Warum Amerika vor Afrika kolonisiert?

Dieses Thema im Forum "Afrika" wurde erstellt von Trojan, 7. Mai 2014.

  1. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied


    Gern geschehen.

    Sklaven waren eine Ausnahme. Nach dem Vertrag von Utrecht, 1713, der den Spanischen Erbfolgekrieg beendete, hatten die Briten das "Derecho de Asiento" also das Monopol für den Sklavenhandel mit den spanischen Kolonien.

    Erst nach dem Verbot des Sklavenhandels in/durch Groß Britannien, 1808, haben Spanische und Portugiesische Händler dieses Geschäft in Überseeischer Form wieder aufgenommen.

    Laut Marx schuf dieser Sklavenhandel (bzw. der Dreieckshandel) die finanzielle Grundlage für die Industrielle Revolution in England.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Februar 2015
  2. Morifea

    Morifea Neues Mitglied

    Wäre der Zusammenhang aus Sklaven, Baumwolle und der Industrialisierung in England nicht eventuell ein eigenes Thema wert?

    @Silesia: Im Beitrag Nr. 18 schriebst du "Ein Abriss zum Beginn".
    Darf man sich auf mehr freuen?
     
  3. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

  4. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Kann ich machen.

    Die Verwendung von "Beginn" war eigentlich nur darauf gerichtet, die portugiesische Expansion mit ihrem frühen Beginn und die Verzögerungen des ersten Jahrhunderts 1415-1515 zu erklären. Das war auf den zeitlichen Vergleich mit Amerika bezogen.
     
  5. Morifea

    Morifea Neues Mitglied

    Dann bin ich in freudiger Erwartung!
    Mit der Geschichte Spaniens und Portugals wollte ich mich schon immer vertieft beschäftigen, andere Länder hatten aber bisher Vorrang.... aber die Zeit für Iberien wird auch noch kommen! Literaturtipps werden dementsprechend also gerne gesehen ;)
     
  6. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    An diese Punkte musste ich auch denken. In Nordamerika gab es zwar auf den ersten Blick weniger zu holen, als in Mittel- und Südamerika, doch gab es dort reiche Naturschätze, Pelztiere und Kabeljauschwärme, die sich leicht ausbeuten ließen, und die Bodenverhältnisse waren für Landwirtschaft gut geeignet und zogen Siedler an, die sich dauerhaft dort niederlassen wollten. Virginia und Maryland eigneten sich sehr gut für den Tabakanbau und die Carolinas für den Anbau von Reis, beides Agrarprodukte, die in Europa gefragt waren und gute Gewinne versprachen. es gab Flüsse, die sich sehr gut als Verkehrsverbindungen zwischen Küste und Hinterland eigneten wie der St. Lorenz, der Hudson und der Missisippi/Missouri. Bereits im 17. Jhd lebten mehr als 100.000 Europäer in Nordamerika. Um die Mitte des 18. Jhds gab es in Kanada, Louisiana und Akadien 100- 150.000 Franzosen, und in den 13 britischen Kolonien lebten am Vorabend der Amerikanischen Revolution mehr als 2 Millionen Menschen europäischer Herkunft.

    Die ersten Kontakte mit indigenen "Nations" verlief vielerorts zunächst friedlich, die Pilgerväter, die in Massachusetts landeten, hatten Frauen mitgebracht, was aus Sicht der Wampanoags für ihre friedlichen Absichten sprach, und ohne deren Hilfe hätten die Passagiere der Mayflower sicher nicht den ersten Winter überlebt.
     
  7. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Es gab durchaus Versuche. Ein französischer Kreuzzug landete in Damiette, die sizilischen Normannen eroberten für eine kurze Epoche einige der tunesischen Küstenstädte, u.a. Mahdiyya.

    Ich hatte eher die habsburgische Zeit vor Augen mit den britischen Interlopern wie John Hawkins, die eine "Kanonenbootdiplomatie" (sorry für den Anachronismus) betrieben.
     

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