Beruf Drescher?

Dieses Thema im Forum "Wirtschaftsgeschichte" wurde erstellt von Galgenpapst, 24. Februar 2010.

  1. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Das ist so nicht ganz richtig.
    Florian ist nicht mein wirklicher Vorname.:D
    Wenn das mein Sohn liesst, wird er wieder wütend.
     
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  2. simplicissimus

    simplicissimus Neues Mitglied

    Okay, balticbirdy,

    wenn mans genau nimmt, hast Du absolut recht. Wale sind Meeressäuger
    keine Fische.
     
  3. rena8

    rena8 Aktives Mitglied

    Mit Biologen streiten wir nicht, irgendwo muß die Bezeichnung Fischbein doch herkommen?
    Wurde dieses "weiße Fischbein" vielleicht schon vor den Walbarten verwendet und die stärkeren Gräten als Bein/Knochen bezeichnet?
     
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Den Menschen war früher eben nicht klar, dass der Wal kein Fisch ist.

    Wobei mir da eine Geschichte der Mapuche einfällt, die nämlich "wussten" ;), dass der Wal früher ein Landsäuger war. Im Mapuche-Mythos gibt es eine Geschichte wie der Wal ins Meer kam: Die anderen Tiere verbannten ihn dorthin, weil er zum wiederholten Male eine Ameise lebensgefährlich verletzt hatte.

    Und jetzt zurück zum Thema, bzw. in Internetisch: Back to topic!
     
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  5. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Fischbein ist keine Gräte, es handelt sich um die Barten von Walen wie dem Blau- oder Grönlandwal. Daraus wurden vom 17. bis ins 20. Jahrhundert Korsette hergestellt. Bei seinem Besuch beim späteren König in Preußen Friedrich I. äußerte Zar Peter I. dass die deutschen Damen, mit denen er tanzte, verdammt harte Knochen hätten, denn der Zar kannte keine Korsette, da die Russinnen sich damals noch traditionell kleiden mussten.

    Nach seiner Rückkehr verordnete Zar Peter den Russen europäische Mode im ungarischen oder polnischen Stil, machte seinen Untertanen aber das Zugeständnis gegen Steuerzahlung sich einen Rauschebart stehen zu lassen.

    Die Frauen, Peters Schwägerin Praskovaja und seine Schwester Natalja an der Spitze übernahmen die europäische Mode weit bereitwilliger, und manche Russinnen bestellten ihre Garderoben in Paris oder Amsterdam.


    Die Barten waren allerdings eher ein Nebenprodukt des Walfangs, und der Grönlandwal war wegen seiner Schnelligkeit schwierig zu jagen. Das Hauptprodukt, der Tran diente seit dem 18. Jahrhundert als Brennstoff für Straßenlaternen, und seit der industriellen Revolution als Schmiermittel für Maschinen.
     
  6. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Naja,lieber @Scorpio, ich will ja nicht klugscheissen aber korrekt muss es schon sein. Besonders leicht jagdbar sind die Glattwale und der Grönlandwal gehört dazu. Sie sind anders als die Furchenwale (Blau- und Finnwal) sehr langsam und, sehr wichtig, sie treiben erlegt an der Oberfläche. Der so gut wie ausgerottete Nordkaper heisst auf englisch deshalb "Right Whale".
     
  7. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Un Florian wie is es mit dem Pottaschensieder :winke:
     
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  8. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Was soll mit dem sein?
    Nehmen wir mal das Wort auseinader.
    Was ist ein Siedler, und was ist Pottasche?
    Da muss ich nicht lange nachdenken.
     
  9. Turandokht

    Turandokht Aktives Mitglied

    Wieso Siedler?
     
  10. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Ich muss gestehen, dass mich bei meinem Beitrag die literarische Phantasie geritten hat. Vielleicht verwechsle ich auch die Arten. Ich erinnerte mich an eine Geschichte in Moby Dick in der ein deutscher Walfänger aus Bremen die Besatzung der pequod aus nantucket um Öl anschnorrt, weil die Crew seit Monaten nicht einen einzigen Wal erlegt hat. Während dessen werden Wake gesichtet und die Fangboote zu Wasser gelassen. Bei der Jagd verwechselt der deutsche ´Walfänger den Spautstrahl eines Grönlandwals (?)mit dem eines Potwals und macht sich an die Verfolgung.
     
  11. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Ein Pottwal-Blas ist unverwechselbar, weil asymmetrisch und schräg nach vorn. Habe es selbst nur einmal in der Biskaya gesehen.
     
  12. Dackelhasser

    Dackelhasser Mitglied

    Entschuldigt, dass ich diese alte Diskussion wieder hochhole, aber was bitte ist ein Käsbohrer?
     
  13. pelzer

    pelzer Aktives Mitglied

    Hoi Dackelhasser(!)

    Ein Käsebohrer ist eigentlich ein Gerät, um aus den Käse eine Probe zu entnehmen. In diesem Zusammenhang wohl die Bezeichnung für den Menschen, der dies tut...

    Gruss Pelzer

    .
     
  14. Dackelhasser

    Dackelhasser Mitglied

    Käsbohrer ist aber als Beruf in der Auflistung auf der ersten Seite angegeben.
    Zu der Zeit haben die bestimmt noch keine Lebensmittelproben gezogen.
     
  15. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Widerspricht das dem, was pelzer sagt?
     
  16. Dackelhasser

    Dackelhasser Mitglied

    Als Beruf für das 16. Jhdt?
    Ist das eine Art Lebensmittelkontrolleur?
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand in dieser Zeit seinen Lebensunterhalt damit verdiente, Löcher in Käse zu bohren und Proben zu entnehmen.
     
  17. KeineAhnung

    KeineAhnung Aktives Mitglied

    Wenn, dann wohl eher zur Ermittlung des Reifegrades.
     
  18. Dackelhasser

    Dackelhasser Mitglied

    Auch das kann ich mir, mit Verlaub, nicht als Gewerbe vorstellen. Das machte Käseproduzent :pfeif: selber.
     
  19. KeineAhnung

    KeineAhnung Aktives Mitglied

    Ich mir ehrlich gesagt auch nicht.
     
  20. Dackelhasser

    Dackelhasser Mitglied

    Dann versuche ich es mal selbst.
    Da in der obigen Auflistung jeglicher Beruf fehlt, der mit Milchverarbeitung zu tun hat, außer halt dem ominösen "Käsbohrer", ist das möglicherweise eine lokale Bezeichnung für einen Molkereibetreiber oder Milchverarbeiter. Anscheinend war der Beruf bzw. diese Bezeichnung nicht gerade selten, denn entsprechende Familiennamen gibt es auch heute noch.
     

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