Bayern unter Ludwig 1. - Hilfe!

Dieses Thema im Forum "Das Deutsche Kaiserreich" wurde erstellt von camillefauque, 21. September 2008.

Schlagworte:
  1. camillefauque

    camillefauque Neues Mitglied

    Hallo! :winke:
    Ich soll am Freitag ein Referat über Bayern unter Ludwig dem Ersten halten und habe zwar jetzt schon viel zu viel Material, weiß aber nicht, wie ich das Geschehen vor seiner Krönung zusammenfassen soll.
    Wäre wahnsinnig dankbar, wenn mir jemand helfen könnte, weil ich mich nicht wirklich auskenne :rotwerd:
    Vielen Dank im Voraus!
    camillefauque
     
  2. lapetite

    lapetite Neues Mitglied

  3. camillefauque

    camillefauque Neues Mitglied

    Danke fürs schreiben :)
    Hab schon daran gedacht, dass ich das mit rein pack... aber ich versteh die situation bayerns nicht ganz. ich dachte immer, die wären auf der seite von frankreich?? :confused:
     
  4. lapetite

    lapetite Neues Mitglied

    So ich noch was interessantes gefunden. da ich deine Emailadresse nicht habe...Kopiere ich dir den Text mal hierein...

    2. Mediatisie*rung:
    Mit der Mediatisierung von Reichsstädten und Reichsrittern fielen weitere entscheidende Pfeiler der alten Reichsverfassung. Die meist protestan*tischen Reichsstädte standen in der deutschen Städtelandschaft um 1800 nicht mehr an der Spitze. Sie waren in der Regel gegenüber landesherrlichen Residenz- und Gewerbestädten wirtschaftlich, sozial, kulturell und auch in ihrer politischen Bedeutung zurückgefallen. Der Druck mächtiger Territorien spielte hier ebenso eine Rolle wie Erstarrungstendenzen im inneren Gefüge dieser Städte. Nach 1803 konnten nur die großen freien Städte wie Hamburg, Bremen, Lübeck, Augsburg, Nürnberg und Frankfurt ihre Eigenständigkeit noch erhalten.

    3. Folgen für das Reich:
    Seit 1803 besaß das Alte Reich eine stark veränderte Struktur. Die geistlichen Staaten existierten nicht mehr und das Kurfürstenkolleg wurde reorganisiert. Es entstanden nochmals neue Kurfürstentümer wie Baden, Salzburg, Kurhessen und Württemberg. Vor allem aber waren im Süden neue kräftige „Mittelstaaten“ entstanden, die die Hauptnutznießer der sogenannten „Fürstenrevolution“ waren und dadurch besonders eng an die Politik Napoleons gebunden wurden. Sie strebten nun immer stärker nach völliger Unabhängigkeit vom Reich. Die von Karl Theodor von Dalberg unternommenen letzten Versuche einer großen Reichsreform und eines Reichskonkordats scheiterten. Bereits 1804 nahm Kaiser Franz II. den neuen Titel eines Kaisers von Österreich an und signalisierte damit selbst die schwindende Bedeutung des Alten Reiches.
    III. Der 3. Koalitionskrieg

    Im April 1805 schlossen England und Russland die dritte Koalition gegen Frankreich. Napoleon hatte deutlich gemacht, dass er sich mit dem Status quo von 1801/02 nicht zufriedengeben würde. Im Mai 1805 hatte er sich zum König von Italien gekrönt und weitere Gebiete annektiert, woraufhin sich auch Österreich der Koalition anschloss. Während Preußen neutral blieb, schlossen Baden, Bayern und Württemberg sogar Bündnisverträge mit Napoleon. Auf See konnte England unter Führung des Admirals Nelson am 21. Oktober 1805 bei Trafalgar einen überra*genden Sieg über die französische Flotte erringen (Tod Nelsons). Auf dem Kontinent siegte Napoleons überlegene, vor allem aber gut geführte Armee. Die letzte Entscheidung fiel am 2. Dezember 1805 in der Dreikai*serschlacht von Austerlitz, wo Napoleon ein glanzvoller Sieg über die verbündeten österreichischen und russischen Truppen gelang. Österreich musste am 26. De*zember 1805 den Diktatfrieden von Preßburg schließen und Venetien, Istrien und Dalmatien an das neue Königreich Italien abtreten. Napoleons Verbündeter Bayern erhielt unter anderem Vorarlberg und Tirol. Darüber hinaus wurden als Folge des Pressburger Friedens 1806 überall in Deutschland noch ein*mal bislang reichsunmittelbare Herrschaften mediatisiert (Grafen und Fürsten, endgültig auch Reichsritter, Augsburg, Nürnberg, Frankfurt) und zur weiteren Abrundung der verblie*benen Staaten genutzt. Zudem mußte Franz II. im Frieden von Preßburg die den Kurfürsten von Bayern und Württemberg nun von Napoleon verliehene Königswürde anerkennen. Im folgenden Jahr wurden Hessen-Darmstadt, Baden und Berg zu Großherzogtümern erhoben.

    IV. Das Ende des Reiches und die Gründung des Rheinbundes

    Am 12. Juni 1806 unterzeichneten sechzehn deutsche Monarchen die Rheinbundakte. Dieser Staatenbund besiegelte die enge Verbindung zwischen Frankreich und den deutschen Mittelstaaten. Napoleon war der oberste Protektor des Bundes, dem sich nach der preußischen Nie*derlage vom Herbst 1806 auch fast alle anderen Staaten des „dritten Deutschland“ anschlossen. Zunächst war eine weitere Ausgestaltung zu einer engeren Föderation vorgesehen. In Frank*furt sollte eine ständige Bundesversammlung unter Vorsitz des Fürstprimas Dalberg zusammentreten, ein Fundamentalsta*tut erlassen und gemeinsame Einrichtungen wie ein oberstes Bundesgericht geschaffen werden. Die Pläne Dalbergs, der im Rheinbund ein erneuertes Reich sah, und der sogenannten Rheinbundpublizisten scheiterten jedoch. Sie stießen zum einen auf heftigen Widerstand der souveränitätsbewussten süddeutschen Staaten Bayern und Württemberg. Zum anderen sank das Interesse Napoleons, der noch auf dem Erfurter Fürstenkongress von 1808 für den Ausbau gesprochen hatte. Für Napoleon reichte es am Ende aus, dass der Rheinbund als Sicherheitsbündnis funktionierte: Puffer gegen Österreich, Preußen und Russ*land, Aufmarschgebiete für die französischen Armeen, Abstellung von Soldaten für die napoleonischen Feldzüge. Es ist auch darüber diskutiert worden, inwieweit Napoleon über den Rheinbund die Kaiserkrone des Alten Reiches angestrebt habe. Solche Pläne hegte der Fürstprimas des Rheinbun*des, Karl Theodor von Dalberg, da er das Alte Reich in Form des Rheinbundes unabhängig von Preußen und Österreich erneuern und durch ein Kaisertum Napoleons erhalten wollte. Dalbergs von der deutschen Geschichtsschreibung lange heftig kritisierten, aber missverstandenen Pläne waren jedoch illusionär.
    Der Rheinbund stand in der Kontinuität des Alten Reiches, seine Gründung war allerdings der letzte Schritt zu dessen Untergang. Am 1. August 1806 erklärten die Rheinbundstaaten ihren Austritt aus dem Reichsverband. Nach einem Ultimatum Napoleons legte Franz II. am 6. August 1806 die Kaiserkrone des Alten Reiches nieder und löste die noch bestehenden Institutionen des Reiches auf.
     
  5. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Lapetite, könntest Du angeben, woher Du den Text hast? Von einer anderen Seite kopiert?

    Anfangs war das der Fall, jedoch wechselte Bayern 1813 im Vertrag von Ried auf die Seite von Östrereich, Preußen, Russland und Schweden.
     
  6. lapetite

    lapetite Neues Mitglied

    Den Text habe ich aus meine Uniunterlagen. Das war mal ein Referatsthema. Sozusagen Marke Eigenbau. ;)
     
  7. camillefauque

    camillefauque Neues Mitglied

    Hi lapetite und Lukrezia! Vielen, vielen Dank! Ihr seid genial!! Habt soeben meinen Hals gerettet ;)
    Hoffe, ich kann mich mal revanchieren.
    Wünsch euch eine wunderschöne Woche!
     

Diese Seite empfehlen