"Dunkles Kapitel in der jüdischen Geschichte"

Dieses Thema im Forum "Judentum | Israel | Naher Osten" wurde erstellt von Kobi, 22. April 2010.

  1. megatrend

    megatrend Aktives Mitglied

    Die alltägliche Bedeutung für uns (unser Verständnis) ist heiliger Krieg.

    Die Etymologie ist tatsächlich eine andere:

    Kulturelle Ignoranz: Dschihad, Jihad, ???? Karlshochschule International University

    Wenn aber arabischer Mensch von Djihad spricht, dann meint er tatsächlich einen heiligen Krieg.
     
  2. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Das weiss ich. Ich möchte einfach darauf Hinweisen, das man nicht einfach so mit Begriffen herumschlägt, sondern hinterfragt und diesen auch in den historsichen Kontext einbaut und nicht in die aktuelle politische Diskussion.
     
  3. Kobi

    Kobi Neues Mitglied

    Veilleicht formuliere ich meine Frage noch einmal genauer.
    Im Christentum und im Islam gab es Konflikte, ausgehen von den beine Religionen.
    Meine Frage ist jetz, ob es auch in der Geschichte des Judentumes Konfliktsituationen gab, wo die Juden die Auslöser waren?

    Wie zum Beispiel die Christen schuld an den Kreuzzügen waren oder der Islam den Tshihad als nötig erachtet.

    Vielleicht ist die Frage so besser gestellt?!
     
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter


    Dazu hätte man gar nicht so weit suchen müssen:

     
  5. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Es wurde ja gefragt, wo Israel, bzw. die Juden mal Krieg geführt hatten.
    Nun stolperte ich über ein Osprey-Buch zu den Thema, hier sind wohl Auszüge:
    Ancient Israel at War 853-586 BC

    Keine Ahnung, ob es was taugt, bei etlichen Osprey-büchern zum Thema Naher Osten, Araber, usw. musste ich feststellen, dass doch etliche Fehler drin waren, und vor allem Veraltetes (aus den frühen 80ern).
     
  6. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Da fällt mir grad ein, dass ich schon mal einen DER Autoritäten bezgl. des Dschihad und der arabischen Eroberungen zitierte:
    http://www.geschichtsforum.de/f48/u...had-und-kreuzzug-26714/index2.html#post408172

    Siehe auch die Fortsetzungsposts 2 und 3 ein bisschen darunter auf der Threadseite.

    Interessant finde ich nicht nur den Versuch (schon 1993!) dieses "handlich-banale Geschichtsbild" mal geradezurücken, sondern auch kurz zu ergründen, wie es zustandekam. Seitdem - vor allem nach 9/11 - hat sich die Pauschalisierung in Medien und Diskussion noch um ein Vielfaches gesteigert, so erscheint es mir zumindest.

    Insofern möchte ich jeden einladen, zumindest in diesem Thema sich die "Mühe" zu machen und einfach mal mehr als nur einen Satz oder ein Schlagwort zu diesem oft gehörten Begriff zu lesen. Dafür habe ich es ja hier der Community zur Verfügung gestellt. Damit wir uns alle gemeinsam weiterbilden können, und dafür muss man eben gelegentlich ein klein wenig mehr lesen um einem differenzierterem und nicht "banalem" Geschichtsbild näher zu kommen - auch wenn ich weiß, dass meine längere Postings gerne mal übersprungen werden... ;)

    :winke:
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Mai 2010
  7. Hulda

    Hulda Aktives Mitglied

    Dies scheint mir der entscheidene Satz zu diesem Thema zu sein.

    @Kobi: Ich gebe Dir ein Stichwort, das vielleicht etwas weiter helfen kann: (falsch verstandener) Missionsauftrag
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Mai 2010
  8. Maglor

    Maglor Aktives Mitglied

    Natürlich kannte auch das Judentum des Altertum einen heiligen Krieg.
    Vor allem im Zusammenhang mit König David ist heiliges Greuel im alten Testament überliefert.

    So findet sich im 1. Buch Samuel die Geschichte des jungen David, der Köng Saul 200 Vorhäute erschlagener Philister als Morgengabe und Zeichen seiner Gottgefälligkeit überreicht, praktisch als Trophäen.
    1. Samuel Kapitel 18 Vers 25 - 28:
    "Saul sprach: So sagt zu David: Der König begehrt keine Morgengabe, nur hundert Vorhäute von den Philistern, daß man sich räche an des Königs Feinden. Denn Saul trachtete David zu fällen durch der Philister Hand. Da sagten seine Knechte David an solche Worte, und deuchte David die Sache gut, daß er des Königs Eidam würde. Und die Zeit war noch nicht aus, da machte sich David auf und zog mit seinen Männern und schlug unter den Philistern zweihundert Mann. Und David brachte ihre Vorhäute dem König in voller Zahl, daß er des Königs Eidam würde. Da gab ihm Saul seine Tochter Michal zum Weibe. Und Saul sah und merkte, daß der HERR mit David war. Und Michal, Sauls Tochter, hatte ihn lieb."

    Man mag nun gern annehmen, dass König David keine historische Person, die Ereignisse ebenso, wenigstens aber geben diese und andere Stellen Auskunft darüber, was die jüdischen Autoren Mitte des ersten vorchristlichen Jahrhunderts vom Verhältnis von Krieg und Gott hielt.
    Sher pikant ist natürlich noch, dass König David u. a. das Alterego mittelalterlicher Könige bildet, biblische Grundlage von Kreuzzugsideologie und Gottesgnadentum.
     

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