Die Zhou-Dynastie (1122-771 v.Chr.)

Dieses Thema im Forum "Indien | Ferner Osten" wurde erstellt von SRuehlow, 8. November 2005.

  1. SRuehlow

    SRuehlow Neues Mitglied

    Dies ist eine kleine Geschichte der Zhou, die Ihr gerne ergänzen oder korrigieren könnt! :yes:

    Die Zeit der Zhou umfasst die Zeitspanne von 1122-771 v.Chr. Der ursprüngliche Sitz der Zhou lag im Westen auf dem Reichsgebiet der ehemaligen Shang (heute in der Provinz Shaanxi).

    Die Gründung - Am Ende des 12. Jahrhunderts rebellierte der kriegerische König Wuwei gegen die Shang. In einem Feldzug gegen die Shang drang er im Osten bis nach Henan vor. Er gründete die Zhou-Dynastie, nachdem er den letzten Shang-Kaiser Zhouxin fing und tötete. Der Grund für die Rebellion war wahrscheinlich das Begrehren der Zhou auf die Stammlande der Shang, das über fruchtbare Landschaften verfügte, im Gegensatz zu deen der Zhou, das von weniger begünstigter Berglandschaft dominiert wurde.

    Die neue Politik der Zhou - Die Zhou sind die ersten, die ihre Machtübernahme gegenüber den Altforderen legitimieren möchten, nicht nur durch einen militärischen Sieg, einem Putsch oder einer Revolte, sondern von einer übergeortneten Instanz, den Göttern. Sie führen kurzerhand das "Himmliche Mandat" (tianming) ein, und verkünden diese als überzeugende Doktrin. Nach diesem Mandat war der Herrscher der "Sohn des Himmels", weil er durch sein Wohlhandeln den Göttern gefiel und sie ihn erwählt hatten. Ebensogut konnten die Götter einem Kaiser auch sein Himmlisches Mandat wieder entziehen, denke man mal an den dritten Ming-Kaiser Zhu Di (1402-24).
    Der Himmel (tian) ist die höchste Gottheit der Zhou. Alles was unter dem höchsten Gott ist, bildete das Herrschaftsgebiet der Zhou. Sie also strebten nach einem Machtanspruch, an dem praktisch der gesammte Erdenkreis hing.

    :grübel:

    Die Regierungsform der frühen Zhou - des Herrschers Anverwandte bekamen Lehen zugesprochen. Der direkten Kontrolle des Herrschers unterstanden mehrere Heere, die er gegen die Feinde der Zhou ziehen lassen konnte. Die Lehen der Fürsten bestanden meist aus einem Dorf oder einer kleineren Stadt mit umliegenden Feldern und bebaubarem Land, das sie kontrollieren und schöpfen durften.

    Der Machtzerfall der Zhou - Einer der Hauptgründe dürfte das Abfließen verschiedener militärischer Errungenschaften und deren Herstellung gewesen sein. Nicht mehr auf das alleinige Machtmonopol der überlegenen Bronzewaffen harrend, wurden die Feinde um das Staatsgebiet immer mächtiger. Bereits unter König Lis (878-28 v.Chr.) wird die Monarchie von einer Revolte des Markgrafen von E beinahe zu Fall gebracht. König You findet faktisch im Jahre 771 v.Chr. den Tod durch den Markgrafen von Shen und dessen Verbündete, dem Volksstamm Rong, als diese die Zhou-Hauptstadt Hao angreifen. Einer von Yous Söhnen wurde inthronisiert und verlegte die Hauptstadt aus Sicherheitsgründen weiter nach Osten - in die Nähe des modernen Luoyang (Henan). Die Macht der Zhou nahm immer mehr ab, bis sie schließlich nur rein protekollarischen Charakter besaß. Durch die Verlegung der Hauptstadt beginnt die zeitliche Epoche der östlichen Zhou. :fs:
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. November 2005
  2. hyokkose

    hyokkose Gast

    Dieser Einladung kann ich nicht widerstehen.


    Das sind die traditionellen Daten für die "Westlichen Zhou". Der Beginn der Zhou-Zeit wird heute meist etwas später (11. Jahrhundert) angesetzt.
    Der letzte König der "Östlichen Zhou" regierte bis 256 v. Chr.


    Oder richtiger "Wuwang" (König Wu).


    Ein guter Überblick (auf englisch) zum Durchklicken:

    http://www.chinaknowledge.de/History/Zhou/zhou.html
     

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