Vgl. Friedensordnungspläne zum Ende des Ersten Weltkriegs

Dieses Thema im Forum "Der Erste Weltkrieg" wurde erstellt von abhi90, 17. April 2008.

  1. abhi90

    abhi90 Neues Mitglied


    Analysieren sie die ideologische Komponente der Friedensordnungspläne und nehmen sie kritisch dazu Stellung !

    So das ist die Frage die mir gestellt wurde.Die Fridensordnungsplänes sind das russische "Dekret über den Frieden", amerikanische Programm für den Frieden der Welt und die Friedensresolution des Deutschen Reichstages von 1917.

    Ich habe diese Verträge schon untersucht und nur wenig gefunden. Im russischen Dekret sind ganz klar erste anzeichen des Kommunismus erkennbar, da das ganze volk und vor allem die Arbeiter stark mit einbezogen werden.
    Bei dem amerikanischen Vertrag lassen sich auch ideologisch Hintergründe bezüglich des wirtschafts Liberalismus erkennen.Auch das klare streben nach Demokratie ist erkennbar..mehr hab ich noch nicht gefunden und das is mein problem ...bitte helft mir :S
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. April 2008
  2. floxx78

    floxx78 Aktives Mitglied


    Magst du die mal suchen und hier einstellen? Das würde die Diskussion sicher erleichtern.
     
  3. Ricco

    Ricco Neues Mitglied


    Die 3 Friedenspläne hatten das Ziel, dass jeder drei Mächte seine Interessen noch in irgendeiner Art und Weise durchzusetzten. Natürlich versuchte Deutschland mit seinem Vorschlag den Schaden zu begrenzen und aus der Situation der Beste rauszuholen.

    Das Dekret über den Frieden, war die erste friedensfördernde Maßnahme der neuen Oktoberrevolutions-Regierung unter Lenin. Das Dekret beinhaltete den sofortigen Waffenstillstand bzw. die Aufnahme von Friedensverhandlungen zwischen allen am Krieg beteiligten Ländern. Es wurde ein Waffenstillstand von 3 Monaten vorgeschlagen der sofort eintretten sollte. Lenin forderte die gleichen Rechte für alle, unabhängig von allen Volk oder Regierung.
    Das Deskret über den Frieden gehörte zu den drei Umsturzdekreten und führte zum Frieden von Brest Litowsk.

    Das 14-Punkte-Programm von Wilson könnte man als Gegenreaktion zu dem russichen Friedensvorschlag sehen. Viele der Punkte wurden auch in den Pariser Vorortverträgen mit einbezogen.

    Dekret über den Frieden – Wikipedia
    14-Punkte-Programm – Wikipedia

    Bei dem Dekret über den Frieden solltest du vielleicht noch die anderen zwei Dekrete (Dekret über Grund und Boden und Dekret über die Rechte der Völer Russlands) mit einbeziehen und was Lenin damit beabsichtigte. Er versuchte damit den großteil der russichen Bevölkerung auf seine Seite zu bekommen, um somit einen kommunistischen Staat aufzubauen können. Lenin sah auch vor, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben - sprich eine klassenlose Gesellschaft (siehe Kommunismus).

    Zu den 14-Punkte-Programm:
    Wilson versuchte damit zu verhindern das sich in Europa wieder ein "Monopolstaat" bildet, dehalbt auch die vielen Gebietsabtrettungen und Gründungen von neuen Staaten. Sowie der Vorschlag zu Gründung "einer allgemeinen Gesellschaft der Nationen" und die Abschaffung der Geheimdiplomatie. Gleichzeitig konnte man aber auch so die Politik in Europa in gewissen Maßen überwachen.
    Mit der Souveränität Russlands könnte Wilson versucht haben Russland auf seine Seite zu bekommen, um damit seinen Friedensvorschlag durch zusetzten.

    Ob meine Aussagen so stimmen, kann ich nicht sagen, so würde ich aber die Punkte analysieren.

    Grüße

    Ricco
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. April 2008
  4. Ladislav

    Ladislav Neues Mitglied

    Hallo alle!

    Ich meine dass Dekret über den Frieden war innere Lenins problem. Er muste der Krieg beenden ohne Rücksicht an andere Welt, weil in Russland ist bürberliche Krieg langsam gegonnen. Damit hat diese Dokument keine Zusamenheint globale Beendigung Weltkrieges.

    Alles gute Ladislav
     
  5. Ricco

    Ricco Neues Mitglied

    Schau mal hier Ladislav:
    1.3 Das Dekret über den Frieden und die Russlanddeutschen

    Bin extra nicht auf Wikipedia gegangen und habe eine Seite gesucht, die vielleicht sich intensiver damit beschäftig hat. Dort wird auch geschrieben, dass das Friedensgesuch an alle Kriegsgegener sind. Lenin wollte auch innenpolitisch damit was erreichen, damit er die Kriegsgegener aus seinem Land auf seine Seite bekommen konnte, um damit dem Zeil eines kommunistischen Staat ein Stück näher zu kommen.

    Grüße

    Ricco
     
  6. Ladislav

    Ladislav Neues Mitglied

    Gut Lenin war ausgezeichnete Retor, aber Ruasland war nur Teil diese grose Kriegschauplatze, also seine Frieden kann man nicht Frieden für ganze Welt sein.

    Ladislav
     
  7. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Hier stimme ich Ladislav zu. Lenin war ein exzellenter Rhetoriker.
    Lenins Ziel war die Vernichtung aller Gegner des Bolschewismus in Russland. Wer nur einen Deut davon abwich wurde terrorisiert, eingesperrt, in Lager gesteckt oder erschossen.
    Terror war seine wichtigste Botschaft, um den Sozialismus auf festen Boden zu stellen. Er und seine paar Mitstreiter wussten, dass sie nie und nimmer auf Dauer Russland auf ihre Seite ziehen konnten, wenn sie nicht mit aller Macht (mit aller Gewalt) Russland massakrierten.

    Dass es ein "Dekret über den Frieden" gab, haben die Bolschewiki nicht aus Liebe zum Frieden erfunden. Sie brauchten außenpolitisch Frieden, um im Innern ihren Krieg gegen Russland zu führen.
    Hierzu will ich denn auch die ersten Parlamentswahlen nach der Oktoberrevolution zum Besten geben, bei denen die Bolschewiki nicht Wahlsieger wurden. Dieses erste Parlament existierte denn auch nur paar Stunden, weil "die Bolschewiki keine Zeit für Demokratie" (Zitat Hurvinek) hatten.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. April 2008
  8. Ladislav

    Ladislav Neues Mitglied

    Ja Du hast Recht Hurvinek, im erste Reihe muss Lenin seine grosse Probleme. Im Norden waren Briten, im Osten hat sich tschechoslovakische Legionen formiert begonenn un im Süden waren "weisse". Wenn er wollte Russland aus seinem Sicht saubern, er muss um jeden Fall das Krieg beenden. Ja es war aus seinem Sicht die Frage Leben oder Tot. Und wer spielte um Leben nimt keine Sicht an Mitteln.

    Alles gute Ladislav
     
  9. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Das Dekret über den Frieden wurde im Oktober 1917 verfasst. Da gab es noch keine Probleme mit tschechoslowakischer Legion und den Weißen. Es ging darum, den Weltkrieg zu beenden, da die russische Westfront durch die inneren Unruhen nach Februar- und Oktoberrevolution zusammenbrach.
    Doch das soll nicht täuschen, dass Lenin und seine Bolschewiki diesen außenpolitischen Frieden für einen Bürgerkrieg brauchten.
     
  10. Ladislav

    Ladislav Neues Mitglied

    Nein, tschechoslowakische Legion war für Lenin ein Problem von Anfang ihre Existenz. Ist war, dass seine Afgabe war Kampf in Franreich, aber das war unrealistisch. Lenin wollte diese wirklich gute Soldaten an seite seine revolution ziehen, oder vernichtet. Für ihm es war eine permanente Gefahr.

    Ladislav
     
  11. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Bis 1918 sah man diese Legion bei den Bolschewiki als neutral an, da man sich gemeinsam auf die abenteuerliche Lösung quer durch Russland bis zum Pazifik entschied. Ende Oktober 1917 (Dekret über den Frieden) war die Tschechoslowakische Legion noch kein Problem.
    Dass Lenin mit dem sibirischen Weg (ab Dezember 1917) den Tschechoslowaken erschwerte Sowjetrussland zu verlassen und vielleicht zum Überlaufen zu bewegen - ist sicherlich nachdenkenswert.
    http://www.geschichtsforum.de/f67/tschechoslowakische-legion-16633/
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. April 2008
  12. Ladislav

    Ladislav Neues Mitglied

    Ich muss oponieren, weil tschechoslowakische Legion damals einzige starke und fähige Korps in ganzen Russland. Lenin dieses Fakt wuste und deshalb er wollte enorme Interes einige oder ganze Truppen an die seite Revolution zu ziehen. Er selbst disponirte nicht mit solchem Trupen, weil Chinesen, Österreichern und Ungaren war nicht f'ur Ihre Zwecke genug. Aus seinem Sicht es war Antitipation, dass ist möglich Legion gegen Revolution umziehen.

    Ladislav
     
  13. inesfly

    inesfly Gast

    Dekret über den Frieden+Lenin+Wilson 14 pkte

    Hallo an alle Geschichtskenner! :winke:

    Sowohl Lenin (Dekret über den Frieden) als auch Woodrow Wilson (14 Punkte Programm) haben ein Dekret/Programm über den Frieden proklamiert.

    Ich brauche bitte Eure Unterstützung zu folgenden Fragen:

    1. Welche Neuheiten wurden in das Programm (Wilson) und Dekret (Lenin) in Hinsicht auf vorherige Praktiken aufgenommen?
    2. Auf welche Art und Weise haben diese beiden Politiker die internationalen Beziehungen in dem Zwischenkriegszeitraum gestaltet?

    Ich weiss hier leider nicht worauf sich das vorherige Praktiken bezieht, und ob man hier bis in die Kolonialzeit zurückgehen muss.
    Ich würde mich freuen;), wenn jemand von Euch mir dabei weiter helfen könnte!
     
  14. timotheus

    timotheus Neues Mitglied

    Neu war sowohl im Dekret über den Frieden wie auch im 14-Punkte-Programm, daß erstmals Krieg als Mittel zur Konfliktlösung verurteilt und damit eine anhaltende Friedensordnung angestrebt wurde sowie daß das Selbstbestimmungsrecht der Völker als grundlegend betrachtet wurde.
    "Vorherige Praktiken" bezieht sich in diesem Zusammenhang wohl darauf, daß zuvor - also im Ersten Weltkrieg bzw. bis einschließlich dahin - ein Gleichgewicht der (Groß-)Mächte angestrebt wurde, letztlich jedoch Konflikte kriegerisch beigelegt wurden und sich dabei Nationalitätenprobleme im Feindesland zunutze gemacht wurden.

    Konzentriert man sich auf die beiden unter 1. genannten Aspekte (gerechte Friedensordnung mit Selbstbestimmungsrecht der Völker) und stellt diesen die Problemfelder gegenüber, ob und inwieweit Nationalitätenprobleme gelöst sowie die Grenzziehung zwischen Nationalstaaten diesen Punkten überhaupt gerecht werden konnten, so soll die Frage wohl dahingehend beantwortet werden, welche Punkte tatsächlich verwirklicht werden konnten und wie sich demzufolge die tatsächliche Friedensordnung - insbesondere in Europa - gestaltete.
    Als evt. Denkanstöße:
    Konnte tatsächlich eine gerechte Friedensordnung gemäß Wilson geschaffen werden, welche einen weiteren Weltkrieg unmöglich machte - wenn ja, warum, wenn nein, warum?
    Was war der Völkerbund - und wie war dessen Wirksamkeit?
    Hielt sich Sowjetrußland an die von Lenin formulierten Prinzipien, welche bspw. die gleichen Rechte für alle Völker und Achtung der Unabhängigkeit von allen Völkern und Regierungen beinhalteten (erhielten die nichtrussischen Nationalitäten ihr Recht (Autonomie), wie war das Vehältnis zu den baltischen Staaten und zu Polen, wie konstituierte sich ab 1922 die Sowjetunion) - wenn ja, warum, wenn nein, warum?
    Welchen Platz fand Sowjetrußland bzw. die Sowjetunion überhaupt in der Nachkriegsordnung ab 1918?

    Anm.: Möglicherweise habe ich die Fragen falsch verstanden und liege dementsprechend mit meinen Antworten nicht richtig - weswegen ich ausdrücklich andere Forumsteilnehmer um Ergänzungen, Korrekturen u. dgl. bitte -, aber das sind die Punkte, welche mir dazu eingefallen sind...
     

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