Rolle der Polizei in der DDR

Dieses Thema im Forum "BRD | DDR" wurde erstellt von Gast, 4. Mai 2006.



  1. Thomas

    Thomas Neues Mitglied

    Nein, ist es nicht, und das ist auch gut so. Es besteht, wenn ich die Geschehnisse zumindest in Berlin verfolge, die akute Gefahr, dass sich die ehemaligen Täter sehr gezielt und gut organisiert zu Opfern umstilisieren. (Hier fehlt entschieden der Kotzsmily!). Da ist jedenfalls Vorsicht angesagt.

    Ja klar, Exekutive ist eben nur Exekutive, wenn das so einfach wäre. Hat denn nur die Legislative den schwarzen Peter? Oder die Verfassung?
    Zur Rolle der Volks-Polizei müsste man sich wohl mit den besonderen Zielen und Strukturen gerade dieses Staates "DDR" befassen. Ohne das kommen nur Gemeinplätze hervor.
     
  2. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Nun bleib mal auf dem Teppich.
    Ich bin zwar 9 Jahre jünger wie du, aber so verbissen habe ich das nie gesehen.
    Was die angeordnet haben wurde doch sowieso ignoriert. Belehre mich eines besseren.
    Ich habe damals schon den Mund aufgemacht. Na gut. Bei der Armee war das falsch. Hat mich 3 Monate Schwedt gekostet.
     
  3. Irene

    Irene Neues Mitglied

    genau so ist es.

    Die DDR war kein demokratischer Staat u. ihre Ziele erforderten andere Mittel und Methoden, als sie gemeinhin in demokratischen Ländern gesetzmäßig verankert sind. Hier ging es zwar um die Rolle der Polizei, aber diese besonderen Aufgaben und "Zuarbeiten", die hier seltsamerweise so vehement bestritten werden, waren auf alle Bereiche und Institutionen in diesem Staat ausgedehnt. Auch das Rechtswesen, was hier erwähnt wurde, war diesen Zielen angepasst. Man kann die DDR ebensowenig wie die UdSSR mit den Maßstäben demokratisch funktionierender Staaten vergleichen.
     
  4. Thomas

    Thomas Neues Mitglied

    Nun, ein Loblied der derzeitig sich demokratisch nennenden Staaten wollte ich auch nicht draus machen. Auch da dient die Polizei sehr konkreten Interessen, die vorsichtig gesagt nicht immer mit Deinem und meinem Wohl zusammenfallen.:pfeif:
     
  5. Irene

    Irene Neues Mitglied


    Das sehe ich auch so, seltsamerweise beschleunigen sich diese Veränderungen seit der Wende ungemein, man könnte fast denken, "man" war sehr lernfähig u. da es kein "sozialistisches Lager" mehr gibt, dem man Demokratie vorführen müsste, könne man diese Stück für Stück unauffällig demontieren.
     
  6. Thomas

    Thomas Neues Mitglied

    genau. Nur wirds immer weniger unauffällig.
     
  7. uffty

    uffty Neues Mitglied

    Hast du gelesen, was ich geschrieben habe?

    Eine POLIZEI ist eine Exekutive, also ein durchführendes Staatsorgan. Sie können NICHTS entscheiden. Die Polizei verfolgt KEINE Ziele, sondern ist, wie gesagt, die AUSFÜHRENDE Macht des Staates. Die Polizei ist NICHT der Staat! Polizei ist immer dem Staat UNTERGEORDNET. Die Polizei kann KEINE Gesetze erlassen. Die Polizei besteht aus Menschen, die KEINE Macht haben, sondern Macht "ausführen".

    Eine Polizei ist niemals schuld an einem System, denn die Polizei ist immer nur das ausführendes Organ eines JEDEN Systems.

    Wenn du die DDR-Staatsführung und -Gesetzgebung ansprichst, dann hat damit die Polizei als ausführendes Organ NICHTS zu tun. Die Polizei ist wie gesagt ein ORGAN des Staates, und WEDER der Staat selbst, NOCH identisch mit ihm.
    Bitte lesen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Mai 2006
  8. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Es gab doch die VoPo-Witze, die in der DDR sehr beliebt waren, kennt noch jemand welche?
     
  9. uffty

    uffty Neues Mitglied

    Armeen sind weltweit nicht demokratisch geordnet, sondern hierarchisch. In jeder Armee gibt es Strafen für "Klappe aufreißen". Das hat mit der DDR und dessen Exekutive gar nicht viel zu tun.
     
    1 Person gefällt das.
  10. Thomas

    Thomas Neues Mitglied

    Ich kenn nur den mit dem Gänsefleisch

    Gänsefleisch mahn Gofferaum ofmachn?
     
  11. uffty

    uffty Neues Mitglied

    Ich habe keine Urteile über Situationen in irgendwelchen postexistenten Staaten gefällt, sondern die Polizei als Institution selbst beschrieben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Mai 2006
  12. Papa_Leo

    Papa_Leo Aktives Mitglied

    Tut mir jetzt fast (aber nur fast :devil: ) leid, aber da muss ich nachfragen:

    Das ist also kein Urteil sondern die Beschreibung der Polizei als Institution selbst?

    Der letzte Teil ist übrigens falsch. Die kommunistische Partei wurde 1956 in der BRD verboten - "nie" stimmt also schonmal nicht.

    Und: muss in einer Demokratie alles erlaubt sein, damit es eine Demokratie ist?
    80 in der Ortschaft sind auch nicht erlaubt ;) ...

    klar, Dir geht es um das Verbot von Partien, schon verstanden ...

    Der Begriff für eine Demokratie, in der Parteien, die den Bestand dieser Demokratie gefährden, verboten werden können lautet "wehrhafte Demokratie". Natürlich ist die Demokratie durch eine solche Möglichkeit in gewissem Maß eingeschränkt, aber gleich davon zu reden, dass die BRD deshalb keine Demokratie wäre, ist wohl doch zu vereinfachend ausgedrückt.


    @Thomas: der Kotz-Smilie scheint zu fehlen, aber: :aua: oder :rotekarte: sind doch auch gut, oder?
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Mai 2006
  13. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Du hast Recht. Der Kotzsmily fehlt hier.

    Mal die Brille aufsetzen. Es geht um Polizeiarbeit, sprich Verkehrskontrollen, Verbrechensbekämpfung usw.
    Ihr dreht immer gleich alles um, wenn man auch nur einen Satz schreibt.
     
  14. Papa_Leo

    Papa_Leo Aktives Mitglied

    Zwei sächsische Polizisten sehen ein falsch geparktes Auto mit einem Aufkleber mit der Aufschrift "GB".
    Der eine möchte schon den Strafzettel zücken, aber der andere Polizist warnt ihn: "Nee, lass mal, der is von der Griminalbolizei!"

    Ein Vopo fährt mit seinem Dienstwagen gegen einen Baum. Kommt ein anderer Vopo zur Unfallaufnahme vorbei und fragt: "Ham Se Restalkohol?" Antwort des Leichtverletzten: "Nee, alles ausgetrunken."
     
  15. hyokkose

    hyokkose Gast

    ... räusper ...

    Liebe Mitglieder!

    Darf ich an die ursprüngliche Frage erinnern?

    Wer unserem Fragesteller sachdienliche Hinweise geben kann, möge diese nunmehr geben oder für immer schweigen.
     
  16. timotheus

    timotheus Neues Mitglied

    Ich erlaube mir aus den angesprochenen Gründen, nochmals auf die von Muck geposteten Links zu verweisen:
    http://www.ddr-geschichte.de/Polizei/polizei.html
    http://www.mdr.de/damals-in-der-ddr/lexikon/1777892.html
    http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Volkspolizei

    sowie ergänzend vielleicht noch:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Polize...ratische_Republik_.28DDR.29_1948.E2.80.931990

    Beim Lesen dieser Artikel sollten sich zudem einige der "Streitpunkte" eigentlich erübrigen - und wenn es darüberhinaus auf Diskussionen um Polizeistaat vs. Rechtsstaat hinausläuft bzw. darauf, ob und inwieweit die DDR ein solcher war, empfehle ich den folgenden Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Polizeistaat

    Also bitte erst informieren und dann diskutieren - besten Dank...
     
  17. hyokkose

    hyokkose Gast

    Achtung, Achtung! Hier spricht die Forenpoliziei!

    Die seit meinem letzten Aufruf erschienenen Beiträge ohne sachdienliche Hinweise wurden gelöscht.

    Gez. Wachtmeister Hyokkose, FoPo
     
  18. Irene

    Irene Neues Mitglied

    Die Aufgabe war, “den Aufbau der sozialistischen Gesellschaft zu schützen, das friedliche Leben und die Rechte der Bürger zu sichern” (Präambel des Polizeigesetzes).[SIZE=-2]4[/SIZE]



    Ich hatte diese "Aufgaben" in meinen Posts nur als Aufgaben unter vielen erwähnt, in der Präambel des Polizeigesetzes erscheint sie fast als Hauptaufgabe. Erst danach folgen die allgemeinen Aufgaben, die jeder Polizei in jedem beliebigen Land obliegen Den Aufbau der soz. Gesellschaft zu schützen bedeutet nicht, in erster Linie Diebe , kleine Ganoven zu fangen oder allgemeine, juristische Straftaten aufzuklären oder zu verhindern, um diesen Satz im vollen Umfange zu interpretieren, ist ein Kennen der Ideologie der ehemaligen DDR sehr nützlich. Bürger, die gegen die politische Richtung der DDR verstießen, die sich gegen diktatorische Anweisungen wehrten, waren Kräfte, die den Aufbau dieser Gesellschaft nicht nur hemmten sondern im erheblichen Maße nach Auffassung der Partei, des Staates gefährdeten. Da die Frage lautete: wie war die Rolle, wie die Aufgaben der Volkspolizei in der ehemaligen DDR, gehören diese Aspekte also mit dazu, es hat nichts mit der Definition Polizei in irgend einem Staat zu tun.

    Nur noch ein Beispiel zu den vielfältigen "Aufgaben" der Volkspolizei.Die Polizei unterstand dem Min. des Innern u. es gehörte zu ihren Pflichten, zu anstehenden Wahlen in den Volkspolizeikreisämtern die Wählerlisten u. die Wählerkarten zu erstellen. Nach Ende der Wahlen wurden an Hand der Listen die Bürger an das für den jeweiligen Kreis zuständige Amt für Staatssicherheit gemeldet, die der Wahl ferngeblieben waren. Diese Bürger mussten sich verantworten, u.a. auch in den Unternehmen, in denen sie tätig waren u. waren - das war von Fall zu Fall unterschiedlich - Repressalien ausgesetzt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Mai 2006
  19. heinz

    heinz Neues Mitglied

    Was für Ausdrücke.:motz:
    Fest steht dochmal, was ich aus eigener Anschauung kenne, dass der Volkspolizist meistens, wenn es wie in der Spätzeit keine Dmos gab, seine Arbeit genauso machte, wie es die Polizei in Westdeutschland auch tat.:pfeif:
     
  20. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Mein Reden, Heinz. Aber ich denke, der Gast hat sich jetzt genug kribbelig gelacht. Wurde auch alles schon gesagt zum Thema.
     

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