Weltweite Auswirkungen der mongolischen Expansion

Dieses Thema im Forum "Das Mongolenreich" wurde erstellt von Mongol, 27. März 2011.



  1. Mongol

    Mongol Neues Mitglied

    Hallo an Alle,

    wie sieht es eigentlich mit den direkten und indirekten Auswirkungen der mongolischen Einfälle/Expansion aus?

    Auswirkungen die ich kenne sind:

    -Zum Beispiel war ja der Einfall in Bagdad (Kalifat) ein entscheidender Einschnitt in der islamischen Welt und darauf folgender Verlegung des Kalifats nach Ägypten

    -Schwächung Chinas seit (Jahrtausenden,siehe Große Mauer?) geraumer Zeit und damit Aufstiegschancen für Europa,Islam etc...Ohne Mongolen bzw.Nomadeneinfälle wäre China bestimmt viel früher Großmacht

    -Errichtung des Mogulreiches in Indien,dies begründet durch Timuriden Dynastie, das wiederrum begründet durch Mongolendynastie

    -genauso Entstehung des Volkes der Tataren in Russland und Umgebung, ohne Mongolen heute keine Tataren oder?

    -Russlands heutige Gebietsmaße sind direkt auf die eroberten Gebiete der Mongolen zurückzuführen, davor war das Volk der Russen nur im Gebiet der heutigen Ukraine ansässig (Kiewer Rus)

    -Schwarzpulver gelang nach China ebenso auch mit dem Einfall der Mongolen kam die Pest (damals wie heute verbreitet in der Mongolei) und damit Schwächung Europas

    freue mich auf lebhafte Diskussionen, auch wenn es hypothetisch (hätte,sein,könne etc.) ist.
    Mich und hoffentlich anderen in diesem Thread interessieren die direkten und indirekten Auswirkungen
     
  2. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Zustimmung, wobei die Verlegung des Kalifensitzes aber noch zu den unwichtigsten Auswirkungen gehörte. Generell wirbelten die Mongolen den Nahen Osten ganz gehörig durcheinander. Vor allem Persien prägten sie durch die Errichtung des Il-Chanats langfristig. So ganz nebenbei verschafften sie damit den letzten Resten der Kreuzfahrerstaaten eine Atempause.

    Dem kann ich nicht ganz zustimmen, eher im Gegenteil. Als die Mongolen China eroberten, war es in mehrere Reiche zerfallen: die Liao-Dynastie, die Song-Dynastie, die Jin-Dynastie und die Xi-Xia-Dynastie. Die Mongolen einten China unter ihrer Fremdherrschaft wieder und errichteten die Yüan-Dynastie. Als diese von der heimischen Ming-Dynastie gestürzt wurde, konnten die neuen Herrscher ein geeintes Reich übernehmen, das zunächst eine sehr aktive Außenpolitik betrieb (siehe Zheng He). Erst später isolierte sich China dann freiwillig. Das war alles noch ehe der Aufstieg Europas begann, daher kann ich keinen Zusammenhang zwischen der Eroberung durch die Mongolen und den Aufstiegschancen für Europa, Islam etc. erkennen.

    Zustimmung. Allerdings hatten die Moguln außer dem Namen eigentlich nichts mehr mit den Mongolen zu tun.

    Zustimmung. Die Goldene Horde dominierte Russland jahrhundertelang.

    Das stimmt so nicht. Schon vor dem Mongoleneinfall gab es im ganzen westlichen heutigen Russland verschiedene russische Fürstentümer sowie die Republik Nowgorod.

    Andersherum: Die Chinesen hatten das Schwarzpulver selbst erfunden.
     

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