Geschichte der Regionen-Heimatgeschichte

Dieses Thema im Forum "Westeuropa" wurde erstellt von zaphodB., 15. Dezember 2011.



  1. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Hallo,

    Brauereigasthof hört sich gut an, hoffe komme dann noch zum kegeln.

    :pfeif:
     
  2. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 13. August 2014
  3. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Guten Tag,

    nach langen Nächten und guten Beistand ist das heraus gekommen:

    Lach, sind die heutigen Jugendlichen wirklich so schlimm! =)

    Die Fortsetzung ist bestellt:

    1840/1841 Carlshof/Allendorf
    Großherzogliche Hessische Regierungsblatt 1841 Seite 664.
    Hessisches Staatsarchiv Darmstadt(HStAD)
    Strafurteile (R 21 D 5) , Buchstabe B

    29.10.1840 vom Hofgericht Gießen wegen einer Schlägerei und Verwundung mehrerer Personen auf dem Carlshof zu vier Monaten Korrektionshaus verurteilt.

    Elmshausen am 16. May 1839 (Blatt 1) Seite 2
    Störung der Sonntags feier auf dem Karlshof, bei Elmshausen Seiten der ledigen Bursche und Mädchen zu Allendorf, Damshausen, Elmshausen

    An Großherz. Hess. Kreisrath des Kreises Biedenkopf
    Bericht des Großherz. Hess. Bürgermeisters zu Elmshausen
    Zu Nr. K. 3083
    Auf die Verfügung vom 13. May 1839
    Mit Bezugnahme auf den Hohen Erlaß Gr. Kreisamts vom 13. May d. J. berichte ich und auch ? das diese Verfügung öffentlich gemacht worden ist.
    Ich selbst habe mich am 16. D.M. auf den Karlshof begeben und die anliegende Bekanntmachung in dem Wirtslokal des Pachter Schlabach angeschlagen

    Damm

    Blatt 2
    Buchenau am 26. April 1839
    Betreffend: Die Störung der Sonntagsfeier durch Zusammenkünfte auf dem Karlshof bei Elmshausen von Seiten der ledigen Manns- und Weibspersonen aus Allendorf. Damshausen und Kernbach, insbesondere die am vorigen Sonntag daselbst verübten Exzesse
    An Großherz. Hess. Kreisrath
    Des Kreises Biedenkopf
    Gehorsamster Bericht
    Des Gr. Pfarrers der Pfarrei Buchenau

    Der nahe an der kurhessischen Grenze ¼ Stunde von Elmshausen gelegene Karlshof, welchen gegenwärtig Pachter Schlappach besitzt, war von je her ein Ort, wo sich viel Ungesetzliches zu verbergen pflegte, was seine Lage ganz besonders begünstigte. Zu diesen Ungesetzlichkeiten kann man mit vollem Rechte die Versammlungen der ledigen Manns- und Weibspersonen aus den Orten
    Blatt 3
    Allendorf, Damshausen, Elmshausen, und Kernbach nehmen, welche an jedem Sonntage während des Frühjahrs und Sommers daselbst stattfinden; Versammlungen, welche an und für sich selbst nicht ungesetzlich seyn dürften, aber zu gar vielen ungesetzlichen und der Normalität im höchsten Grade nachtheiligen Veranlaßung werden, da die Lage des Orts außer dem Bereich einer speziellen polyzeilichen Aufsicht, gleichsam die Freystätte bildet, wo sich alle Arten von Rohheiten und Zügellosigkeiten bis zur höchsten Höhe uneingeschränkt bewegen ? können.
    Daß sie ihre zügellosen Freuden in der Regel immer zuletzt mit Schlägereien u.d.g. krönen ist wohl als natürlich vorauszusehen, zumal viele Raufziele für diese Voraussetzung hinlänglich bürgen. Nur ein Beispiel aus jüngster Zeit als Beleg für meine Angabe anzuführen, sey mir vergönnt.
    Auch am vorigen Sonntag, mittags um 3 Uhr, war die Jugend aus den genannten Dörfern wieder zahlreich auf dem Karlshofe versammelt, und nachdem sie ihren Mut durch den Branndewein erhöht und ihre Vernunft in demselben gänzlich ersäuft hatten, kam es zuerst zu Zänkereien, welche mit einer furchtbaren Schlägerei endigten, wobei mehrere Bursche aus Damshausen lebensgefährlich verwundet, und dem Pachter Schlappach Fenster, Tische, Stühle u. d. g. zertrümmert wurden.
    Im ? meines Amtes erlaube ich mir ? einer hohen Behörde von diesem Unfug die gehorsamste Anzeige zu machen und die Bitte anzufügen: dahin gütigst wirken zu wollen, daß diese in mancher Beziehung nachtheilige Versammlungen an Sonn- und Feiertagen unterbleiben mögen.
    Klein
    Blatt 4
    An Großherzogl …..
    Bericht des Bürgermeisters zu Damshausen
    Da auf dem 24. d.M. ein Streit zwischen den ledigen Burschen von Allendorf und Damshausen sich auf dem oben genanten altefelt entstanden hat, und von Damshausen einige so verwandt worden sind, daß sie kaum wieder than? Vorige Gesund heit erhalten dieses ist nicht, ungewöhnlich auf diesem Hoff. Weil fast jeden Sontag, unsere Jungen leute sich ? und dieser hat allein abgesan = dort liegt ?? polizeiliche Aufsicht nicht strenge

    Blatt 5
    Erhalten kann, der Besitzer dieses Hofes. Ein Brand wein brauer und zugleich zapf wirt , ist, und hierdurch sich die gröste, Streig keiten entstehen, So erlaube ich mir, gehorsamst an zu tragen, ob nicht den .. der Zugang auf die Sontage in meiner Bürgermeisterei auf den Rub rinerten ? Hoff verbotten werden kann , bei einer angemessenen Strafe für jede Zuwider handlung , oder wenn dieses nicht stadt finden sollte dem Besitzer des Hofes, die Wirtschaft auf die Sonn- und Festtage, zu verbieten um diesem Sitten verderniß , was ich schon lange als Verderben angesehen habe, zu steuern
    Was ich Gr. Kreisrath des Kreises Biedenkopf zur baldigsten Entscheidung gehorsamst hiedurch antrage
    Muth

    Blatt 6
    Briefumschlag
    An Gr. Kreisrath des Kreises Biedenkopf B. m. m. Damshausen
    Abgestempelt in Gladenbach

    Blatt 7
    Biedenkopf, den 13. Mai 1839
    Pachter Daniel Schlappach erklärt auf Verhalt
    Ich suche dem zur Anzeige gebrachten Unfug ? getrieben wird so viel als ,allein ich bin denselben, da ich auf meinem isoliert stehenden Hof allein u. ohne obrigkeitliche Unterstützung nicht vorhanden. Ich hatte mit schon vorgenommen, auf Sonntag keine Wirtschaft zu treiben; allein ich wurde doch von ? von Damshäuser, Elmshäuser, Allendörfer u. Kernbächer Bursche, welche erklärten, daß wie ich werktags Wirt seyn wolle, daß auch Sonntags seyn müsse. Seyne gegenungen ?, ich lasse es mir gern gefallen, wenn meine Sonntags wirtschaft von Polizei wegen geschlossen wird. Ich bitte um einen geeigneten Anschlag, um die Burschen darauf hinweisen zu können. Nur behalte ich mir vor, Sonntags wenn ein Fremder Durchreisender oder sonst ein ordentlicher ? kommt, demselben etwas verabreichen zu dürfen.
    1.) Verfügung
    Da die Wirtschaft auf dem Karlshof an Sonntagen von Polizei wegen geschlossen worden ist, so wird dies hiermit bekannt gemachter ?

    Blatt 8
    Und bemerke, daß vor dieser polyzeilichen , gebührend getroffen werden wird, und wenn entlich der Wirt, welcher an Sonntagen an jemanden Getränke u.s.w. verabreicht, für jeden neu ? Fall eine Strafe von 5 R (Gulden) zu erwarten hat.
    Unterschrift
    2.) An den Bürgermeister zu Damshausen
    Sie haben in Ihrer Bürgermeisterei öffentlich bekannt zu machen, daß die Wirtschaft auf dem Karlshof von Polizei wegen an Sonn- und Feiertagen geschlossen worden sei, und an solchen Tagen dort, bei einer nahmhaften Strafe von 5 R für jeden Einzelnen ? bei Gefängnißstraf Wirthschaft nicht getrieben werden darf.
    3. ) Gr. Herzogl. Bürgermeister zu Elmshausen mit dem Gutsbesitzer Winter haben sie selbst sich unverzüglich auf den Karlshof zu begeben und die anliegende Bekanntmachung in dem Wirtshause des Pächters Schlappach anzuschlagen; auch wie zu ?hen, binnen 3 Tagen bei Strafe von 25 F. briefl. ? anzuzeigen
    Blatt 9
    Briefumschlag
     
    1 Person gefällt das.
  4. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Habe es aufgegeben -- das ist die wahre Geschichte!

    Die wahre Geschichte der Hohenfelser und ihrer Burgen


    Herausgegeben vom Burgverein Hohenfels e.V.
    Es war einmal ein Raubrittergeschlecht, das lebte auf zwei uneinnehmbaren Trutzburgen, im hessischen Hinterland, von denen Sie das ganze Tal überwachte. Diese war aus grauen, schweren Steinen gebaut. Von den hohen Zinnen beobachteten die Raubritter alle Reisende und Kaufleute, die des Weges kamen.
    Die Hohenfelser, wie sie genannt wurden, waren berüchtigt im ganzen Land. Und überall wo Sie mit ihren mächtigen, geharnischter Rappen auftauchte, säten sie Furcht und Schrecken. Selbst der Landgraf von Hessen traute sich nicht, ohne Begleitung durch das Tal an den Trutzburgen vorbei zu reisen.
    Auch die Nachbarn hatten stark unter Ihnen zu leiden. Die von Döring zu Elmshausen hatten ihren Wohnsitz eine halbe Stunde von den beiden Trutzburgen entfernt. Sie lebten mit den Hohenfelsern in einem beständigen Krieg miteinander. Dadurch kam es, dass die von Döring durch die Raubritter von Hohenfels genötigt wurden, ihren Wohnsitz in Elmshausen aufzugeben und in Biedenkopf (damals noch ein Dorf) einen Neuen zu nehmen.
    Der Landgraf konnte dies nicht hinnehmen und rief seine gesamte Ritterschaft zusammen um gegen die Hohenfelser zu ziehen. Diese wurden aber frühzeitig gewarnt und beratschlagten, auf einer ihrer Burgen, wie sie einem Krieg mit dem Landgrafen und seinen Ritter entgehen könnten. Da Sie wussten dass dieser Krieg viel Unheil über sie bringen konnte und der Landgraf über Werkzeug verfügte, die ihre dicken Trutzmauern sprengen konnten. Nach einer langen Nacht des Abwägens beschlossen die Raubritter sich dem Landgraf zu unterwerfen und in seine Dienste zutreten.
    Am anderen Morgen schickten die Hohenfelser eine Abordnung zum Schloss des Landgrafen nach Marburg. Hier waren viele Ritter dem Aufruf des Landgrafen gefolgt und weilten im Schlosse.
    Kurz bevor die Hohenfels sich dem Schloss in Marburg näherten ritt dort ein Bote, im vollen Galopp, über die Zugbrücke und schrie laut nach dem Landgrafen. Der Landgraf von dem Geschrei, bei seinem Frühstück gestört, eilte hinauf auf den Schlosshof. Der völlig erschöpfte Bote kniete vor dem Landgrafen nieder und brachte Ihm die schlimme Kunde das sich die Herren von Nassau und der Erzbischof von Mainz gegen Ihn verschwören hätten und Ihm den Krieg erklärten. Heute noch würden sie in seine Ländereien einfallen und alles was Ihnen in den Weg kommen würde zerstören. Der Landgraf stand wie vom Blitz getroffen, völlig bewegungslos da. Sein Heer war nicht so groß wie die beiden Anderen, der Kriegsherr des Mainzer Erzbischof war ein gewaltiger Streiter, vor dem schon ganze Heere geflohen waren. Was sollte aus Ihm und aus seinem Land und seiner Familie nun werden, dacht der Landgraf voller Angst.
    In diesem Augenblick kam die Abordnung über die Schlossbrücke geritten, die Hohenfelser sahen den Landgrafen, wie er die Hände zum Himmel streckend, wild auf seine Ritterschaft einredete. Wortfetzen kamen Ihnen zu Ohren und Sie verstanden schnell in welch misslicher Lage sich der Landgraf befand. Mit den Nassauern sie selbst noch einen Streit offen, seit ihrer Niederlage beim Raub in Herborn.
    Eilig sprang Gundram von Hohenfels vom Pferde, rannte in Richtung Landgraf und kniete vor Ihm nieder. Wie Honig müssen die Worte des Hohenfelser dem Landgrafen vor gekommen sein, die nun über seine Lippen kamen. „Werter Landgraf, hier vor euch unserem Herren knie in im Namen der Hohenfelser und seinen Vasallen nieder. Wir wissen dass wir Euch viel Ungemach und Verdruss bereitet haben. Aber seht hier im Staube des Schlosshofes bietet ich euch im Namen aller Hohenfelser unsere Dienste und Treue an, sowie die Öffnung der beiden Burgen, als Zeichen unserer Unterwerfung und Demut.
    Der Landgraf war innerlich aufgewühlt von diesen Worten, ließ sich diese nicht anmerken und schaute grimmig auf den Hohenfelser. Von allen Seiten kamen nur die Ritter des Landgrafen, mit gezogenen Waffen auf die Hohenfelser zu und umringten sie. Gundram noch immer im Staub des Schlosshofes kniend sah schon seine Felle davon schwimmen, schaute den Landgrafen fest in die Augen und sprach mit fester Stimme „Euer Feind wird auch der unsere sein, mit unserer Hilfe können wir euere Gegner schlagen und nach diesem Sieg seht es dann als Beweis unserer Treue gegen über Euch als Landgraf.
    Der Landgraf befahl seinen Rittern die Schwerter und Hellbarten zu schenken und sah den Hohenfelser lange prüfend an. „So mit euerer Hilfe schlagen wir den Nassauer und den Mainzer in die Flucht?“ Ohne lange zu überlegen antwortete der Hohenfelser „Ja, mit unseren Schwertern und ich selbst trete gegen den Kriegsherrn der Mainzer Friedrich von Bonlanden an, sei denn einer euerer Ritter möchte sich die Ehre erwerben.
    So, sagte der Landgraf noch eine Weile von unheimlicher Stille „Ihr und die Eueren sichern mir den Sieg über den Mainzer und Nassauer. Wenn dies so geschehen sollte wie es aus euerem Mund kam, vergebe ich euch alle euere Schandtaten und nehme eueren Treueid entgegen und nehme euch als meine Ritter auf.
    Zwei Tage später zog der Tross des Landgrafen von Marburg Richtung Hohenfels los. Dort vereinigte man sich mit den Hohenfelsern und ihren Vasallen. Das Heer der Landgrafen bestand auf 80 Rittern mit den Hohenfelsern und ihren Vasallen der Buchenauer, Diedenshäuser und Anderer wuchs es an auf 140 Ritter. Nun konnte man voll Zuversicht in den Kampf ziehen.
    [FONT=&quot]Einen Tag später trafen die beiden Heere, zu früher Morgenstunde, bei Dernbach aufeinander. Ein gewaltiges Gefecht Mann gegen Mann begann. Da beiden Heere ungefähr gleich stark waren wurde es ein furchtbares Gemetzel, hier und da sanken die Treuen beider Parteien auf[/FONT]​
    den Erdboden nieder. Um die Mittagszeit erblickte Gundram von Hohenfels den Kriegsherrn des Mainzers, wie er gerade auf einen von Buchenau furchtbar einschlug, er versetzte seinem Rappen die Sporen und treib es mit vollem Galopp auf den Mainzer Kriegsherrn zu. Gewaltig war der Aufprall, beide Ritter folgen im weiten Bogen aus dem Sattel und blieben einen kurzen Moment liegen. Dann eilten Sie sich entgegen mit weit erhobnen Schwert. Ein gewaltiger Zweikampf der über eine Stunde dauerte und aus dem letztendlich Gundram von Hohenfels als Sieger hervor ging und Friedrich von Bonladen tot vor Ihm lag.
    Als die Gegner des Landgrafen ihren Kriegsherren tot dort lagen sahen, verfielen sie und Panik und Flucht. Diese kurze Zeitspanne und Panik und Flucht nutzen die Ritter des Landgrafen den Mainzer Erzbischof und den Nassauer gefangen zunehmen. Die Schlacht war vorbei und der Landgraf der Sieger. Die beiden Gefangenen mussten ewigen Frieden schwören und wurden gegen einen gewaltigen Berg von Gold, als Lösegeld, freigelassen.
    In der Schlacht hatten 40 Ritter ihr Leben für den Landgrafen gelassen, unter Ihnen auch einige Hohenfelser. Der Landgraf hielt sein Wort und nahm die Hohenfelser als seine Ritter auf und Sie leisteten den Treueid. Er umarmte Gundram von Hohenfels und danke Ihm für seine Taten.
    Am anderen Tag riet man zurück nach Marburg und feierte ein noch nie dagewesenes Fest. Am Morgen nach dem Fest rieten die Hohenfelser und ihre Ritter wieder zurück zu ihren Burgen und führten dort ein friedliches Leben.
    Auf den beiden Hohenfelsen wurden die Ritter und ihre Vasallen überglücklich begrüßt. In diese Freunde mischte sich auch die Trauer an die Ritter die auf dem Schlachtfeld ihr Leben gelassen hatten.
    Die Monate gingen in Land und die Einnahmen seiner Ländereien und der Ruhm des Landgrafen wuchs und das Glück hatte in seinem Schloss Einzug gehalten. Seine Frau gebar Ihm einen Sohn und die Mächtigen des Reiches erhoben Ihn zur ihrer Seite.
    Auf den Hohenfelsburgen saßen die Hohenfelser in einem runden Tisch zusammen und beratschlagten ihre Lage.
    Die Ernte auf den kargen Böden um ihre Burgen herum war in diesem Jahr noch schlechter als die Jahre vorher ausgefallen, dadurch hatten sie nicht genug Futter für das Vieh über den Winter. Sonstige Einnahmen wie in den Städten oder Zölle hatten Sie nicht. Es gab auch nur ein Gasthaus in der Siedlung Namens Allendorf, mit dem Namen „Zur Traube“ und diese warf auch nicht viel ab. Es herrschen kein Kriege und so auch kein Sold. Es musste egal wie Futter für die Tiere über den Winter beschafft werden. So wurde beschlossen das Gundram von Hohenfels mit seinem Bruder Eckehardt zum Landgrafen reiten sollten um dort Getreide und Heu für den Winter zu beschaffen. Der Landgraf hätte die Einnahmen vom Lösegeld alle für sich behalten, so könnte er Ihnen hier entgegen kommen.
    Am anderen Morgen ritten die Beiden nach Marburg zu Landgrafen und wurden dort vom Landgrafen empfangen. Getreide und Heu ist in Fülle vorhanden nur kann ich es Euch nur gegen Geld abgeben. Meine Ausgaben sind enorm so kann ich mir Schenken oder Nachlass nicht erlauben. Zähneknirschend willigen die beiden Hohenfelser ein. Die Diener beluden am anderen Morgen die mitgebrachten Packpferde und Esel und zurück ging es zum Hohenfels.

    [FONT=&quot]Die Lage der Hohenfelser wurde im nächsten Jahr auch nicht besser und die Pracht des Landgrafen wuchs. Die Lederbeutel mit Goldmünzen der Hohenfelser waren dünn geworden und so saß man wieder zusammen um eine Lösung für ihr Elend zu finden. Volpert erklärte eindringlich die schlechte Lage und seit die Centeinnahmen von Dautphe der Landgraf auch noch an sich gezogen hatte waren die Einnahmen gleich null. Der Selbige kam dann auf die Idee durch List ihre Geldbeutel wieder aufzufüllen und sich wieder an die Kaufleute und Reisenden zu halten. Der Plan war, wenn Sie zu ihren Raubzügen ins Lahntal ausrückten wurden die Hufeisen der Pferde verkehrt herum aufgeschlagen. Nach erfolgreichem Raubzug wurden die Hufeisen wieder richtig herum angebracht. Sinn der Sache, keiner war aus der Burg geritten nur hinein und so konnten Sie die Raubzüge nicht begannen haben. [/FONT]
    [FONT=&quot]Gesagt, getan und so machten sie vermummt wieder fette Beute und konnten ihren alten Lebenswandel beibehalten. Der Landgraf bekam natürlich Kunde noch diesem Räuberwesen und schickte seine Späher aus die Sachlage zu erkunden. Unverrichteter Dinge kamen sie zurück ins Schloss nach Marburg und berichteten dem Landgrafen dass Sie nicht wüssten woher die Räuberbande käme. Die Hohenfelser könnten es nicht gewesen sein da alle Spuren in die Burgen gingen und nicht hinaus. [/FONT]
     
  5. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Teil II

    Über [FONT=&quot]Monate ging dieses Spiel der Hohenfelser weiter und die Einnahmen wuchsen. Einmal noch in diesem Jahr sagte Volpert zu seinen Brüdern dann kommen wir leicht über den Winter. [/FONT]
    [FONT=&quot]Ein letztes Mal ritten sie mit verkehrten Hufeisen aus der Burg Richtung Lahntal um dort einen Händlerzug zu überfallen. Als sie durch die Lahn, in der Nähe von Buchenau, ritten sah sie ein Jäger des Landgrafen, der früher in Diensten der von Dörinig stand, den vermummten Tross.[/FONT]
    [FONT=&quot]Er folgte Ihnen und beobachte den Überfall der Kaufleute in der Nähe von Caldern. Im Galopp verließen die Vermummten den Platz des Überfalles, immer noch verfolgt von dem Jäger. Dort wo sie vor Stunden die Lahn durchquert hatten brannte jetzt ein Feuer und ein Mann, gekleidet wie ein Schmied wartete auf die Vermummten. Diese stiegen von ihren Pferden und zogen sich die Masken von ihren Köpfen. [/FONT]
    [FONT=&quot]Der Jäger erkannte sogleich um wen es sich hier handelte und verweilte noch weiter in seinem Versteck. Von dort beobachte er wie der Schmied die Eisen von den Pferdehufen löste und wieder richtig herum aufsetzte. Als allen Pferde die Hufeisen wieder richtig waren, setzen die Hohenfelser ihren Ritt durch die Lahn Richtung Hohenfels fort. Der Schmied löschte das Feuer packte seine Sachen zusammen und zog mit seinem Packpferd Richtung Biedenkopf.[/FONT]
    [FONT=&quot]Der Jäger hatte genug gesehen, die Hohefelser waren auf dem Heimweg, da machte er sich auf den Weg nach Marburg zu dem Landgrafen. Dort berichtete er Ihm was er alles gesehen und wie es sich zugetragen hatte. Der Landgraf erzürnte und schwor den Hohenfelsern für ihren Treuebruch Rache. In Windeseile wurden die Ritter der Umgebung von Marburg informiert und am anderen Tag zog er mit Ihnen schon gegen die beiden Trutzburgen. Die Hohenfelser von nix ahnend feierten noch auf ihren Burgen den letzten Streich. [/FONT]

    [FONT=&quot]Die Wache holte Sie mit dem Warnruf in die Wirklichkeit zurück, als dieser den Zug der Landgrafen auf die Burgen sah. Schnell wurden die Zugbrücken hochgezogen und die Wachen auf die Mauern geschickt, alles war auf die Verteidigung vorbereitet. Der Landgraf riet an die erste Burg heran und rief nach Gundram von Hohenfels, der darauf auf den Zinnen der Burg erschien. Der Landgraf rief Ihm zu: Ihr habt den Treueid mit mir gebrochen, ergebt Euch alle und rückt mit der Beute euerer Streifzüge heraus. Dann will ich Gnade vor Recht ergehen lassen Euch am Leben lassen, die Burgen auf dem Grunde schleifen so das die hier nicht mehr ist. Gundram antwortete darauf: Wohl gesprochen Herr Landgraf, aber von dem Treueid allein konnten wir hier nicht leben und Hilfe als wir anfragten um Heu und Getreide wurde uns nicht gewährt. 15 meiner Verwandten und Vasallen haben im Kampf für euch ihr Leben gelassen, ohne jegliche Münze für ihre Dienste. Dann hier lieber im Kampf sterben lass arm verhungern. Der Landgraf wendete sei Pferd und ritt zu seinen Ritter. Der Tross zog sich zurück und schlug ca. 500 Meter von den Burgen sein Lager auf. Hiernach wurde ein Ring um die beiden Burgen gebildet um sie von der Außenwelt abzuschneiden.[/FONT]
    [FONT=&quot]Die Belagerung dauerte noch schon zwei Wochen und der Landgraf war seinem Plan die Burgen zu schleifen und die Beute der Raubzüge an sich zunehmen noch kein Stück weitergekommen. Die Hohenfelser und ihre Mannen standen auf den Zinnen der Burgen und machten sich über die Leute des Landgrafen lustig und tranken und aßen fröhlich. Dieser hatte schon am Beginn der Belagerung an seine Verwandtschaft einen Kurier nach Braunschweig gesandt das er dringet seine 2 Belagerungsmaschinen für diesen Feldzug dringend benötigte. Zwei weiteren Wochen gingen ins Land und der Landgraf kam mit seinem Plan die Hohenfelser auszuhungern nicht weiter. Langsam wurden seine Ritter ungeduldig da Sie keine Aussicht auf Beute und Ruhm sahen. Der Landgraf war schon gewillt sein Vorhaben aufzugeben da brachte Ihm ein Bote Kunde das die beiden Belagerungsmaschinen kurz vor ihrem Ziel wären. Sogleich schwang sich der Landgraf auf sein Pferd und ritt dem Mannen und den beiden Katapulten entgegen. [/FONT][FONT=&quot]Schnell wurde beschlossen, wo sie aufgestellt werden sollten.[/FONT]​
    [FONT=&quot]Am anderen Tag war es dann so weit, beide Katapulte war einsatzbereit, die eine stand auf der Anhöhe zum Hohenfels, was heute die Einheimischen „Auf dem Bäumchen“ nennen die andere im Tale „Auf dem Gretenberg“. Die Hohenfels hatten von all dem nichts mit bekommen. Auf Befehl des Landgrafen wurden die schweren Steinbrocken in die Schleuder gelegt und als seine Hand nach unten zeigte folgen sie den beiden Trutzburgen entgegen.[/FONT]​
    [FONT=&quot]Gewaltig waren die beiden ersten Einschlägen und vom Glück begünstigt folg einer der ersten beiden Steine genau in das Tor der einen Trutzburg und zerstörte es. [/FONT]
    [FONT=&quot]Die Hohenfelser völlig ahnungslos verfielen im ersten Moment in Panik, dort die Gebrüder schafften es wieder Ordnung in die Reihen zu bekommen. Es wurde kurz beraten und Alle wussten dass sie gegen die Katapulte nichts entgegnen konnten, sowie gegen die große Schar der Ritter des Landgrafen. Schnell wurde ein Plan entwickelt wie man Leib und Leben noch retten konnte. Schon lange hatten die Hohenfelser von jeder ihrer Burgen lange Tunnel ins Tal[/FONT] [FONT=&quot]graben lassen um den Feinde zu entfliehen. Zuerst wurde zwei Boten entsandt die Pferde von den umliegenden Bauernhöfen zu einem Treffpunkt bringen sollten, dann kamen die Kinder [/FONT][FONT=&quot]und Frauen an die Reihe.[/FONT]​
    Immer mehr Steine folgen in die Verteidigungsmauern der Burgen und rissen dort Löcher. Der der Landgraf mit seinen Rittern stand kurz vor dem Angriff auf die Burgen. Noch waren jeweils zwei Hohenfelser in einer der Burgen, ihre Familien und Gesinde, Ritter und Knappen waren schon durch die Tunnel geflüchtet. Wie auf ein geheimes Zeichen sprach jeweils der ältere der Bürger den Jüngeren an: „Flieh durch den Tunnel ich werde Ihn dann schließen und mit dem Schwert in der Hand den Mannen des Landgrafen entgegen treten. Mein Tod für euere Freiheit, nun flieh“. Gesagt, getan die jüngeren Brüder flohen, der Ältere setzte den Mechanismus zur Zerstörung des Tunnels in Bewegung und dann warteten auf den Angriff des Landgrafen.
    Als die Mannen des Landgrafen durch die gesprengten Tore kamen trat Ihnen je ein Hohefelser entgegen. Ein gewaltiger Kampf entbrannte und auf die Sekunden genau starben beide Hohenfelser zu gleichen Zeit. Um sie herum lagen je 7 Mannen des Landgrafen, erschlagen von ihrem Schwerte. Der Landgraf kam in die erste Burg geritten und sah seine toten Mannen und den toten Hohenfelser, keine Spur von den anderen Bewohnern. Es wurde nach Ihnen gesucht aber Sie waren verschwunden, kein Gold, keine Gefangenen nix hatte der Landgraf. Nur die beiden toten Hohenfelser zeugten von der Macht der Sippe.
    In der Zwischenzeit waren alle Hohenfelser mit ihre Familie und Gesinde am verabredeten Treffpunkt eingetroffen. Die beiden Boten waren mit genügend Pferden anwesend und so wollten sie mit ihrer Habe schnell von diesem Ort verschwinden. Die beiden jüngeren Brüder Volpert und Hedenreich sprachen zu den Ihrigen: Reitet los zu dem Land der Nassauer, wir folgen euch später erst wollen wir noch das eine Katapult dort drüben auf dem Greteberg verstören und die Mannen des Landgrafen unseren Brüdern nachsenden. Der Tross setzte sich in Bewegung und die beiden Brüder ritten Richtung Katapult.
    Ihre Rache war grausam, sie erschlugen 10 Mannen des Landgrafen und steckten das Katapult in Brand. Dann wendeten sie ihre Pferde und folgten dem Tross Familien.
    Der Landgraf tobte auf den beiden Burgen herum, nichts konnten seine Mannen finden. Auf seinen Befehl sollten die Bauern aus den umliegenden Dörfern am nächsten Tag hier auf den Hohenfelsburgen erscheinen und die Mauern brechen und schleifen. Auf einen Ruf einer seiner Mannen hin blickte er ins Tal sah dort das Katapult brennen und in der Ferne den Tross der Hohenfelser entweichen. Schnell sammelte er alle Ritter um sich und zu Pferde nahm man die Verfolgung auf. So sehr sich der Landgraf bemühte schafften es die Hohenfelser und die Ihrigen in das Land des Nassauer. Dort wurden sie gerne aufgenommen, das Heer des Nassauers wuchs und er starke Streiter in seinen Reihen hatte. Die Hohenfelser bekamen neue gute Lehen von ihren neuen Herrn und führten ein gutes Leben dort.
    Die Treue der Hohenfelser zu ihrem neunen Herren ging bis in den Tod. Beim Kampf Adolfs von Nassau um die Königskrone von Deutschland starb Volprecht nach gewaltigen Kampf, an der Seite seines Königs, auf dem Schlachtfeld.
    Die Hohenfelsburgen wurden durch die Mannen des Landgrafen und den Bauer der umliegenden Dörfern bebrochen und geschliffen, so dass nichts mehr an die Hohenfelser erinnern sollte.
    Noch heute, in Vollmondnächten kann man die beiden Hohenfelser, mit dem Schwert in der Hand, auf den beiden Hohenfelsen sehen.


    :weinen::weinen::weinen::weinen::nono::nono::nono::nono::nono:
     

Diese Seite empfehlen