Einwanderung in die USA (und Kanada)

Dieses Thema im Forum "USA | Kanada" wurde erstellt von Gast, 15. August 2010.

Schlagworte:
  1. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter


    Über die Ursachen der Hungersnot kann man hier weiter diskutieren:

    http://www.geschichtsforum.de/f45/ursachen-der-hungersnot-irland-34412/#post516033
     
  2. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    man sollte auch die politische Repression als Auswanderungsgrund nicht vergessen.
    In Deutschland waren das vornehmlich die 1848er .Prominente Beispiele hierfür sind Carl Schurz, der in den USA zum Innenminister aufstieg und Siegel, der General der Unionsarmee wurde
    Oder irgendwelche von meiner Sippe,die 1849 aus nämlichen Gründen (sie waren in Rastatt dabei) über La Rochelle und New York nach North Dakota auswanderten.
     
  3. megatrend

    megatrend Aktives Mitglied


    es gab auch Juden, die aufgrund Repressionen der Nazis nach Amerika emmigriert haben.
     
  4. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    Deutsche Auswanderung in die USA 1820 - 1919

    Zwischen 1820 und 1919 wandern fast 5,5 Mio Deutsche in die Vereinigten Staaten aus, davon 2,8 Mio allein in den ersten drei Jahrzehnten nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871

    1820 - 29
    Gesamt 129.000
    Deutsche 6.000

    1830 - 39
    Gesamt 538.000
    Deutsche 125.000

    1840 - 49
    Gesamt 1.427.000
    Deutsche 385.000

    1850 - 59
    Gesamt 2.815.000
    Deutsche 976.000

    1860 - 69
    Gesamt 2.081.000
    Deutsche 724.000

    1870 - 79
    Gesamt 2.742.000
    Deutsche 752.000

    1880 - 89
    Gesamt 5.249.000
    Deutsche 1.445.000

    1890 - 99
    Gesamt 3.694.000
    Deutsche 579.000

    1900 - 09
    Gesamt 8.202.000
    Deutsche 329.000

    1910 - 19
    Gesamt 6.347.000
    Deutsche 174.000

    Quelle:
    U.S. Bureau of the Census,aus: Klaus Wust & Heinz Moos (Hrsg.),Dreihundert Jahre Deutsche Einwanderer in Nordamerika 1683 - 1983
    Die Deutschen 1815 bis 1918 Fürstenherrlichkeit und Bürgerwelten / R. Hosfeld; H. Pölking / Seite 63
     
    1 Person gefällt das.
  5. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    Deine Angaben sind nicht korrekt und ich zweifele die Zahlen aus der Wiki-Aufstellung an.

    1.)Als Grund für die Zweifel nenne ich den Zeitraum des Amerikanischen Bürgerkrieges in den 1860iger Jahren. In dieser Zeit kam die Auswanderung in Richtung USA fast völlig zuerliegen. Aber die Zahlen in der Tabelle steigen weiter an!

    2.)Desweiteren werden in der Anzahl an Deutschen Auswanderen in verschiedenen Quellen immer wieder die Zahl von ca. 5- 6 Mio im Zeitraum von 1820 - 1919 (100 Jahre) genannt.
    In der Wiki Quelle sind aber allein schon im Zeitraum von 1850 - 1910 ca.13.3 Mio angegeben. Das wäre bei einer Durchschnittlichen Bevölkerungszahl im Deutschen Reich in dieser Zeit von ca. 50 Mio mehr als ein Viertel der Bevölkerung!

    Das kann nicht richtig sein.
    PS: Vielleicht habe ich auch Angaben der Legende des Links falsch ins Deutsche übersetzt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. August 2010
  6. Liborius

    Liborius Neues Mitglied

    Du scheinst die Zahlen addiert zu haben. Die Zahlen geben aber an, wie viele Leute in der jeweiligen Volkszählung angaben, nicht in den USA geboren zu sein. Die Zahlen sind schon kumuliert und nicht nochmals zu kumulieren.
     
  7. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    Danke für den Hinweis.
    Damit ergeben sich natürlich ganz andere Zahlen, die in dem Fall der Wiki-Tabelle aber wieder viel zu niedrig sind.

    Das ist des Pudels Kern:
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. August 2010
  8. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Das Thema "Einwanderung" - ohne tagespolitischen Bezug - einmal aus einer anderen Sicht:

    Es geht um eine 15-jährige Langzeitstudie, die Einwandererfamilien in Kanada (mit ganz gemischten Motiven, bis hin zu Flüchtlingen) betrifft. Untersucht wurde durch die Langzeitstudie die besondere Lage in Bezug auf psychischen Stress und "emotionale Probleme", wenn es sich bei den Migranten um Eltern handelt, also auch noch Besorgnisse um Kinder zum Einwanderungsstatus hinzutraten.

    Vergleichsgruppe waren "Non-Divorced Non-Parents", also kinderlose, nicht getrennt lebende Einwanderer-Paare. Abgestellt wurde damit auf den "Zusatzstress" durch die Eigenschaft als Eltern.

    Stellt sich die Frage, wie man den Zusatzstress in Vergleich zu Nicht-Einwanderern beurteilt (gleich, höher, niedriger?).

    Ich habe das allerdings bislang nur überflogen. Vielleicht ergibt die Studie auch dazu etwas. Oder es kommtnoch etwas dazu: Zwischenstände der Studie sind seit Jahren in der Presse zu sichten.

    http://journals.plos.org/plosone/article/file?id=10.1371/journal.pone.0175023&type=printable
    Emotional problems among recent immigrants and parenting status: Findings from a national longitudinal study of immigrants in Canada
     

Diese Seite empfehlen