Was Fußball im KZ bezwecken sollte

Dieses Thema im Forum "Das Dritte Reich" wurde erstellt von El Quijote, 17. Januar 2018.

  1. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter


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    Ein Zugang zum Konzentrationslager Theresienstadt nahe Prag.

    František Steiner hat ein wenig beachtetes Thema der NS-Zeit recherchiert - die Fußballspiele im KZ Theresienstadt und das zynische SS-Kalkül dahinter. Rezension von Thomas Urban.

    Das Spiel war dynamisch, die Akteure kämpften aufopferungsvoll, es fielen Tore, allen machte es große Freude. Nicht nur den 22 Akteuren auf dem Platz, sondern auch mehreren Tausend Zuschauern.

    Ein paar Szenen von jenem Fußballspiel sind auf Zelluloid verewigt, in dem Dokumentarfilm "Theresienstadt. Bericht aus dem jüdischen Siedlungsgebiet", der unter der nicht offiziellen Bezeichnung "Der Führer schenkt den Juden eine Stadt" bekannt wurde. Überlebende des KZ Theresienstadt berichteten, dass diese Fußballpartie brüsk abgebrochen wurde, als der Kameramann glaubte, genügend Gute-Laune-Bilder im Kasten zu haben. SS-Leute jagten Akteure und Zuschauer zurück ins Lager, zur Zwangsarbeit.

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  2. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Es gab ja auch das sogenannte "Todesspiel", bei der eine Auswahl von ehemaligen Spielern des Dynamo Kiew im August 1942 gegen eine deutsche Mannschaft antrat, die aus Mitgliedern einer Flakeinheit zusammengestellt wurde. Die Kiewer Mannschaft siegte mit 5:3. nach dem Krieg behauptete die Sowjetpropaganda, dass die siegreiche Equipe nach dem Spiel liquidiert wurde, was aber inzwischen widerlegt wurde. Der ungarische Regisseur Zoltan Fabri verarbeitete das Todesspiel in seinem Film zwei Halbzeiten in der Hölle" in den 1960er Jahren. John Huston drehte 1981 den Film "Flucht oder Sieg", in dem neben
    Sylvester Stallone, Michael Caine und Max von Sydow die Fußballegende Pelé mitspielte, der mittels Fallrückzieher das Siegestor für eine alliierte Mannschaft erzielt, die gegen eine Auswahl aus Wehrmachtssoldaten antritt.
     

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