Die Schneckenhäusle - Story

Ralf.M

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Heute, am 23.06. jährt sich zum 500. Mal der Tag der in die Historie als „Scheckenhäusle – Geschichte/Episode“ eingegangen ist.
Der Stein des Anstoßes ist >Clementia von Lupfen<, eine geborene Montfort die Frau von Graf Siegmund II. von Lupfen.

Am 23. Juni 1524 ziehen Stühlinger Bauern vor das Stühlinger Schloss und erklären den Vogt keine Frondienste mehr leisten zu wollen.
Stühlingen eine heutige Kleinstadt im Landkreis Waldshut an der Grenze Deutschland – Schweiz.

Sie sind erbost, weil die Gräfin ihnen mitten in der Erntezeit befohlen hatte, im Wald Schneckenhäuser zu sammeln. Die Mägde brauchten diese wohl zum Garn spinnen. Es ging aber nicht nur um Scheckenhäuser. Es ging auch um das Sammeln vom Speise-Morcheln, ein begehrter Speisepilz und das Brechen von Berberitzen aus denen man Schlehenkompott machte.
Der Vogt der Burg konnte die Bauern beschwichtigen, aber Graf Sigmund II. ging mit Verbündeten anderen Adligen gegen die Bauern vor.

Hans Müller genannt von Bulgenbach war der Anführer der Stühlinger Bauern
Bulgenbach: Ortsteil der Gemeinde Grafenhausen im Landkreis Waldshut/Südschwarzwald.

Sämtliche Vermittlungversuche der Grafen scheiderten.

Ab Oktober 1524 verzeichnet man wie auch Bauern anderer Landstriche unruhig werden. Zunächst im benachbarten Hegau, im Klettgau und im Schwarzwald. Sie plündern Burgen und Klöster und bilden Heere, sogenannte Haufen. Allmählich breiten sich die Aufstände über weite Teile Deutschlands aus.
Unter dem Namen „Deutscher Bauernkrieg“ sind sie heute bekannt.

Der Grosse Deutsche Bauernkrieg von 1524 – 1526 nahm seinen Anfang.

Wer mehr dazu wissen will/möchte, den empfehle ich das Buch von Wilhelm Zimmermann (812 Seiten in 6 Bücher).
Ich habe die Lizensausgabe vom „Dietz-Verlag“ Berlin 1976, 5. Auflage.
Wilhelm Zimmermann -> Wilhelm Zimmermann (Theologe) – Wikipedia .
 
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