Der Unterschied zwischen Manchus Qing Dynastie und chinesischen Ming Dynastie

Dieses Thema im Forum "Indien | Ferner Osten" wurde erstellt von Ming_Loyalist, 21. Oktober 2007.

  1. Ming_Loyalist

    Ming_Loyalist Neues Mitglied

    Der Unterschied zwischen Manchus Qing Dynastie und chinesischen Ming Dynastie

    Ming China

    Berichte über spätere Ming China von den Europäern

    „Im Jahre 1583, als die ersten Jesuitenmissionare sich von Macau aus definitiv auf das chinesische Festland aufmachten, erscheint einer der frühesten vergleichenden Berichte über drei asiatische Länder: Indien, Japan und China.


    Auf eine ganzen andere Art von Superlativen trifft man in Valignanos (1539-1606) Aussage über China: Es übertrifft alle anderen Königreiche, ist das bedeutendste Reich, nur unter einem König, der ein „größeres Einkommen hat als alle Könige und Herren Europas und Afrikas zusammen“; es ist am dichtesten besiedelt, mit dem am leichtesten bebaubaren Boden der gesamten Erde….Die Bevölkerung ist von „weißer Hautfarbe“, sie ist die „intelligenteste und fleißigste in den neu entdeckten Territorien“ …Somit ist es das „friedlichste und am besten regierte Land der Welt“, in welchem nur „Ordnung und Einklang herrschen“.“


    Soziale Unterschiede von Ming und Qing:

    Ming China:
    Das Ming China wurde von Han Chinesen begründet. Obwohl die Ming Regierung nach Zheng He die Küste sperrte und Überseefahrt verbot, änderte die Politik der späteren Ming China unter Kaiser Wanli, welcher die chinesische Küste für den Überseehandel öffnete ,um größeres Einkommen zu erzielen.

    Die Chinesischen Gelehrte in dem Ming China waren weltoffener. Als Matteo Ricci,ein italienische Jesuite nach China kam, waren die chinesische Gelehrte beeindruckt von den Errungenschaften derEuropäer im Fachgebiet Naturwissenschaft und Mathematik. Ein gewisser Xu Guangqi, ein hoher chinesische Beamter, übersetzte gemeinsam mit Ricci das mathematische Lehrbuch „Euklids Elemente“.

    Durch die Kontakte mit den Jesuiten waren die chinesische Knfuzianer bereit, die westliche Naturwissenschaft zu studieren.Im Unterschied zu damligen Europa,wo die Kirche noch grossen Einfluß hatte und die wissenschafter immer noch von der Kirche verfolgt wurden,hatten die neuen wissenschaftlichen Ideen von den Chinesen mit wenigen Probleme übernommen

    Der Ming Kaiser hatte zwar namentlich die absolute Macht, aber in Wahrheit hatte er nur begrenzte Macht.So zum Beispiel wollte Kaisr Wanli seinen Lieblingsohn zum Kronprinz machen,wo seine Beamter (Mandarine) strikt dagegen waren.Er war gegenüber der Mehrheit der Beamtegesellschaft machtlos und rebellierte so mit seinem eigenen Mittel gegen sie.Zum Beispiel er nahm 30 Jahre lang keine Audienzen mehr als Protest gegen die Mandarine.





    Gesellschaft der Qing

    Nach der blutigen Eroberung Chinas durch die Machus bekam die Manchu Bevölkeung jährlich Geld und Getreide von dem Staat.Sie mussten keinen Handel betreiben oder anderes wo betätigen.

    Hohe Anzahl Beamter manchurischer Abstammung in der Regierung.Meinungsverschiedenheiten unter der Han Bevölkerung war strikt verboten.Unter Kaiser Kangxi und Yongzheng kam zu Tausende Strafefälle mit den Büchern—das heisst wer unerlaubte Bücher verfasste ,wird bestraft.In schlimmsten Fällen wo die Gelehrte in ihren Büchern die Manchus verachteten,wurden deren gesamten Familien inklusiv Freunde,Nachbarn hingerichtet.

    Wissenschaftliche Bücher schenkten die Manchus keine Achtung. Unter Kaiser Kangxi kam zu Verbot von vielen fortgeschrittenen technischen Bücher.

    Dabei ist zu beachten, dass der Manchu Staat am Anfang 17. jahrdert noch Sklavengesellschaft war und im gleichen Zeitalter die chinesische Gesellschaft zu pre-modernen kapitalistischen Gesellschaft(frühkapitalische gesellschaft im Süden Chinas sehr deutlisch) überging.

    Nach der Eroberung von China jedoch machten die Manchus Leibeigene aus chinesischen Bauern.

    Im gesamten Qing Dynastie kam zu keinem bemerkungswerten Verändereung der Regierungsform.Die Manchus übernahmen Regierungsform der Ming und entwickelten dies nicht weiter.

    Im späteren Ming China entwickelte sich eine Art Aufklärung in der Gesellschaft Chinas.Die Reigierungkritik wurde lauter unter der Bevölkerung-Der berühmte chinesische Denker Gu Yanwu im späten Ming rief:“der Mann,der am meisten die Welt und Gesellschaft schadet,ist der Kaiser selbst.“Er fand viele Anhänger unter seinen konfuzianischen Freunden.

    So was ist unvollstellbar unter Manchu Herrschaft. Gu Yanwu selbst organisierte Aufstand gegen die Manchus.Nachdem dies fehlgeschlagen war,zog er zurück.

    Die Manchu Kaiser hatten unbegrenzte Macht.Sie waren zwar fleißger an der Staatsgeschäft als die Ming kaiser,aber ohne sie funktionierte das manchu Qing Reich überhaupt nicht mehr.Das Ming China lief noch ohne großen Probleme weiter,obwohl die Ming Kaiser selten Audienzen nahm.

    Wie erwähnte,machten die Machus aus Chinesen Leibeigene.Unter Manchu Herrschaft nannten die Mandarine allgemein selbst zum Kaiser :“Ich, euer ergebene Sklave….“



    Als die europäischen Mächte im Boxer-Aufstand Peking besetzte, soll die Kaiserin Cixi der Manchus gesagt haben:“Ist es nicht gut, lieber den ausländischen Freunden Geld zu schenken,als dies unsere Haussklaven zu geben?“


    Qing China:

    Die Machus ,die außerhalb von der chinesischen Mauer lebten, rebellierten am Ende der 16.Jahrdert gegen die Ming Regierung. Sie konnten der chinesischen Armee, dank ihrer überlegenen Reiterheer und effizienter Organisation, mehrere schwere Niederlagen hinzufügen. Schließlich bekamen sie die Gelegenheit des Jahrderts. In china tobte der Bürgerkrieg. Anführer eines großen Bauernaufstandes eroberte Peking. Der chinesischer General, der über die chinesische Mauer bewachte und über die besten ausgebildeten Ming Truppen verfügte, wollte zunächst den Rebellenherrn seinem Treue schwören. Als er jedoch erfuhr, dass seine geliebte Frau von den Rebellen vergewaltigt und seine Familie ausgeraubt wurde, öffnete er die chinesische Mauer und verbündete sich mit den Manchus. Gemeinsam mit den Manchus besiegte er die Bauernarmeen .Als er dann sah, dass die Manchus nicht mehr weg wollten, schwor er Treue bei den Manchus.Die Manchus gründeten die Qing Dynastie in Peking.

    Im Laufe der nächsten 20 Jahren eroberten sie ganz China. Bei der Eroberung von China begangen die Manchus gräßlichen Greueltaten gegen die chinesichen Bevölkeung.Um die Chinesen zu demütigen und ihres nationalen Bewusstsein wegzulöschen, befahlen die Manchu Kriegsherre, dass alle Chinesische Männer die Kleidungen der Manchus tragen mussten und wie die Manhus den vorderen Kopfteil zu rasieren und am Hinterkopf einen Zopf zu tragen. Sonst musste jeder, der das verweigert, hingerichtet werden.

    Dieser Befehl stoß in Südchina auf gewaltigen Widerstand der Bevölkerung.

    „10 Tage in Yangzhou“,

    Sehr bekannte Massaker war „10 Tage in Yangzhou“,wo die Manchus nach der Eroberung der wirtschaftlichen Metropole die Einwohner 10 Tage plünderten, töteten und vergewaltigten. Laut einer schriftlichen Überlieferung eines Überlebenders betrug die Höhe der Opferzahl 800.000 Personen.



    Drei Massaker von Jiading

    Im frühen Juli1645 betraten die Manchus die Stadt Jiading und ermordeten
    30.000 Männer in einem Tag.

    Im späten Juli Juli1645 betraten die Manchus die Stadt Jiading wieder und massakierten die Männer in der Stadt und in der Umgebung.

    Im späten August, nachdem die chinesischen Truppen die Stadt zurückeroberten hatten, wurden diese wieder von den Manchus besiegt.
    Die Manchus betraten die Stadt wieder und ermordeten 20.000 Männer.


    Massaker von Jiangyin

    Im Jini 1645 waren die Bewohner von Jiangyin wütend auf den Befehl von der Qing Regierung,dass sie Zopf tragen mussten.Sie rebellierten gegen die Manchu Truppen und wollten die Ming wiederherstellen.Nach 3 monatigen Belagerung war die Stadt gefalllen.Die Manchus plünderten und töteten 23 Tage lang in der Stadt Jiangyin.Nur 53 Einwohner überlebten den massaker, alle anderen starben durch die Straßenkämpfe. Keine hat sich ergeben. Ingesamt 60.000 Opfer waren zu beklagen.



    Zum Schluß nenne ich noch die militärischen Unterschiede der Ming und Qing China.

    Die Ming China schenkten besondere Hochachtung zu den Muskete, Kanonen.Im späten Ming wurden zwar die chinesischen Kanonen und Schusswaffen im Gegensatz zu den Europäischen rückständiger.Jedoch bauten die Chinesen sofort den europäischen nach.

    Die Schusswaffen der Ming Armeen waren leider lange nicht so hochentwickelt, um die manchurischen Reiterheere aufzuhalten.

    Die Manchus besiegten die modern ausgerüsteten Ming Truppen leicht mit ihren hochtrainierten Umgang mit Pfeile und Säbeln auf Pferd.

    Deshalb waren die Manchu Herrscher der Meinung, dass Reiterheere den Musketier überlegen waren und vernachlässigten die Entwicklung der Schußwaffen in China.



    Im Opium Krieg wussten viele chinesischen Soldaten nicht mal von Gewehren und hielten sie für magische Kräfte. Die kanonen benutzten sie noch aus Ming Zeit.


    Jedoch waren die Ming Truppen gut ausgerüstet mit Schusswaffen, Granaten und Kanonen.

    Ein Exemplar von einem Elite Bataillone der Ming Armee zeigt uns dies:

    Gesamt Streitkräfte:5000 Soldaten

    -Infanteristen 3600 (alle mit Schusswaffen)

    -Reiter:1000 Personen

    -Artillerie:400 Personen

    3600 Musketen, 3600(步兵火铳)

    Schießpulver 9000 Jin (Ungefäir 4500KG) (合用药9000)

    200 Musketen mit mehreren Schießröhre大连珠炮200 (多管火铳)
    Schießpulver dafür 675 Jin (ungefäir 337,5 KG)

    400 Pistole ,ausgerüstet von den Artillerie Personal 手把口400 (炮兵防身用手铳)

    160 Schwere Feldkanone盏口将军160(野战重炮)
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Oktober 2007
  2. Ming_Loyalist

    Ming_Loyalist Neues Mitglied

    Durch die andauernden Kämpfe des Kriegs von Ming China, Korea gegen Japan (1592-1598) wurde die Ming Armee stark geschwächt. Zudem geriet China unter ernomen finanziellen Not wegen des Kriegs.



    Diese Faktoren spielten einen entscheidenden Rolle, warum die Ming Truppen wenig Macht hatten, den Aufstieg Manchus rechtzeitig militärisch zu verhindern.

    Außerdem verschlechterte sich die Lage in China. Die Periode von späten Ming Dynastie wurde „Frostperiode“ oder „kleine Eiszeit“ genannt, weil das Klima dramatisch verändert und schlimme Hungersnöte im Zentralchina und Nordwest des Landes zum Folge hatte.

    Einige Historiker sind wegen zahlreicher Überlieferung der Meinung, dass zur Zeit des Bauernaufstandes eine Rattepest in Peking ausbreitete. Die Pest machte die Besatzung der Ming Truppen machtlos gegen den Ansturm hunderttausenden Rebellen. Als die Rebellen die Hauptstadt besetzten, breitete sich die Pest auch unter diesen aus.

    Das würde erklären, warum der Rebellenanführer Li Zicheng nach einer kleinen Niederlage * sofort mit dem Rest seiner Truppen nach Xi´an floh.





    *Li Zicheng griff leichtfertig mit nur 60.000 Soldaten Wu Sangui (der Ming General,der die chinesische Mauer öffnete) an.

    Er wurde nahe der chinesischen Mauer von den plötzlich auftauchenden Manchus und Wu sangui besiegt Er wusste nicht von deren Bündnis und außerdem unterschätzte er die Manchus.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Oktober 2007

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