Politische Dissonanzen in der Weimarer Republik

Dieses Thema im Forum "Die Weimarer Republik" wurde erstellt von LibreVille, 9. September 2015.

  1. LibreVille

    LibreVille Gast


    Ich habe eine Frage zur Weimarer Republik. Als jemand, der im späten 20. Jahrhundert aufgewachsen ist, fällt es mir nachvollziehbarerweise schwer, mich in die Zeit der 20er und 30er Jahre hineinzuversetzen.
    Wie muss man sich den Alltag in der Weimarer Gesellschaft vorstellen? Wie wirkten sich die politischen Meinungsverschiedenheiten und Dissonanzen auf das Leben der Menschen aus?
    Was war, wenn z. B. der Vater NSDAP-Wähler, die Tochter KPD-Wähler und die Mutter SPD-Wählerin war?
    Zerbrachen durch die politischen Unruhen im Land auch ganze Familien und Freundschaften
     
  2. Lafayette II.

    Lafayette II. Mitglied

    Ob es ein solches Konstrukt wirklich gab, nun ja.

    Ich bin jetzt kein Experte, um es dir im Detail zu beschreiben. Dafür gibt es hinreichend Literatur, auch der Wikipediaartikel enthält einige Informationen.

    Grundsätzlich ist es so, dass der Alltag deutlich polarisierter war zwischen den verschiedenen Richtungen und auch gewalttätig ausgetragen worden ist. (Siehe Unruhen in Hamburg-Altona, die Aufmärsche der SA, etc.).
     
  3. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied


    Zu der Homogenität bzw. der Heterogenität der Weimarer Gesellschaft ließe sich viel sagen und auch zur Affinität zu den unterschiedlichen Parteien.

    Ebenso ließe sich viel über "Freundschaftswahlen" sprich "Wahl der Partner" sagen in Bezug auf die "Quartiere", in denen man wohnte (vgl. Stadtsoziologie) und somit über die Wahrscheinlichkeit von stark divergierenden politischen Präferenzen (seriös beispielsweise: D. Mühlerger: The social Bases of Nazism 1919 - 1933).

    Eine kurze Antwort wäre, die durchaus unterhaltsam ist, sich das Buch von H.M. Enzensberger, Hammerstein oder der Eigensinn durchzulesen. Auf der Ebene der Weimarer Elite werden Fakten aufbereitet und es ergibt sich ein Kaleidoskop der politischen Affinitäten und der politischen Animositäten.
     
  4. hatl

    hatl Premiummitglied

    Ein sehr vergnüglich zu lesendes und interessantes Sittenbild dieser Zeit (Ende 20er) skizziert Ödön von Horvath - Der ewige Spießer. (gibt es auch frei online)
    Gibt auch noch die "Sportmärchen", mit der Kurzgeschichte: "Wie der Tafelhuber Toni seinen Hitler verleugnet hat".
    Beim Versuch sich "hineinzuversetzen" sind Dichter der entsprechenden Zeit bisweilen hilfreich.
    Der Horvath ist es, so mein ich. Außerdem macht er Spass.
     
    1 Person gefällt das.
  5. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Der Horvath ist sowieso sehr brauchbar für Sittengemälde der Zwischenkriegszeit. Auch die Geschichten aus dem Wiener Wald sind daher sehr lesens-(anschauens-)wert.
     
  6. Portugreece

    Portugreece Neues Mitglied

    Hallo LibreVille800,

    Das ist eine interessante Frage. Allerdings muss man sich bewusst machen, dass die politische tripolare Spaltung in demokratisch, linksradikal und rechtsradikal erst in der Endphase der Weimarer Republik auftrat. Davor bekannte sich die überwiegende Mehrheit zur Demokratie, insbesondere während des wirtschaftlichen Aufschwungs in den Goldenen Zwanzigern.

    Ich stell mir das so vor, dass die überwiegende Mehrheit der Weimarer Bevölkerung zu dieser Zeit wie heute sich von den Nationalsozialisten und Kommunisten distanzierte und mit ihnen nicht redete. Erst später trat eine Verunsicherung bei den Menschen ein. Zwar tendierte man zu einer bestimmten Partei, aber bis auf die politisch Aktiven hielt man sich beim Thema Politik doch etwas zurück und tolerierte bei Uneinigkeit die Position der Gegenseite.

    Das wäre meine Erklärung, aber wenn du wissen willst wie es wirklich war, musst du wohl Bibliotheken aufsuchen und unter Anderem die Bücher lesen, die dir die User vor mir empfohlen haben.

    Gruß

    Portugreece
     
  7. Lafayette II.

    Lafayette II. Mitglied

    Von Nationalsozialisten und Kommunisten distanzierte? Wenn du mal nach der Weimarer Koaltion schaust, wirst du feststellen, dass die republikfeindlichen Kräfte von Anfang stark in der Weimarer Republik vertreten waren.
     
  8. Portugreece

    Portugreece Neues Mitglied

    Hallo Lafayette II.,

    Die republikfeindlichen Parteien (NSDAP, DNVP und KPD) waren von Anfang an stark vertreten. Aber die Mehrheit im Parlament hatten bis zur Reichstagswahl 1933 immer noch die republikfreundlichen Parteien (SPD, Zentrum, DVP und DDP). Also befürwortete die Mehrheit der Weimarer Bevölkerung die Demokratie. Erst bei Eintritt der Weltwirtschaftskrise 1929 bekamen radikale Kraefte Aufwind.

    Gruß

    Portugreece
     
  9. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Zur Frage der "Demokratie ohne Demokraten" gibt es inzwischen einen Meinungsstreit, der seit 2014 auch über die VfZ ausgetragen wird, siehe:

    http://www.degruyter.com/dg/viewarticle/j$002fvfzg.2014.62.issue-4$002fvfzg-2014-0027$002fvfzg-2014-0027.xml

    ... und die Repliken.
     
  10. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Nein, nicht ganz korrekt! Die NSDAP hatte bei den Reichstagswahlen 1928 lediglich 2,6 Prozent und war eine marginale politische Kraft.

    Die Weltwirtschaftskrise war der Katalysator, der die Wählerwanderung in Schritten, so die These von Falter und anderen auslöste und das beste "reguläre" Ergebnis im Jahr 32 mit 37 Prozent hervorbrachte, das im November 32 dann zurückging auf 33 Prozent (Falter u.a. Wahlen und Abstimmungen in der Weimarer Republik, S. 44).

    Der Verlauf der der deutschnationalen, rechtsextremen DNVP war bis 28 deutlich besser wie bei der NSDAP. Ein Großteil der Wähler wanderte in den folgenden Wahlen dann zur NSDAP.

    Die KPD lag zwischen 10 und ca. 15 Prozent in den zwanziger und dreißiger Jahren.

    Es trifft zu, das parteipolitisch organisierte Widerstandspotential gegen die Weimarer Republik von extrem links und extrem rechts bei ca. einem Drittel zu verorten.

    Unabhängig davon trifft für die politische Kultur der Weimarer Republik sicherlich auch zu, dass die republikanische politische Kultur und ihre demokratischen Spielregeln nicht fest verankert waren.

    Sehr deutlich kann man das im Fall von Brüning (Memoiren 1918-1934) erkennen, der obwohl aus dem "Zentrum" kommend, auf eine Restauration der Monarchie in der Weimarer Republik hingearbeitet hatte und maßgeblich mit gewirkt hat, die SPD im Reichstag zu schwächen.

    Das können wir nicht sagen. Wir haben wohl das "Stresemann-Syndrom", der als "Republikaner aus Vernunft" bezein durcheichnet worden ist (vgl. H.A. Turner: Stresemann - Republikaner aus Vernunft). Allerdings gab es sicherlich auch überzeugte Demokraten, deren Bedeutung jedoch schwer zu quantifizieren ist. Dennoch waren sie mageblich an der Stabilisierung der Weimarer Republik beteiligt und bis zur Weltwirtschaftkrise hatte man eine durchaus beachtliche Agenda seit 1918 abgearbeitet.

    An diesem Punkt und vor dem Hintergrund der bisherigen Darstellung erklärt sich der Erfolg von Hitler im Zuge der Weltwirtschaftskrise aus dem Wunsch nach einem "starken" Mann. Ein Wunsch, der durch die politische Sozialisation im Kaiserreich und durch den "Ersatz-Kaiser" Hindenburg noch latent stabilisiert worden ist.

    In seiner Studie zur "Arbeiter und Angestellte am Vorabend des Dritten Reichs" zeigt Fromm das Potential auf, das viele Wähler eine Lösung der durch den Kapitalismus verursachten Wirtschaftskrise wollten. Und die schlichteste und einfachste Antwort ist normalerweise der Ruf nach dem "Retter", dem "starken Mann" (manchmal auch eine überhöhte "TinA"-Frau) oder historisch nach dem "Führer". Der sich dann ja auch sehr militant und brutal aufgedrängt und inszeniert hatte (vgl. L. Herbst: Hitlers Charisma. Die Erfindung eines deutschen Messias).

    Und das radikale Kräfte an Bedeutung gewannen, war auch kein "automatischer Prozess". Diese Entwicklung resultierte u.a. auch aus zwei Veränderungen moderner Gesellschaften:

    - der Möglichkeit von Massenmedien gezielt politisch zu manipulieren, Und das erfolgte durch Hugenberg und seine Presse sehr intensiv im Sinne der radiaklen deutsch-nationalen Kräfte. Von denen auch Hitler und seine NSDAP profitieren konnten.

    - der zunehmenden Individualisierung der Gesellschaft, die die traditionellen sozialen Kontrollen und Sicherheiten aufgehoben hatte und so das Individuum "schutzloser" machte gegenüber einer politisierten Gesellschaft und einer zunehmend "entfesselten" Wirtschaft und ihrer Krisen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. September 2015
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  11. Portugreece

    Portugreece Neues Mitglied

    Hallo thanepower,

    Kannst du mir erklären, wie man "Republikaner aus Vernunft" sein kann ohne von der Republik überzeugt zu sein? Warum sollte man ein System bzw. Parteien unterstützen, wenn man dieses doch gerade ablehnt? Das verstehe ich nicht.
    Mag sein, dass der wirtschaftliche Aufschwung während den Goldenen Zwanzigern vielen Menschen die Motivation genommen hat, sich gegen die Republik aufzulehnen (im Sinne von, "wozu etwas ändern, wenn es uns doch gut geht"). Aber wie erklärst du dir dann, dass selbst bei der Reichstagswahl 49% (also fast die Haelfte) sich gegen die Nationalsozialisten entschieden hat? Und was ist mit dem Kieler Matrosenaufstand? Abgesehen davon haben sich die Deutschen bereits 1918 mehrheitlich fuer die Weimarer Verfassung entschieden.
    Ich bleibe bei meinem Standpunkt, dass die Mehrheit der Weimarer Buerger die Monarchie ausdrücklich ablehnte und sich zur Republik bekannte.
     
  12. Lafayette II.

    Lafayette II. Mitglied

    1. Du kannst 1918 nicht mit den späteren Jahren vergleichen. Auch war die Intention des Matrosenaufstands 1918, dass man kein Kanonenfutter sein wollte, dass der Krieg beendet wird als auch die Nahrungsmittelversorgung gesichert wird.

    2. Die Mehrheit für die Weimarer Verfassung? Dir ist schon klar, dass die Deutsche Nationalversammlung die Weimarer Verfassung verabschiedet hat.

    3. Republikaner aus Vernunft: Auch wenn man im Herzen ein Monarchist gewesen ist, hat man der Realität ins Auge gesehen, dass die Republik halbwegs funktioniert und dass dies in der derzeitigen Phase das einzige ist, was funktioniert.
     
  13. Portugreece

    Portugreece Neues Mitglied

    Hallo Lafayette II.,

    1. Aber die Folge des Kieler Matrosenaufstandes war doch die Etablierung einer demokratischen Staatsform.

    2. Und wer hat die Weimarer Nationalversammlung gewählt?

    3. Die Monarchie unter Wilhelm hat doch gut funktioniert. Oder meinst du, dass die Buerger Angst vor den Allierten hatten und deshalb keine Monarchie haben wollten?

    Ok, wenn das so ist, dann hast du meine Frage ja schon beantwortet :)

    Beste Gruesse

    Portugreece
     
  14. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied


    Eine bzw. mehrere mögliche Antworten wurden auf dieser Konferenz diskutiert:

    "Vernunftrepublikanismus" in der Weimarer Republik. Wissenschaft, Politik und Literatur (Theodor-Heuss-Kolloquium 2006) | H-Soz-Kult

    Die Weimarer Republik ergänzte die von Bismarck begonnene Idee eines fürsorglichen Sozialstaats, damit sich die Bürger mit dem Staat identifizieren. In der Phase der Weimarer Republik wurde einer der fortschrittlichsten Sozialsysteme der damaligen Zeit errichtet (vgl. Schmidt & Ostheim: Sozialpolitik in der Weimarer Republik, in ders. Der Wohlfahrtsstaat, S. 131 ff)

    Wie schnell sich diese Entwicklung dann veränderte und erodierte wird in der nach wie vor sehr lesenswerten Studie von Lazarsfeld und Zeisel, Die Arbeitslosen von Marienthal beschrieben.

    Unabhängig von der vorhandenen Identifizierung mit der Weimarer Republik gab es natürlich auch eine starke Ablehnung, die fundamentalistisch geprägt war und somit einen grundsätzlichen und zwanghaften Charakter hatte. Und das betraf vor allem die monarchisch strukturierten Funktionseliten, die im Beamtentum eine starke Stütze fanden. Wichtige Orte des Widerstands gegen die Weimarer Republik waren die Richterschaft, die Reichswehr und teilweise das Außenamt (AA).

    Die damit zusammenhängende Ideologie basierte auf dem Komplex der Ablehnung der Versailler Verträge und der damit zusammenhängenden "Dolchstoßlegende" bzw. Leugnung der Kriegsschuld (Einrichtung des "Kriegsschuldreferates" etc.).

    vgl. Heinemann, Ulrich (2011): Die verdrängte Niederlage. Politische Öffentlichkeit und Kriegsschuldfrage in der Weimarer Republik

    Naja, Monarchie ist ja keine Regierungsform. Zum Zeitpunkt der Sozialistengesetze und dem Verbot und der massiven Unterdrückung der SPD durch das Kaiserreich gab es sehr deutlich Sympathien innerhalb der SPD für das "monarchistische" GB. Für die SPD wäre auch im Rahmen der "Novemberrevolution" eine konstitutionelle, parlamentarische Monarchie akzeptabel gewesen, wenngleich das keine programmatische Vorstellung innerhalb der SPD war, aber in Anlehnung an GB durchaus denkbar erschien.

    Es ist allerdings vor einer zu einseitigen "revolutionsorientierten" Sicht auf die Veränderung der politischen Kultur im DR und in der WR zu warnen. Die Aktionen der Soldatenräte waren nur ein Aspekt der Veränderungen und der Ablösung der Monarchie. Es gab zusätzliche interne Effekte, wie die reformorientierte Agenda des neuen Reichskanzler M. v Baden und auch externe Effekte bzw. Verstärker der inneren Entwicklungen.

    So argumentiert beispielsweise Bönker m.E. durchaus nachvollziehbar, dass ausgehend von der kaiserlichen Marine und ihrer technisch funktionalen Orientierung, die "adelige" Autorität des Offiziers erodiert wurde und durch die funktionale - bürgerliche - Kompetenz ersetzt wurde. Es war vor allem eine "bürgerliche Revolution", die die rationalen Werte der protestantischen Ethik (vgl. M. Weber) während des WW1 voll zur Geltung brachten. In diesem Sinne wirkte der Krieg im Deutschen Reich ähnlich zerstörerisch auf die traditionelle Sozialstruktur wie die Französische Revolution auf das "Ancien Regime" in Frankreich.

    vgl. Bönker, Dirk (2012): Militarism in a global age. Naval ambitions in Germany and the United States before World War I.

    In ähnlicher Form erodiert die 3. OHL unter Hindenburg und Ludendorff die kaiserliche Autorität als OB des Heeres und ersetzte sie zunehmend durch die Fachkompetenz der militärischen Spezialisten. Und machte damit den traditionellen Status des Monarchen als Oberbefehlshaber seiner Armee überflüssig. Die Kriegsführung im WW1 veränderte die Stellung des Monarchen in der Gesellschaft und selbst ein gewonnener WW1 hätte Rückwirkungen auf die Stellung der Monarchie in der Gesellschaft gehabt.

    Die Konsequenz daraus, wie bei Ludendorff später noch deutlicher zu sehen war, dass der "Totale Krieg" als Militärdiktatur zu organisieren wäre. Er wäre durch eine funktionale Elite zu leiten und in "totaler" Übereinstimmung mit dem Volk. Ein Modell, das für Hitler vermutlich eine gewisse Plausibilität hatte und vermutlich ihn auch "angeregt" hatte für seine eigenen Vorstellungen und Planungen für das 3. Reich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. September 2015
  15. Lafayette II.

    Lafayette II. Mitglied

    Eine Folge, durch dessen unter anderem die Monarchie gestürzt wurde. Primäre Ziele kannst du in den 14 Kieler Punkten sehen, die primär einen militärischen Fokus als einen politischen hatten.
    Die deutsche Bevölkerung. Aber es ging mir explizit darum, dass die Bevölkerung nicht die Weimarer Verfassung bestimmt haben, sondern diese ein Ergebnis der Verhandlungen in der deutschen Nationalversammlung waren. Also sehr indirekt.

    Was heißt für die "gut funktioniert"? Man kann nicht pauschalisieren, dass die Mehrheit gegen die Monarchie war, weil sie "böse" war, um das salopp zu sagen. So war unter anderem Ebert eher ein Anhänger einer parlamentarischen Monarchie.
     
  16. Portugreece

    Portugreece Neues Mitglied

    Hallo thanepower,

    Danke fuer deinen Internetlink über Vernunftrepublikanismus. Offenbar unterstütze die Weimarer Bevölkerung die Republik überwiegend aus rein funktionalem und praktischem Nutzen heraus als aus prinzipiellen wertgebundenen Erwägungen. Daher ist es wahrscheinlich falsch wie ich zu behaupten, dass die Menschen von der Demokratie überzeugt waren. Also war der Kieler Matrosenaufstand kein Protest gegen die absolutistische Monarchie?

    Ich selbst bin mir allerdings sicher, dass es Individuen wie z. B. Professoren gab, die schon damals mit der Republik mehr als nur vernunftorientierte Staatsführung verbanden. Wenn ich richtig verstehe, ist die Antwort auf die Frage des "Verbunftrepublikanusmus" nicht eindeutig und letendlich wie so oft durch Theorien gestützt.

    Gruß Portugreece
     
  17. Portugreece

    Portugreece Neues Mitglied

    Hallo Lafayette II.,

    Meinst du mit Ebert Friedrich Ebert, der zusammen mit Scheidemann die erste deutsche Republik mit aufgerufen hat? Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand eine Republik aufruft ohne selbst wirklich dahinter zu stehen. Ausschließen kann man ja bekanntlich nichts, aber plausibel und logisch erscheint das Ganze nicht.
     
  18. Lafayette II.

    Lafayette II. Mitglied

    Friedrich Ebert hat nicht die Republik ausgerufen. Das war Scheidemann als auch Liebknecht, der die sozialistische Republik ausgerufen hat. Ebert selbst war ein Anhänger der parlamentarischen Monarchie.
     
  19. Portugreece

    Portugreece Neues Mitglied

    Ok, also Monarchist und Sozialdemokrat gleichzeitig. Warum nicht.
     
  20. Lafayette II.

    Lafayette II. Mitglied

    Monarchie und Demokratie müssen sich nicht widersprechen.
     

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