Blockade/Luftbrücke Berlin 1948

Dieses Thema im Forum "Blockbildung und Kalter Krieg" wurde erstellt von Gast, 24. August 2008.

  1. Gast

    Gast Gast

    Fragen zur Berlin-Blockade

    Hallo, liebe Community,

    ich befinde mich gerade in der Lernphase für eine Geschichtsklausur zum Thema "Berlin-Blockade" und bin dabei jetzt auf zwei Fragen gestoßen, deren Antworten ich auf anderen Wegen leider nicht zu finden im Stande war.
    Die erste Frage betrifft die Reise- und Einkaufsmöglichkeiten der Westberliner zur Zeit der Blockade.
    Soweit ich informiert bin, war ein Personenverkehr zum Ostsektor stets zulässig, auch konnte dort eingekauft werden, nun weiß ich nur nicht, ob dort nur mit Lebensmittelkarten(nach vorheriger Umschreibung), oder auch normal eingekauft werden konnte(mit DM).
    Die zweite Frage betrifft die Wahl Friedrich Ebert juniors 1948.
    Wie wurde diese Wahl gerechtfertigt und warum war aus Sicht der Sowjetunion die Wahl vom 05.12.1948 illegitim?

    Würde mich freuen, wenn Ihr mir (möglichst schnell) etwas mehr Klarheit verschaffen könntet, danke schonmal!

    Grüße
     
  2. Barbarossa

    Barbarossa Neues Mitglied

    Ich glaube, da bringst du einige Abläufe durcheinander.
    Die "Blockade von Berlin" war ja vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949. In dieser Zeit kam keiner nach Westberlin rein oder raus und somit gab es auch keine Einkaufsmöglichkeiten für die Westberliner - die Stadt wurde ausschließlich aus der Luft versogt - Stichwort: Luftbrücke. Der Gund für diese Bockade war ja die Einführung der D-Mark, wodurch die Lebensmittelratonierungen im Westen bald entfielen. Jeder konnte dort dann alles kaufen - wenn er ausreichend Geld hatte, aber daran fehlte es bei meisten Leuten noch.[/quote]
    zum nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Blockade
     
  3. Gast

    Gast Gast

    Danke für die Antwort, Barbarossa!

    Meine Annahmen beruhen auf Wikipedia und einer Dokumentation, die ich über die Luftbrücke gesehen habe.
    In der Dokumentation wurde gesagt, dass es den Westberlinern möglich sei, ihre Lebensmittelkarten im Osten einzulösen, sofern sie sich dort anmeldeten(, was laut Doku nur 5% der Westberliner getan haben).
    Weiterhin wurde mein ich in dieser erwähnt, dass dort auch so eingekauft werden konnte, nur bin ich mir da nichtmehr sicher und auf diesen Punkt richtet sich ja auch meine Frage.

    Wikipedia sagt folgendes(wobei dort natürlich auch nicht alles stimmen muss;))

    Gruß
     
  4. Barbarossa

    Barbarossa Neues Mitglied

    Hab gerade nochmal nachgelesen, also Personenverkehr war noch möglich, aber sonst ging nichts mehr:
    60 Jahre Luftbrücke - Die Serie (1) - Wie die Sowjetunion Berlin als Geisel nahm - Berlin - Berliner Morgenpost
    Lies dazu auch hier:
    http://www.geschichtsforum.de/f319/die-luftbr-cke-9698/
     
  5. Tugba

    Tugba Neues Mitglied

    1949 Luftbrücke

    Hallo Leute :)

    Ich muss in meinem Referat erläutern was alles nach der Luftbrücke 1949 geschehen ist ( da meine mitschülerin bereits über die Luftbrücke berichtet hat) und welche Verhandlung 1949 darüber entschieden hat, die beiden Teile Belins endgültig zu trennen.
    Welche Gründe gab es für die Gründung BRD und DDR?

    Danke im voraus
     
  6. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Deine Fragestellung ist nicht gerade sehr präzise. Ohne Frage ist nach der "Luftbrücke" sehr viel passiert.

    Was hast du denn bisher an Fakten zusammengetragen?
     
  7. Cephalotus

    Cephalotus Aktives Mitglied

    Die Sektoren in Berlin und die Besatzungszonen bestanden bereits seit 1945. Insoweit musste da 1949 nichts mehr großartig auseinanderdividiert werden.

    Die Regierungsgewalt hatte nach 1945 der Alliierte Kontrollrat, in dem alle vier Besatzungsmächte vertreten waren. Nach anfänglicher konstruktiver Zusammenarbeit im Kontrollrat entwickelten sich Differenzen zwischen den Sowjets und den westlichen Alliierten, di ja jeweils unterschiedliche Staats- und Gesellschaftsformen vertraten.

    Der endgültige Bruch kam m. E. spätestens mit der Währungsreform im Westen , bei der die sowjetische Besatzungszone nicht beteiligt werden durfte (die Sowjets waren dagegen, nachdem man sich nicht auf eine gemeinsame Währungsreform einigen konnte). Als Reaktion erfolgte in der Ostzone eine eilig organisierte eigene Währungsreform. Ein Staat mit zwei Währungen ist kaum denkbar und somit war ab diesem Zeitpunkt die Trennung so offensichtlich, dass es eigentlich keiner offiziellen Verhandlung mehr bedurfte.

    Die eigentliche Trennung erfolgte also bereits vor der Luftbrücke. Ohne sie hätte es die Berlinblockade wohl auch nicht gegeben.

    Die deutschen Staatsgründungen waren dann im Prinzip nur noch der "offizielle" Vollzug der Zusammenlegung der Zonen im Westen ohne Beteiligung der Ostzone. Natürlich war damit auch eine größere Souveränität der beiden deutschen Staaten verbunden.

    Das war jetzt naturlich nur eine grobe Kurzfassung. Für Detailfragen wäre es natürlich interessant zu wissen, was ihr schon für Ergebnisse habt.

    Ansonsten:

    Alliierter Kontrollrat ? Wikipedia

    http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Alliierter_Kontrollrat.html

    http://www.ddr-geschichte.de/Politi...erter_Kontrollrat/alliierter_kontrollrat.html

    Viele Grüße

    Bernd
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2011
  8. Tugba

    Tugba Neues Mitglied




    also ich habe gestern nochmal im internet einiges gelesen und habe noch immer nicht zu meinem teil gefunden. Besser gesagt wird mein teil immer nur kurz in den texten erwähnt.

    Hier ein beispiel :


    Um die 2, 1 Millionen Westberliner zu versorgen organisierte Militärgouverneur Clay eine Luftbrücke. Lebensmittel, Kohlen, aber auch Geräte und Maschinen wurden als Luftfracht nach Berlin transportiert. Die Blockade war nicht nur der erste Höhepunkt des Kalten Krieges, sondern zeigte auch die veränderte Beziehung zwischen den Westmächten und den Deutschen, aus den Besatzungsmächten sind Schutzmächte geworden. Auf Anordnung der Sowjetischen Mächte zog sich die SED nach Ost-Berlin zurück und wählte dort ihre eigene Verwaltung. Damit wurde Berlin offiziell in einen Ost- und einen Westteil mit jeweils eigener Verwaltung gespalten. Das Ansehen der Sowjetunion verringerte sich zunehmend und immer mehr westeuropäische Staaten schlossen sich den USA an. Im Rahmen der Vereinten Nationen kam es im Mai 1949 zum New Yorker Abkommen der Vier Mächte. Durch diesen Vertrag wurde die Blockade elf Monate nach ihrem Beginn, beendet. Die westdeutschen Politiker sahen es als notwendig an, ein Gegengewicht zu den kommunistischen Ländern zu bilden, selbst wenn dies eine Teilung Deutschlands mit sich brachte.


    Das rot makierte ist mein thema also die endgültigige teilung berlins.


    Das berlin vorher in 4 besazungszonen geteilt worden ist wurde bereits von einem anderen referenten vorgetragen.

    Auf dem arbeitsblatt was uns der lehrer gegeben hat stand die unterteilung der themen so :


    Berlin auf dem Weg zur geteilten Stadt: Erste Berlinkrise: Blockadepolitik der Sowjetunion; amerikanische Luftbrücke;Teilung der Stadt(Berlin) <--mein Thema

    Die entstehung der BRD und DDR ist wiederrum ein anderes thema was nicht zu meinem teil gehört.

     
  9. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    1948/49 erfolgte die administrative Trennung der bisherigen Einheitsgemeinde Berlin. Trotz der vier Besatzungszone war Berlin bisher als die eine Stadt verwaltet, die es bis dahin war; nun wurden zwei Verwaltungen aufgebaut, eine für die drei West-, eine für den Ost-Sektor der Stadt; nur Fragen, die die ganze Stadt oder den besatzungsstatus betrafen, oblagen dem weiter estehenden Alliierten Kontrollrat, auch wenn hier das Klima, dem beginnenden Kalten Krieg entsprechend, eisig war. Damit einher geht dann auch die Integration der beiden Stadthälften in die zwei sich konstituiernden Staaten BRD und DDR.
     
  10. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

  11. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Welche Qualität die "Integration" hatte, blieb allerdings schwammig und umstritten, quasi die offene "Berlin-Frage". Die SU hatte hier einige Zugeständnisse abgerungen, die einen Schwebestatus bewirkten.

    Als Datum für die praktische Teilung würde ich den Abbruch der Auftragsverhandlungen im Herbst 1949 setzen, bis dahin wurde noch über die gemeinsame Verwaltung verhandelt.
     
  12. lisi1103

    lisi1103 Neues Mitglied

    Erste Berlinkrise und die Luftbrücke

    Hallo,
    Ich muss bis 6.6. eine Proseminararbeit zum Thema Erste Berlinkrise und Luftbrücke verfassen...und ich wollte fragen ob wer Tipps für mich hätte, wie man dieses Thema am besten angeht bzw. welche Gliederung am besten wäre.
    Meine Idee war:

    • Hintergründe der ersten Berlinkrise
    • Beginn der Sperre
    • Luftbrücke
    • Leben in Berlin
    • Ende der Luftbrücke
     
  13. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Alternative Gliederung:

    - Handlungen der West-Alliierten bis zur Berlin-Krise
    - Handlungen Stalins bis zur Berlin-Krise
    - Kulminationspunkt und Auslösung der Krise durch Stalin
    - Zielsetzungen Stalins
    - Zielsetzung der West-Allierten
    - Blokade
    - Luftbrücke
    - Gründe für den Abbruch
    - Rückwirkungen auf die Politik Stalins
    - Rückwirkungen auf die Politik der West-Alliierten
    insbesondere die Deutschlandpolitik

    Resümiernd eine Einordnung der Berlin Blockade in den Kontext des Kalten Krieges!

    so auf die Schnelle.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Mai 2011
  14. lisi1103

    lisi1103 Neues Mitglied

    Okay...danke...puh...ich habe bis jetzt an Literatur:
    Auftrag Luftbücke
    Das Krisenmanagment der Vereinigten Staaten während der Berlin Blockade
    Luftbrücke Berlin
    Hintergründer der Berlin - Krise
    Berlin-Blockade und Luftbrücke 1948/49
    Rosinenbomber über Berlin
    Kein Kampf um Berlin?
    Die Rosinenbomber und
    Schaut auf diese Stadt!
     
  15. Klaus P.

    Klaus P. Aktives Mitglied

    Du schreibst gar nicht von der westdeutschen Währungsreform, die zur Berlin-Blockade führte, oder sollte dein erster Punkt dies beinhalten?

    In dem Zusammenhang könnte man auch gut darüber streiten, inwieweit Stalin die Krise ausgelöst hat, wie thanepower meint, oder "nur" auf die o.a. Währungsreform reagierte.

    Im Kontext des Endes der Luftbrücke könnte man auch noch einen Ausblick auf die folgenden Berlin-Krisen geben.
     
  16. Ruthenus

    Ruthenus Neues Mitglied

    Könnte man vielleicht auch auf die folgende Verhältnisse aufpassen:

    a. Wirtschaftslage Berlins vor der Sperre und während der Blockade
    b. Beschlussfassung der Sowjetunion - es gab gewisse Gründe, die Russland verursachten, mit seinen außenpolitischen Angriffen ein bißchen zurückzuziehen.
     
  17. lisi1103

    lisi1103 Neues Mitglied

    Hmm...also ich bin noch am schreiben...mein Problem ist gerade bei der Aufteilung Berlins nach dem zweiten Weltkrieg blicke ich nicht so ganz durch...wurde Berlin nach den Potsdamer Abkommen aufgeteilt??? Oder sehe ich das falsch?
     
  18. YoungArkas

    YoungArkas Neues Mitglied

    Die Aufteilung deutschlands (auch Berlins) wurde Grundsätzlich auf der Konferenz von Jalta (auf der Krim) im Februar 1945 beschlossen. Später wurden die Beschlüsse noch geändert um den Franzosen eine Besatzungszone zukommen zu lassen.
     
  19. lisi1103

    lisi1103 Neues Mitglied

    Okay danke :)
     
  20. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Berlin aufzuteilen und eine dreigeteilte Insel im sowjetischen Machtbereich zu installieren geht auf britische Übelegungen zurück. Diese fanden dann 1944 auch Eingang in die Besatzungsplanung der Europäischen Beratenden Kommission.

    Zu berücksichtigen ist auch, das, bevor die Briten und Amerikaner überhaupt ihre Sektoren besetzten konnten, die Sowjets schon Fakten geschaffen hatten. Es wurden überall kommunistische endenzen befördert, die dann fast zwangsläufig zu Konflikten führten. Das begann ja schon mit der angeordneten Gründung der SED. Oder die ersten Wahlen zur Stadtverordnnetenversammlung, die die SED klar gegen die SPD verloren hatte. Die SPD kam auf kanpp 49% und die SED gerad einmal auf knapp 20%. Da waren die sowjetischen Herren natürlich nicht mit zufrieden. Als Friedensburg dann von seiner SPD zum Rücktritt gezwungen wurde, er hatte hinter deren Rücken mit der SED gekungelt, und Reuter sein Nachfolger werden sollte, verweigerte die SMAD die Anerkennung. Und so ging es weiter.....
    Die Währungsreform war m.E. nach nur Anlass, aber nicht die Ursache. Die Sowjets wollten ihr gesellschaftpolitisches System durchsetzten, notfalls auch eben mit Gewalt und Rechtsbruch.
     

Diese Seite empfehlen