Auswirkung Unabhängigkeitskrieg

Dieses Thema im Forum "USA | Kanada" wurde erstellt von mika007007, 11. Januar 2020.

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  1. mika007007

    mika007007 Neues Mitglied

    Moin, ich habe mich gefragt, welche Auswirkung der Unabhängigkeitskrieg auf die Auswanderung Deutscher nach Amerika hat. Einerseits nach dem Ende des Kriegs (Französische Revolution in Verbindung mit Angst der Deutschen?) aber auch während des Krieges (Hessische Soldaten auf Seite der Engländer; was "denkt" der Rest).
    Mein Problem ist, dass ich zu den "Beweggründen" nix finde...kann da jemand Helfen?

    Danke im Voraus :)
     
  2. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Dann ist es vielleicht sinnvoll sich zunächst Gedanken darüber zu machen, wo push- und pull-Faktoren im Hinblick auf die Auswanderung gelegen haben könnten?

    - Welche Möglichkeiten boten die jungen Vereinigten Staaten Auswanderer aus Europa?
    - Welche Gruppen von Auswanderer aus Europa waren in den Staaten willkommen und welche eher nicht?
    - Wie gestaltete sich die Situation in den deutschen Staaten? Wer hatte überhaupt die Möglichkeit auszuwandern und was genau hätte er/sie in den Staaten suchen können, was in Europa nicht zu haben war?


    Von welcher Angst welcher Deutscher ist die Rede und inwiefern könnte sie den Schritt zur Auswanderung nach Amerika intendiert haben?


     
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  3. mika007007

    mika007007 Neues Mitglied

    Hessische Soldaten auf englischer Seite und als Folge könnte es eine Art Ablehnung gegenüber Deutschen gegeben haben (weil "deutsche" ja sozusagen auf der Seite des Feindes kämpften)
     
  4. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Das erscheint mir nicht besonders sinnvoll. Zum einen weil die geworbenen hessischen Söldner schwerlich für den gesammten deutschsprachigen Raum insrtumentalierbar sind, zum anderen kämpften "Deutsche" auch auf der anderen Seite.

    Prominentes Beispiel:
    Friedrich Wilhelm von Steuben – Wikipedia
     
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  5. mika007007

    mika007007 Neues Mitglied

    Ja ok, muss ich dir Recht geben...Für mich stellt sich aktuell hauptsächlich die Frage, wie man diese Auswirkungen (durch Pull und PushFaktoren hervorgerufen) beweisen kann. Denn anders als z.B. Heutzutage bei der Einwanderung von Flüchtlingen wird es ja wahrscheinlich keine Statistik für den Zeitraum um den Unabhängigkeitskrieg herum geben (auf jeden Fall habe ich bisher nix finden können)
     
  6. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Außer Steuben kämpfte auf amerikanischer Seite auch ein Regiment aus Pfalz-Zweibrücken, bezahlt von Frankreich.

    Für die bei Schiller in Kabale und Liebe erwähnten "verkauften Hessen" gibt es hier eine differenzierende Meinung. Es fehlen allerdings Quellenangaben, daher weiß ich nicht ob das alles so 100% seriös ist.

    Das Landesgeschichtliche Informationszentrum Hessen hat eine ziemlich große und ausführliche Datenbank über die hessischen Truppen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg: HETRINA

    Ach, und Hessen-Kassel stellte England das größte deutsche Söldnerkontingent. Sie waren aber weitem nicht der einzige deutsche Staat, der auf diese Weise seine Finanzen aufbesserte.
     
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  7. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

  8. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Für das 18. Jahrhundert ist der Umfang der Auswanderung noch nicht so gravierend. So der - schnelle - Blick auf die Literatrur.

    Und ein Blick auf die "harten Fakten", der Einwanderung zeigt, zeigt, dass Briten, Iren und Deutsche einen hohen Anteil an den Einwanderern im 19. Jahrhundert hatten.

    https://en.wikipedia.org/wiki/United_States_immigration_statistics

    Und so schreibt ein Portal für "Auswanderung":

    "Das Ziel: die Vereinigten Staaten
    Die größte Auswanderungswelle begann 1845 als Reaktion auf eine Wirtschaftskrise. Über zehn Jahre lang strömten die Menschen in die Neue Welt. Die "Amerikalinie" und moderne Überseelinien hielten den Boom bis zum Ende des Jahrhunderts aufrecht. Was zog die Menschen in die USA?

    Land, endlose Weiten - nicht umsonst gehört das noch heute zum Mythos USA.
    Außerdem wurde seit den 40er Jahren Gold gefunden und der "Goldrausch" erfaßte die Alte Welt.
    Nur während des Amerikanischen Bürgerkrieges (1861-1865) ebbte die Welle der Emigranten ab"


    https://www.wohin-auswandern.de/deutschland-18-jahrhundert

    Und der Wissenschaftliche Dienst schreibt zu den Gründen:

    https://www.bundestag.de/resource/b...1850b1653b8593d6a656/WD-1-012-16-pdf-data.pdf

    Für das 19. Jahrhundert findet sich durch eine Kombination aus Bevölkerungswachstum und Wirtschaftskrisen, in Verbindung mit dem steigenden Angebot an Überseetransport, eine Zunahme der Migration aus Deutschland, überwiegend in die USA (ca. 90%) (vgl. Wehler, DGG, Bd. 2, S. 17 / Schaubild 19)

    Als Vergleich die Auswanderung nach Argentinien.

    http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/laenderprofile/203783/historische-entwicklung
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2020
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