Dynastien Europas Ende 19. Jahrhundert

Dieses Thema im Forum "Das Deutsche Kaiserreich" wurde erstellt von Duke, 2. März 2013.

  1. Duke

    Duke Neues Mitglied

    Ich möchte mich noch einmal über die Dynastien Europas Ende des 19. Jahrhunderts informieren. Es geht dabei speziell um England,Russland und Preußen.
    Mich interessiert dabei, welche Vorfahren die Herrscherfamilien hatten/von wem sie abstammen und wie die Herrscherfamilien in Europa zueinander standen, bzw. welche Beziehung sie zueinander hatten.

    Da ich leider nicht genau weiß, wo ich suchen soll, wollte ich hier einmal nachfragen und euch bitten, mir kurz etwas über die Dynastien zu berichten. Wenn es geht mit einem Link zu Wikipedia, weil ich mir selbst einen Wolf suche und nicht genau weiß, wie ich an die Suche herangehen soll.

    Vielen Dank im vorraus :)
     
  2. Decurion

    Decurion Neues Mitglied

    In Preußen und Deutschland regierten im 19. Jahrhundert (und in Preußen schon ein paar Jahrhunderte länger) die Hohenzollern. Diese hatten als Grafen von Zollern und Burggrafen von Nürnberg angefangen, später noch die Mark Brandenburg dazu erhalten, sowie das Herzogtum Preußen. Die Mark Brandenburg war verbunden mit dem Elektorat, der Kurfürstenwürde. Aus dem Herzogtum Preußen (abgeleitet von den Prussen/Pruzzen) wurde später das Königreich Preußen, das mit Großbritannien, Russland, Frankreich und Österreich die europäische Pentarchie gebildet hatte.

    —> Hohenzollern ? Wikipedia
    —> Preußen ? Wikipedia

    Die Hohenzollern hatten verwandtschaftliche Verhältnisse zu Großbritannien, da Kaiser Friedrich III. (1888) der Sohn Königin Victorias von Großbritannien und Irland (1837-1901) war. Demnach war Wilhelm II. (1888-1918) der Enkel der Königin.

    Im zaristischen Russland des ausgehenden 19. Jahrhunderts regierte das Haus Romanow-Holstein-Gottorp, aus dem Zar Alexander II. stammte. Dieser hatte auch familiäre Beziehungen nach Deutschland, da er die deutsche Fürstin Marie von Hessen-Darmstadt heiratete. Ebenso gab es Verbindungen nach Großbritannien, da Maria Alexandrowna, die aus dieser Ehe hervorging, den britischen Prinzen Alfred von Sachsen-Coburg-Gotha, Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha und Duke of Edinburgh, heiratete.

    Für genauere Informationen, such doch einfach mal nach Stammlisten und den Herrscherhäusern, die ich genannt habe.

    In GB regierte übrigens das Haus Hannover (bis 1901) und danach die Sachsen-Coburg-Gothaer.
     
  3. Kronos

    Kronos Mitglied

    Das ist Unsinn. Friedrich war nicht der Sohn, sondern der Schwiegersohn von Queen Victoria, da er deren Tochter Prinzessin Victoria geheiratet hat. Wilhelm II. ist somit über seine Mutter ein Enkel von Queen Victoria.

    Auch heißt es nicht "Sachsen-Coburg-Gotha", sondern "Sachsen-Coburg und Gotha". Das "und" deshalb, weil es sich nicht um ein, sondern um zwei eigenständige Herzogtümer, allerdings in Personalunion, handelt.
     
  4. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

  5. Decurion

    Decurion Neues Mitglied

    Natürlich freue ich mich immer über konstruktive Kritik, da auch ich gewillt bin zu lernen. So sind Verbesserungen und derlei Kommentare immer sehr willkommen.

    Soetwas zu schreiben find eich allerdings mehr als fragwürdig, will man eine für alle User angenehme und sachliche Atmosphäre schaffen.

    Nun gut, Friedrich war dann eben der Schwiegersohn. Dennoch war seine Frau die Tochter der Kaiserin von Indien und so gab es DOCH verwandtschaftliche Verhältnisse nach Großbritannien.

    In der Fachliteratur findet man überdies ebenso den Ausdruck "Sachsen-Coburg-Gotha", eben der Personalunion wegen. Da diese Kleinigkeiten so ungemein wichtig scheinen, werde ich in Zukunft aber sehr gerne die Bezeichnung "Sachsen-Coburg und Gotha" verwenden.
     
  6. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

    Auch der letzte Zar von Bulgarien (ja, auch da waren sie zugange) nennt sich Sakskoburggotski, ohne i/und dazwischen.
    Aber freundlich-pedantische Anmerkungen/Korrekturen mache ich auch gern mal.

    Weil ich gerade dabei bin. Deinen Leitspruch schreibt man in den Goethe-Instituten ihrem Namenspatron zu. Möcht natürlich sein, dass der Herr Geheimnrat ganz klammheimlich....

     
    Zuletzt bearbeitet: 3. März 2013
  7. Duke

    Duke Neues Mitglied

    Vielen Dank für die ganzen Informationen :)

    Damit kann ich auf jeden Fall viel mit anfangen
     
  8. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Prinzessin Sophie Dorothea Ulrike Alice von Preußen war eine Schwester Wilhelm II. und von 1913 bis 1917 Königin von Griechenland. Auch deshalb hatte Wilhelm und mit ihm die deutsche Diplomatie, große Hoffnung Griechenland im Weltkriege an der Seite des Deutschen Reich zu sehen.
     
  9. Duke

    Duke Neues Mitglied

    Es ist zwar schon ein bisschen länger her, aber ich habe noch ein paar Fragen zu anderen Ländern Europas.

    Wisst ihr, ob auch andere Länder noch familiäre Beziehungen untereinander hatten? Z.B. Italien, Spanien, Frankreich und Österreich?
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2013
  10. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

    Mal so aus dem Ärmel:
    Die aufgezählten Länder sind (kurz gesagt) katholisch. Die britische Thronfolgeregelung sieht (noch) vor, dass man ausgeschlossen wird, wenn man katholisch ist oder einen katholischen Ehegatten hat. Die anderen nordeuropäischen Dynastien sind auf dem Papier nicht ganz so streng - aber trotzdem evangelisch.
    Juan Carlos ist Bourbone. Die französischen Könige vor den Bonapartes auch. Der deutsch-französische Krieg 1870/71 entzündete sich an der Frage, ob ein Bourbone oder ein (katholischer) Hohenzoller spanischer König werden dürfte.
    Sophia stammt aus dem griechischen Königshaus. In Italien stritten sich Habsburger und Bourbonen um die Herrschaft in den diversen Königreichen, was wiederum mit dem spanischen Erbfolgekrieg zu tun hat. Also sie sind alle miteinander versippt und, wie so oft auch in "normalen" Familien, wenn es ums Erben geht, miteinander zerstritten.
     
  11. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

  12. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Die Religion spielte bei den Ursachen des deutsch-französischen Krieges nun ganz gewiss keine Rolle.
     

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