Der ferne Spiegel

Dieses Thema im Forum "Krisenzeiten und Renaissance (14. - 15. Jhd.)" wurde erstellt von Schini, 26. März 2005.

  1. Schini

    Schini Neues Mitglied

    Als Barbara Tuchmans Ferner Spiegel veröffentlicht wurde, begann einer der ungewöhnlichsten Verlagserfolge der Gegenwart. Das Werk der zweifachen Pulitzerpreisträgerin über das 14. Jahrhundert europäischer Geschichte wurde von der Kritik mit einer wohl einmaligen Begeisterung aufgenommen und kletterte an die Spitze der Bestsellerlisten.
    Worin liegt die Faszination dieses Buches? Zunächst ist es Barbara Tuchman gelungen, die Bedeutung der mittelalterlichen Geschichte für unser Bewußtsein wiederzubeleben. Das »dunkle« Zeitalter mit seinen Grausamkeiten und Schrecken, seinen Katastrophen, aber auch seinem Glanz und seiner ungeheuren Vitalität scheint uns nicht mehr so fern wie vielleicht noch im Zeitalter der Aufklärung oder in den wohl endgültig hinter uns liegenden Jahrzehnten eines blinden Fortschrittglaubens.

    Anhand der Lebensgeschichte des französischen Adeligen Sieur de Coucy spinnt Barbara Tuchmann die faszinierende Geschichte des hundertjährigen Krieges und des Umbruchs vom Mittelalter in die Neuzeit. Ich habe dieses Buch wirklich genossen. (Schini)

    Barbara Tuchman • Der ferne Spiegel. Das dramatische 14. Jahrhundert • dtv • 1982 • 592 Seiten
     

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