Dornrnkrönung Christi Hieronymus Bosch

Dieses Thema im Forum "Kunstgeschichte" wurde erstellt von Nergal, 26. August 2010.

  1. Nergal

    Nergal Aktives Mitglied

    Ein Foto von dem Bild ist hier zu finden:
    http://www.gemaelde-webkatalog.de/bilddaten/std2/hieronymus-bosch-dornenkroenung-christi-00657.jpg

    Und wieder habe ich Fragen zur Zeit und dem Kontex in dem das Bild gemalt wurde.
    Wie ich schon in einem anderen Thread allgemein festestellte, stellt das Werk nicht die Kleidung der Antike sondern die zu Lebzeiten H. Boschs dar (Wende 15/16 Jh.) Es sind Plattenpanzer, ein Armbrustschütze usw. zu sehen.
    Was ich nicht einordnen kann unter den sehr symbolischen Objekten und Figuren in Boschs Werk ist in diesem Fall der nadelbewährte Gurt den der Mann rechts oben um den Hals trägt.

    War es ein Schutz gegen Angriffe auf den Hals?
    Nutzte man damals nicht noch Halsberge oder nur dicke Lederriemen?
    Welche Bedeutung könnte das haben?
     
  2. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Bosch benutzt viel Symbolik in seinen Bildern, die uns heute nicht mehr sehr viel sagen. Dieser Nadelgurt wird kein realistisches Rüstungsteil sein Er wäre wohl auch ziemlich unpraktisch und sein Träger hätte sich leicht selbst daran verletzt. Auch würde ein solch breiter Gürtel um den Hals wohl ziemlich gewürgt. Vielleicht soll er die Gefährlichkeit des Mannes (Pilatus? Kaiphas?) zeigen.Bosch, Hieronymus: Dornenkrönung Christi, Detail [1] - Zeno.org
     
  3. Sascha66

    Sascha66 Neues Mitglied

    "Normalerweise" bekamen Hütehunde Halsbänder in dieser Form als Schutz für den Kampf mit Wölfen. Zumindest auf dem Balkan und im Kaukasus.
    Möglicherweise auch Kampf-/Kriegshunde.
    Vieleicht soll damit der Mann als Hund im negativen Sinne dargestellt werden.
     

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