der Klang der Vergangenheit

Dieses Thema im Forum "Sonstiges in der Neuzeit" wurde erstellt von beetle, 8. Juli 2014.

  1. BZwo

    BZwo Aktives Mitglied

    Die Idee ist ja später (Ende der 1970er) von Brian Eno bei seiner "Music For Airports" wieder aufgegriffen worden. Eigentlich finde ich's schade, das man solche Musik im öffentlichen Raum so gut wie nie zu hören kriegt. Es wäre jedenfalls sicher weniger nervig, als die immer gleiche Chart-Musik die einem heutzutage von überall entgegen schallt.
     
  2. hjwien

    hjwien Aktives Mitglied

    Egal ob auf dem Dorf oder in der Stadt - Handwerk macht auch Geräusche. Das Klappern der Webstühle, das Hämmern der Schmiede, all die holzverarbeitenden Gewerke - und nachts rennt der Nachtwächter durch die Gassen und ruft die Uhrzeit aus.
     
  3. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Zum Hämmern der Schmiede kann ich Dir sogar ein Bild liefern.
    Vielleicht weiß jemand wo das ist?


    Schmiede.jpg
    Und dann noch eins, aber an einem ganz anderen Ort.
    Schmiede 1.jpg
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juli 2014
  4. BZwo

    BZwo Aktives Mitglied

    Es ist zwar ewig her, das ich mal dort war, aber ich denke das muss wohl der Frohnauer Hammer sein.
    Frohnauer Hammer ? Wikipedia

    Edit: Jedenfalls das erste Bild ist in Frohnau gemacht. Beim Zweiten hab' ich keine Idee.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juli 2014
  5. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Je größer die Ansammlung von Menschen in einem Ort ist, desto höher ist der Lärmpegel, insofern werden übervölkerte Städte schon immer laut und kleine Dörfer relativ leise gewesen sein. Seien es Händler gewesen, die sich im anpreisen ihrer Waren gegenseitig versuchten zu übertönen oder hämmernde und sägende Handwerker, der Mensch ist eine ziemlich laute Spezies. Ein römischer Schriftsteller, ich weiß jetzt nicht auf Anhieb welcher, beklagte sich darüber, dass an jeder Straßenecke Roms, Poeten ,durch lautstarkes rezidieren ihrer Verse ,versuchten ein Publikum anzulocken. Auch der schon erwähnte nächtliche Lärm, den die schweren Ochsengespanne, nebst den fluchenden und brüllenden Kutschern verursachten, ließen die Römer kaum zum schlafen kommen. Großbaustellen, wie Aphitheater oder Tempelbauten dürften einen gewaltigen Geräuschpegel, durch Massen von, auf Steinblöcke einhämmernde Steinmetze verursacht haben.
     
  6. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    und jeden Mittwoch gingen um 13,00 Uhr die Sirenen los, Probealarm.
     
  7. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    In Österreich werden jeden Samstag um 12 Uhr die (zivilen) Sirenen getestet. Gibt es derartiges in Deutschland nicht (mehr)?
     
  8. BZwo

    BZwo Aktives Mitglied

    Das gibt's aber vielerorts heute immer noch. Hier in der Gegend hört man die Dinger jeden Mittwoch um 15:00 Uhr losheulen.
     
  9. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Bei uns hört man die nicht mehr. Mit dem Düsenjägerknall hast Du Recht, den gab es fast täglich, manchmal mehrfach.
     
  10. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Der 1. ist der Frohnauer Hammer.
    Der 2. ist der Tobiashammer in Ohrdruf.
     
  11. Neddy

    Neddy Aktives Mitglied

    ö
    In Schleswig-Holstein gibt's das bis heute - ich weiß dann, bis wann ich Samstag spätestens mit meinem Leiterwägelchen Richtung Grüngutsammelstelle losmuss. Im heidnischen Norden gibt's nämlich nur noch wenig (wahrnehmbare!) Glockenschläge für die Uhrzeit.
    Im Oberschwäbischen ist's andersrum: die Turmuhr klötert brav jede Viertelstunde, aber die Luftschutzsirene ist seit Jahren abgebaut - Feuerwehr und Einsatzkräfte werden anderweitig alarmiert.

    Noch eins zum ausbleibenden Handwerkslärm: die allerallerallermeisten Windmühlen alter Bauart sind stillgelegt. Das muss auch ordentlich laut gewesen sein, bei der vielen Mechanik...
     
  12. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Und wie soll da im Katastrophenfall die Bevölkerung gewarnt werden?
    In Österreich dienen die Sirenen auch dafür, vor allem für den Fall einer Reaktorkatastrophe in einem AKW in einem unserer Nachbarländer. Daher findet jährlich ein ausgiebiger spezieller Probealarm statt, um die Bevölkerung mit den Signalen vertraut zu machen.
     
  13. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Bei uns in Ostwestfalen gibt's noch beides. Glocken und Sirene. Der Probealarm ist Samstags um 12.30 Uhr, damit das Mittagsgeläut nicht gestört wird. Der Probealarm findet allerdings nicht mehr überall statt.

    Vor einiger Zeit fand hier eine Versammlung mit Teilnehmern aus ganz Westfalen statt. Die meisten waren erstaunt, dass es hier noch den Probealarm gibt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Juli 2014
  14. beetle

    beetle Aktives Mitglied

    Wiki weiß: Zivilschutzsignale ? Wikipedia

    Ich bin der Meinung, in Baden Würtemberg gibt es jeden 1. Samstag im Monat Probealarm.
    Den Feuerwehralarm gibt es auch bei jedem größeren Einsatz.

    Aber die Glocken sind flächendeckend. Allerdings habe ich noch nie mitbekommen, dass Glocken zur Warnung geläutet wurden - wie das früher üblich war.
     
  15. beetle

    beetle Aktives Mitglied

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