buddhistische klöster

Dieses Thema im Forum "Indien | Ferner Osten" wurde erstellt von euridike, 27. November 2007.

  1. euridike

    euridike Gast

    hat jemand Infos zum Tagesablauf eines mittelalterlichen, buddhistischen Klosters? Oder allgemeine Infos über ihre Lebensregeln/haltungen?
     
  2. Ricco

    Ricco Neues Mitglied

    Hallo :winke:

    Folgenden Text habe ich im Internet gefunden:

    "Um 4 Uhr morgens wird vom Hausmeister des Wats zum Wecken der Mönche die Glocke geläutet. Diese stehen auf, putzen die Zähne, waschen sich und baden eventuell. Dann legen sie ihre drei gelben Gewänder an, den Sabong, das Untergewand, das um die Hüften befestigt wird. Dann die Gewänder und Kleider im allgemeinen oder das Obergewand, das die linke Schulter solange bedeckt, wie der Mönch im Kloster ist. Dann noch ein Gewand, welches über die linke Schulter gezogen wird. Dann zünden sie kniend Kerzen und Räucherstäbchen an. Jede Mönchswohnung hat solch einen Altar, dann verneigen sie sich dreimal aus kniender Haltung zum Erdboden und gefalteten Händen über der Stirn. Danach legen sie beide Beine auf eine Seite nach hinten in die sogenannte "höfliche seitliche Sitzhaltung". Als nächste singen die Mönche den Gruß an Buddha. Teile aus buddhistischen Texten werden ebenfalls gesungen. Nach dem Gesang übertragen die Mönche ihr Verdienst auf alle Arten von Lebewesen. Es folgt die Meditation für einige Minuten. Danach verlassen sie ihre Zellen und gehen meist zu zweit ins Kloster. Jeder Mönch offenbart sich dem andern mit allen Verstößen, die er seit seiner letzten Beichte begangen hat. Das alles ereignet sich noch vor Sonnenaufgang, nach einer kurzen Ruhepause , stehen sie auf, jetzt beide Schultern bedeckt, verlassen das Kloster mit Aluminiumschalen in den Händen, die von wartenden Laien gefüllt werden.
    Die Mönche kehren gegen 7 Uhr zurück, und frühstücken in ihrer eigenen Zelle. Nach dem Essen erteilen sie allen Spendern den rituellen Segen.
    Um 8.30 Uhr betritt das Oberhaupt des Klosters das Bood, und entzündet Kerzen und Räucherstäbchen am Altar Buddhas. Alle Mönche und Novizen knien nieder und legen die gefalteten Hände an die Stirne. Der Bood, das Sanktuarium, ist der wichtigste Ort des Klosters.
    Gegen 9.00 Uhr vermittelt der Prior den neuen Mönchen grundlegende Kenntnisse.
    Zwischen 11.00 und 11.30 Uhr beginnen die Mönche mit ihrer Hauptmahlzeit, die um 12.00 Uhr beendet sein muss. Es folgt eine Ruhezeit, danach Studium über Buddha, das Vinay, das allgemeine Dharma.
    Um 18.00 Uhr erneuter Glockenruf zu einer neuen Zusammenkunft im Sanktuarium. Jeder Mönch bekennt vor dem anderen seine Verfehlungen seit dem Morgen, darauf versammeln sich alle zum abendlichen Singen. Die Abendandacht wird mit der Übertragung der Verdienste auf alle lebende Wesen beschlossen. Die neuordinierten Mönche haben bis 21 oder 21.30 Uhr abendliche Unterrichtsklassen zu besuchen. Das ist der Tagesablauf eines buddhistischen Mönches."

    Quelle: Weltreligionen: Der Buddhismus im Überblick

    Grüße
     

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