Brandenburger Tor

Dieses Thema im Forum "Kunstgeschichte" wurde erstellt von siegerbesieger, 23. März 2009.

  1. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Das war doch zu dieser Zeit, als das Brandburger Tor restauriert war. Da war es verhangen.

    Ich habe es jedesmal, ausser eben bei der Restaurierung, ohne Werbung gesehen. Wobei ich auch nicht jedesmal wenn ich in Berlin bin zum Tor gehe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Dezember 2010
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  2. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Geht mir auch so.
    Das sind für mich immer noch ganz besondere Momente.

    Irgendwann 63? 64? sind alle Pauker mit dem Brandenburger Tor am Revers rumgerannt. Keine Ahnung mehr von was für einem Vereins das der "Ausweis" war. Zum googeln kL

    Es war das Symbol der Teilung. Wer einmal einen Blick darauf warf, und die Mauer davor (wie dick war die denn dort? 2m?) wird dies nie vergessen.


    So arg frei sind die Vopos da auch nicht rumgelaufen.=)
     
  3. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Für mich ist das Brandenburger Tor hauptsächlich ausgezeichnete Architektur, die heute leider aus irgendwelchen Gründen zwischen anderen Gebäuden eingepfercht wurde. Da das Bauwerk aber alles drumherum eh in den Schatten stellt, siegt es auch in dieser Zange. :yes:
     
  4. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Sag das mit der "Restauration" aber keinem Fachmann, der sich mit Restaurierung beschäftigt. Eine Restauration ist ein Wirtshaus.:winke: (Habe ich mal auf einem Seminar eingebleut bekommen.)
     
  5. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    War das aber nicht schon 1900 so?
     

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  6. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Ups, das kommt davon wenn man zu schnell tippt. :winke:
     
  7. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

  8. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Ich dachte, das wäre vielleicht eine Schweizer Eigenheit. Weil unsere eine Schweizer Freundin auch immer Resvervation statt Reservierung sagt. Bei Reservation muss ich auch im Hinterkopf immer an Indianer oder sowas denken.
     
  9. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Dann erklärst es sich ja deine Aussage. :winke:

    Evt. hast du dieses Bild immer noch im Kopf, als das Tor für sich alleine Stand, mit der Mauer davor. Gut das es dies nicht mehr ist und es mit Gebäuden wieder umgeben ist.
     

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  10. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Was nicht mehr ist? Die Mauer?:friends:
    Ist ja auch blöd, wer baut denn eine Mauer vor ein Tor? Die in der DDR hatten wirklich keinen Geschmack. :still:

    Es ist wohl immer die Frage, welchen Bauzustand/Bebauungszustand man lieber wieder haben möchte. Manchmal hat das mit einer bestimmten Erinnerungskultur zu tun. In dem Fall ist wohl eher das Berlin von um 1900 in der kollektiven Erinnerung geblieben.
    Ich war auch mal in einem Park im Praktikum, wo man überlegte, ob man den Zustand von um 1800 oder 1920 wieder herstellen sollte. Der Park war ohnehin hinüber, also konnte man im Grunde beides machen.
     
  11. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Danke ursi für das Bild.
    Das zeigt das ganze Elend.
     
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  12. Melchior

    Melchior Neues Mitglied

    @Brissotin

    Richtig, damit wurde durch die weise Führung der DDR ein spätfeudales Bauwerk, welches die Unterdrückung der werktätigen Massen Preußens mittels Akziseerhebung symbolisiert, konterkariert. Eine neue Sicht auf die Mauer, Ulbricht wäre stolz auf diese Interpretation. :yes:

    Auf diese Idee ist noch nicht einmal das Institut für ML des ZK der SED gekommen.

    M. :cool:
     
  13. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Lange genug hat es ja gedauert, die von Napoleon geklaute Quadriga in Paris wieder zu finden.
     
  14. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    War die nicht noch originalverpackt?
     
  15. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Ja war sie. Sie sollte ursprünglich mit der übrigen Beutekunst ausgestellt werden, irgendwie kam man aber wohl nicht zum Auspacken. Zum napoleonischen Kunstraub wurde jetzt übrigens (endlich!) das wunderbare Buch von Bénédicte Savoy ins deutsche übersetzt. Bei uns unter dem Titel "Kunstraub - Napoleons Konfiszierungen in Deutschland und die europäischen Folgen" erhältlich. Sehr interessant in dem Zusammenhang ist die dort ebenfalls abgedruckte Liste der Kunstwerke aus deutschen Sammlungen im Musée Napoléon.
     
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  16. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    War das nicht schon immer so, dass das BT direkt an andere Gebäuden angrenzte? :grübel:

    Hier ein Luftbild, angeblich um 1930:

    http://www.simbolon.de/berlindoku.d...rte-luftbild-auf-reichstag.php?galnr=18&nr=02

    Oder meinst Du, dass die Neubauten (Kanzleramt, Parlamentarierbüros) die Gegend zu stark dominieren?
     
  17. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Ich hatte doch selber ein Bild von 1810 (!) angeführt, was das verdeutlicht, dass zwar damals auch schon Gebäude daneben standen, aber eben noch keine so hohen wie späterhin.
    Der gute Langhans konnte ja noch nicht in die Zukunft sehen und wird auch seine Bauwerke nur in den zeitgenmäßen Proportionen zum Umfeld errichtet haben.
     
  18. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    Evtl sollte man der Thread wirklich erst mal vollständig lesen; dumdidum... :autsch:

    Dem kann ich (Jahrgang 1975) nur zustimmen; das Ding steht für die Teilung wie für die Wende/Wiedervereinigung und symbolisierte damit wohl die jüngere deutsche Geschichte wie kaum ein anderes Bauwerk.

    Eine Anmerkung noch zu der Absperrung: Das ist natürlich richtig, da das BT im Grenzstreifen lag war es (außer für den Grenzschutz) unzugänglich. Auf westlicher Seite standen allerdings Aussichtsplattformen, damit die Grenzanlagen für Besucher von Westseite aus gut einsehbar waren. Man stand da ja nicht nur an der realen Grenze zwischen den Machtblöcken, sondern auch an vorderster Front der ideologischen Auseinandersetzung... ;)
     
  19. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Zeitweise stand es wirklich ziemlich einsam in der Landschaft, das liegt aber am Krieg.
     
  20. Jacobum

    Jacobum Neues Mitglied

    Auf diese Aussichtsplattform wurden die hohen Staatsgäste geführt, wenn sie Westberlin (oder Berlin (West), wie das damals korrekt hieß) besuchten. Da standen sie, von Kennedy bis Reagan. Letzterer hat dort seinen berühmten Spruch getan: "Mr. Gorbatschow, öffnen Sie das Tor!"

    Von DDR-Seite aus wurde das Tor zumeist verhangen, damit die Ostberliner Bevölkerung nichts sehen konnte. Oft wurde dann zudem der Zugang in Tor-Nähe untersagt. Wenn auf Westseite Politiker mit Lautsprechern auftraten (wobei diese natürlich auch gen Osten strahlten...), wurde versucht, diese mit eigenen Lautsprechern und Propagandamusik zu übertönen.

    Das hat im Laufe der Zeit jedoch nachgelassen. Als in den 80er Jahren Musiker im Westen in Tor-Nähe auftraten, wurden diese nicht mehr akustisch sabotiert. Ich weiß noch, als im Spätsommer 1980 Barcley James Harvest am Platz vor dem Reichstag spielten. Da wanderten auf Ostseite auffallend viele Jugendliche in der Nähe der Mauer herum, so weit es eben ging, um die Musik hören zu können.

    Hier ein Foto vom Kennedys Berlinbesuch:

    kennedy.jpg
     

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