irland im 7.jahrhundert

Dieses Thema im Forum "Die angelsächsischen Reiche" wurde erstellt von frööken, 19. September 2014.

  1. frööken

    frööken Neues Mitglied


    hallo :winke:,
    ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin.

    ich interessiere mich sehr für irlans geschichte. leider habe ich nicht arg so viel gefunden zu diesem thema. :rotwerd: könnt ihr mir da weiter helfen??
    da ich eingeschränkt in der sprache bin :)cry:nur deutsch), hoffe ich trotzdem auf eure hilfe.

    mich interessieren:
    - wie haben die iren das christentum angenommen?
    - waren SCHON alle christen?wie verlief der handel, auch mit anderen ländern?
    - gibt es funde von kleidung, schmuck und "haushaltegeräten"?
    - wie war die stellung der frau?

    habt herzlich dank :anbetung:
    eure kathrin
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Irland ist seit dem 4. Jhdt. vom römischen Britannien aus christianisiert worden, welches aber im Rahmen der angelsächsischen Landnahme verloren ging. Aber aus der irischen Geschichte jener Zeit ist relativ wenig bekannt, man spricht daher auch von dunklen Jahrhunderten. Das liegt auch daran, dass es im Grunde genommen noch kein Irland gab, sondern nur diese Insel, die von sogenannten Hochkönigen beherrscht wurde, das waren im Grunde bessere Bauern. Wie tiefgreifend Irland schon christianisiert war, weiß ich nicht zu sagen, jedenfalls wurden die angelsächsischen Reiche von Irland aus rechristianisiert, ebenso die keltischen und piktischen Rückzugsgebiete in Schottland.
    Im 6. Jhdt. (um 530) ging der Ire Columban nach Schottland, wo er die Pikten missionierte.
    Er tat das zur Buße, da er einen Krieg ausgelöst hatte, der als erster Urheberrechtsstreit in der Geschichte gilt.
    Columban hatte ein Buch aus der Bibliothek eines Mönchs abgeschrieben, der wollte es haben, Columban rückte es nicht heraus, der Mönch ging zum König, der urteilte, dass das Kalb zur Kuh gehöre und somit die Kopie zum Buch, woraufhin Columban den König verfluchte. Der wiederum wollte Columban dafür bestrafen und so kam es zur Schlacht zwischen den Anhängern des Königs und Columbans Clan. Danach ging Columban nach Schottland zur Mission, wie oben bereits erwähnt. Aufgeschrieben wurde das alles erst knapp 100 Jahre später durch Columbans Nachfolger als Abt von Iona, Andamnan, in der Vita Sancti Columbani. (Hierin auch die erste - und bis in die 1930er Jahre auch einzige Erwähnung des Ungeheuers von (Loch) Ness. Bei Adamnan ist vom flumen Nesa die Rede.)
     
  3. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

  4. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Zu diesem Thema habe ich kurzlich ein Buch gekauft. Es stammt von Jakob Streit und trägt den Titel "Sonne und Kreuz. Irland zwischen Megalithkultur und frühem Christentum."

    Der Autor ist allerdings kein Historiker und inwieweit seine Darstellung seriöser Geschichtsschreibung gerecht wird, kann ich nicht beurteilen. Bei Amazon hat er zwei positive Kritiken geerntet, aber bekanntlich lässt sich so etwas auch türken. - Anthroposophische Anklänge sind nicht zu übersehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. September 2014

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