Anti-islamische obzöne Skulpturen an roman. Kirchen als Bildpropaganda f. d. Massen?

Dieses Thema im Forum "Kunstgeschichte" wurde erstellt von lynxxx, 18. November 2008.

  1. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied


    Anti-islamische Pornos an romanischen Kirchen


    Vorbereitung der Massen auf die Kreuzzüge, oder allg. Kriege gegen Muslime?


    Zitat:
    "Im Portalbogen einer Dorfkirche im Südwesten Frankreichs sieht man in Stein gehauene nachdenklich vor sich hin masturbierende Araber. In spanischen Kirchen werden auf Kragsteinen Muslime von Höllenschlünden verschlungen oder sie bilden muslimische Männer und Frauen ab, die einander und den Kirchenbesuchern ihre Geschlechtsteile zeigen. Das Gleiche findet sich auch in Kirchen in Frankreich und Deutschland."


    Grundlage der Diskussion ist diese deutschsprachige Dokumentation, die auf Arte, Phoenix, etc. lief:

    [mod]YT-Link entfernt[/mod]

    Text zur Doku:
    Programm - ARTE



    und diese Ausstellung gleichen Themas im Pergamonmuseum Berlin:

    Qantara.de - Antiislamische Massenmobilisierung aus Stein

    : Dämonen des totalen Kriegs - Geisteswissenschaften - Feuilleton - FAZ.NET

    Diskussionsstand 2005:
    Muselmanen im Höllenschlund : Textarchiv : Berliner Zeitung Archiv



    Hintergrundinfos, Presseecho, Kritik und Rezensionen, Bilder, etc.:

    Islam in Kathedralen - Bilder des Antichristen in der romanischen Skulptur

    Mirror:
    Islam in Kathedralen - Antiislamische Skulptur



    Welcher Meinung seid ihr?
    (Abgesehen vom Stil des Autoren, .... mit geht es um den Inhalt.)

    2005 steht in der B.Z.: "...noch warten wir auf eine konkrete Widerlegung."
    Gibt es die (inzwischen), wenn ja, mit welchen Argumenten?

    Oder hat seine These inzwischen in Akademikerkreisen Akzeptanz erfahren, wie man vermuten könnte, wenn das renommierte Pergamonmuseum (u. Prof. Claus-Peter Haase) einer solchen Ausstellung zustimmt?

    Ich habe vor Jahren die Doku gesehen, und mir gedacht, wenn es ein geplantes, die Massen indoktrinierendes Propagandaprogramm hätte sein sollen, warum sind dann etliche der Skulpturen so hoch und auf/unter Gesimsen versteckt angebracht, dass man sie eigentlich nur mit Fernglas entdecken kann, z.B. die Geschlechtsteile. Oder konnten die Menschen damals solche Details noch ohne Fernglas erkennen? Oder meine Erinnerung trügt?


    Was auch immer für eine Intention dahintersteckt, interessantes Genre sind diese antimuslimischen Skulpturen allemal...

    Ich schaue mir nun erstmal die Doku an.

    Achtung, "pornografisches" Material ggf. nicht unter ca. 8 Jahren geeignet... ;)

    :winke:
     

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  2. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Ich hab im Moment gerade leider keine Zeit mir die Materialien durchzuschauen und stelle deshalb folgende womöglich dort beantwortete Frage: Woran erkennt man, dass die Figuren Muslime sein sollen?
     
  3. pelzer

    pelzer Aktives Mitglied

    nur kurz: meist an der Kleidung/Kopfbedeckung...

    Gruss Pelzer

    .
     
  4. Guntbot

    Guntbot Gast

    die sind aber nackt,weder Kleidung noch Mütze
     
  5. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Ich habe mir grad nochmals die kurze Doku angeschaut, ist ganz interessant, aber nicht so der "Brüller", geht also nicht so sehr ins Detail.

    Man soll die Muslime an der Kleidung erkennen, an den Schuhen, wenn sie denn welche an haben, an der Gestik, z.B. typische Grußgeste, Gebetshaltung, an gespaltenen Bärten, usw.
     
  6. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Ich kann dies zwar nur aus der Bildillustration untermauern, aber auch grotesk verzerrte bis sogar tierhafte Gesichtszüge sind oftmals kennzeichnend, wenn Muslime in der christlichen Kunst des westeuropäischen Hochmittelalters dargestellt werden.
    Dazu hatte ich mich schon einmal in einem anderen Thread u.a. kurz geäußert: http://www.geschichtsforum.de/270650-post2.html
     
  7. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Übrigens muss ich meinen Gedanken von oben nach Sicht der Doku revidieren: Die Kragsteine, Skulpturen, ... sind doch recht gut von Gläubigen erkennbar, weil die nicht soooo hoch hängen, dass man sie nur mit 'nem Fernglas erkennen kann.

    Ist vielleicht schon vorstellbar, dass z.B. von Cluny aus nicht nur das alte und neue Testament innen verbildlicht wurde, sondern aussen auch der Feind verunglimpft, entmenschlicht, oder wie eine Trophäe behandelt wurde; ich erinnere mich da an den aufgehängten (gefälschten) Schädel vom Großwesir Kara Mustafa Pascha am Stephansdom in Wien als Trophäe nach dem Sieg bei der 2. Belagerung.
     
  8. Maglor

    Maglor Aktives Mitglied

    Obzöne Szenen und Monster an den Außenwänden von Kirchen sind an sich nicht ungewöhnlich.
    Neben Wasserspeier und Co ist auch die "Judensau" ein beliebtes Motiv.
     
  9. askan

    askan Neues Mitglied

    Also, ich musste spontan an den Film Braveheart denken, als die Schotten den Engländer zeigten was sie von ihnen hielten. :scheinheilig:
    Vielleicht steckt eine ähnliche Motivation dahinter?

    Andererseits habe ich ähnliche Figuren auch in irischen Kirchen gesehen, dort wurden sie auf alte heidische Einflüsse gedeutet.
     

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