Älteste Waffen?

Dieses Thema im Forum "Frühzeit des Menschen" wurde erstellt von saller, 29. Dezember 2009.

  1. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    soviel zu den pazifistischen Mädels :devil:
     
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  2. Teufelskerl

    Teufelskerl Neues Mitglied

    Auf die Gefahr hin, pedantisch zu erscheinen:

    Es heißt korrekt Tae Kwon Do (태권도).

    :winke:

    TK.
     
  3. sky-

    sky- Neues Mitglied

    Eine Waffe ist auch nur ein Werkzeug wie jedes andere, eben für den Konkurrenzkampf. So gesehen ist der ganze Organismus schon eine Waffe. Intelligentere Spezies nutzen noch zusätzlich die Produkte ihres Denkvermögens für diesen Zweck.


    Man könnte diese Frage höchstens so eingrenzen: Was war der erste Gegenstand der Menschen, der nur und ausschließlich als Waffe konzipiert war.

    Das erste könnte zum Beispiel das Schwert sein (beide Seiten geschärft, denn das sollte für ein 'Arbeits'-Messer nicht nötig sein).

    Knüppel und Speer sind ja beide auch zur Jagd verwendbar.
     
  4. Kalojan

    Kalojan Neues Mitglied

    Gebe ich dir recht. Ich würde allerdings den Dolch schon als erste "echte" Waffe ansehen. Wobei es auch auf die Größe ankommt (anders als bei vielen anderen Dingen :devil:), denn zB die Urformen von Säbeln würde ich auch eher als Waffe ansehen, alleine wegen der Größe/Länge.
     
  5. Luziv

    Luziv Neues Mitglied

    Die Überlegung finde ich gut, ich würde sie aber noch etwas anders anlegen. Du definierst Waffe als Werkzeug, vom Wesen her bestimmt zum Töten/Verletzen von Menschen. Eine Definition aus objektivem (Wesen) und subjektivem (bestimmt zum) Teil, die dem Ganzen schon nahe kommt und sich so ähnlich übrigens auch im deutschen Waffengesetz für die Definition von Hieb- und Stoßwaffen findet.

    Da es aber anerkanntermaßen auch "Jagdwaffen" gibt, würde ich ganz allgemein als Waffe definieren, was vom Hersteller her wesensmäßig so konstruiert wurde, durch direkte Einwirkung auf Körper oder Geist eines anderen Lebewesens Verletzungen oder sonstige negative Wirkungen auf die Handlungsfähigkeit zu erzielen. Wie alle Definitionen hat die vorstehende Schwächen. Sie ist zugegebenermaßen sehr weit, dafür aber auch relativ umfassend. Eine Angel ist danach eine Jagdwaffe, genauso wie ein Fangnetz oder eine Falle mit Pfählen, eine Waffe wäre auch eine laute Sirene an einem Sturzbomber, eine Blitzgranate oder ein Gasspray. Dagegen keine Axt, die zum Fällen von Bäumen konstruiert ist, auch wenn damit jemandem der Schädel eingeschlagen wird. Eine Streitaxt für den Krieg ist wiederum eine Waffe.

    Eine gebaute Keule ist eine Waffe, da ein Ende zum Erhöhen der Schlagwirkung bewußt massereicher gestaltet wird, ein Stock, der allem möglichen dient, aber nicht, auch wenn er zum Schlagen benutzt wird. Ein Knochen, der als Keule benutzt wird, ist keine Waffe, sondern ein Gelegenheitsobjekt, das zum Schlagen gebraucht wird. Man kann an einem rumliegenden Knochen nicht erkennen, ob er zum Schlagen von Lebewesen dient oder als reine Dekoration. An einer Waffe kann man aber an sich erkennen, wozu sie dienen soll.

    Ich gehe davon aus, daß Keulen, z.B. Äste mit herausgetrenntem dickeren Ansatz oder bearbeitete Knochen von Tieren die ersten Waffen an sich waren.
     
  6. fabian103

    fabian103 Neues Mitglied

    Die älteste Waffe der Menschheit ist ihr Verstand, durch den wir uns mit jedem beliebigen Gegenstand bewaffnen können
    Zuerst kommt nämlich die Idee zu verletzen, töten, jagen etc und dann der Griff zum eigentlichen Gegenstand. Unsere Intelligenz ist es, die uns in solchen Kampfsituationen am effektivsten handeln lässt. Was würde der Mensch ohne Verstand tun? Wahrscheinlich gar nichts. Durch Schläue erlegte man die Tiere und bestand in Kämpfen also ist es wohl unsere Fähigkeit zu denken und zu lernen, die uns so gefährlich macht und vor der ein gegenüber Angst haben muss
     
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  7. Panzerreiter

    Panzerreiter Neues Mitglied

    Womit wir den Waffenbegriff inzwischen so weiträumig definiert hätten, dass nach dieser Definition die älteste Waffe des Menschen der Mensch ist.

    Noch konsequenter in diese Richtung weitergedacht ergibt sich der sekundäre Schluss, dass es gar keine technische Waffen geben kann, da eine Waffe (der Mensch an sich) ja schließlich keine Waffe mehr braucht.
    Es gäbe höchstens Zubehör, welches die bereits bestehende Waffenwirkung (des Menschen) verstärkt. :grübel:

    Philosophisch durchaus reizvoll, aber ist das im Sinne der Eingangsfrage nicht ein bisschen zu weit gegangen?
     
  8. Luziv

    Luziv Neues Mitglied

    Ja, sicherlich. Außerdem ergäben sich damit für die Menschheitsbeglücker, die inneren Frieden durch scharfe Waffengesetze, in der Regel vergeblich, herstellen möchten, nahezu unüberwindbare Probleme. Küchenmesser, Hämmer, Schals als häufigste Mordwaffe könnte man ja noch verbieten, aber den menschlichen Verstand...?
     
  9. Panzerreiter

    Panzerreiter Neues Mitglied

    Wenn ich mir meine globalen Mitmenschen tagtäglich so ansehe, hege ich die Befürchtung, dass ein Verbot, den Verstand zu benutzen, gar nicht mehr vonnöten ist...
    Aber das ist hochgradig OT und noch dazu berührt es die aktuelle Tagespolitik, deshalb vertiefe ich das an dieser Stelle nicht weiter. Ist mir nur so rausgerutscht.
     
  10. fabian103

    fabian103 Neues Mitglied

    je größer die Masse an Menschen, desto dümmer ist sie....

    Wer sagt das man Waffen verbietet. Kinder schlagen sich mit Stöcken und die Mütter schneiden mit Küchenmesser. Die ausgangsfrage ist doch, was die älteste waffe sei und das ist unbestritten unsere Art zu denken, dass wir Waffen brauchen...
     
  11. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Das Vorabendprogramm im Fernsehen als Waffe? Reizender Gedanke. Ein Sonderparagraph im WaffG für Bohlen und Klum.
     
  12. fabian103

    fabian103 Neues Mitglied

    auch das sind waffen, die aber nicht auf töten und verletzen aus sind. Zu weit abschweifen sollten wir nicht bleiben wir philosphisch
     
  13. pan narrans

    pan narrans Neues Mitglied

    Anders formuliert: Wenn du allein im Forum wärst, dann wärst du klüger. Demnach sollten sich alle anderen abmelden. Fangen wir mit den Übergewichtigen an, wegen der Masse.
     
  14. fabian103

    fabian103 Neues Mitglied

    Nein nicht so gemeint, aber wenn einer eine Meinung diktiert, ist es für andere viel angenehmer, diese zu vertreten als eine eigene zu formulieren.
    Außerdem ist es ein phänomen, dass eine größere Gruppe sich leichter überzeugen lässt als eine kleinere (pauschaliesiert)

    Aber mal ehrlich, was soll der off topic
     
  15. pan narrans

    pan narrans Neues Mitglied

    Es geht mir darum, deiner Aussage zu widersprechen.

    Das Menschen nicht gerne ihre eigene Meinung äußern, ist doch ganz offensichtlich falsch. Manche tun das sogar in ihrer Freizeit (z.B. in Internetforen). Die Anzahl von Menschen steigert nicht die Dummheit des Einzelnen. Im Gegenteil, Menschen sind kommunikativ, sie verknüpfen sich (z.B. mittels Internetforen), wodurch sie lernen. Macht das wirklich dümmer? Doch wohl nur dann, wenn ausschließlich Dummheiten weitergegeben würden.

    Wenn der menschliche Verstand wirklich eine Waffe ist, aber in der Masse geringer wird, warum wurde dann in Gruppen gejagt? :grübel:

    Der Gedanke daran, daß Waffen gebraucht werden, ist noch lange keine Waffe, sondern eine Folge der Notwendigkeit von Waffen. Er lässt Waffen entstehen. Ohne spitze Stöcke würden Schimpansen weniger effektiv jagen, also denken sie vor der Jagd daran, sich einen spitzen Stock zu besorgen. Der Verstand dient also lediglich dazu, bei gegebenem Anlass eine Waffe herzustellen bzw. zu benutzen. Mit dem Verstand wird also nicht getötet, sondern mit dem, was er zustande bringt. Das ist die Waffe.
     
  16. fabian103

    fabian103 Neues Mitglied

    1 Die Überzeugungskraft eines Sprechers wird größer, nicht die Dummheit eines einzelnen. Hitler, Napoleon, Cicero, Caesar etc hatten vor einer kleioneren Gruppe wie der Senat, Reichstag, Direktorium, Gerichte und Tribunale mehr Probleme als bei den Volksmassen. Ich sagte auch nicht, dass Menschen ungern ihre Meinung aüßern, ich sagte lediglich, dass Menschen weniger posten wenn ihre Meinung schon drinsteht, auch hab ich geschrieben, dass es leichter ist Meinungen zu vertreten als zu bilden...

    Wieso wird ein Anführer bei zunehmender Zahl nötiger?

    Ein schärferer Verstand=> bessere Waffen=> Bessere Chancen. Was macht einen psychopaten gefährlich?..... Sein Verlangen nach Töten. Meiner Meinung nach reicht das schon als Begriff Waffe, denn es ist ja entscheidend was wir mit Gegenständen tun, eben diese Entscheidung bringt uns unser Verstand
     
  17. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Das läuft dem Sinn des Threads zuwider. Hier ist explizit nach den "ältesten Waffen" gefragt und dies in einem durchaus technischen Sinn, also im Sinn einer Gerätschaft, die entweder durch einmalige Nutzung momentan zu einer Waffe wird (Stein, Stock, Knochen) oder aber eine Gerätschaft, die extra zum Gebrauch als Waffe entwickelt wird (Lanze, Speer, Atlatl, Zwille...). Der menschliche Geist, Propaganda o.ä. sind keine Antworten im Sinne der Frage.
     
  18. Dante

    Dante Neues Mitglied

    Salve,
    (bin neu hier, kam aber einfach nicht umhin mich einzumischen, Definitionsfragen brennen mir einfach zu sehr unter den Fingernägeln. Meine Vorstellung erfolgt dann mal später, sofern das akzeptabel ist.)

    Ich finde die Diskussion hat sich etwas vom Thema entfernt und ist auf einem unbefriedigenden Stand stagniert, darum möchte ich sie noch einmal wiederbeleben.

    Aber eben nur können, genau so wie man auch aufgrund seines Verstandes ein Werkzeug als Waffe nutzen kann, es aber nicht muss.

    Die präzise Definition der notwendigen Bedingung zur Nutzung oder zum Erstellen einer Waffe aber nur die halbe Wahrheit.

    Viel versprechender fand ich den Ansatz, der "spanischen Kurzgeschichte"...

    ...und weiterführend, die Feststellung...

    Denn, ich meine mich zu erinnern, dass vor Gericht etwas als Tatwaffe und nicht bloß als Waffe bezeichnet wird.

    Lange Rede kurzer Sinn, die Definition Tatwaffe schließt auch Gegenstände ein die per se nicht als Waffe gesehen werden, die aber durch eine Tat zur Waffe wurden.
    Abstrakter könnte man sagen, dass Gegenstände welche mit der Intention einer Aggression (z.B. zerstören, verletzten und oder töten etc.) genutzt werden oder genutzt werden sollen, als Waffe gelten bzw. es können. Demnach wären auch Steine, Stöcker, Knochen o.ä. als "richtige" erste Waffen zulässig.
     
  19. fabian103

    fabian103 Neues Mitglied

    Ich glaube das es eine Hand voller Erde war, wenn wir es mechanisch betrachten wollen.
     
  20. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Was willst Du denn mit einer Handvoll Erde machen? Sie dem Beutetier in den Mund stopfen und es damit ersticken?
     

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