Piratenschatz auf Insel Saria wahrscheinlich?

Dieses Thema im Forum "Die großen Kolonialreiche" wurde erstellt von Futurus, 22. September 2015.

  1. Futurus

    Futurus Neues Mitglied


    Die Historikerin schreibt, dass auf der Insel Saria ein Piratenschatz theoretisch möglich wäre. Ist da was dran?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22. September 2015
  2. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Theoretisch können auf allen Inseln, die je von Piraten angesteuert wurden Schätze vergraben sein.
     
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  3. balkanese

    balkanese Aktives Mitglied


    Na ja, die "Mittelmeerpiraten" waren ja so "Kaperer", die über sichere Heimathäfen verfügten, die werden ihre Schätze wahrscheinlich nicht auf öden Felsinseln versteckt haben, umso weniger als die Beute im Mittelmeer eher aus Handelswaren und Gefangenen bestanden hat.
    Die "richtigen Piraten", die die legendären Goldschätze erbeutet haben waren in der Karibik und wie hätten die ins Mittelmeer kommen sollen, noch dazu hättens ihre von den Spaniern erbeuteten Schätze durch die spanisch kontrollierte Enge von Gibraltar bringen müssen, dh sie hätten sich gleich zum Aufhängen melden können.
    Alles in allem also eine blöde Idee.
     
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  4. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Im Mittelmeer gab es jahrtausendelang Piraten, das war keine so kurze Zeitspanne wie in der Karibik. Davon waren viele Freibeuter und keine Kaper. Auch in der Südsee oder dem indischen Ozean gingen viele der Piraterie nach und da sind viele Inseln. Wie gesagt theoretisch kann es überall versteckte "Schätze" geben, in der Praxis aber eher nicht.
     
  5. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Den vergrabenen Piratenschatz hatte ich bisher eher im Reich der Märchen und Legenden einsortiert, allerdings ohne mich ernsthaft damit befasst zu haben. Daher die durchaus ernsthafte Nachfrage: gab/gibt es "vergrabene Piratenschätze" tatsächlich in einer derart signifikanten Häufigkeit, dass man von einer üblichen Praxis ausgehen kann?
     
  6. balkanese

    balkanese Aktives Mitglied

    ja schon, das waren aber zumeist einfach "die anderen", für die Osmanen waren die Malteser Piraten, für die Christen die Nordafrikaner, das meinte ich mit sicheren Heimatshäfen.
    Schon Pompeius hat die "Piraten" bekämpft, diese hatten allerdings 400 Städte unter ihrer Kontrolle, also auch sichere Häfen.
    Freilich, die werden aber auch nicht nach Griechenland gefahren sein um ihre Schätze zu verstecken.
    So wie ich das verstanden habe gehts hier ja darum ob auf der griechischen Insel Saria ein Piratenschatz theoretische möglich wäre, theoretisch ist das natürlich möglich, die Wahrscheinlichkeit geht aber gegen Null.
    Theoretisch wärs ja auch möglich, dass Aliens den Hannibal samt Elefanten über die Alpen geflogen sind, halt ich persönlich aber für ziemlich unwahrscheinlich, ebenso wie den Schatz auf Saria.
     
  7. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    @Lili, überliefert ist ein vergrabener Schatz von Wiliam Kidd (bekannt als Käptn Kidd) . Er soll auch eine Karte von dem Versteck angefertigt haben. Gefunden wurde er aber bisher nicht. Vermutet werden auch Verstecke auf der Kokosinsel ,die vor Costa Rica liegt.
    Unwahrscheinlich ist es nicht, dass Piraten ihre Beute auf Inseln deponierten, denn auf die Bank bringen konnten sie ihren Raub nicht.
     
  8. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Nichts anderes habe ich mit mein er ersten Antwort gesagt. Theoretisch kann auf jeder Insel ein Schatz versteckt sein.;)
     
  9. balkanese

    balkanese Aktives Mitglied

    Da hast natürlich recht,
    theoretisch kann sogar überall ein Schatz versteckt sein, also grabt eure Gärten um.^^
     
  10. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Der Schatz von Captain Kidd der von Galeotto erwähnt wurde ist der berühmteste und es ist gut möglich, dass es ihn gibt bzw. gegeben hat. In der Karibik und vor allem vor der Ostküste der USA bestehen einige heisse Kandidaten, da in der Blütezeit des Piratenwesens dort zahlreiche Unternehmer unterwegs waren, gelegentlich ihre Beute zwischenlagern mussten und sich die zahlreichen unbewohnten Inseln dafür anboten.
    Der eine oder andere konnte dann, wie Captain Kidd, auf Grund wiedriger Umstände (wie z.B. ein Treffen mit dem Galgen) seine Einlagen nicht mehr abholen.
    Angeblich lag/liegt dieser Schatz auf Sullivans Island vor South Carolina. Es gibt auch eine Geschichte von E.A. Poe darüber. Ein weiterer Teil soll auf Gardiners Island vor New York versteckt worden sein, wurde aber zeitnah gefunden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. September 2015
  11. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Sichere Häfen hatten sie schon (vor allem in Kilikien und auf Kreta), aber das mit den 400 ist ein Missverständnis. Plutarch (Pompeius 24) schreib nur, dass sie 400 Städte erobert hätten, nicht dass sie sie auch dauerhaft behielten.
     
  12. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Im gesamten Mittelmeerraum ging die Küstenbevölkerung, neben der Fischerei auch ganz gern dem Seeraub nach. Besonders die griechischen und kroatischen Inseln waren dafür berüchtigt. Auch einige berühmt gewordene Korsaren hatten so begonnen. Die Brüder Barbarossa z.B., die auf Lesbos lebten, nutzten ihr Fischerboot um der Freibeuterei nachzugehen. Erst nachdem sie zu erfolgreichen Seeräubern, mit einer ganzen Piratenflotte geworden waren, die im ganzen Mittelmeer operierten und sich mit Algier eine feste Basis erobert hatten ,unterstellten Sie sich dem Sultan und wurden zu Korsaren.
    Die Seeräuberei, ohne Duldung des osmanischen Staates verschwand aber nie aus der Ägäis. Goldschätze werden aber den räuberischen Fischern kaum in die Fänge geraten sein.
    Auch den Malteserrittern unterstellten sich gelegentlich freie Piraten, um an den "Karawanen" genannten Korsarenfahrten, ins östliche Mittelmeer teilzunehmen. Nach solchen Raubzügen trennten sie sich aber meist von den Rittern und gingen wieder der Freibeuterei nach.
     
  13. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Sehr richtig, vollkommen beseitigt wurde die Piraterie, auch in der römischen Epoche nicht. Die Zeit der, in großen Flotten operierten Seeräuber war aber vorbei, einzeln raubende Freibeuter gab es aber weiterhin, wie auch Räuberbanden an Land. Ganz konnte die römische Flotte ,mit Patroillenfahrten das gesamte Mittelmeer nicht abdecken. Ein Problem, das die gesamte Wirtschaft bedrohte, wie in der Zeit der Republik, waren die Piraten in der Kaiserzeit aber nicht mehr.
     
  14. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Welche Historikerin schreibt was?

    Welche Hinweise/Indizien/Beweise hat sie für diese Theorie?

    Theoretisch ist vieles möglich.

    Bisher ist mir diese Insel nicht einmal namentlich bekannt, Informationen über einen theoretischen Piratenschatz habe ich auch nicht. :D
     
  15. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Es kann gut sein, dass Fränkische oder Sächsische Piraten irgendwo in Nordwestdeutschland einen Schatz vergraben haben. Es kann auch sein, dass sie ihn später wieder an sich genommen haben. Ich würde sogar sagen, dass beides ziemlich sicher vorkam. Aber was bringt uns diese Annahme?

    Bei William Kidd ist interessant, dass es um 4 verschiedene Schätze geht. Der Großteil der Mannschaft hat Kidd in der Karibik verlassen. Angeblich wurde ihr Anteil nicht ganz verprasst. Ein Teil soll vergraben worden sein (Schatz Nr.1). Dann hat man einen von Kidd vergrabenen Schatz (Nr.2), wie schon erwähnt, auf Gardiners Island geborgen. Da man den Kolonisten nicht traute, hatte man eine Expedition aus England losgeschickt. Diese verursachte Kosten, die den Wert des geborgenen Schatzes überstiegen. Daher kamen Gerüchte auf -oder wurden ausgestreut-, dass dies nicht der einzige Schatz sei, weshalb man immer noch an der amerikanischen Ostküste danach sucht (Schatz Nr.3 und auch Schatz Nr.1). Dann soll es noch einen Schatz auf einer Insel im Indischen Ozean gegeben haben. Ursprünglich war Kidd ja als Freibeuter tätig. Er oder die Mannschaft wollten aber Investoren und König keinen Anteil geben und hätten daher schon dort einen Teil des Schatzes vergraben (Schatz Nr.4). Dies sei dann auch der Grund, weshalb man sie als Piraten verfolgt hätte... Soweit kann man es den oft gezeigten Dokumentationen entnehmen. (Tatsächlich hatte man Schiffe neutraler Nationen aufgebracht, was zu diplomatischen Verwicklungen führte...)

    In einem Büchlein über aufgefundene (reale) Schätze aus einer Bahnhofsbuchhandlung habe ich bei einer Zugfahrt gelesen, dass man in den 50er oder 60er Jahren versteckte Inschriften in Möbeln aus dem Besitz Kidds gefunden habe, die eine Position auf einer Insel vor Madagaskar bezeichneten. Es wurde ein Ausgrabungsteam losgeschickt. Als man ankam, musste man feststellen, dass kurz zuvor dort gegraben wurde. Man fand Keramikreste aus der richtigen Zeit und ein paar Münzen. Hatte man sich einen üblen Scherz mit der Expedition erlaubt, oder hat tatsächlich jemand den Schatz (wohl Nr.4) geplündert? Da es in dem Buch sonst um ganz reale und seriöse Schatzfunde ging, nenne ich es hier mal. Leider kann ich mich nicht mehr an den Titel des Buches erinnern.



    Einen Hinweis hat man evt. von Kidd selbst. Er wollte seiner Frau einen Zettel mit einigen Ziffern zukommen lassen, den man abfing. Es gab sogar mal eine Doku dazu, da jemand die Zahlen mit Stellen aus Homers Epen gleichsetzte und dort tatsächlich auf eine Erwähnung von Raubgut stieß. Allerdings frage ich mich, warum er nicht die Argonautica gewählt hat. Zum Namen seines Schiffes hätte es besser gepasst. Vielleicht waren es aber auch nur die Maße für sein letztes Hemd... Und woher kam im Kerker der Homer?
    Und was Kidd alles vergraben haben soll: Immer das, was die Gegenwart gerade interessiert, bis hin zu offiziellen Papieren, die offenbaren, wer wirklich Shakespeares Stücke schrieb...
    Was will uns dieser Post sagen? Wenn es um Schätze geht, immer mindestens 90% von der Erzählung abziehen. Den Rest kann man immer noch streichen, wenn er sich als unmöglich herausstellt. Und wenn der Schatz doch gefunden wird, hatte man auch recht.
     
  16. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Sorry, an der Verwirrung bin wohl ich schuld, weil ich den kommerziellen Link zu einer Schatzsucher-Seite rausgenommen habe, daher:
    Keine Ahnung, der Link führt zu einem Eintrag einer Archäologin A. Rauber (über dem Text) unter dem Text ist es dann eine Natascha Rauber M.A. "studierte Germanistin und Archäologin".

    Ihre These in kurzen Worten (und meine Fragen/Anmerkungen, die ich mir nicht verkneifen konnte in () dahinter):
    Piraten haben ihre Schätze versteckt, damit sie selbst nicht Plünderern zum Opfer fielen. Diese Verstecke waren dabei fernab von Küstenstädten, Häfen, besonderen Orientierungspunkten und nicht in der Nähe großer Seerouten. Daraus schlussfolgert sie, dass damit nur die Mittelmeerinseln als Verstecke in Frage kommen. (damit sind wir mE direkt schon im Bereich Blödsinn angekommen, weil all das auf das Mittelmeer sicher nicht zutrifft). Sie begründet nochmal ausführlicher (lacht nicht zu sehr das macht nur Bauchschmerzen und verkleckerten Kaffee):
    • Das Mittelmeer ist isoliert und keine wichtigen Seehandelsrouten verlaufen durch das Mittelmeer :)autsch:)
    • Im Mittelmeer gab es bis zum Bau der Kanäle vergleichsweise wenig Schiffsverkehr :)eek:)
    • Viele gerade der kleineren Inseln waren nicht oder nur dünn besiedelt (kaum eine Alleinstellung für die Inseln im Mittelmeer)
    • Vom Spätfrühling bis in den Sommer hinein kann das Mittelmeer aufgrund starker Strömungen nicht besegelt werden, rudern geht dann schon gar nicht, insbesondere nicht mit "altertümlichen Schiffen" (...jetzt fällt mir grad echt nix mehr ein...), damit war ein Schatz auf einer Mittelmeerinsel super versteckt (ja voll super, für vier Monate, sofern man es schaffte aufgrund der Widrigkeiten da selbst hinzukommen...)
    • Das Mittelmeer ist von drei Kontinenten aus gut zu erreichen (Ja wasn nu? Isoliert oder gut zu erreichen?)
    • Als Schatzversteck eignen sich dabei v.a. die griechischen Inseln, weil es davon die meisten gibt :)rofl:). Saria wird als Beispiel genannt, weil bis 1420 mehrere Piratenüberfälle stattgefunden hätten und die Insel deshalb (aha) bis heute annähernd menschenleer ist (halloho, da muss ja wohl ein Schatz sein...). Nur das mit dem Vergraben ging auf der Felseninsel nicht, aber das ist sowieso ein Klischee, weil der Schatz ja unter der Bodenfeuchtigkeit leidet und man in außerdem später schwerer findet, außer man markiert die Stelle, aber dann könnt ihn ja auch jemand anders finden... (bei Verstecken in irgendwelchen Felsnischen ist das alles natürlich überhaupt kein Thema :fs:)
     
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  17. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    @Lili, soviel Blödsinn auf einmal muss erstmal verdaut werden. Die Dame kennt sich offenbar wahnsinnig gut in der Historie des Mittelmeeres aus.
    Der einzige Punkt, der teiweise stimmt ist die Winterruhe, die aber nur für Galeeren galt. Segelschiffe befuhren das Mittelmeer ganzjährig. Es gibt jede Menge unbewohnter Inseln in der Ägäis und der Adria. Da wäre jede als Versteck in Frage gekommen.
     
  18. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Wer weiß, ob diese Natascha Rauber überhaupt real existiert.

    Die Winterruhe im Mittelmeer kenn ich auch aber da seht ernsthaft "zwischen Spätfrühling und Sommer" wäre das Mittelmeer nicht besegelbar. :nono:

    Aber gut, nehmen wir es als Einstieg in ein Pirateriethema. :)
     
  19. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Wieviele Tage liegen eigentlich zwischen Spätfrühling und Sommer :grübel:
     
  20. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Am Anfang des Artikels heißt sie "A. Rauber", am Ende "Natascha Rauber".

    Ein Autorenkollege heißt oben "A. Reporteur" und unten "A. Repateur"...
     

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