"Riesige" neue Mayastadt entdeckt

Dieses Thema im Forum "Lateinamerika | Altamerikanische Kulturen" wurde erstellt von Erich, 3. Februar 2018.

  1. Erich

    Erich Mitglied


    Wissenschaftler finden riesige Maya-Stätte in Guatemala
     
  2. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

  3. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied


    Am interessantesten finde ich die Entdeckung der maya-beeinflussten Kultur in Honduras
    Wenn ich mich recht erinnere gab es vor ein zwei Jahren eine ähnliche Entdeckung in Panama oder Costa Rica
    Im Zusammenhang mit den Kulturen San Augustin in Kolumbien und Valdivia/Chorrera in Ecuador ergibt sich da eine Kulturbrücke zwischen Mittel-und Südamerika
     
  4. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    In diesem Zeitartikel wird die "Sensationalität" der Lidarentdeckungen etwas zurecht gerückt - leider hinter einer "Registrierungswall" daher auszugsweise hier:
    "Aber handelt es sich bei den neuen Erkenntnissen, wie der an der Erforschung beteiligte Stephen Houston dem TV-Sender BBC verriet, um einen der größten Fortschritte in 150 Jahren Maya-Archäologie, um einen 'Quantensprung' der Forschung?
    Nein.
    'Eine Übertreibung', sagt Nikolai Grube, Archäologe und Maya-Experte der Universität Bonn. 'Das ist keine Sensation, das ist noch nicht mal eine neue Meldung.' Seit Jahrzehnten stoßen Archäologen wie er in der Gegend auf unzählige Anzeichen menschlicher Präsenz – und zwar nicht nur in den bekannten Ruinenstädten, die längst Hotspots des Tourismus sind, sondern auch in den entlegenen Gebieten. Der Regenwald, das ist längst Konsens, war keine menschenleere Region, sondern relativ dicht besiedelte Kulturlandschaft. Dennoch: Obwohl die Forschungen der National-Geographic-Dokumentation keine neuen Erkenntnisse (aber durchaus ein Mehr an Daten) liefern, faszinieren Grube die Mittel, mit denen heute Archäologie betrieben werden kann: 'Mit Lidar kriegen wir ein präziseres Bild davon, wo etwas zu finden ist.'(...)

    Bilder wie jenes einer guatemaltekischen Megacity, die als visueller Beleg für die Sensation im TV zu sehen waren. Auch die ZEIT erhielt per Fotoagentur die Lidar-Grafiken, die aus der Luft einen Blick auf eine wunderschöne Pyramidenstadt gewähren. 'Das zur Verfügung gestellte 3D-Bild', so stand es im Begleittext, 'zeigt eine Darstellung der Ausgrabungsstätte einer Maya-Stadt. Wissenschaftler verkündeten, dass durch die Technik der Luftbildvermessung eine Stadt mit tausenden Häusern, Gebäuden, Verteidigungsanlagen und Straßen im dichten Dschungel von Guatemalas Departamento Petén gefunden wurde.'
    Kein Wort darüber, was das Foto wirklich zeigt. Statt einer Neuentdeckung ist darauf ein Ort zu sehen, der seit 39 Jahren zum Weltkulturerbe der Unesco zählt: das Zentrum von Tikal. Zwar verrät National Geographic an anderer Stelle, dass auch Tikal (und vor allem dessen Umland) mit Lidar erfasst worden ist. Dass aber die faszinierendsten Bilder gar keine neu entdeckte Ruinenstadt, sondern einen von Touristen bevölkerten Ort zeigen, der seit Jahrhunderten bekannt ist: Das muss man sich selbst zusammenreimen."
     
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  5. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ähnlichen Tenor hatte auch am Montag ein Beitrag bei Leonardo (WDR5), bei dem ebenfalls Nikolai Grube zu Wort kam, der meinte, die Meldung diene vor allem dazu den Dokumentarfilm zu pushen.
     
    Carolus gefällt das.
  6. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Der Vollständigkeit halber: Auf der Diskussionsseite der Meldung bei Tagesschau.de war noch am gleichen Tag zu lesen, dass es sich um Tikal handelt.
     

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