Der Untergang Roms in der Bilddarstellung des Mittelalters

Dieses Thema im Forum "Kunstgeschichte" wurde erstellt von Gast, 16. Januar 2008.

  1. Gast

    Gast Gast

    Ich würde gerne wissen, ob es ein Bild gibt, von irgendeinem mittelalterlichen Maler, das den Untergang Roms darstellt!
    Wenn ja wäre es sehr nett wenn ein Link mit von der Partie wäre!
     
  2. Klaus P.

    Klaus P. Aktives Mitglied


    Wikipedia bietet ein Bild, das einzige, was ich auf Anhieb gefunden habe.
     
  3. traian

    traian Neues Mitglied

    Ebenfalls auf Wikipedia kann man diese französische Miniatur aus dem 15. Jh. finden.

    Bild:Eroberung roms 410.jpg - Wikipedia

    Er zeigt den Sturm der Goten auf die Stadt.
     
  4. Klaus P.

    Klaus P. Aktives Mitglied

    Vielleicht helfen noch folgende Seiten:
    Figure 2: Plomb de Lyon. Barbarian families cross the Rhine ("FL[uvius] RENVS") from Kastel ("CASTEL" = Castellum Mattiacorum) to Mainz ("MOGONTIACVM") on their way to resettlement on land within the Roman Empire, ca. 297. From W. Froehner, Les médaillons de l'Empire romain: Depuis le règne d'Auguste jusqu'à Priscus Attale (Paris, 1878), 259
    oder/und
    "Der Fall Konstantinopels",
     
  5. Marcus Aurelius

    Marcus Aurelius Neues Mitglied

    Ich finde es immer wieder interessant, wie die Maler des Mittelalters und der Neuzeit das Geschehen der Antike darstellen.

    Entweder glaubten sie wohl, alle Griechen und Römer seien nackt und nur ab und zu durch Tücher bedeckt herumgelaufen, oder sie importierten einfach ihre eigene Zeit in die Vergangenheit und stellen Häuser, Mauern, Kleidung und Waffen dar, wie sie im Mittelalter waren.
     
  6. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Geh mal in ein heutiges Theater oder Oper, wie dort die klassischen Texte oder Musikstücke garderobenmäßig versaut werden.
    Damals wie heute glaubten sie nicht das was sie malen oder gestalten, sondern projizierten ihre jeweilige Moderne in die Geschichte, um sich verständlicher zu machen.
    Künstler glauben an einen Sendungsauftrag.
     
  7. Ostrogotha

    Ostrogotha Aktives Mitglied

    Derartige Gemälde waren in der Regel Auftragsarbeiten. Archäologie im heutigen Sinne war unbekannt, römisch/griechische Kleidung kannte man bestenfalls von ein paar Statuen. Da wurde einfach der Phantasie freien Lauf gelassen. Wichtig war in dem Moment nur die Darstellung des Geschehens.

    Ich habe mal die Chiesa San Benedetto in Norcia nach einem Bild abgesucht, das den Gotenkönig Totila knieend vor Benedikt darstellen sollte. Nach 3 Rundgängen habe ich mich dann entschlossen, die riesige Darstellung im linken Querschiff dafür gelten zu lassen, weil andere Bilder nicht zur vorgegebenen Situation passten. Allerdings musste ich an mich halten, in der Kirche nicht laut los zu lachen.:still:
     

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