Die Geschichte des Judentums

Dieses Thema im Forum "Judentum | Israel | Naher Osten" wurde erstellt von ard0, 23. Oktober 2005.

  1. ard0

    ard0 Neues Mitglied

    Hallo Leute ,
    Ich bin neu hier in diesem Forum und bitte um eure hilfe ich habe zu morgen ein Referat über das Judentum hab mich auch schon relativ ausführlich darüber informiert, jedoch peil ich das alles nicht wer da von wem abstammt etc...

    kann mir da jemand helfen?
    wär verdammt nett


    ard0
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Alle von Abraham und Sarah... Was willst Du eigentlich genau wissen?
     
  3. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Hier findest du genug Informationen:

    http://www.judentum-projekt.de/geschichte/

    wenn du uns noch genauer mitteilen könntest was du genau nicht verstehst können wir das evt. erklären. Da wären doch Namen wie David usw. hilfreich
     
  4. ard0

    ard0 Neues Mitglied

    Auf der Seite war ich schon!
    Ich brauche eine Art kleinen überblick um das zu veranschaulichen und ich berichte von der Enstehung des Judentums bzw habe es vor ;)


    und mit den Namen das ist ja mein Problem ich seh da nicht durch welches Kind von wem stammt und eigentlich sind mir auch nur die wichtigen Handlungsträger der Geschichte wie Jakob etc... wichtig
     
  5. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Dann stell doch mal einen Überblick rein, oder das was du schon hast.
     
  6. ard0

    ard0 Neues Mitglied

    na ich dachte so an so einen Überblick

    Angefangen hat es mit x1 , der mit x2 , x3,x4.x5 gezeugt hat und dann musste x3 geopfert werdn .... sowas inna art nix ausführliches und wenn das zu viel arbeit macht dann ist das auch in Ordnung ;)
     
  7. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ich würd sagen: lies die Bibel, Gen 11 - 50. Du musst ja nicht alles lesen, zumindest in der Einheitsübersetzung gibt es teilweise Überschriften, die Dir sagen, ob etwas für dein Vorhaben relevant ist, oder nicht.
     
  8. ard0

    ard0 Neues Mitglied

    eehm gibts die Bibel oda so irgenwie online?
     
  9. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

  10. Scarlett

    Scarlett Neues Mitglied

    Kann man eigentlich beim Judentum Volk von Religion wirklich trennen?
     
  11. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Jude ist - nach jüdischem Verständnis - dessen Mutter Jüdin war. Da kann die schon generationenlang die Familie atheistisch oder zu einer anderen Religion konvertiert sein, solange eine matrilineare jüdische Herkunft garantiert ist, wird man von gläubigen Juden zur jüdischen Gemeinschaft gezählt.
     
  12. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    Ja sicher doch! Jeder Besucher des Staates Israel kann sich davon überzeugen, dass es blonde und auch schwarze Juden gibt. Ethnisch homogen war das Judentum schon bald nach der Diaspora nicht mehr. Dazu kommt, dass das Judentum wie das Christentum eine missionarische Religion war, die Jahrhunderte mit dem Christentum konkurrierte.

    Einige Forscher vermuten, dass ein Großteil der Ostjuden von Chasaren abstammen, einem Turkvolk, das im Mittelalter zum Judentum konvertierte.
     
  13. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    Das Alte Testament ist eigentlich hochinteressant, jede Menge Blut und Handlung. Bei der Lutherübersetzung muß man manchmal zwischen den Zeilen lesen, wenn jemand die Fresse poliert kriegt oder massakriert bzw gevögelt wird.

    Vielleicht gefällt dir das hier:

    Fred Dengler, Der Große Boss- Das Alte Testament unverschämt neu erzählt.


    Die Juden sprechen vom Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, den Stammvätern.

    Abraham war schon 100 und seine Frau Sara schon über 80 als es noch mal funkte und die beiden Isaak zeugten. Daneben hat er aber auch einen Seitensprung mit der Ägypterin Hagar mit der er Ismael zeugt, den Ahnen der Araber. Die mußte allerdings vor Saras Zickenterror in die Wüste fliehen. Abraham stammt aus Mesopotamien, und seinen Nachkommen wird Kanaan, Palästina versprochen. Er schließt mit dem Hethiterkönig einen vertrag, der ihm das Land verheißen soll. Abrahams Schwiegersohn ist Lot, dessen Frau bei Sodom und gomorra zur salzsäule erstarrt. Lot vögelt sturzbetrunken seine beiden Töchter, von denen die Moabiter und Edomiter abstammen. Isaak zeugt mit Rebekka Zwillinge Esau und Jakob. Esau ist ein großer Jäger, Jakob hat es mehr mit dem Küchenpersonal, als er hungrig von der Jagd heimkommt, schwatzt ihm sein Bruder das Erstgeburtsrecht ab. Als Isaak noch einmal Hasenbraten essen will, und Esau segnen will, serviert ihm Jakob falschen Hasen und klebt sich einen falschen Bart an, worauf der Alte ihn segnet. Esau ist not amused, und Jakob verschwindet nach Haran, wo er sich in Rahel verliebt, für die er 7 Jahre für seinen Boss arbeitet. Der gibt ihm aber Lea, die ein Reff ist. Mit Lea zeugt er 10 Söhne, mit Rahel Joseph und Benjamin. Von denen stammen die 12 Stämme Israels ab. Vorher aber verkaufen die Brüder Joseph als Sklave nach Ägypten, wo der erst mal im Knast landet, weil er die Frau seines Chefs nicht bumsen will. Er macht dann aber Karierre als Traumdeuter und Wirtschaftsexperte während einer 7 jährigen Hungersnot, die aber auf ein 7 jähriges Wirtschaftswunder folgt.

    Die Juden lassen sich darauf in Ägypten nieder, und dann ist das schöne Buch Genesis auch schon vorbei. Fortsetzung folgt im nächsten Band Exodus mit den Abenteuern eines gewissen Moses. Im dritten Band stellt Moses dann den Israeliten sein BGB vor.
     
  14. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Einspruch Euer Ehren, genau das Missionarische ist beim Judentum nicht der Fall. Die Chasaren sind nicht direkt missioniert worden, es entsprang mehr der Laune eines Khans.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. April 2008
  15. Scarlett

    Scarlett Neues Mitglied

    Macht Euch nur lustig, aber als Katholikin verwirrt mich das Volk/Religion Konzept im Judentum.
    Wenn ich mich taufen lasse, trete ich damit zum Katholozismus (or whatever) über. Beim Judentum habe ich in Gestalt der hebräischen Bibel dann die Konstellation, dass hier beide Konzepte in einander überlaufen, denn der (für Christen) AT bezeichnet ja im Grunde die Geschichte des jüdischen Volkes.
    Wenn ich also zum Judentum konvertieren würde, nähme ich damit eine Religion an, die in ihren Quellen ausdrücklich auf die Vorfahren eines Volkes rekuriert. :confused:

    Verdammt, ich bin verwirrt.:pfeif:
     
  16. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    In der Antike haben Juden aber durchaus missioniert. Es gab durchaus auch Angehörige der Reichsaristokratie, die sich für das Judentum interessierten wie Poppäa Sabina, die Gattin Neros. Vom Statthalter von Kreta und Cyrene, Sergius Paulus, der in der Apostelgeschichte als "gottesfürchtig" beschrieben wird, berichtet Lukas, dass er sich mit einem jüdischen Magier umgab. Juden sind offenbar in den Gemeinden in Lykaonien recht einflußreich, denn es gelingt ihnen die vornehmen Matronen für sich einzunehmen, bevor Paulus und Barnabas in Lystra als Götter verehrt werden.

    In der Apostelgeschichte gibt es auch eine Geschichte, die auf die äthiopischen Juden anspielt. Der Apostel Philippus trifft nahe Jerusalem auf die Staatskarosse eines Äthiopiers, der die heiligen Schriften bestens kennt. Leider kann er als Eunuche kein Jude werden, weshalb er sich schließlich von Philippus taufen läßt.

    Der Sage nach verdanken die äthiopischen Juden ihre Existenz der Liason zwischen Salomo und der Königin von Saba.
     
  17. Hulda

    Hulda Gast

    Die Proselyten (gr. Hinzukömmlinge) sind vom religiösen Standpunkt aus Juden, aber nichtjüdischer Herkunft.

    Daraus folgten Konsequenzen. Eine Proselytin durfte beispielsweise keinen Priester heiraten.
     
  18. jakow

    jakow Neues Mitglied

    Wobei das ja noch keine Unterscheidung bzw. Trennung aufzeigt, da ja alle zum jüdischen Volk gehören und ebenso nach der jüdischen Religion leben können.
    Das war es sogar schon zu Zeiten der Entstehung am Sinai nicht mehr, wenn man sich hier auf den Tanach beruft.
    Aha, auf welche Quellen beruht diese Behauptung? Ich kann diese zumindest nicht bestätigen, da das Judentum nie aktiv missionarisch war und schon garnicht hier über Jahrhunderte mit dem Christentum konkurrierte. Was richtig ist, dass zur Zeit der Entstehung des Christentums das Judentum im Mittelmeerraum populär war, aber im Hinblick von noachidischen Gemeinden und nicht durch aktive Übertritte und Missionierung.
    Mh, was sich hier so Forscher nennt ;-) Diese These sind mehr als umstritten, ja sogar wiederlegt worden.
     
  19. jakow

    jakow Neues Mitglied

    Das ist auch heute noch so.
     
  20. R.A.

    R.A. Neues Mitglied

    Interessant. Bisher bin ich davon ausgegangen, daß die Konversion der Chasaren immer noch gültiger Forschungsstand ist.
    Kannst Du etwas erklären, wer das wann widerlegt hat?
     

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