Ethnogenese der heutigen Griechen

Dieses Thema im Forum "Südeuropa | Mittelmeerraum" wurde erstellt von lynxxx, 9. Januar 2007.

  1. Paleologos XI

    Paleologos XI Gesperrt


    Ja dann verstehe ich aber beim besten willen nicht den vergleich zum Neuhebräischen den er zieht wen es ja nicht extrem viele Lehnwörter wahren sondern nur mehr oder weniger im Normalen stadium einer jeden anderen Sprache auch (wie es ja auch in wahrheit der Fall ist). Der übrigens auch in der Hinsicht falsch ist das der großteil der Lehnwörter aus dem heutigem Griechischen verschwunden ist.

    Außerdem spricht er von einer "künstlich rückgängig gemachten veränderung des Griechischen welches sich zur Osmanischen Herrschaft vollzogen haben soll" was wieder völliger Blödsinn ist wenn er die Osmanischen Lehnwörter meint die existieren immer noch im Griechischen und sind bei weitem nicht so viele das sie die Griechische Sprachstruktur im Allgemeinen verändern könnten.

    Bitte zitiere meinen Satz nächstes mal ganz das rote hat jemand behauptet, außerdem lässt sein gesamter Beitrag schon fast auf das nicht-rote (ich weiß blödes Wort:)) schlissen, also ist das schon ganz schöne Korinthenkackerei was du grade machst.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. November 2013
  2. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Kein Problem.

    Wer hat denn das rote behauptet? Vom "Großteil" lese ich auch nichts.

    Wenn Du schon auf vollständige Zitate Wert legst, warum zitierst Du dann selber nicht richtig?

    Das hat auch niemand behauptet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. November 2013
  3. Dieter

    Dieter Premiummitglied


    Die Kontinuität der griechischen Sprache ist unbestreitbar. Sie hat sich über einen Zeitraum von 3500 Jahren auf der südlichen Balkanhalbinsel erhalten, machte in dieser Zeit freilich einen Wandel vom archaischen Mykenisch über das klassische Griechisch und Mittelgriechisch bis hin zum Neugriechischen durch. Eine solche Entwicklung findet sich in allen Sprachen, man denke nur an das Alt- und Mittelhochdeutsche.
     
  4. Paleologos XI

    Paleologos XI Gesperrt

    Die erste vergleichende DNA Analyse von Minoischen und Mykenischen Gräbern mit den Genen der heutigen Griechen hat ergeben das die heutigen Griechen nicht nur Linguistisch die nachvag´ihren der antiken sind sondern auch genetisch.


    Direkt vom Max Planck Institut gestern veröffentlicht.(die Genstudie wurde unter anderem von Harvard und Cambridge durchgeführt)

    https://idw-online.de/de/news679073
    [​IMG]

    ebenfalls aus der selben quelle:

     
  5. Paleologos XI

    Paleologos XI Gesperrt

    Die erste vergleichende DNA Analyse von Minoischen und Mykenischen Gräbern mit den Genen der heutigen Griechen hat ergeben das die heutigen Griechen nicht nur Linguistisch die nachfahren der antiken Griechen sind sondern auch genetisch.


    Direkt vom Max Planck Institut gestern veröffentlicht.(die Genstudie wurde unter anderem von Harvard und Cambridge durchgeführt)

    https://idw-online.de/de/news679073
    [​IMG]

    ebenfalls aus der selben quelle:

     
    Zuletzt bearbeitet: 4. August 2017
  6. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Wie war das noch? Die Hälfte der Europäer stammt von König David ab, ein Viertel von Karl dem Großen (und wenn Gott Humor hat, Gangflow in direkter männlicher Linie) und wieviel nochmal von Homer oder Aristoteles?

    Wir hatten die Meldung schon in einem andern Thread. Nur ohne einseitig zu betonen, was gerade in den Kram passt.

    Nun, im Gegensatz zu den Griechen der klassischen Zeit sind wir Christen alle Gottes Kinder. Irgendwie die feinere Herkunft. Aber unserem Pfarrer muss ich ja auch immer wieder erklären, dass über Adam und Eva alle verwandt sind. Also:

    Die Träger der kosmischen und der minoischen Kultur sollen aus Anatolien eingewandert sein. Und die 'Mykener' sind dann auch noch -welch Überraschung- mit so Leuten vom Kontinent, wie der Brite so sagt, verwandt. Und dann sind einige da geblieben und andere sind weitergezogen. Auch das stand schon im Geschichtsbuch.

    Bis auf die Verwandtschaft mit den Ägyptern sind damit auch die griechischen Sagen bestätigt.

    Wie immer Frage ich natürlich nach der Datenbasis und bezweifele die Signifikanz. Bei 15 Millionen Griechen, die ich im Kopf habe, müsste es nochmal wieviel Stichproben geben?

    Und trotzdem ist hier der zweitnächste Grieche Türke. Wirklich, ist so. Und sein Gyros schmeckt toll. Wirklich, ist auch so.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. August 2017
  7. Paleologos XI

    Paleologos XI Gesperrt

    hahaha

    Science Magazin

    The Greeks really do have near-mythical origins, ancient DNA reveals | Science | AAAS
     
  8. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    In deinem Zitat steht unter anderem:

    "Eine heute in Nature publizierte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Minoer nicht kurze Zeit zuvor aus einer fortschrittlichen, entfernt gelegenen Zivilisation einwanderten, sondern tief in der Ägäis verwurzelt sind. Die Vorfahren von Minoern und Mykenern waren Populationen aus dem neolithischen Westanatolien und Griechenland.Zudem sind beide Gruppen sowohl miteinander als auch mit den modernen Griechen eng verwandt."

    Minoer und Griechen sind lediglich insofern miteinander verwandt, als eine altmediterrane Bevölkerungsschicht in Kleinasien und Griechenland in grauer Vorzeit zu ihren Ahnen zählte.

    https://idw-online.de/de/news679073

    Durch Zuwanderungen, Assimilationen und Fusionen mit neuen Bevölkerungsgruppen haben sich daraus allerdings sprachlich und kulturell weit voneinander entfernte Völker gebildet.

    Dass Mykener und moderne Griechen analog zur DNA-Analyse miteinander verwandt sind, kann nicht verwundern. Griechen sind schließlich Nachfahren der mykenischen Griechen, die allerdings im Verlauf späterer Jahrhunderte auch Slawen, Albaner und andere Zuwanderer assimilierten.

    Dass schließlich die Minoer in der Ägäis verwurzelt sind, ist eine Binsenweisheit. Sie sind ein altes ägäisches Substrat, verwandt vermutlich mit altmediterranen Gruppen auf dem Balkan und in Kleinasien. In Griechenland wurde dies Substrat im 3. Jahrtausend v. Chr. von indoeuropäischen Sprachträgern überschichtet, wobei sich im Verlauf einiger Jahrhunderte ein archaisches Griechisch in Form des Mykenischen durchsetzte.

    Die Minoer blieben ihrem eigenen Idiom verhaftet, das anhand der Linear-A-Täfelchen überliefert ist und nicht - oder nur bruchstückhaft - entziffert werden konnte. Umstritten ist, ob es sich um eine unbekannte ägäische Sprache handelt, oder ob möglicherweise eine luwische, hethitische oder semitische Basis vorhanden ist.

    Dazu passt diese Aussage, die ich eben im Net fand:

    "Sie fanden heraus: Minoer und Mykener sind miteinander verwandt. Beide Hochkulturen wurden demzufolge nicht von Einwanderern erschaffen, sondern von Einheimischen. Die meisten genetischen Übereinstimmungen bestehen zu Bauern aus der Jungsteinzeit, die aus Anatolien einwanderten und die Landwirtschaft nach Europa brachten."
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. August 2017
  9. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

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