Alexander der Große

Dieses Thema im Forum "Persönlichkeiten im Altertum" wurde erstellt von florian17160, 24. Juli 2004.

  1. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Die Möglichkeiten über die er nach der Einnahme Persiens verfügte hätten ihn der Unbesiegbarkeit sehr viel näher gebracht und eine Eroberung des gesamtem Mittelmeers in den Bereich des möglichen gerückt. Aber irgendwann wäre bestimmt das gleiche wie in Indien passiert: Niemand will mehr mit. Zumindest Karthago jedoch hätte er meiner Ansicht nach noch schaffen können. Eine Disskusion wie es mit Italien gewesen wäre findest du hier: http://www.geschichtsforum.de/showthread.php?t=209&highlight=alexanderdie offizielle Todesursache lautet glaube ich Malaria, und aus einem Fluss wo Babylons abwässer reinlaufen hat er auch eine schönen Zug genommen haben, dazu noch der Alkohol und eventuelle seelische Wunden nach dem Tode Hephaistions. das haut sogar einen Alexander um.
     
  2. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Interesse ist schon da, und ein Thread für diese kleine Zwischenfrage ja auch.

    Haben die Hörner vielleicht einfach damit zu tun, dass Alexander von Ammon abstammen soll, der ja auch mit Hörnern dargestellt wurde, wie man auf dieser Seite sieht: http://www.livius.org/am-ao/ammon/ammon.htm ?
     
  3. Alexandros

    Alexandros Neues Mitglied


    genau so ist es (isses), denn Alexander hatte sich nach einem Zug durch 600 km wasserlose Wüste vom Orakel der libyschen Oase Siwa in einer nicht genauer bekannten Form als "Sohn des Ammon/Zeus" bezeichnen lassen und an verschiedenen Orten seines Reiches seine kultische Verehrung durchgesetzt. Die Beziehung Alexanders zu Ammon/Zeus wurde in seinen Darstellungen durch die Beigabe von Ammonshörnern ausgedrückt, die für ihn ein so charakteristisches Attribut wurden, dass man sie bis in die Spätantike wiederholte, und Alexander noch im Arabischen der "Herr der zwei Hörner" heißt.
     
  4. ning

    ning Gesperrt

    (isses/issos):
    Ernsthaft: Wie können wir nun einen "Strang", einen sinnvoll werdenden erzielen und wo darf man künftig dieses Thema finden?
    -

    Zu den Hörnern, bzw. den Göttern mit Widderhörnern:

    Teutates, den man sich als obersten Gott der als "Kelten" (ab 500 v.Chr.) bezeichneten Kultur vorstellen darf, wurde als "Maske" bzw. doch durchaus männliches Gesicht mit Widderhörnern dargestellt, zu ihm gesellt sich (und dies vornehml. bei Esus, dem Hirschgott) diese Schlange mit selbigen Widderhörnern (deren Deutungsversuche weiß ich nicht). Es stellt sich nun die Frage und damit war mein "Strang" gemeint:
    hat Alexandros (der Große, nicht das TV-Programm ;) ) nicht einfach ein aus seiner Herkommenskultur altüberliefertes macedonisches (vor drei Monaten hätt ich makedonisches geschrieben, jetzt aber schreib ich's so.), also mittel-südosteuropäisches, also schlichtweg uraltes indoeuropäisches Götterbild für sich übertragen? (Zusatz: Alexander, erster Politiker aus naturwissenschaftlich-aristoteles'schem Atheismus)

    Jetzt ist ja schon verdammt viel (auch wirres) querzulesen hier...
    "Makedonier"-(Verbindungsstrich)-"Dorer"-(-"-)Raum der "keltischen Kultur" (also jener breite mitteleurop. Streifen vom Marnegebiet bis Böhmen): Widder-Gottkultur allenorts.

    Noch ein Querverweis: Macedonier-Galater. Die andernorts schon erwähnten "Galater" (die Wort-Nähe zu "Galliern"? Bitte zu wiederlegen!): "...sprechen beinahe die gleiche Sprache, wie das Volk um Trier" schrieb, so ich mich jetzt nicht irre, Hironymus, der alte Kirchenvater und kleinasiatische Anwohner, im 4. Jhdt. n.chr., pardon, falls das nun ungenau ist).
    Sie überschritten 280 v.Chr. den Hellespont, mehr verzweifelt und flüchtend, als erobernd.
    279 wurde ja Delphi mühevoll vor dem "keltischen Ansturm" und vor Zerstörung bewahrt, fortan, die Kelten wohl vertreiben. Die Gegend der Ansiedlung der Galater (um Ankara) war ja schließlich Zuweisung, und trostlos war die Gegend. Ihre Sprache erwähnte der Apostel Paulus und eben Hieronymus (welcher einige Jahre in Trier verbrachte) verwischt dann erst ab der Spätantike/islamischer Eroberung.

    Und die brachten das widdergehörnte Götterbild (des keltischen Teutates) gewiss ebenso mit.
    Oder?
    Mich interessiert: wo hatte der große Alexander, der blonde ;), diese "Inkarnation" wohl her?
     
  5. hyokkose

    hyokkose Gast

    Frage: Warum eigentlich "indoeuropäisch"? Seit wann halten sich Götterbilder an Sprachgrenzen?


    Und nicht zu vergessen: Ägypten/Sudan. Da, wo die rothaarigen Nubier wohnten.


    Der nun gerade nicht.
     
  6. ning

    ning Gesperrt

    Troppo interaktivo, noi due... ;)

    stopp.
    Inzwischen sieht man dies "laienhistorisch" nicht nur sprachlich, sondern, ich sag jetzt mal vorsichtig "Menschenfamiliär", was sich aus dem einst sehr fruchtbaren (Kurgan-Hügel)Steppen-Weideland ständig herausbewegte, in Gruppen, Scharen, Mengen, Menschen(Sippen-)-Haufen.*
    und natürlich halten sich Götterbilder nicht an Sprachgrenzen.
    Und: natürlich sinds eh ganz einfache, immer dieselben oder zumindest sehr verwandte "Über-Mütter" und "Über-Väter"...


    Das Braaschsche Schbiraal. Plus Gott Baal. *ch*




    Braasch?
    ;)
    Apostel Paulus vermerkte die Galater zumindest als "eigenes Volk" (ohne unmittelbare Verwandtschaft?), ob er dies sprachlich genau beschrieb, weiß ich schlichtweeg nicht, zog es aber aus meiner Erinnerung
    Quelle: LUDWIG PAULI, der sich wiederum auf zig andere Autoren beruft.

    *Schmökel, unser Thema: er ist definitv kein Lyriker, kein Literat (ja, ganz schlecht, die Einzelgeschichten) aber er hat sich die unendliche Mühe gemacht, den Stand der (Forschungs-)Dinge auf straffe, weiß nicht 400, 500 Seiten) zusammenzufassen, was die ->THEORIE der Indoeuropäischen Sprache und Kultur betrifft... Deshalb (und nur deshalb) aber auch egrade dshalb :D hate r meine Hochachtung und als Sekundär-Einstiegsliteratur darf man das nicht verteufeln. Hm?

    ni hao.
    Muss auf einen Flohmarkt
     
  7. hyokkose

    hyokkose Gast

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