Conquista durch Augsburgs Welser?

Dieses Thema im Forum "Zeitalter der Entdeckungen (15. - 18. Jhd.)" wurde erstellt von Gast, 11. Januar 2007.

  1. Gast

    Gast Gast

    Augsburger Rekonquista? Zwischen 1528 und 1556?

    Das Augsburger Handelshaus Welser war als Statthalterin der spanischen Überseeprovinz Venezuela an der Konquista, der Eroberung Mittel- und Südamerikas durch Spanien, entscheidend beteiligt.

    Venezuela, ein damals weitgehend unbekanntes Gebiet, umfaßte den Westen des heutigen Venezuela und den Osten des heutigen Kolumbiens.

    Die Welser-Gesellschaft hatte mit dem Venezuela-Unternehmen beinahe den großen Coup gelandet. Auf der Grundlage umfangreicher Quellen folgt der Autor den Routen der Expeditionen der Welser durch die Anden, das Orinoko- und Amazonasgebiet.

    Er schildert eindringlich die Eroberung Cundinamarcas im kolumbianischen Hochland, besser bekannt als das sagenumwobene
    „El Dorado“. Des weiteren widmet sich Denzer der lateinamerikanischen Geschichtsschreibung zum Unternehmen der Welser, die häufig zu wechselnden politischen Zwecken instrumentalisiert wurde. Und schließlich untersucht er die lokale Erinnerungskultur zur Geschichte der Welser in den Städten und Dörfern Kolumbiens und Venezuelas.

    Will da ein Autor nur SEIN Thema hochpushen?

    Wer weiß, ob es wirklich so bedeutend war,
    daß Augsburg (!) sich bei der Rückeroberung Lateinamerikas
    durch die Iberer beteiligte?
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Also Re-Conquista sicher nicht, nur Conquista. Die aber ist - wenn auch, was die Welser angeht, wenig erfolgreich - verbürgt. Iberer ist ein Begriff, der ausschließlich ein Volk in der Antike bezeichnet, auch wenn man von Iberoamerika spricht.

    Dass die Welser Venezuela als Lehen erhielten, hängt mit der Kaiserwahl Karls V. zusammen, der sich von ihnen Geld lieh. Als spanischer König hatte er eben auch etwas zu bieten, was den Welsern attraktiv schien: eben Lehen in Amerika.

    Edit: ich stelle gerade im Welser-Artikel auf Wikipedia fest, dass der Asiento-Vertrag gegen eine Gebühr von 20.000 Dukaten vergeben wurde, aber erst 1528, das kann also nicht mehr direkt mit der Kaiserwahl zusammenhängen (1519) sondern muss andere Gründe haben, der Sacco di Roma - ausgelöst durch die Zahlungsunfähigkeit Karls - war jedenfalls ein Jahr zuvor.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Januar 2007

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