Entstehung des Niederdeutschen Hallenhauses (Fachhallenhaus)

Dieses Thema im Forum "Alltag im Mittelalter" wurde erstellt von ulamm, 30. Dezember 2006.

  1. ulamm

    ulamm Neues Mitglied

    ((verschoben aus Germanen & Völkerwanderung:))
    Niederdeutsches Hallenhaus (Fachhallenhaus)
    Dieser auch Niedersachsenhaus oder Westfalenhaus geannnte Haustyp ist im 14. Jh. aus dem nordwesteuropäischen Wohnstallhaus (Langhaus) entstanden, als man die in den Erdboden eigengrabenen Pfosten durch auf Fundmenten stehende Ständer ersetzte und dank deren Tragfähigkeit einen Dachboden zur Lagerung der Ernte einziehen konnte.

    Frage zu den Ständern: Auf der süddeutschen Burg Sulzberg (Grabungsbericht im Internet) wurd eine Ständerbau aus der Karolingerzeit gefunden. Ab wann wurde die Ständerbauweise bei süddeutschen Bauernhäusern verwandt?

    Frage zum Wohnstallhaus/Langhaus: Manchen Autoren gilt das als typisch germanisch, aber:
    • In Bremen wurden aus dem Vor- und Frühmittelalter mehr (kleine) Grubenhäuser als Langhäuser gefunden.
    • In der Ville (NW von Köln) wurden in großer Zahl sehr ähnliche Langhäuser aus der Jungsteinzeit gefunden, deren Erbauer offensichtlich keine Germanen waren.
    -> Wie sieht es mit Wohnstall-/Langhäusern z.B. in Frankreich aus?
     
  2. ulamm

    ulamm Neues Mitglied

    Jetzt bin ich auf das neolithische Bandkeramiker-Langhaus gestoßen – und auf die nächste Frage, deretwegen ich das Thema eigentlich schon wieder woanders platzieren müsste: In der englischen Wiki ist (für die Jungsteinzeit !) zu lesen, die Außenwände hätten auf Schwellbalken gestanden. Das ist eine technische Errungenschaft, die man eigentlich erst im Mittelalter erwartet, vgl. Fachwerktechnik. Was stimmt nun?

    Gruß

    UL
     

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