Affirmative Kunst

Dieses Thema im Forum "Kunstgeschichte" wurde erstellt von iamNex, 30. Januar 2010.

  1. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Na, ich kriege mich nicht mehr ein.
    Einen Zeitraum "Kubismus" zu benennen, ist aber sehr weit her geholt.
    Male ich Kreise, heisst die Zeit dann Kreisismus?
     
  2. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

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    Natürlich ist es Kunst, jede Epoche und Nation hat ihre Art der künsterlischen Darstellung in allen Bereichen.<o:p></o:p>
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    Schau Dir z.B. den Maler Willy Stöwer an, der berühmteste Marinemaler in Deutschland zur Kaiserzeit.<o:p></o:p>
    <o:p> </o:p>
    willy stöwer - Google-Suche<o:p></o:p>
    <o:p> </o:p>
    Seine Werke werden heut sehr Teuer gehandelt und er war sehr eng mit der kaiserlichen Marine verbunden, denn nach deren Untergang 1918, wurde es auch still um Willy Stöwer.<o:p></o:p>
     
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  3. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    Zeitraum bzw. Zeitintervall. Die Jahre in denen Picassos Werke überwiegend dem Kubismus entsprechen. :S Zudem habe ich den Kubismus in Klammern gesetzt, um eben diesen Intervall zeitlich einzugrenzen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Februar 2010
  4. Rovere

    Rovere Premiummitglied

    Kubismus ist die anerkannte Bezeichnung einer Kunstströmung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wichtigster Vertreter ist sicherlich Picasso, Kubismus findet man aber nicht nur in der bildenden Kunst, sondern auch in der Architektur.
     
  5. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Ja, ich habe es ja verstanden.
    Aber ich begreife immer noch nicht, wie man einen Zeitabschnit nach den Pinseleien, eines einzelnen Menschen benennen muss.
    Weil Picasso schräge Vierecke malte, hat er doch nicht die Welt verändert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Februar 2010
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  6. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    Genau genommen waren es zwei, nur ist Georges Braque weniger bekannt ... :devil::friends:und sie waren auch nicht die Einzigen, sondern lediglich die Ersten, die mit diesem Stil, sagen wir mal "experimentierten".

    Aber du triffst doch den Nagel auf den Kopf: je abstrakter, ja unverständlicher, sinnloser die Darstellung, umso mehr Applaus für den Künstler sagt Picasso, der sich sogar einen Spaß daraus machte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Februar 2010
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  7. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Es ist ja auch, m.E. "nur" eine Kunstepoche.:winke:

    Ob nun die Zeitgenossen das, was einer Kunstepoche den Namen gab, mehrheitlich auch als Kunst oder gute Kunst ansahen, steht freilich auf einem anderen Blatt, da eben die Bezeichnungen später aufkamen. Z.B. Impressionismus, man könnte auch von der Epoche der Historienmalerei mit Meissonier, von Werner und Menzel sprechen. Wobei sich Menzel sicherlich nicht so leicht in eine Schublade stecken lässt.
     
  8. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Naja, dann bringe ich mal Karl Marx ins Spiel, der hat mit Kunst nichts am Hut gehabt.
    Aber trotzdem etwas die Welt verändert.
    Oder ein Martin Luther. Über die redet man, aber eine Epoche wurde nie danach gegründet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Februar 2010
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  9. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Und was hat das dann mit diesem Thread zu tun?
     
  10. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Schwere Frage, aber wenn mir einer ein affimiert unterjubelt, schon sehr viel.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Februar 2010
  11. iamNex

    iamNex Aktives Mitglied

    Da ich gegen Totalitarismus bin, erlaube ich natürlich über beides zu diskutieren Brissotin.

    Nein! Kunst soll auf keinen Fall zwingend die Gesellschaft widerspiegeln - da hätte sie ja schon wieder Grenzen.
    Kunst kann alles widerspiegeln - Gesellschaft, aber vor allem auch Wünsche oder Gefühle des Künstlers, also auch Utopien.
    ______________________________________________________________

    Und auf die Gefahr hin einen roten zu bekommen meine ich trotzdem folgendes:
    Generell finde ich eigentlich nicht, dass man beispielsweise die Werke Elk Ebers (NS-Maler) als wirkliche Kunst bezeichnen kann, denn diese affirmative Kunst hat Grenzen, da sie sich ja an die Parteivorgaben und NS-Kunstvorstellungen gehalten hat - Kunst ist aber grenzenlos.
    Ergo: Keine wirkliche Kunst.
    Allerhöchstens loses Gezeichne, das für manche vllt. einen ästhetischen Charakter hat - aber mit künstlerischem Schaffen wenig zu tun hat.
     
  12. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Aber kann das nicht auch ein "Zufall" sein, dass man just so malt (als Beispiel) wie es dem Regime in den Kram passt?:grübel:
    Du verstehst, was ich meine?

    Was wäre nun, wenn es nicht zeitgleich das NS-Regime gegeben hätte? Wäre dann diese NS-Kunst nicht genauso zu verachten oder als Kunst einzustufen gewesen?:grübel:
     
  13. iamNex

    iamNex Aktives Mitglied

    Hm?
    Beispiel Elk Eber hat ein Bild marschierender SA-Männer gemalt.
    Hätte es das Regime nicht gegeben, dann (nimm ich jetzt mal an) auch die SA nicht, d.h. das bild zeigte nur eine Gruppe marschierender Männer.

    Dann wäre es keine affirmative Kunst gewesen - und Eber wäre seinen eigenen Grundsätzen gefolgt.

    Ich versteh was du meinst, aber das ist wohl eher ein Theoriefall.
    Ich weiß das klingt absurd - das ein und das selbe Bild - ich würde es in dem einen Fall nicht als Kunst, im anderen schon abtun.
     
  14. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Können konnten die schon was, keine Frage.
    Aber unter Kunst verstehe ich etwas "aus dem Hirn heraus, etwas berufenes zu schaffen", nicht ein Auftragsmaler.
    Sollte ich Kunst definieren, würde ich sagen, Genie lässt sich nicht definieren, das entsteht im Kopf und nicht in einer Partei.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Februar 2010
  15. iamNex

    iamNex Aktives Mitglied

    Leider erlaubt mir das GF nicht dich für diesen Post positiv zu bewerten Florian. ;)
     
  16. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Es ist dann aber die Frage, ob Du damit nicht Auftragskunst, entfernen wir uns mal vom dritten Reich an sich, schon persé als "nicht Kunst" begreifen willst.
    :grübel:
    Du sagst jetzt, jemand, der etwas ohne eine bestimmte Absicht malt, sondern nur aus dem eigenen Bedürfnis nach dem Motto "Hey, ich mach das jetzt." macht ausschließlich Kunst?
     
  17. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Kein Problem, ich habe eh mehr, als mir zusteht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Februar 2010
  18. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Eben da bin ich kritisch.
    Würde das nicht viele Porträtmaler disqualifizieren?:grübel:
     
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  19. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Ja sicher. Da muss man eben "Kunst" hinterfragen.
     
  20. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Hatte jetzt zwei Allegorien von Bellotto gesucht, aber leiter nicht im Netz gefunden. Sie sind aber wohl auch noch nicht lang dem italienischen Meister zugeschrieben. Vielleicht weiß ja jemand, was ich meine.

    Ich wollte nur mit den Beispielen mal vom Zusammenhang mit dem 3. Reich wegkommen, weil so eine Fokussierung doch auch manchmal ein bisschen den Blick verstellt.
     

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