Karl der Große: Wie viele Frauen hatte er?

Dieses Thema im Forum "Die Franken" wurde erstellt von Kamara, 3. Januar 2013.

  1. Stilicho

    Stilicho Aktives Mitglied


    Ich fände es übrigens ganz nett, Beiträge auch zu lesen, ehe man sie kritisiert.

    Auf
    Antwortest du

    :haue:
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ja, bei Bernhard: Mein Fehler. Leitnamen... :motz: ...! Auf dem Fehler musst du nicht in gleich zwei Beiträge herumreiten.

    Ich ignoriere den Machtkampf gar nicht. Es geht mir um die Argumentation, Einhard habe gemogelt, um Ludwigs Erbe zu legitimieren. Genau das tat er nämlich nicht. Und es war nicht notwendig.

    In Attigny ging es um Ludwigs Verfehlungen, nicht um seine Legitimation.

    Und die Ereignisse um Bernhard (diesmal dem Neffen von Ludwig) greifen eben bei der Frage der Ehen von KdG immer noch nicht, da Bernhards Großmutter immer noch LdFs Mutter war.
     
  3. Stilicho

    Stilicho Aktives Mitglied


    Ok, Entschuldigung, ich lass das mit dem Rumreiten.

    Eben doch. Thegan nennt Bernhards Mutter eine Konkubine, Einhart liefert die Beweise, dass Ludwigs Mutter rechtmäßig war, Ludwig also zu Recht den "Bastard" von der Macht entfernte. Genau darum geht es.
     
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Einhard schreibt zur Legitimität Bernhards von Italien gar nichts. Ich zitierte die Stelle bereits:
    Quorum Pippinus unum filium suum Bernhardum, filias autem quinque, Adalhaidem, Atulam, Gundradam, Berhthaidem ac Theoderadam, superstites reliquit.
    Erst Thegan, der auch sonst schon mal ausfällig wird. Das kann man aber doch Einhard nicht vorwerfen und hat auch nichts mehr mit den Ehefrauen Karls zu tun sondern allenfalls mit der Legitimität der Ehe von Ludwigs Bruder. Thegan kann ja gerne Bernhards Mutter eine Konkubine nennen, sein Vater hatte dieselbe Herkunft wie Ludwig.
     
  5. Armer Konrad

    Armer Konrad Aktives Mitglied

    Da bleibt aber immer noch die Frage offen, wer im Fall von Himiltrud gemogelt hat, ob Stephan III oder Einhard / Paulus Diaconus.

    Es ist schade, dass man die Friedelehe wohl zu Grabe tragen muss. Sie hätte das alles einfach geklärt - Nachkommen aus der Friedelehe wären dabei gemäss fränkischen Tradition legitim gewesen, kirchlicherseits jedoch nicht. Da aber die Argumente gegen das Friedelehe-Konzept (hab ich zwischenzeitlich z.T. nachgelesen) überzeugend sind, werfen sich jetzt erst recht wieder neue Fragen auf. Abgesehen von der Legitimität von einzelnen karolingischen Herrschern auch über die Herkunft der morganatischen Ehe (Ehe zur linken Hand), die bereits im Hochmittelalter üblich war (bis anhin konnte man diese Eheform als Relikt der Friedelehe interpretieren).
     
  6. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    Falls es die "Friedelehe" jemals gegeben hat... Laut Tante Wiki scheint das nicht der Fall gewesen zu sein: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedelehe
    ...allerdings gab´s ja damals auch noch die Kebsehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kebsehe
     
  7. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Meinte Stephan III. denn tatsächlich Himiltrud?
     
  8. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Hildegard starb am 30. April 783, laut Paulus Diaconus soll sie zwölf Jahre mit Karl dem Großen verheiratet gewesen sein. Da würde Frühjahr 771 passen.

    Laut Einhard "nahm Karl die Tochter des Langobardenkönigs Desiderius zur Gemahlin; er verstieß sie - aus welchem Grund ist ungewiss - nach einem Jahr und schloss eine Ehe mit Hildegard, einer Frau aus dem Stamm der Schwaben von vornehmem Adel."

    (... filiam Desiderii regis Langobardorum duxisset uxorem, incertum qua de causa, post annum eam repudiavit et Hildigardam de gente Suaborum praecipuae nobilitatis feminam in matrimonium accepit)
     
  9. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Wen sonst?
     
  10. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Hm... Ich hatte Himiltrud chronologisch zwischen "Desiderata" und Hildegardis verortet. Aber das war wohl ein Fehler. Dann ziehe ich meine Frage zurück.
     

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