Älteste Waffen?

Dieses Thema im Forum "Frühzeit des Menschen" wurde erstellt von saller, 29. Dezember 2009.

  1. Kalojan

    Kalojan Neues Mitglied

    Eine Waffe ist ein Gegenstand, mit dem man tötet ODER verletzt.
     
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  2. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Kommt immer darauf an, wie man es auslegt.
    Ein Holzknüppel bleibt erst mal ein Holzknüppel, vieleicht zum Feuer anmachen.
    Den kann keiner verbieten. Tötet man damit einen, wird er vor Gericht zur gefährlichen Waffe degradiert.
    Messer mit feststehender Klinge sind auch verboten. Aber von Küchenmesser redet da keiner.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Januar 2010
  3. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

    Eine Waffe ist entweder ein zum Töten oder Verletzen hergestelltes Gerät , z.B. Schusswaffe , Schwert , Kampfmesser usw. oder ein Gegenstand der zum Töten verwendet wurde .
    In den Händen eines Einzelkäpfers kann das auch ein Streichholz oder eine Büroklammer sein .
    Im Falle eines ausgebildeten Karatekämpfers sogar die blosse Hand .
    In den USA wurden schon Leute für den Versuch einen Knüppel oder Stein zu verwenden wegen "Angriff mit einer tödlichen Waffe " verknackt .
    Als ich in New York war versuchte eine betrunkener Autofahrer der Polizei zu entkommen , nachdem sein Wagen den Geist aufgab flüchtete er in den Park und als die Puste weg war und die Polizei kam hob er einen Stock auf und wurde sofort erschossen .
     
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  4. Beral

    Beral Neues Mitglied

    Wir reden über zwei Dinge:

    - Gegenstände als Waffen verwenden. Das tun Affen schon. Die Waffe wird hierbei nicht über den Gegenstand, sondern über den Prozess definiert.

    - Gegenstände einteilen in Waffen und Nichtwaffen. Die Waffe wird hierbei als Objekt definiert, unabhängig von der Verwendung.

    Wenn wir die Verwendung als Kriterium nehmen, können wir die Gegenstände nicht einteilen in Waffe und Nichtwaffe. Eine Kalaschnikow ist in diesem Sinne keine Waffe. Zur Waffe wird sie erst durch ihre tatsächliche Verwendung, darüber definiert dieser Ansatz die Waffe. Wenn ich eine Kalaschnikow in meinem Zimmer liegen habe und mir jemand sagt "Oh, du hast eine Waffe hier!", muss ich erwidern "Nein, das ist keine Waffe, ich schieße ja gerade auf keinen damit". Das ist mein Briefbeschwerer. Ein ungewöhnlicher, aber was solls, dieses Ding wird gerade als Briefbeschwerer verwendet, also ist es eins. Zu einem anderen Zeitpunkt ist es vielleicht eine Waffe und zu einem wieder anderen Zeitpunkt ein Türstopper usw.

    Wenn wir das zweite Kriterium nehmen, können wir das Objekt selbst kategorisieren. Wir können sagen, ob ein Ding eine Waffe oder keine Waffe ist. Es ist eine Waffe, wenn es gezielt hergestellt/bearbeitet wurde, um Menschen/Tiere zu töten oder zu verletzen. Demnach ist eine Kalaschnikow eine Waffe. Ein Stein, den ich in der Natur finde, ist diesem Ansatz nach keine Waffe (auch wenn ich ihn zum Töten verwenden kann).

    Ein anderes Beispiel mag die Beziehung von Objekt und Prozess verdeutlichen: Auto und fahren. Auto ist das Objekt, fahren ist der Prozess. Wir können das Auto über den Prozess definieren. Dann heißt es: Wenn es fährt, ist es ein Auto. Dann können wir nicht mehr zwischen Auto, Zug und Fahrrad unterscheiden, denn sie alle fahren.

    Ich möchte hier keine Partei für die objekt- oder die prozessbezogene Definition ergreifen. Beide Ansätze sind für verschiedene Fragestellungen zu gebrauchen. Wir sollten sie nur sauber voneinander trennen, weil wir sonst ein Kommunikationsproblem haben, wie wir es hier haben.
     
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  5. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Ja, Beral. Aber was soll man denn aus der Überschrift des Themas sonst machen?
    Ich orientiere mich immer, auch wenn es tausend Beiträge dazwischen gab, an den ersten Beitrag.
     
  6. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Der derzeitige Verlauf der Diskussion erinnert mich an eine spanische Kurzgeschichte, wobei ich im Augenblick keine Ahnung habe, wer sie verfasst hat, noch wo ich sie finde.

    Es beginnt damit, dass ein Mann seine Zeitung liest. Als er sie durch hat, geht und er und lässt einen Stapel Altpapier liegen. Ein anderer Mann kommt, sieht den Stapel Altpapier und beginnt Zeitung zu lesen. Auch er geht wiederum und lässt einen Stapel Altpapier liegen. Ein dritter Mann kommt, sieht das Altpapier und freut sich, dass er etwas gefunden hat, mit dem er auf den Markt gehen kann, um darin Fisch einzuwickeln.

    Warum erzähle ich die Geschichte hier nach? Weil sie deutlich macht, dass Gegenstände, ohne ihre Konsistenz oder Form zu wechseln ganz unterschiedlichen Dinge sein können. Wie schon von anderen gesagt wurde, wird ein Knüppel oder ein Stein zu einer Waffe, wenn damit ein Lebewesen getötet oder verletzt wird.
    Nun wurde gesagt, dass mit dieser Definition ein Maschinengewehr keine Waffe sei, solange es nur als Dekoration (oder Briefbeschwerer) verwendet würde.
    Dem muss widersprochen werden! Steine und Knüppel existieren. Ihre Existenz hat keinen Zweck. Ein Maschinengewehr dagegen ist, auch wenn es als Deko zweckentfremdet ist, zu einem bestimmten Zweck gebaut worden, und der ist, als Schusswaffe zu dienen. Insofern gibt es zwei Kategorien von Waffen: Waffen, die als solche entwickelt wurden und Gegenstände, die für einen Augenblick als Waffe dienen.
     
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  7. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Ja, El Donne, warum hast du das nicht schon früher gesagt?
    Damit ist ja wohl alles geklärt.
     
  8. Beral

    Beral Neues Mitglied

    Genau. Diese Kategorien sollten wir unbedingt unterscheiden.
     
  9. Jacobum

    Jacobum Neues Mitglied

    Ich denke, das Problem liegt darin, dass eine eindeutige Zuordnung zu Kampf oder Jagd kaum möglich sein dürfte, vor allem nicht in vorgeschichtlicher Zeit.

    Schleuder, Pfeil und Bogen, Speer - das konnte man sowohl für das eine als auch für das andere einsetzen.
    Schwerter sind da schon eindeutiger. Messer können Waffen oder Werkzeuge sein, ebenso Beile.
    Angeln und Netze dagegen dienen rein der Jagd.

    Problematisch wird es eben bei den "dual use"-Gegenständen. Von daher dürfte eine eindeutige Beantwortung der Ausgangsfrage nicht möglich sein.
     
  10. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Das spricht dann schon stark für die Keule oder den Knüppel. Damit kann man schlecht jagen. Die eignen sich am besten, um dem Nachbarn eins auf den Bregen zu prügeln.
    Die Kalaschnikow wird gerne von Wilddieben in Afrika benutzt. Damit kann man prima Elefanten erlegen, um an deren Elfenbein zu gelangen. Taliban benutzen diese Waffe auch sehr gern.
     
  11. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Ja und wenn sie verusst ist schmeissen sie die weg.
    Kriegen ja sofort eine neue.
    Vor dreissig Jahren konnte ich so ein Ding noch mit verbundenen Augen auseinandernehmen und wieder zusammen bauen.

    Ist schon komisch, das in manchen Ländern eine Waffe als Statussymbol gilt.

    Da schiessen die vor Freude in die Luft, aber die Kugel kommt auch mal wieder runter.
    Ich kenne Fälle, das dadurch schon Menschen getötet wurden.
    Ist ja abartig, was die da machen mit ihren Gewehren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Januar 2010
  12. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

    Rurik,
    auch ein Knüpel oder stein eignet sich zur Jagd , man kan Tiere die irgendwo stecken geblieben sind erschlagen , wenn ich mich recht erinnere Jagen die Frauen der Buschmänner so noch heute Kleintiere .
     
  13. rena8

    rena8 Aktives Mitglied

  14. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Na ja, stecken geblieben... Wenn jemand irgendwo stecken bleibt, dann brauche ich ihn nicht zu jagen, dann präsentiert er sich, durch sein Ungeschick, von allein. Würde ich jetzt so sehen.
     
  15. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Töten muss man das Tier trotzdem.
     
  16. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Hm, wenn es in der Falle sitzt, dann wäre es auch eine Frage der Zeit. Wenn man keine hat, dann erschlägt man es mit dem Knüppel, oder man kann es auch mit den Händen erwürgen. In dem Falle ist doch eher die Falle die Waffe. Eine Art Tretmine.
     
  17. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

    Rurik,
    ich schrieb" stecken geblieben " und meinte Sumpf- , Schlammlöcher und Fallgruben .
     
  18. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    Ein Stock ist eher ein neutrales Gerät für allerlei.Natürlich kann man damit auch schlagen und zur Not reicht auch ein Schlag aus,um einen Gegner kampfunfähig zu machen- Im Escrima und anderen asiatischem Kampfsportarten hat der Stock sogar eine zentrale Bedeutung als Kampfmittel.Ebenso im Stockkampf im europäischen Mittelalter .
    Im Gegensatz zum Stock ist die Keule allerdings von vorne herein als Waffe konzipiert und primär auch nur als Waffe einsetzbar.

    Das unterscheidet m.E. auch eine echte Waffe vom Werkzeug, das gelegentlich als Kampfmittel eingesetzt werden kann,aber eine andere Primärverwendung hat.
    Als bestes Beispiel haben wir hier z.B. einerseits den Dreschflegel-
    primär ein Erntegerät ,das aber auch als Behelfswaffe eingesetzt wurde und andererseits den Kriegsflegel, der als reine Waffe konzipiert und für einen Ernteeinsatz ungeeignet war.
     
  19. DerGeist

    DerGeist Neues Mitglied

    Aus
    Die ältesten Waffen der Welt - DIE WELT - WELT ONLINE

    Grausam recherchiert, natürlich ist der Homo erectus eine Linie der Entwicklung, zumind. in den Gebieten nördlich von Afrika hat sich den erectus Formen wohl der Neanderthaler entwickelt, und auch in Afrika sind die Homo sap. nicht einfach vom Himmel gefallen sondern haben sich aus den regional leicht unterschiedlichen Homo erectus Populationen entwickelt.
    Der Autor des obigen Artikel hätte besser recherchieren sollten.
    Selbst der WIKI-Artikel ist brauchbar. Homo erectus – Wikipedia
     
  20. Ursus

    Ursus Neues Mitglied

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