Bauern im Mittelalter

Dieses Thema im Forum "Alltag im Mittelalter" wurde erstellt von Nerion, 26. Februar 2009.

  1. Nerion

    Nerion Neues Mitglied

    Hallo Liebes Geschichtsforum,

    Ich hätte kurz eine Frage ich glaube die Farge wurde
    schon öffters gestellt aber ich habe überall gesucht aber
    nichts brauchbares gefunden.

    Meine Frage: Wie war der Arbeitstag eines Bauern ?

    Wie viele Stunden sie mit Arbeit am Tag verbrachten
    Und Allgemein aber am wichtigsten ist die Stunden
    Anzahl.

    Ich bedanke mich jetzt schonmal für die Hilfe und
    die Antworten.

    Mit freundlichen Grüßen eruer Nerion. :p
     
  2. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Der Alltag der Bauernfamilien                        The daily life of the farmer families
    http://www.geschichtsforum.de/f51/bauern-alltagsleben-14207/
    http://www.geschichtsforum.de/f51/bauern-und-mittelalter-8341/


    Hallo, er war mit viel Arbeit gefüllt.

    Rechne mal nach viele Stunden es im Winter und im Sommer hell ist !
    Die Arbeit konnte nur bei Helligkeit gemacht werden.
    Es gab noch keine Lichtquelle die den Stall oder das Gehöft beleuchtete.
    Da alte Spruch "mit den Hühnern ins Bett und morgens mit Ihnen aufstehen.
    Im Sommer, in der Erntezeit, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.


    en Hesse
     
  3. Saint-Simone

    Saint-Simone Aktives Mitglied


    Es passt zwar nicht ins Mittelalter, aber als kleine Einsicht in alles was während des Jahres so bei der Landwirtschaft anfiel, könnte ich dir diesen Link anraten: Bauernjahr - Arbeitsjahr des Bauern

    Ein Durchschnitt für die Arbeitsstunden ist meines Erachtens nach schwer anzugeben, wie schon letzergisone gesagt hat. Tja, wenn's regnet kann man halt kein Heu machen, aber genug zu arbeiten gibt's auf einem Hof immer.
     
  4. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Wie bereits richtig gesagt wurde, bestimmte die Helligkeit den Tagesablauf - Tag wurde im Mittelalter mit Helligkeit und Nacht mit Dunkelheit gleichgesetzt; für die Arbeit u. dgl. war der Tag gemacht, für die Ruhe die Nacht...
    Daher kommt übrigens auch der Ausdruck Tagwerk, welcher beschreibt, was ein Bauer an einem Tag leisten konnte bzw. sollte (wobei man freilich großzügig darüber hinweg sah, daß es sowohl unterschiedlich lange Tage als auch unterschiedlich fleißige Menschen gibt).

    Wie dem auch sei: ein Tag war für einen Bauern ein Arbeitstag - wobei die Art der Arbeit natürlich von der Jahreszeit etc. abhängig war (im Winter liegen bspw. andere Arbeiten an als im Sommer) -; er begann mit dem Sonnenaufgang und endete mit dem Sonnenuntergang. D.h., ein (Arbeits-)Tag war im Winter logischerweise kürzer als im Sommer...
     
  5. pelzer

    pelzer Aktives Mitglied

    Grüezi

    Dazu möchte ich noch anfügen: Wer mit Hühnern ins Bett geht - ist etwas eigenartig veranlagt....
    :love:


    Gruss Pelzer


    .
     
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  6. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Werde die Sache nochmal überdenken :grübel:, bin heute aber noch denen ausgestanden. =)


    Gruß

    ne Hesse
     
  7. Murasaki

    Murasaki Neues Mitglied

    Hallo Nerion,

    ich hoffe, dass ich dir etwas weiter helfen kann.

    Wie schon gesagt wurde, waren die Arbeitsstunden dem Rhythmus der Jahreszeiten angepasst.
    Im Sommer haben die Bauern also länger gearbeitet als im Winter.
    Mit dem Sonnenaufgang begann der Arbeitstag und er endete mit dem Sonnenuntergang.
    Für die Bauern begann und endete das Jahr am 29 September (Fest des Erzengels Michael).
    Dort sollte dann schon die Ernte eingebracht worden sein und es wurde sich auf die Aussaat des Wintergetreides (Winterweizen, Roggen) vorbereitet.
    Auch wurde dann schon schwaches Vieh geschlachtet, wo von man ausging das es die Wintermonate nicht überleben würde.
    Im Winter waren die Bauern dann mit Holzhacken. Instandsetzung von Arbeitsgeräten und dem Schärfen von Messern oder Äxten beschäftigt.
    Die Frauen saßen am Spinnrad.
    Überwiegend hielten sich die Bauern an kalten und stürmischen Wintertagen in der beheizten Wohnküche auf.
    So bald es Frühjahr wurde und die ersten Sonnenstrahlen die Erde erwärmten verbrachten die Bauern Zeit in ihren Gärten.
    Dort bauten sie Gemüsesorten wie Kohl, Lauch, Zwiebeln, Erbsen usw. an.
    Den Dung von Tieren, der als Dünger fungierte hatte man schon im Winter gesammelt.
    Außerdem fing man mit der Aussaat von Hafer und Gerste an.
    Der Sommer war dann für die Bauern am Arbeitsreichsten.
    Schließlich reifte zu der Zeit das Obst und Getreide.
    Das Heu wurde in Juni geerntet.
    Im August fand dann die Ernte statt.
    Wenn ein Bauer Schafe besaß, mussten die im Sommer natürlich geschoren werden.
    Außerdem mussten die Bauern im Sommer auch Frondienste leisten.
    Wenn das Getreide in den Scheunen verstaut war, wurde das Erntedankfest gefeiert

    Quelle: „Wege aus der Finsternis“ von Peter Arens
     
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  8. Azusan

    Azusan Neues Mitglied

    hallo "nerion",
    deine frage ist zwar schon über 1 jahr alt....aber: ich denke dass sie falsch verstanden wurde! eigentlich ist doch wahrscheinlich deine frage, ob der Arbeitsalltag auch so anstrengend war - im mittelalter - wie heute. oder genauer gesagt: vielleicht war er länger und anstrengender, aber hatte Seite an sich, die wir uns heute nicht vorstellen können. und diese Frage würde mich auch interessieren!
     
  9. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Mit 30 ha warst du früher en ganz Großer, heute, wenn du da eine Familie von ernähren willst, musst du Stütze beantragen.
    Ein Vergleich von früher und heute ist sehr schwer dar zustellen.
    Das was früher in einem Tagewerk von einem ganzen Hof mit Gesinde erledigt wurde, ist heut die Arbeit einer Person mit Manschinen in wenigen Stunden.
     

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