Brauche Infos über Sparta!

Dieses Thema im Forum "Antikes Griechenland" wurde erstellt von Spartiat, 29. September 2006.

  1. Spartiat

    Spartiat Gast

    Wie schon im Titel steht, brauche ich dringend Links und Tipps über Sparta, vor allem über ihre Armee, also die Organisation, Ausbildung, Ausrüstung der Spartiaten und Perioken, Hilfstruppen, Taktik der spartanischen Truppen und berühmte Schlachten. Danke schon im voraus für die Tipps!
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Wikipedia kennst Du? Sparta. Darin sind dann auch noch vier weiterführende Links und jede Menge Literaturangaben.
     
  3. Olymp164

    Olymp164 Neues Mitglied

    Zuletzt bearbeitet: 29. September 2006
  4. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Zuletzt bearbeitet: 29. September 2006
  5. Spartiat

    Spartiat Gast

    Literaturtipps?

    Habt ihr noch Literaturtipps über Sparta & seine Armee?
     
  6. Multi

    Multi Gast

    Diese Spartaner

    Im ZDF kam eine Dokumentation zu SPARTA;
    hier Highlights:

    Spartaner sein, hiess: Kämpfen.

    Alles war militärisch angelegt, die ganze Struktur des spartanischen Lebens. Es wurde erstmals in der uns bekannten Geschichte nicht nur für Land und Besitz oder Macht gekämpft – sondern für Ideale, wobei diese Vokabel durchaus oder eigentlich wie immer – wertfrei zu sehen ist.
    So waren auch Demokratie und Freiheit KEINE Tugenden in diesem griechischen Stadtstaat. Es ar ein „terroristischer“ Staat nach aussen und innen.

    Sie waren wohl auch die beste Armee der Antike, gleichwohl wenige Kriege. Aber gegen die Perser – allerdings im Verbund zunächst mit anderen Griechen (Athener etc).

    Die Perser – unter Herrscher und König XERXES - Ihr wisst ja: SEXREX rückwaerts  - verloren letztlich die Kriege. Zunächst gegen die Griechen ohne die Spartaner und später verloren sie zu See und gegen das bessere Waffenmaterial der Griechen mit den Spartanern. Auch ihre Elitetruppe „Die Unsterblichen“ konnten trotz Ihrer Erfolge das Blatt nicht wenden.

    Waren die Perser auch personell überlegen, gegen die „Eiserne Phalanx“ der Spartaner hatten sie keine Chance. Und strategisch-taktisch verloren sie auch noch die Seeschlacht.

    Spartaner sein, hiess auch „sich beschränken“. Daher kennen wir ja auch die „spartanische Ernährung“. Es war seinerzeit schon ein Graus spartanisch zu essen, wie Zeitzeugen berichteten. So bekamen die Heloten (Bauernsklaven) Blutsuppe mit Schweinefleisch. Muss „zum Kotzen“ geschmeckt haben.

    Frauen wurden unterdrückt und waren nur „Gebärmaschinen“. Es ging darum, viele Nachkommen zu zeugen. Deshalb wurden die Frauen auch relativ gut ernährt und körperlich ertüchtigt.

    Die Ehe galt nicht viel, war dem Staat untergeordnet. Ehemänner
    Holten durchaus auch „FREMDarbeiter“, die ihren Frauen viel Nachwuchs zeugten.

    Neugeborene wurden „gewogen“, taxiert und aussortiert. Den Felsen hinab geworfen, wenn sie nicht gesund waren, also ein Schadensfall gewissermasen….

    Bedingungslose Auslese. Mit 7 schon kam man in die Militärschule. Ein drakonisches Strafsystem herrschte (woher stammt „drakonisch“?)

    Jeder Jugendliche hatte auch einen Mentor, Lehrmeister auf Lebenszeit. Sexuelle Übergriffe entsprechend zahlreich.

    Athen stand - anders als Sparta – in voller Blüte. Kulturell und wissenschaftlich, während die Spartaner nur ihre sprichwörtlichen „spartanischen“ Tugenden und Ideale hatten.

    Perikles war der Führer Athens. Und Athen schlägt die Spartaner, die auch von ihrer milit. Ausrüstung her unterlegen waren.

    Athen wollte überall in Griechenland die Demokratie einführen – allerdings nur für Männer, nicht für Frauen und Sklaven. Mythen hatten ihre Hochzeit, der Sieg über die Perser, das Goldene Zeitalter war angebrochen. Die Akropolis als Zeugnis dieser Epoche! Zu Ehren Athena, der Göttin::::

    In Athen brach eine aus Aegypten importierte Pestseuche aus. Enorm hohe Zahl an Todesopfern (ein Drittel der Bevölkerung?)!
    Perikles stirbt zudem und Nachfolger war Midas (??).

    Trotz allem verlor Sparta weiter und erstmals ergaben sich in deren Geschichte die Elitetruppen – unglaublich. Beide Staaten geschwächt arrangierten einen auf 5 Jahre befristeten Friedensvertrag. Wahrscheinlich wollten beide Seiten eine Zeit der Rekonvaleszens.

    Alkibiares war der neue Herrscher Athens, Gebildet und militärisch fit. Ein Schüler Sokrates – kurz: ein Superstar.
    Er verfolgte die Politik Bündnisse mit anderen griech. Stadtstaaten zu schliessen.

    Er initierte einen Aufmarsch gegen Sizilien. Das sah ganz danach aus, als ob er eine Expansionspolitik a la Alexander des Grossen machen wolllte.

    Alkibiares wird Opfer einer Intrige (er soll einen griech. Gott gelästert haben) und ! geht nach Sparta.
    Dort ändert er auch seinen ganzen Lebensstil und wird spartanisch. DAAS gedfiel den Spartaneren sehr. Er wurde ihr neue Anführer unter König XX.

    Die Schlinge um Athen zog sich zu. Verlorener Krieg gegen Sizilien.

    Aber zur selben Zeit hat Alkibiares wieder Probleme, da er mit des spartanischen Königs Frau eine Affaire hat. Eine angestrebte (?) Rückkehr nach Athen ist aber ausgeschlossen.

    Um 400 ist Athen endgültig geschlagen und das Goldene Zeitalter vorbei.

    Auf beiden Seiten – sowohl bei Besiegten als auch bei Siegern – ist aber nach 27 (!) Jahren kriegerischer Auseuinandersetzungen, die Infrastruktur überall zerstört.

    Die Schreckensherrschaft der Spartaner über Athen leitet dennoch deren eigenen Niedergang ein. Die Spartaner schaffen die Demokratie als Staatsform überall in Griechenland wieder ab. Aber das sehen die vielen griech. Stadtstaaten als einen schlechten Tausch an: Jetzt sollen sie spartanisch leben. Die „Ideale“ von Zucht, Ordnung und milit. Gehorsam, Drill und karger Lebensstil – all das stösst nirgendwo auf Gegenliebe oder Akzeptanz.

    Sparta hat gute Feldherren – aber keine Ahnung von Diplomatie, die notwendig waere um so einen grossen Staatenbund in Griechenland zu halten. Die Partnerschaften bröckeln wieder.
    Und die beiden grossen Staaten Rheben und Kornth verbünden sich gegen Sparta. Sie führen eine Krieg und leiten so die erste spartanische Niederlage in deren Geschichte ein.

    21. Februar 2004 - Neue Zürcher Zeitung: Wanderer, kommst du nach Sparta:

    Rückblick auf einen Mythos Die Mythologisierung Spartas und des «Spartanischen» hat früh eingesetzt und manche auch unschöne Blüte getrieben. Im Zentrum der ideologischen Überhöhung standen die Tapferkeit, der Heldenmut und der Gesetzesgehorsam der Spartiaten.

    http://www.nzz.ch/2004/02/21/li/page-article97RZO.html

    Von Lukas Thommen:

    «Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest / Uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.»

    Diese beiden Zeilen von Friedrich Schillers Gedicht «Der Spaziergang» (1795) sind in das Gedächtnis vieler Generationen eingegangen. Die Erinnerung an König Leonidas und seine 300 Spartiaten, die im Jahre 480 v. Chr. an den Thermopylen dem Einfall der Perser nach Griechenland zu trotzen versuchten und dabei ihr Leben opferten, hat den Mythos Sparta nachhaltig geprägt. Das Grabepigramm für die gefallenen Spartiaten steht stellvertretend für ein weit verbreitetes Sparta-Bild und reflektiert ein bis in die Schulbücher propagiertes Staats- und Erziehungsideal.

    Nachdem schon J. G. Herder das Thermopylen-Epigramm als «Grundsatz der höchsten politischen Tugend» gepriesen hatte, verwendete Wilhelm Müller in seinen «Griechenliedern» aus den Jahren 1821-1823 Leonidas und die Thermopylen als Symbole für den bedingungslosen Freiheitskampf der Griechen. Gut hundert Jahre später zollten im Umfeld des Nationalsozialismus auch Historiker den Thermopylenkämpfern Anerkennung. Der Althistoriker Helmut Berve sah in seinem Sparta-Buch von 1937 das Heldentum der gefallenen Spartiaten darin, «dass sie fern von der Heimat, an einer Stelle, wohin der Befehl sie gestellt hatte, aushielten aus keinem anderen Grunde, als weil es so Befehl war . . . eine Tat von unwahrscheinlicher Grösse . . .» - und dies obwohl Berve die strategische Fragwürdigkeit der Tat erkannte: «aber der missversteht spartanische Kriegführung und verkennt die Kräfte, welche letzten Endes Hellas über den Perser haben siegen lassen, der hier nach äusserem Nutzen fragen oder gar nach ihm werten wollte. Wie die Grösse, so lag auch die Wirkung der Tat gerade in ihrer Nutzlosigkeit. Denn es war den Hellenen ein erschütterndes Beispiel aufgerichtet . . . ein Massstab war gesetzt, der Geist adligen Griechentums war in einer erhabenen Tat dokumentiert.» Hans Lüdemann, der in seinem Sparta-Buch von 1939 «das dorische Sparta als Mahnmal» aufrief, «als richtungsweisendes Beispiel der Erziehung und Staatsordnung», sah in den Thermopylen «die höchste Bewährung des Kosmos . . . Es ist die Bewusstheit des Opfers und die Selbstverständlichkeit heldischer Haltung in Kampf und Tod, die den Griechen von damals und alle Nachfahren und Erben der Hellenen bis heute erschüttern.»

    P.S.

    Eine kritische Behandlung erfuhr Sparta schon im Rahmen der grossen Darstellungen der «Griechischen Geschichte» von George Grote (1846-56) und Karl Julius Beloch (1912-14), welch Letzterer insbesondere mit Leonidas hart ins Gericht ging: «Nur einen Vorteil hat die Katastrophe an den Thermopylen der griechischen Sache gebracht; sie hat das Bundesheer von einem unfähigen Oberfeldherrn befreit und die Bahn freigemacht für den Mann, der es im folgenden Jahre bei Plataeae zum Siege führen sollte.» Jacob Burckhardt betrachtete Sparta als Modell einer geregelten Polis, deren Macht er bewunderte, der er aber auch kritische Vorbehalte entgegenbrachte.

    Einen grossen Fortschritt in der Sparta-Forschung bedeuteten zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Grabungen der Engländer im Hauptheiligtum der Spartaner, dem Bezirk der Artemis Orthia am Ufer des Eurotas. Die reichen Funde widerlegten das Bild einer materiell beschränkten und kunstfeindlichen Gesellschaft in archaischer Zeit.

    Die Vorstellung von Sparta als frühem Militärstaat wurde dadurch in Frage gestellt. Zum neuen Enddatum für die Herausbildung der politischen und gesellschaftlichen Strukturen wurde nun das mittlere 6. Jahrhundert v. Chr. erkoren. Victor Ehrenberg verwendete in diesem Zusammenhang erstmals die Bezeichnung «Kosmos» - ein Begriff, der die Allgegenwärtigkeit des spartanischen Staates mit seinen Verhaltensnormen und Unterdrückungsmechanismen zum Ausdruck bringt und für die Verklärung des spartanischen Staates symptomatisch blieb. Moses I. Finley redete später - und adäquater - von der «Revolution des 6. Jahrhunderts».

    Insgesamt bleibt zu bedenken, dass die staatlichen Verhältnisse auch in Sparta einem steten Wandel unterworfen waren und das Ideal der Gesellschaft von Gleichen (hómoioi) erst im Anschluss an die Zeit der Perserkriege neu eingeschärft wurde. Verantwortlich dafür waren Probleme im Bürger- und Heeresverband, der zu schrumpfen drohte, sowie die Auseinandersetzungen der Spartaner mit ihrer Führungsschicht, die verstärkt eingebunden werden musste. Der Tod des Spartaners Leonidas und seiner Kämpferschar bei den Thermopylen war daher geeignet, zum Inbegriff spartanischen Gesetzesgehorsams hochstilisiert zu werden. Sparta trat nach den Perserkriegen in Konkurrenz mit dem wirtschaftlich und politisch aufstrebenden Athen, gegen das man sich abgrenzen musste.

    Aufgrund der ideologischen Vorbelastung des Themas konnte sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland lange Zeit keine Forschungstradition mehr entfalten. Federführend wurde die englische Forschung, auch wenn in den letzten Jahren auch im deutschsprachigen Raum wieder verstärktes Interesse und kontroverse Diskussionen - gerade um das frühe Sparta - zu verzeichnen sind. Stephen Hodkinson charakterisiert in seinem Buch «Property and Wealth in Classical Sparta» (2000) die materiellen Verhältnisse im spartanischen Staat und macht die langfristige Konzentration von Landbesitz und Reichtum in den Händen von wenigen für den Untergang Spartas verantwortlich. Paul Cartledge und Antony Spawforth ist es schliesslich zu verdanken, dass wir auch einen ausführlichen Abriss des «Hellenistic and Roman Sparta» besitzen.

    Andere Darstellungen enden demgegenüber - Xenophon folgend - meistens schon mit den Niederlagen der Spartaner gegen die Thebaner bei Leuktra und Mantineia (371/362 v. Chr.), weil Sparta danach nicht mehr an die frühere Bedeutung in der griechischen Poliswelt anknüpfen konnte. Zudem wird für die hellenistische Zeit allgemein mit einer Dekadenz der oft bewunderten spartanischen Lebensweise gerechnet. Die Spartaner haben im mittleren 3. Jahrhundert v. Chr. aber entscheidende Reformen eingeleitet, welche die vermeintlich altspartanische Lebensweise erneuern sollten. Sie sind in Plutarchs Lebensbeschreibungen der Könige Agis und Kleomenes festgehalten. Die Betrachtung der nachklassischen Epochen bringt wichtige Erkenntnisse über die Formierung des Mythos Sparta. Darüber hinaus wird exemplarisch deutlich, wie sich eine griechische Stadt zwischen den hellenistischen Reichen (den Makedonen, Ptolemäern und Seleukiden) behaupten musste, bevor sie im Jahre 146 v. Chr. ins Römische Reich eingegliedert wurde.

    Neue Aufschlüsse sind in nächster Zeit auch von der archäologischen Forschung zu erwarten, da wir über die eigentlichen Siedlungs- und Wohnverhältnisse im antiken Sparta immer noch relativ schlecht unterrichtet sind. Die Stadt war im südlichen Teil 1834 von König Otto I. mit einem neuen Strassenraster überbaut worden, der heute immer mehr expandiert und auch die wenigen verbliebenen klassizistischen Bauten durch die Errichtung wenig ästhetischer Betontürme gefährdet. So ist es in den letzten Jahren zu zahlreichen Notgrabungen gekommen, auf deren Ergebnisse man gespannt sein darf. Für die Forschung stellt sich weiterhin die Aufgabe, Sparta zu entmythologisieren. Sparta bietet nach wie vor die Chance, den Blick für propagandistische Verfärbungen der Vergangenheit zu schärfen.

    (Der Verfasser hat im Verlag J. B. Metzler (Stuttgart) eine einschlägige Studie veröffentlicht: «Sparta. Verfassungs- und Sozialgeschichte einer griechischen Polis»)
     
  7. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Die gute Blutsuppe an Sklaven abgeben. Was soll das denn? Und was hast du gegen Schweinefleisch. Gewürzt mit dem Schweiß nach der Jagd, der Anstrengung eines Laufes am Fluss und dergleichen ist es ein Festmahl.
    Die durften sogar zu Festen auf die straße und kurze Röcke anziehen. Im Vergleich zu freiheitlichen Demokraten wie Athen ging es denen richtig gut. Aber wenn Sport und gute Ernährung für die Unterdrückung sind.
    In Athen durten behinderte Kinder auch ausgesetzt werden. Bloß war das dort Privatsache.
    vom Athener Gesetzgeber Drakon. Er errichtete ein Gewaltmonopol des Staates gegen adelige Willkür und bestrafte Obstdiebstahlt mit Tod (Merke: Stiel kein Obst)
    Gehörte aber in die Kultur und sollte daher nciht negativ beurteilt werden. Die Spartiaten würden sich vielleicht aufregen, dass wir uns ganz allein in die Männerwelt einfinden müssen, ohne Hilfe.
    Im 8. Jhd v. Chr. War Sparta die Stadt der lieblichen Chöre, Athen war damals nur eine Ansammlung von Bauern und Schafen
    Wollen wir die Siege im peleponnesischen Krieg gegeneinander aufrechnen?
    Imperialismus?
    Der, dem iemand die Hand schütteln wollte? Nö. der gehört in die Sage. Mir fällt aber spontan auch nicht der nächste Kopf Athens ein. Wahrscheinlich Alkibiades
    Superstar sehe ich ein, Herrscher nicht. Er war gewissermaßen der "Macher". Nicht gewählt, sondern durch Initiative und entsprechende Vorraussetzungen zu Einfluss gekommen
    Für die Zeitzeugen bestimmt nicht.
    er hat genaugenommen Skulpturen entmannt
    Pah, spartanischer Lebensstil stieß bei Philosophen sehr oft auf Gegenliebe und ihre Erzeihung und dergleichen haben sie imho gar nicht exportiert, weil die anderen Staaten soetwas gar ncith nötig hatten. Stolz waren die Spartiaten auf ihre Verfassung.

    Mit etwas Glück gibt es bald einen guten Literaturtipp hier im Forum (allerdings ist der Titel selbst auch im Wikipediaartikel erwähnt)

    PS: so gerne kämpften die Spartaner auch nicht. Während der Schlacht von Marathon haben sie lieber einen Gott gefeiert statt Retter von Hellas zu spielen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Oktober 2006
  8. Gast

    Gast Gast

    In keinem anderen Staat Griechenlands waren die Frauen so frei wie in Sparta. Viele sprachen damals von der Weiberherrschaft in Sparta um die Spartiaten zu ärgern.

    Frauen liefen in Sparta in sehr kurzer Kleidung oder auch einfach nackt herum wenn sie jung und gutaussehend waren. Daher nannte man die Spartiatischen Frauen im Rest Griechenlands: Die Schenkelzeigerinnen und das war ein Thema was männliche Griechen im Rest des Landes immer wieder aufregte.

    Die Athener sperrten ihre Frauen dagegen ein und erlaubten ihnen nur sehr wenig.
     
  9. Cassandra

    Cassandra Neues Mitglied

    Plutarch erzählt noch folgendes:
    Eine vornehme Athenerin, die mit ihrem Mann Sparta besuchen durfte, äußerte gegenüber Gorgo, Tochter des Kleomenes, Frau des Leonidas, daß sie die Frauen Spartas von ganzen Herzen beneide, sie seien die einzigen Frauen Griechenlands, die ihre Männer völlig beherrschten.
    "Wir sind aber auch die einzigen", wurde sie von der stolzen Gorgo beschieden, "die wirkliche Männer gebären."
     
  10. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Solche Männer, die im Ringkampf den Gegner ins Bein beißen und als man ihnen vorwirft sie benehmen sich wie Frauen antworten "Nein, wie Löwen!"? Ich glaube ich will nicht mehr so männlich sein.
     
  11. Steuermann

    Steuermann Neues Mitglied

    Heloten sind keine Sklaven, sie sind die Hörige Bevölkerungsschicht.

    Literatur steht ja auf Wiki eigentlich genug.

    Staatenmodel von Sparta:

    2 Könige (Die Agiaden und die Eurypontiden, beide stammen von Herakles ab und durften sich nicht gegenseitig vermischen durch Heirat)
    spartiaten (Vollbürger)
    peri oikoi (Minderbürger)
    Heloten (Hörige Bevölkerung)

    Aufbau der aristokratie:

    2 Könige - Auch die Kommandeure des Heers
    Genusia (30 Mann - 2 Könige und 28 Geronden)

    NAch dem 1. Messenischen Krieg kam die Phalanx Kampfweise auf und die Hopliten.
    Als Quelle kann man hier Tyrtaios hernehmen, auch wenn er Dichter ist.

    Das Grundprinzip der Spartiaten ist ähnlich dem japanischen Bushido.
    Es ist für einen krieger die höchste Ehre im Kampf zu sterben. Jene die gefangengenommen wurden, verloren ihre Ehre und wurden verstoßen.

    Langsam entwickelte sich das homoioi, was schon Gleich heißt, aber nicht wie bei ZDF sagt, daß alle jetzt das gleiche Vermögen haben. Unvorstellbar damals. Aber die Spartiaten protzten nicht mit dem Vermögen, alle rannten sozusagen unvermögend in der öffentlichkeit rum.

    Auch wurde das Symposium abgesetzt und durch den Syskenions ersetzt.
    Im Syskenions wurde sich nicht mit Völlerei, Hurerei und Alkohol übertrumpft, es gab feste Vorschriften was der Syskenions beinhaltet vom Alkohol bis zum Essen, keine Frauen! Der Syskenions fand auch am Tage statt und nicht bei Nacht.

    Die Attiker hielten da am Symposium fest. Es war eine Orgie die ganze Nacht durch. Man zeigte was man hat, in dem man immer größere Orgien abhielt. Einige trieben sich damit auch in den Ruin. Auf diesen Orgien gab es zwar auch Kunst, aber auch viel Alkohol und "leichte Damen" die sogenannten Flötenmädchen, spielten nicht nur auf Musikinstrumenten ;)

    Das schafften die Spartaner ab.

    Langsam verschwindet durch das militärwesen die alte Aristokratie aber auch die Kultur. Sparta war früher vor den Messenischen Kriegen eine Kulturhochburg als Erbe des Mykenischen Reiches.

    Das mit den Kindern war überall so. Nur in Sparta bestimmt die Gemeinschaft ob das Kind lebensfähig ist oder nicht. Und nur lebensunfähige Kinder wurden aussortiert. Und sie wurden auch nirgendwo runtergeschupst, sondern sie wurden in den Bergen ausgesetzt udn sich selbst überlassen. (Gut ist auch der Tod für einen Säugling)

    Vom 7. Lebensjahr bis zum 20 Lebensjahr wurden die Jungen von der Familie entfernt und in die militärische Ausbildung gesteckt. Die war nicht leicht das stimmt.
    Aber die Spartanischen Hopliten waren auch Elite. Die schaften es in einem 3 tägigen Fußmarsch auch nach Athen und das wo Hirtnpfade die einzigen Straßen waren.
    Jedem Jüngling wurde ein Älterer zugeteilt, der im alles beibringen mußte. Die beiden teilten auch das Bett und es entstanden Liebesbezihungen, was die Kampfmoral auch fördern sollte.

    Ab 20 war der Spartiat auch volljährig. Damit war auch der Analverkehr verboten, der ältere dufte nur noch die Oberschenkel nehmen ;)
    Von 20 - 30 Jahren war man Berufssoldat und machte auch nichts anderes als trainieren und Kriege führen.
    Erst mit 30 Jahren durfte der Spartiat das "Militär Camp" verlassen und heiraten und erst mit 60 war man vom Militärdienst befreit.
    Aber man schätzt, daß nichtmal 5% dieses Alter erreichten.

    Später war das ganze Sytem in gafahr, weil zuviele Hopliten im Kampf starben und man nicht mehr soviele Hopliten "nachzüchten" konnte. Man durfte sich ja nicht ergeben und kämpfte bis zum Tod.

    Die Ehefrauen übernahmen die Verwaltung der Familie und das gab es sonst nirgens in der ganzen Antike.

    Alerdings waren die Spartaner in der Antike auch nicht gerade für Inteligenz bekannt ;)

    Der Artikel von ZDF ist eine Frechheit und ist so historisch wie ein Superman Comic.

    EDIT:
    Auch dieser Text spricht gegen den Verfasser. Das Persische Heer durfte das Persische Reich garnicht verlassen in den Perserkriegen. Die Griechen kämpften auf griechischen Boden nur gegen Söldner, meist auch Griechen.
    Als die Griechen dann in das Persische Reich eindrungen und auf die Armee des Großkönigs stießen, mußten sie schnell fliehen.
    Sie kämpften auch selten gegen die Armee des Großkönigs sondern gegen die Söldnerarmeen der Satrapen.
    Mehr bei Xenophon ;)
    Und ja, die Perser legten wert auf Bogenschützen und berittenen Soldaten aber nie auf Schiffe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Oktober 2006
  12. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Das man Heloten nicht mehr als Sklaven bezeichnet ist mir neu? Zugegeben, als Staatsklaven weisen sie erhebliche Unterschied ezu den verkäuflichen Privatsklaven anderer Poleis auf, aber nichtsdstotrotz las ich noch nie die Bezeichnung Hörige für sie.
    Es war auch verdammt schwer an Luxuswaren ranzukommen, wenn man nur eisengeld besitzen durfte (außer man war König) und dem Händler mehrere Zentner Münzen geben musste um mal etwas extravagantes zu haben. Dass Kaufleute unter diesen Umständen selten in Sparta vorbeischauten sit selbstverständlich. Homoioi ist im wesentlichen spartanische Propaganda. Da alle Spartiaten Grundbesitzer waren, konnte einmal schlechter Boden (der durch im weitesten Sinne Vererbung eine Familie generationenlang begleitete) langfristig schon materielle Unterschiede entstehen.
    Im Vergleich zu der Zusammenfassung vom Gast geht der ZDF-Text schon. Also ein Asterixcomic;)
    http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,2051281,00.html
    (hier wird auch von "in der Wildnis aussetzen" gesprochen. Unnötig reißerisch ist er trotzdem)
     
  13. [Mod]
    Bitte keine Beiträge mehr, die mit dem Thema "Sparta" nichts zu tun haben.

    Für Fragen und Anregungen zur Organisation des Forums ist der Mitgliederbereich "Meinungen und Kommentare zum Forum" da.
    [/Mod]
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. November 2006
  14. Gast

    Gast Gast

    Diese Aussage ist ziemlich verfälschend. Zu der Zeit als die Griechen aktiv versuche unternahmen, ins Perserreich einzudringen (vor Alexander wohlgemerkt) waren es meist griechische Söldner in den diensten der Perser die sie wieder heraus warfen. Sehr viele Griechen kämpften nach den Perserkriegen in Persischen Diensten, selbst kurz danach, selbst Leute wie Themistokles waren nicht lange nach dem Sieg über die Perser dann in Persischen Diensten (im Fall von Themistokles nicht freiwillig sondern weil vertrieben)

    Auch das ist falsch. Die Persische Flotte war für den Westen des Reiches von großer Bedeutung und die Perser legten sehr viel Wert auf eine starke Flotte. Der Kern der Flotte waren Phönizische Aufgebote, es gab aber auch rein persische Schiffe, dazu kamen Ägyptische und Ionische (Karische, Lykische) die oft Persische Bewaffnete an Bord hatten.

    Die Flotte war das Kernelement der Perserkriege allein schon aus logistischen Gründen und zur Deckung der Seeflanke. Obwohl sie geschlagen wurde war die Persische Flotte die stärkste der damaligen Welt.

    Das ist nicht richtig. Zwar bestand ein Gros des Heeres aus den Aufgeboten der Satrapien, aber der Kern bestand durchaus auch hier aus Persern. Der König der Könige begleitete das Heer und so waren auch die Unsterblichen und andere Persische Eliteverbände in diesem Feldzug. Die Kavallerie dürfte zum größeren Teil Persisch und Medisch gewesen sein. Der Anteil der Griechen (Ionier und Söldner) bei den Landtruppen war sehr gering, bei der Flotte gab es einige Griechen.

    Wenig bekannt ist, daß einige Spartiaten und ein ehemaliger König von Sparta in den Perserkriegen auf Persischer Seite waren.
     
  15. hyokkose

    hyokkose Gast

    Lieber Quintus Fabius, gehe ich recht in der Annahme, daß dieser Beitrag von Dir stammt?

    Bitte denk daran, Dich vor dem Schreiben einzuloggen.
     
  16. [Mod]Inhalt gelöscht[/Mod]
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. November 2006
  17. hyokkose

    hyokkose Gast

    An unseren "Gast" mit den zahlreichen Namen wie "Carmen", "Student 2006", "Harald aus Köln", "Studentin 2006", "Hugo", "Alter Europäer" und wie immer sie heißen mögen:

    Ich erinnere daran,
    - daß Du mehrmals eingeladen wurdest, Dich als Mitglied bei uns zu registrieren;
    - daß Du Deine Absicht bekundet hast, Dich unter dem Nick "Studentin 2007" zu registrieren;
    - daß Du aber stattdessen versucht hast, weitere Gastbeiträge unter neuen Namen zu verfassen.
    - daß hier bereits eine Aufforderung zu lesen war, keine themenfremden Beiträge mehr zu schreiben, welche Du offensichtlich ignorierst:

    Ich darf Dir hiermit mitteilen, daß wir angesichts Deines Verhaltens an weiteren Beiträgen von Deiner Seite, sei es als "Gast", sei es als Mitglied, nicht mehr interessiert sind.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. November 2006
  18. Barbarossa

    Barbarossa Neues Mitglied

    Hallo, in P. M. - Magazin gab es vor einiger Zeit einen interessanten Artikel über Sparta:
     

    Anhänge:

  19. Gast

    Gast Gast

    Hallo,

    kann mir jemand sagen, wer alles unter dem Begriff "Spartaner" gefasst wird? Also meinetwegen nur die Spartiaten oder die Spartiaten und die Heloten usw.

    Dankeschön schonmal. :)
     
  20. Tib. Gabinius

    Tib. Gabinius Aktives Mitglied

    Wenn hier die P.M genannt wird, dann halte ich mal die Zeitschrift "Damals" dagegen die ebenfalls ein Heft zu Sparta draußen hat, und die eindeutig seriöser arbeitet.

    Werter Gast, such mal nach dem Begriff Lakedaimonier, dann wirst du eher fündig :)
     

Diese Seite empfehlen