Maji-Maji-Krieg

Dieses Thema im Forum "Die großen Kolonialreiche" wurde erstellt von Arne, 31. März 2005.

  1. fingalo

    fingalo Neues Mitglied


    In dem von mir genannten FAZ-Artikel geht es im Wesentlichen um die Haltung der Missions-Benediktiner aus St. Ottilien.
     
  2. Ralf&Lena

    Ralf&Lena Neues Mitglied

    Hallo Forumsfreunde,

    habe heute diesen Bericht gefunden und wollte ihn Euch vorstellen:
    http://www.mhudi.de/maji/sources/57_Der_Aufstand.rtf

    Von wegen: "Heia Safari !"
    Die homepage dieser Adresse hat etliche Originaldokumente.

    Ich halte die Erklaerung fuer schluessig, dass die angestammten "Landesfuersten" sich in ihrer Machtausuebung und absoluten Herrschaft bedroht sahen (durch deutsche Verwaltungsbeamte mit Gesetzen) und man daher die Arbeitspflicht zum Anlass nahm, die leichtglaeubige Bevoelkerung aufzuhetzen.
    Gruesse
    Ralf
     
  3. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter


    Ich muss gestehen, ich habe diesem Thread bisher nicht die nötige Aufmerksamkeit gezollt, dafür jetzt eine etwas ausführlichere Beschäftigung damit.
    Nun, ich finde nicht, dass diese Theorien hinken. Nehmen wir doch zwei recht aktuelle Ereignisse vor einem Jahr der Tsunami, jetzt das Erdbeben in Afghanistan. Beide Ereignisse hatten für die Menschen vor Ort verheerende Folgen, haben aber den Rest der Welt vollkommen unterschiedlich motiviert tätig zu werden. Nach dem Tsunami wurde soviel Geld wie nie zuvor eingefahren und es wurden spontan Projekte und Mini-Hilfsorganisationen gegründet. Pakistan motiviert dagegen nicht. Warum dieser Unterschied? Sicherlich liegt es auch an der unterschiedlichen "Streuwirkung" der Katastrophen, aber der hauptsächlich in der Presse genannte Grund (der mir auch plausibel erscheint) ist doch, dass der Tsunami den Westen so sehr getroffen hat, wiel es sich hier um eine Tourismusregion handelte und dementsprechen viele Touristen aus aller Welt betroffen waren. Das Erdbeben zwischen Hindu Kush und Kashmir hat dagegen niemanden direkt betroffen, als die Einheimischen.

    Du @Arne, kannst nicht so ganz glauben, was berichtet wird über
    Um ehrlich zu sein, ich habe auch Probleme, mir solche Dinge vorzustellen, sie passen aber durchaus ins Bild von afrikanischen Bürgerkriegen heute. Denken wir nur an die Rekrutierung von Kindersoldaten in Zentralafrika: die Kinder werden gezwungen, eigene Verwandte umzubringen, sonst sterben sie selbst. So werden die konditioniert, Menschen zu töten. Von befreiten Kindern aus Uganda wissen wir, dass sie gezwungen wurden mit den Köpfen von Enthaupteten Ballspiele zu "spielen".

    Und wo wir gerade bei den Kindersoldaten sind:
    Auch heute noch wird in (Rebellen-)Armeen Zentralafrikas der Mythos verbreitet, z.B. Jugendliche seien immun gegen Gewehrkugeln (nicht aber gegen Granaten). In den Befreiungskriegen, welche die Kolonialzeit beendeten gab es einen schwarzen Offizier bei den Kolonialherren (leider weiß ich nicht mehr welches Land, oder Kolonialmacht), dem auch dieser Mythos anhaftete, er sei für Gewehrkugeln unverwundbar, weshalb man ihn mit einer Bazooka erschoss.
     
  4. Arne

    Arne Premiummitglied

    Guter Hinweis, man sieht Parallelen. Jetzt ist das Jahr bald vorbei und wer aufmerksam war, hat doch einiges mitbekommen. Es sind diverse Aktionen abgelaufen und Berichte erschienen. Inzwischen ist klarer geworden, daß der "Draht" ins Reich, also in die breite Masse der Bevölkerung, doch erheblich dünner war, als beim Herero-Krieg. Das ist wohl der Grund, warum sich bis heute die Blicke eher auf DSWA fokussieren.
     
  5. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

  6. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

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