Deutsches Interesse an Kolonien

Dieses Thema im Forum "Die großen Kolonialreiche" wurde erstellt von choco, 27. Oktober 2009.

  1. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Kommt hinzu, dass der wirtschaftliche Erschließungsprozess der Territorien ja keineswegs abgeschlossen war. Weitere massive Investitionen in Infrastruktur, Friedenssicherung etc. wären absehbar gewesen.
    Durch die Tatsache, dass man weitgehend auf einheimische Arbeitskräfte angeweisen war, resultierte daraus auch die mittelfristige Notwendigkeit, so man im industriellen maßsstab produzieren wollte (denn anders hätte sich das ja nicht gerechnet), die Einheimischen für die europäische Arbeitsorganisation einigermaßenn fit zu machen, was auch eine aktivere Bildungspolitik vorrausgesetzt hätte, wie da im Gefolge des Weltkriegs etwa von französischer Seite in Indochina und Madagaskar forciert wurde.
    Das alles wären noch absehbare Kostenfaktoren gewesen, die potentielle Gewinne aus den Kolonien noch lange belastet hätten.

    Zu derlei siehe etwa den Themenbereich "Verschulung", bei W. Reinhard: "Die Unterwerfung der Welt".

    Im Grunde wären die Kolonien wirtschaftlich vor allem interessant gewesen um die Versorgung mit Schlüsselrohstoffen sicher zu stellen, nur dass eben die deutschen Kolonien kaum welche davon besaßen und die Fähigkeiten des Deutschen Reiches die Seewege nötigenfalls militärisch zu sichern, in Ermangelung eines einigermaßen dichten Stützpunktsystems und durch eine schwerpunktmäßig darauf nicht ausgelegte Flottenpolitik, arg begrenzt waren.
     
  2. Caturix

    Caturix Mitglied

    @thanepower, du weißt doch hoffentlich, dass man einen Reisebericht, egal in welcher Schrift auch immer, nicht in einen Topf werfen darf mit dem Thema über Kolonialstatistik. Ich hab nur erwähnt das ich es besitze. Wenn man dann auch weiß, das sich Emin Pascha meist außerhalb späteren Kolonialgebietes im Sudan bewegte, kannst du dir deine Einlassung sowieso sparen.

    Dass sich zwei Kolonien schon rechneten und auch einige andere bald folgten ist im DHM link hinreichend belegt. Das ist rein auf die Wirtschaft bezogen und dass was dich da auch noch interessiert, muss nicht jeden anderen auch interessieren.
     
  3. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Nein, wußte ich nicht. Herzlichen Dank für diesen ausgesprochen hilfreichen Hinweis!

    So und nun wieder zu den Fakten:
    Die generelle Bilanz, wie oben schon ausgeführt, war für das Deutsche Reich negativ.

    1. Das antizipierte Malthus`sche Problem einer Überbevölkerung im DR trat nicht ein. Und deswegen wurden die Kolonien als "Auffangbecken" nicht benötigt.

    2. Die zyklische Überproduktion im Rahmen der raschen Industriealisierung des DR zur "Glättung" der Nachfrage konnte und mußte nicht durch die Kolonien aufgefangen werden (Schinzinger, S. 166). Das Handelsvolumen war insgesamt viel zu gering, um einen relevanten Effekt zu haben. Die Ausfuhr des Reichs in die Kolonien von 1900 bis 1913 betrug regelmäßig unter 1 Prozent des Exports. (Speitkamp, S. 89 )

    Die Kolonien ihrerseits importierten nur zu einem Teil ihren Bedarf aus dem Reich (1913: 34,7%). Wichtiger war der direkte handel mit Nachbarstaaten. "In terms of trade, Germany exported fice times as much to Belgium in 1912 as it did to all of her colonies." (Knoll und Hiery: Introduction) .

    Richtig: Allerdings:
    3. Der Rohstoffbedarf des Reichs konnte nicht ansatzweise durch die Kolonien gedeckt werden (Speitkamp, S. 88)

    4. Die Bedeutung der Kolonien als "Kohlestationen" für die Überseeflotte erlangte nie seine volle Bedeutung. Nicht zuletzt durch die Konzentration auf den Schlachtschiffbau und der Vernachlässigung des Kreuzerbaus. (vgl. Hobson: Maritimer Imperialismus)

    5. Die Bedeutung der Kolonien, auch handelspolitisch, wurde durch den Kolonialismus / Imperialismus des DR nur teilweise beeinflußt. Die Struktur des Handels der Kolonien des DR erfolgte im wesentlichen in dem Rahmen, der bereits vor der Expansion durch das DR vorhanden war.

    Die offensichtliche Diskrepanz zwischen der überhöhten pro-kolonialen aggressiven Agitation und der nüchternen Realität kann man zusätzlich an einer Reihe von - durchaus überraschenden - Aspekten verdeutlichen.

    Diese Diskrepanz wird bei der Zollpolitik besonders deutlich. Die eigenen Kolonie des Deutschen Reichs wurden auf die gleiche Stufe gestellt wie die Kolonien anderer Mächte. Und galten zollpolitisch als "Ausland".

    Die geringe Integrationsleistung des Deutschen Reichs kann man ebenfalls bei der Gestaltung der Zolltarife erkennen, die für den Handel der deutschen Kolonien untereinander galt.

    Wie insgesamt die Situation in den Kolonien durch eine massive Unterausstattung mit Kapital gekennzeichnet war. Ein Phänomen, das ausführlich bereits im Kontext der Bagdadbahn diskutiert worden ist. Die direkten Auslandsinvestitionen des Deutschen Reichs in den deutschen Kolonien betrugen lediglich 2.1 Prozent der Gesamtsumme.

    Ähnliches gilt für Anleihen, die nur zu einem geringen Prozentsatz für deutsche Kolonien gezeichnet worden sind.

    Insgesamt bewegte sich der Imperialismus des Deutschen Reichs zwischen einer überhöhten Ideologie des Navalismus, dem Problem der zu spät gekommen Kolonialmacht und einem unkalkulierbaren sprunghaften Großmachtgebaren. Und schuf damit für sich und seine Kolonien Krieg und Leid.

    Knoll, Arthur J.; Hiery, Hermann (2010): The German colonial experience. Select documents on German rule in Africa, China, and the Pacific 1884-1914. Lanham, Md.: University Press of America.
    Schinzinger, Francesca (1984): Die Kolonien und das Deutsche Reich. Die wirtschaftliche Bedeutung der deutschen Besitzungen in Übersee. Wiesbaden: Steiner
    Speitkamp, Winfried (2014): Deutsche Kolonialgeschichte. Ditzingen: Reclam, Philipp
     
  4. Caturix

    Caturix Mitglied

    @thanepower, solche Nachbetrachtungen sind ja ganz richtig. Und es ist ja generell ganz schön, dass es hier noch Leute gibt, die sich überhaupt noch für Geschichte interessieren. Der Nachteil solcher Wertungen ist jedoch, sie blenden interessante Details aus und würgen eine Diskussion darüber ab. Nur ein Beispiel: Was ist mit jenen Musterkolonien, deren Bilanz sich abhebt vom Rest, was wurde also dort besser gemacht, als anderswo. Ob sich dafür einer hier noch interessiert weiß ich nicht. Ist mir auch momentan egal.
     
  5. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Nein, in einen Topf werfen, kann man das sicher nicht, miteinander vergleichen, wenn teilweise überschneidende Themenbereiche darin vorkommen, aber schon.

    Nein, viel mehr kannst du dir deine Einlassung sparen, es sei denn, du könntest belegen, dass es jesneits von einzelnen Privatpersonen ohne die betreffenden Mittel dazu jemals ein breiteres Interesse in Deutschland an der Kolonialisierung des Sudan gegeben hätte. Andernfalls sind die Teile des entsprechenden Buchs, die sich auf Territorien außerhalb deutscher Hoheit oder Versuchen des Reiches, sie unter ihre Hoheit zu bringen, orientiert am Ausgangspost des Fadens, schlicht off topic.

    Gar nichts ist dadurch belegt, außer, dass Togo, Kamerun und ein Teil der pazifischen Inseln sich im Hinblick auf die finanziellen Aufwendungen und Profite annähernd kostenneutral verhielten:
    Ansonsten werden veranschlagt:

    - Südwest-Afrika mit 24,180 Millionen Mark Einnahmen und 34, 810 Millionen Mark Ausgaben. Macht für mich ein nominales Defizit von etwa 10,5 Millionen Mark. Und Ausgaben, die die Einnahmen um etwas weniger als 1/3 überstiegen.

    - Kamerun: mit 10, 330 Millionen an Einnahmen und 10,950 Millionen Mark an Ausgaben. Verluste also von 0,6 Millionen Mark etwa, wird man angesichts der Höhe der Gesamtaufwendungen, wohl als einigermaßen kostenneutral veranschlagen können.

    - Togo: Einnahmen 3,510 Millionen Mark, Ausgaben 3,310 Millionen Mark. Ein finanzieller Profit von etwa 0,2 Millionen, siehe Kamerun im Vergleich zu den Gesamtaufwendungen allerdings eher Peanuts, so dass man auch hier angemessener Weise von annähernd kostenneutral reden kann. Spektakuläre Gewinne, sehen anders aus.

    - Ostafrika: 15, 580 Millionen Mark Einnahmen, 18,970 Millionen Mark Ausgaben. Macht einen Defizit von etwas über 3 Millionen Mark, was dann gemessen an der Summe der Gesamtaufwendungen grob überschlagen irgendwo bei 17-18% zu verorten sein dürften, also schon ein recht happiger Verlust, auch wenn man die nominalen Aufwendungen betrachtet.

    - Neuguinea: 0,870 Millionen Mark, Ausgaben 1,480 Millionen Mark. Auch hier, fast doppelt so viel rein investiert, wie dabei heraus bekommen. Wenn auch angesichts der vergleichsweise geringen nominalen Aufwendungen, nicht so sehr ins Gewicht fallend.

    - Marschall Inseln: keine näheren Angaben

    - Kiautschou: Einnahmen: 7,750 Millionen Mark, Ausgaben: 15, 830 Millionen Mark. Nominal, wie prozentual wohl eher verheerend.

    - Karolinen, Palau, Marianen: Einnahmen 0,510 Millionen Mark, Ausgaben; 0,700 Millionen Mark. Im Vergleich zu vernachlässigende Summe prozentual allerdings auch hier deutliches Defizit.

    - Samoa-Inseln: Einnahmen 1,180 Millionen Ausgaben 1,000 Millionen Mark. Prozentual sicherlich schon interessanter, nominal aber auch keine berauschende Größe, bei der man jetzt im Hinblick auf die kolonialen Gesamtinvestitionen von beeindruckenden Gewinnen sprechen könnte.

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    Daraus resultiert nach dieser Statistik:

    Gewinne:

    Togo: ca. 0,2 Millionen Mark (Gewinn gemessen an Gesamtaufendungen ca. 5,7%)
    Samoa: ca. 0,18 Millionen Mark (Gewinn gemessen an Gesamtaufwendungen ca. 15,3%)

    macht 0, 38 Millionen Mark Gewinn bei den einzigen beiden gewinnträchtigen Kolonien.

    Demgegenüber:

    Süd-West: ca. - 10,63 Millionen Mark (Ausgaben bei ca. 169,4% der Einnahmen)
    Kamerun: ca - 0,62 Millionen Mark (Ausgaben bei ca. 105,7% der Einnahmen)
    Ostafrika: ca - 3,39 Millionen Mark (Ausgaben bei ca. 117,12% der Ausgaben)
    Neuguinea: ca -0,61 Millionen Mark (Ausgaben bei ca. 158,8% der Einnahmen)
    Kiautschou: ca - 8,08 Millionen Mark (Ausgaben bei ca. 148,96% der Einnahmen)
    Karolinen, Palau, Marianen: ca - 0,19 Millionen Mark (Ausgaben bei ca. 127,14% der Einnahmen)

    macht - 23,52 Millionen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Februar 2020
  6. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    2. Teil:

    Was sagt uns das nun?

    1. Die Gesammtgewinne aus den profitablen Kolonien reichten gerade mal aus um das aufzufangen, was allein auf den Karolinen, Palau und Marianen versenkt wurde.
    2. Von den verlustschiebenden Kolonien weist allein Kamerun eine quote aus, die sich wenigstens einigermaßen in der Nähe der Kostenneutralität befindet, wobei die Gesamtaufwendungen allerdings deutlich geringer sind, als diejenigen für Südwest- , Ost- und Kiautschou
    3. Die Gesamtbilanz ist mit "unterirdisch" sehr wohlwollend umschrieben.

    Kritik an der Statistik:

    - Die Zahlen sind ein Rekurs auf verschiedene Daten, weswegen eine Vergleichbarkeit nur annähernd gegeben ist.
    - Die Zahen zeigen uns lediglich eine Gesamtrechnung, aus der sich keine Trends ableiten ließen (woraus wie bereits angemerkt folgt, dass deine Aussage zur Prognose baldiger Gewinne Nonsens ist)
    - Es findet ditto keine Zusammenstellung über die Zusammensetzung der Kosten ab, woraus resultiert, dass hier überhaupt nicht klar ist, ob es sich lediglich um laufende Investitionen in die Kolonien und die koloniale Infrastruktur handelt oder die Kosten für den "Erwerb" der Kolonien dort Eingang gefunden haben.
    - Es finden sich ebenfalls keine Informationen darüber, ob die Kosten für die militärischen Aktionen innerhalb der Kolonien, hier mit einbezogen sind oder separat davon als Teilaspekte des Militärhaushalts betrachtet werden.

    Will heißen, dass was hier an Rechnung am Ende zu Buche steht, ist der Optimalfall. Im Fall, das die Kosten des Erwerbs und die Kosten für das außerordentlich zur Niederschlagung von Aufständen eingesetzte Militär noch oben drauf kommen, würde es dann nochmal deutlich verheerender aussehen.

    Fazit:

    - Spektakuläre Profite gab es nicht, auch nicht in den nominal gewinnträchtigen Kolonien. Im Hinblick auf das Verhältnis zur Gesamtaufwendung scheint lediglich Samoa tatsächlich vielversprechend, bei allerdings zu vernachlässigenden nominalen Werten.
    - Eine Aussage über zukünftige Entwicklung lässt sich auf Basis dessen kaum treffen, davon abgesehen, dass von Kamerun abgesehen die Verlustquoten so hoch sind, dass in näherer Zukunft eine Neutralisierung der Kosten oder gar Gewinne nicht zu erwarten gewesen wären.

    Persönliche Mutmaßungen:

    - Die Gewinne aus Togo und Samoa, dürften im Besonderen auf der überschubaren Größe und vergleichsweise kleinen Einwohnerzahl der Gebiete beruhen, die keine allzu ausgedehnte Verwltung und investition in die Infrastruktur nötig machten. Sollte das den Tatsachen entsprechen, ist das Modell, gerade auch auf die flächenmäßig großen Brocken Kamerun, Ost- und Südwest- nicht übertragbar.
    - Durch die Konzeption von Südwest- als Siedlungskolonie und die ausgedehnten Wüsten und Gebirgslandschaften, die den Ausbau der Infrastruktur deutlich erschweren mussten, wie auch im Hinblick auf die Ausdehnung der ganzen Angelegenheit, wäre gerade hier kaum perspektivische Besserung zu erwarten gewesen.
    - Eine mittelfristige finanzielle Wende hätte vermutlich (das Ausbleiben weiterer Aufstände mal vorrausgesetzt) am Ehesten noch Kiautschou versprochen, weil sich dadurch Möglichkeiten im recht profitablen Ostasien-Handel ergeben konnten, aus dem nach wie vor viel mehr zu gewinnen war, als aus Afrika, im Besonderen, wenn man das auch im Hinblick auf die Bahn-Konzessionen in Shandong und die damit verbundene Möglichkeit betrachtet einen Teil des Handels aus den chinesischen Provinzen über die Bahnlinie und den Gelben Fluss, dauerhaft an sich zu ziehen. Die Ausgaben, wenn hier nicht schon die Aufwendungen zur Niederschlagung des Boxeraufstands und zur "Pacht" von Kiautschou einbezogen sind, werden in weiten Teilen mit dem Ausbau von Quingdao zusammenhängen.

    Im Hinblick auf den Kosten-Nutzen abseits des rein Pekuniären:

    Hier hat @thanepower bereits das wesentliche beigetragen. Im besonderen die internationalen Verwicklungen, die die ganze Angelegenheit nach sich zog, waren die Sache, so wie sie betrieben wurde schlicht nicht wert. Die Konzeption der Kolonien als Auffangbecken für Auswanderer funktionerten weitgehen nicht und zu einem wirklichen Machtfaktor wurden wurden Kolonien und Flotte auch nicht.
    Um ein wirklich umspannendes Netz zu haben, auf dessen Basis man global ohe fremde Unterstützung hätte aggieren können, war der koloniale Besitz zu dünn gestreut, das haute schon mit der Brennstoffversorgung in der Form nicht hin, wie es das hätte tun müssen, im Besonderen wenn man bedenkt, dass man über strategisch entscheidende Punkte an den Seerouten (Ärmelkanal, Gibraltar, Suez-Kanal, Straße von Malakka, Panamakanal) keinerlei Kontrolle hatte und auch in Sachen handel somit weitgehend auf den goodwill, im Besonderen der Briten angewiesen war, die man mit der Flotten- und Kolonialpolitik gerade vor dem kopf stieß.
    Die Flotte selber, war, wie das bereits ausgeführt wurde, durch die Konzeption als Schlachtflotte und dementsprechend mit Schwerpunkt auf schwerfälligen, brennstoffintensiven Schlachtschiffen an stelle von verbrauchsärmeren und deutlich schnelleren leichten Kreuzern, realistisch betrachtet nicht in der Lage die Seewege gegen andere Großmächte zu sichern

    Alles in allem, war diese koloniale Konzeption schlicht verfehlt. Unter den deutschen Kolonialgebieten halte ich in der Form, wie sie waren nur zwei für strategisch wirklich sinnvoll, nämlich Togo und Kiautschou.
    Die anderen waren entweder das Risioko ihres Erwerbs nicht wert (Samoa, Teile Kameruns, siehe 2. Marokko-Krise) auf Grund ihrer Ausdehnung und Armut an Schlüsselrohstoffen und Aufstandsproblematiken wirtschaftlicher Nonsens (Kamerun, Ost- und Südwest- ), konzeptionell verfehlt (Südwest- ) oder aber so abgelegen, dass wiederrum unsinnig (der gesammte pazifische Kram. Was will man da außer kokusnüssen, Fischen und Ärger mit den anderen Kolonialmächten? Im Hinblick auf Neuguinea konnte man vielleicht hoffen ähnliche Rohstoffe zu finden, wie die Niederländer in Indonesien, aber das zerschlug sich ja auch recht zügig).

    Für eine sinnvollere koloniale Konzeption hätte man entweder Gebiete abgreifen müssen, die in der Lage waren industrielle Schlüsselrohstoffe zur Verfügung zu stellen oder sich mehr auf das alte portugiesische Modell der Handelsstützpunkte verlegen, mit weniger territorialer Ausdehnung, dafür in einem dichteren Netz und vor allem mehr auf Asien fokussiert, als auf Afrika.


    @thane

    Ich danke für die Ausführungen. In meiner von dir zitierten Anspielung dachte ich im Besondern an die bei dir unter 3 und 4 aufgeführten Punkte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Februar 2020
  7. Moderatorenteam

    Moderatorenteam Moderator

    @Caturix:

    Einmalig moderativer Hinweis auf die Forenregeln, demotivierende Beiträge zu unterlassen.

    Weitere Smalltalk-Beiträge gelöscht.
     

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