Waren Hexeren kriegstauglich ?

Dieses Thema im Forum "Das Römische Reich" wurde erstellt von Paris, 1. August 2009.

Schlagworte:
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Waren Hexeren kriegstauglich ?

  1. Hexern waren kriegstauglich

    5 Stimme(n)
    50,0%
  2. Hexeren waren kriegsuntauglich

    5 Stimme(n)
    50,0%
  1. Paris

    Paris Neues Mitglied


    Ich weiß das Hexeren in der römischen Kriegsflotte nicht oft eingesetzt
    wurden aber waren diese riesigen Ungetüme überhaubt in der Schlacht
    einsetzbar :confused:.
    Denn sie waren schwer zu steuern (In der Schlacht ein großer Nachteil)
    weiterhin konnten sie nicht lang auf See bleiben (5000 Mann die täglich schwere körperliche Arbeit verrichteten mussten versorgt werden z.B
    ein Mann benötigt am tag 5 Liter Wasser und 1 KG Nahrung auf alle gerechnet 30 tonnen am Tag bei einem Manöver von 20 Tagen sind das 600 Tonnen )
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. August 2009
  2. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

  3. Paris

    Paris Neues Mitglied


    Jaja angeblich aber wo sind die Fakten
    Ich werde mal ein wenig suchen müssen:fs::fs::fs::fs::fs::fs::fs::fs:
     
  4. Mummius Picius

    Mummius Picius Premiummitglied

    Such doch mal beim H. D. L. Viereck, "Die römische Flotte". Der widmet sich mit Begeisterung gerade den großen Schiffen – und mit Recht, denn bei den kleinen ist er mittlerweile doch recht gut widerlegt und veraltet. Aber trotzdem ein großes und gepflegtes Standardwerk zu diesem Thema.
     
  5. Cato

    Cato Neues Mitglied

    Hallo,

    also auf dieser Internetseite steht zumindest bei den Septeren, dass sie als Flagschiffe verwendet wurden. Eine ähnliche Funktion kann ich mir auch für die Hexeren vorstellen.

    Für den Nahkampf erscheint mir dieses Schiff ungeeignet. Durch seine Größe und Unbeweglichkeit ist es zu leicht verwundbar für Rammangriffe. So große Schiffe sind auch für die gegnerische Schiffsartillerie ein leichtes Ziel und können schnell in Brand geschossen werden. Ich glaube, dass die Hexeren entweder auch Flagschiffe waren oder eine spezielle Funktion hatten wie Truppen- oder Provianttransporte. Für den direkten Kampfeinsatz waren kleinere Schiffstypen wie Trieren weit besser geiegnet.

    Gibt es irgendwelche Quellen zu diesem Schiff? Vor allem Anzahl und Einsatzweise wären ganz interessant.

    Wie kommst du auf die 5000 Mann? Ich kann mir kaum vorstellen, dass dieses Schiff mehr als 300 Ruderer und 150 Seesoldaten an Bord hatte, wenn ich es mit den anderen Schiffstypen vergleiche.
     
  6. Eohan

    Eohan Gast

    Ich bin in antiker Seekriegsführung unbelesen und kenne mich auch nicht so gut aus. Nur das übliche allgemeine Wissen kann ich bieten. Aber rein spekulativ und unbelegt würde ich mich für eine Kriegstauglichkeit aussprechen. Und zwar stelle ich mir da diese Vorteile vor:

    1. Zwar weniger wendig, aber hohe Stoßkraft, wenn in voller Fahrt. [1]
    2. Moralhebende Wirkung für die restlichen Matrosen.
    3. Prestigeobjekt für das Reich.
    4. Schiffe sind von außen gar nicht so leicht in Brand zu setzen, und ein so dickes Ungetüm ist da natürlich sehr viel widerstandsfähiger.
    5. Auch normale Geschosse werden ihnen nicht so zusetzen können wie normalen Galeeren.

    Doch warum baute man dann nicht mehr von diesen Dingern? Ich denke weil sie einfach zu teuer in Bau und Unterhalt waren. Dann braucht man noch Werften um sie trocken legen zu können für Reparaturen etc.. Das Geld und die Infrastruktur wird einfach nicht gereicht haben für mehrere von denen.


    [1] Ich kann mir durchaus vorstellen, dass so eine Hexere, wenn sie flankiert und beschützt von leichten und wendigen Schiffen auf breiter Front Fahrt aufnimmt, so ziemlich jedes andere Schiff in Trümmer legt.
     
  7. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

    Kleopatra soll die noch grösseren Tesserakonteren bzw . Tettakonteren bei Actium eingesetzt haben .
     
  8. Zananga

    Zananga Aktives Mitglied

    Hellenistic-era warships - Wikipedia, the free encyclopedia

    http://www.utexas.edu/courses/citylife/readings/ships.pdf

    Genau, verglichen mit manche Hellenistische Kriegsschiffe waren sie Winzlinge, wobei Monster wie der 50-Ruderer aber wohl kaum an Seeschlachten teilgenommen haben. Aber das Marcus Antonius noch große Galleeren wie 8- und 10-Ruderer hatte schließt eindeutig aus das alle diese Schiffe nur zur Show dienten. Solange dafür gesorgt wird das die Flanken durch kleinere Schiffe geschutzt werden, kann zo ein Teil natürlich alle gegnerische Schiffe überfahren und währenddessen mit seine Katapulte Schiffe von der Seite angreifen.

    Natürlich war es ein riesiger Aufwand diese Schiffe zu bauen, dazu noch die Unterhaltskosten wie Reperaturen und Wasser, Nahrung und Sold für die Crew. Für die Hellenistische Könige lohnte sich das, da das die einzige möglichkeit war ihre Rivalen zu besiegen. Für die Römer war das Sinnlos, ihre Stärke bestand in iher Landkriegsführung, Seekrieg wurden nur gegen die Carthager, und dann auch widerwillig, geführt. Nach der Schlacht von Actium war die Flotte nur noch gegen Piraterie und für Transportzweche da (Britannien).

    Woher du aber auf 5.000 Mann kommst ist mir Unklar, verglichen mit der monstöse Tesserakontere der 4.000 Ruderer, fast 3.000 Soldaten und 300 Matrosen trug.

    Tessarakonteres - Wikipedia, the free encyclopedia
     
  9. Cato

    Cato Neues Mitglied

    Zu 1.:

    Die Stoßkraft, die nötig ist, um ein Loch in ein anderes Schiff zu schlagen, bringen kleinere Schiffe auch auf. Die Rammgeschwindigkeit ist bei ihnen auch höher, das gleicht die geringere Masse ein wenig aus.

    Zu 2.:

    Möglich, kann aber auch negative Folgen haben. So ist beispielsweise eine Flucht oder ein Ausweichmanöver mit einer Hexere schwerer als mit einem schnelleren kleineren Schiff. Das wird den Soldaten auch bewusst gewesen sein.

    Zu 3.:

    Da stimme ich dir zu. Zu diesem Zweck wurden auch noch viel größere Schiffe gebaut, vor allem von den Ptolemäern.

    Zu 4.:

    Das Brennbare bei diesen Schiffen ist weniger der Rumpf, sondern Segel und Takelage. Die Segelfläche ist bei einem so schweren Schiff natürlich viel größer und bietet daher mehr Angriffsfläche.

    Zu 5.:

    Geschosse dienten in erster Linie dazu, ein anderes Schiff anzuzünden und weniger, es direkt zu versenken. Das kommt erst mit den Kanonen in der Neuzeit auf. Ein direktes Versenken ist nur durch den Rammsporn möglich. Jetzt wäre es natürlich interessant zu wissen, ob diese Schiffsklasse auch einen dickeren und stabileren Rumpf hatte, als die kleineren Typen.

    Fazit:

    Diese Schiffe waren zwar grundsätzlich kriegstauglich, kleineren und wendigeren Schiffen wie Liburnen aber deutlich unterlegen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. August 2009
  10. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Ohne mich jetzt auch nur ansatzweise im Thema auszukennen, frage ich mich doch, welchen Sinn hier eine Umfrage haben soll. Kann mir das mal jemand erklären?
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. August 2009
  11. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Klärung historischer Streitfragen durch Mehrheitsentscheid.
    Doch ein interessanter Ansatzpunkt.:cool:

    Gehört überhaupt in der Wissenschaft durchgängig eingeführt.

    Ist die Erde eine Scheibe?

    JA XX NEIN XX


    Wer war der Mann mit der Maske?

    Der ewige Jude XXX Sonnenkönigs Zwillingsbruder xxxx


    Man sieht, es öffnen sich völlig neue Perspektiven
     
  12. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Es lebe das demokratische Prinzip! :friends: Die Herrschaften dürfen weitermachen.
     
  13. Phokas

    Phokas Neues Mitglied

    Hätten sich Hexeren gegenüber anderer Schiffstypen von der Ökonomie oder Effektivität bewährt warum gibt es dann so wenige Quellen die ihre Benutzung angeben.Es wird zwar in Sachen Prestige und Moral wirklich viel gebracht haben, aber stelle man sich vor so ein Schiff sinkt was für Auswirkungen das auf Moral und Staatshaushalt hätte.Ich könnte mir vorstellen das es größere Schiffe gab die nicht nur als Kriegsschiff sondern auch zu Versorgungszwecken dienten(Lazarett,Nahrung,Waffen..).
     
  14. Mummius Picius

    Mummius Picius Premiummitglied

    Kriegsschiffe waren Ruderschiffe, vollgestopft bis unter den Rand mit Ruderern, Soldaten, Waffen. Daneben gab es natürlich Segelschiffe als Transporter. Von Lazarettschiffen ist mir aus der Antike nichts bekannt.
     
  15. Phokas

    Phokas Neues Mitglied

    @Mummius Picus
    Da hast du natürlich recht das Kriegsschiffe vollgestopft mit Rudereren waren aber meine Behauptung war ja das sie nicht als Kriegsschiffe fungierten sondern andere Aufgaben wahrnahmen.Das mit dem Lazarett ist eine Vermutung die auf der Tatsache fußt das für Grenztruppen Valetudinarien errichtet wurden.
     
  16. Mummius Picius

    Mummius Picius Premiummitglied

    Es tut mir leid, Phokas, dich enttäuschen zu müssen, aber die Konstruktion und Ausrichtung antiker Kriegsschiffe war ausgesprochen spezialisiert. Du kannst schlicht nichts mit ihnen anfangen*, wenn sie nicht vollgestopft sind mit Ruderern, Soldaten etc. … jegliche Analogie zu modernen "schwimmenden Batterien" erübrigt sich. Zumindest geht das aus den beiden dicken Büchern zur antiken Marine hervor, die in meinem Schrank stauben, Vierecks "Römische Flotte" und Morrison/Coates "Athenische Triere".

    * Nicht ganz, Caligula hat einmal eine Flotte im Golf von Neapel zwischen Baiae und Puteoli zusammengezogen und ist mit einem Pferdegespann über eine aus diesen Schiffen gebildete Brücke gefahren. Außergewöhnlich, aber immerhin ein Verwendungszweck.
     

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