verdanken wir Aids...
     
  18. Guntbot

    Guntbot Gast

    das kann man so sehen,ich verurteile das auch,aber ist es Kannibalismus oder "nur" verspeisen von verwandten Arten
     
  19. Da geb ich dir vollkommen recht.
     
  20. Gil-galad

    Gil-galad Aktives Mitglied

    Ich hätte dazu noch eine Theorie. Wenn du in der Gruppe jagst, wie es der steinzeitliche Jäger mit Sicherheit bei Herdentieren getan hat, dann gefährdet eine flüchtende Herde doch vor allem deine Mit-Jäger, weniger dich selbst. Denn ich stimme dir auf jeden Fall zu, dass Fluchttiere, wenn sie schnell genug schalten, von dem Jäger wegrennen. Allerdings muss das nicht auf alle Mitglieder einer Gruppe zutreffen, da diese sich ja auch von verschiedenen Richtungen nähern können.

    Um das Rehe-Beispiel nochmal aufzugreifen. Ich habe schon Rehe so panisch flüchten sehen, dass sich nach kurzem Lauf gegen einen Baum geprallt sind. Imho kann man davon ausgehen, dass von einem einzelnen Tier dem Jäger schon eine gewisse (Verletzungs-)Gefahr droht.
     

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