Entdeckung Amerikas durch Muslime?

Dieses Thema im Forum "Zeitalter der Entdeckungen (15. - 18. Jhd.)" wurde erstellt von schwedenmann, 16. November 2014.

  1. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied


    Die muslimischen Entdecker Amerikas sind nicht einmal Fußnoten der Geschichtsschreibung, sie sind bisher lediglich Spekulation. Mit den Fußnoten kann man die Wikinger bezeichnen, sie hinterließen zumindest Beweise für ihre kurze Anwesenheit auf dem amerikanischen Kontinent.
     
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  2. Wilfried

    Wilfried Aktives Mitglied

    Nun, die Grönländer und Isländer nutzten Amerika sehr wohl, Holzimporte etc.

    Die Ansiedlung wurde ja abgebrochen, Versuche gabs allerdings. Was die Schwierigkeiten der Muslime für einen engeren Kontakt mit Mittel/Südamerika angeht:
    Es gab den Krieg auf den alten Kontinenten und vor allem, der Weg ist doch wesentlich weiter als von Island über Grönland ..
     
  3. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied


    am wahrscheinlichsten ist, dass die mittelalterlichen Muslime ganz und gar keine Schwierigkeiten in Sachen engerer oder weniger enger Kontakt mit Mittel/Südamerika hatten, weil sie schlichtweg nie dorthingegurkt waren. :D
     
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Das ist eine populäre Hypothese, für die es keinerlei belastbare Belege gibt.
     
  5. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

  6. HernanCortes

    HernanCortes Neues Mitglied

    Sorry. Bin halt PC-Laie. Wollte einen meiner Beiträge entfernen, da ich ihn aus Versehen doppelt gesendet hatte.
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    Ich bin der Meinung, dass die Frage, ob Kolumbus der Erste war und ob er Amerika entdeckt hat, wird meist nicht eindeutig gedeutet. Für mich war Kolumbus nicht der erste Nichtamerikaner auf dem Doppelkontinent, wohl aber sein Entdecker.
    ENTDECKEN = für die Welt sichtbar machen.
    ENTDECKEN = die die Sicht versperrende Decke von einer Sache nehmen. - Vorhang auf ! -
    ENTDECKEN = auffinden und bekanntmachen.
    ENTDECKEN = wiederauffindbar machen.
    Das sollte man beachten, wenn man sich vor Augen führt, dass z. B. Phoenizier ( Hanno der Grosse / ca. 500 v.Chr. ), Japaner, Normannen ( Leif Erikson / ca. 1.000 n.Chr. ), Chinesen ( der Eunuch Admiral Zheng He / ca. 1.420 ff.n.Chr. ), Iren, Polynesier und / oder andere durchaus nautisch / technisch befähigt gewesen sein dürften, Amerika vor 1.492 erreicht zu haben.
    Es wurde aber nicht bekanntgemacht. Sie waren vielleicht dort, jedoch wenn, dann nur "hinter den Kulissen" und jemand musste den Vorhang herunterrreissen . . .
    Wie beurteilt Ihr meine Auslegung ?
     
  7. schwedenmann

    schwedenmann Aktives Mitglied

    Hallo

    @Hernan Cortes
    Hast du irgendwelche Beweise für deine Thesen, also Fundgegenstände, zeitgenössische Quellen, etc. ?

    Solange das nichts kommt,ist das pure Phantasie und und hat hist. Wissenschaft absolut nichts zu tun.

    mfg
    schwedenmann
     
  8. HernanCortes

    HernanCortes Neues Mitglied

    Hallo. Es ist eine Auslegung. Habe mich vielleicht nicht gut ausgedrückt: Die Fahrten, die ich angedeutet habe, werden nur vermutet. Es ist nach meiner Auslegung jedoch unerheblich, ob andere vor Kolumbus da waren. Sie haben es jedenfalls nicht der Welt mitgeteilt und so ist durch Kolumbus Entdeckung und der nachfolgenden Berichte darüber Amerika erst bekanntgemacht und damit entdeckt worden.
    LG vom Niederrhein
     
  9. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Es war lediglich die Christoph Columbus-Entdeckung, die die Geschichte der Americas beeinflußt hat. Von den sicher stattgefunden habenden, möglicherweise stattgefunden habenden, spekulativen Entdeckungsfahrten der Wikinger, Chinesen, Phönizier, Ägypter, Afrikaner, Finnen und wer-sonst-noch-verdächtig-war,-vor-1492-dort-aufgekreuzt-zu-sein hat keine die Entwicklung der Amerikas in irgendeiner nennenswerten Weise beeinflußt.

    Trotzdem kann über die möglichen früheren Transatlantik-Kontakte geforscht werden. Wobei es für den hier diskutierten (also den über die Muslisms) bisher keinerlei Beweise gibt, nur Spekulationen.
     
  10. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Die Polynesier hatten die Fähigkeiten. Vor einigen Jahren wurden auch mal ein paar Hühnerknochen in Chile bzw. die Genetik amerikanischer Hühner angeführt, dass das Huhn nicht erst mit den Europäern sondern bereits früher auf anderen Wegen nach Amerika gekommen sei (die Wildform des Haushuhns kommt aus Indien). Soviel ich weiß, ist das mittlerweile wieder von der Agenda herunter. Dass die Wikinger in Amerika waren ist sowohl literarisch als auch archäologisch dokumentiert. Alle übrigen betrieben, trotz ihrer nautischen Leistungen für die damalige Zeit Küstenschifffahrt, also von Kap zu Kap. Das gilt auch für die Seefahrernation der Phönizier (wovon im Übrigen die überlieferten Monumente, wie etwa der Periplus des Hanno, Zeugnis abliefern). Auch Zheng He, von dem ein britischer Marineoffizier vor einigen Jahrene# behauptete, er sei nach Kalifornien gelangt (die "Belege" dafür haben sich alle als falsch herausgestellt, so etwa der angebliche chinesische Ankerstein, der einfach ein kalifornischer Stein war, oder Weltkarten, die angebliche die Weltumsegelung Zheng Hes beweisen sollten, aber eben gerade das nicht zeigten...) hat "nur" Küstenschiffahrt betrieben.
    Dass ein im Sturm abgetriebenes Schiff vielleicht mal an die amerikanischen Küsten gespült wurde, ist freilich nicht auszuschließen, ob darauf noch jemand lebte, eine andere Frage.

    Bzw. an den Haaren herbeigezogene Argumente. Die islamische Kultur des Mittelalters war überaus mitteilsam. Natürlich gäbe es viele Texteschnippsel ohne die Redundanz ihrer Überlieferung heute nicht mehr (also A schreibt von B ab, der von C, der von D etc.), dennoch wäre es sehr verwunderlich, wenn aus der mitteilsamen arabischen Literatur des Zeitraums 900 - 1600 so rein gar nichts über den Doppelkontinenten überliefert worden sei. Der Maġrib al-aqṣa (Marokko, Mauretanien) war für die Araber das westliche Ende der Welt (fernster Westen).
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Oktober 2017
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  11. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Als erstes haben ohne jeden Zweifel die Vorfahren der Indianer den Kontinent aufgefunden. Vielleicht sogar mehrfach.

    Dann vielleicht einige Schiffbrüchige, von denen wir aber rein gar nichts wissen. Ausgeschlossen werden kann es nicht.

    Dann bekanntlich Wikinger und später Basken, die (auf den Spuren der Wikinger und es sollen noch einige andere beteiligt gewesen sein, die hinter das Geschäftsgeheimnis der Grönländer gekommen waren) vor Neufundland fischten und evt. auf dem Kontinent zu Reparaturzwecken Holz fällten. Hier wird manchmal spekuliert, ob die Fahrten der Basken Kolumbus bekannt waren. Doch wird er selbst dann nur von einer Insel weit draußen im Atlantik gehört haben und evt. von der Fahrtdauer.

    Wir wissen, dass der Kurs, auf dem die Portugiesen Afrika umsegelten, so verlief, dass es unwahrscheinlich ist, dass sie nicht irgendwann in der Ferne eine Küste gesehen haben. Da keinerlei Berichte vorliegen und dazu kein Protest gegen den Anspruch einer Spanischen Entdeckung erfolgte, werden es die Seeleute für eine Insel oder eine Luftspiegelung gehalten haben. Jedenfalls haben sie es ignoriert.

    Als die Russen nach Alaska kamen, fanden sie Holzhäuser mit Glasresten vor, die als Spuren europäischer oder chinesischer Anwesenheit gelten müssen. Aber das war im 18. Jh. und Cook, dessen Schutzhütten nicht damit gemeint sind, sah sie noch nicht. Ob da ein Pelzhändler oder ein Entdecker überwinterte oder sein Schiff reparierte wird wohl nicht mehr zu ermitteln sein. Später brachte man das mit Berichten über chinesische Seefahrten zusammen, obwohl Jahrhunderte dazwischen lagen und nicht bekannt ist, ob und was bei diesen Unternehmungen entdeckt wurde.

    Natürlich haben amerikanische Ureinwohner mit ihren Hochgebirgsflotten den Tapir nach Europa gebracht und so Hannibals Alpenüberquerung ermöglicht. Aber wenn ich das jetzt weiter ausführen, haut mich El Quijote. ;)
     
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