Entstehung Rechtsextremismus

Dieses Thema im Forum "Sonstiges in der Neuzeit" wurde erstellt von Iich, 5. April 2016.

  1. Iich

    Iich Neues Mitglied

    Hallo Zusammen,

    Ich habe das Problem, dass ich für den Geschichtsunterricht etwas zum Thema Rechtsextremismus in Deutschland machen soll, wozu auch die Entstehung/der Ursprung gehört.

    Im Internet bin ich dazu auf teils widersprüchliche Angaben gestoßen, welche alle ein anderes Zeitalter angeben und völlig unterschiedliche Angaben machen, wieso der Rechtsextremismus gegründet wurde und wie.

    Wann ist denn nun der Rechtsextremismus so entstanden wie wir ihn heute kennen? Und vor allem wie?! Hättet ihr für mich dann noch ein paar Webseiten um nachlesen zu können?

    Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen :S
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. April 2016
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Es ist niemand hingegangen und hat gesagt "och, heute gründen wir mal einen politischen Extremismus", solche "Späßchen" hat es vor der Partei Die Partei, die ein Ableger des Satiremagazins Titanic ist, nicht gegeben. Politischer Extremismus ist eine extreme politische Haltung. Deine Frage wäre also am ehesten, wie politische Haltungen entstehen, sich radikalisieren und schließlich extremistisch werden...
     
  3. O++O

    O++O Neues Mitglied

  4. Ashigaru

    Ashigaru Premiummitglied

    Natürlich ist es nur ein Schülerreferat, und man kann das Grundsätzliche per google leicht lösen.
    Was m.E. vielleicht in gängigen Darstellungen fehlt oder zu kurz kommt:
    - der deutsche Rechtsextremismus hat aus meiner Sicht eine ungebrochene Traditionslinie, nicht personell/strukturell, aber ideologisch, bis zurück in die 1870er Jahre. Stichworte Gründerkrise/Dühring-Streit/Gründung der antisemitischen/völkischen Bewegungen. Oft unterschätzt wird der Alldeutsche Verband und sein Einfluss in der 2. Hälfte des Kaiserreichs.
    - Die Popularität und der Einfluss rechtsextremer Bewegungen schwankten sehr. Der Machtübernahme der NSDAP für zwölf Jahre von 1933 bis 1945 standen mehrheitlich Phasen gegenüber, in der nur etwa 5 % oder weniger der deutschen Bevölkerung rechtsextreme Positionen unterstützten. Wichtig aber: der Rechtsextremismus war nie ganz weg, auch nicht nach der "Entnazifizierung". Dies hat Gerd Koenen als Nebenaspekt seines Buches "Vesper Ensslin Baader - Urszenen des deutschen Terrorismus m.E. exzellent herausgearbeitet. Er zeigte m.E. hier sehr gut auf, dass es auch in der Zeit nach 1945, als direkte politische Arbeit für Rechtsextremisten entweder verboten oder nicht opportun war, immer eine völkische Szene gab, die sich auch außerpolitisch organisierte - Stichwort z.B. Lippoldsberger Dichtertage:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Grimm
     
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  5. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Gestern Abend lief auf Arte "Die Arier".

    Eine Deutsche mit afrikanischen Wurzeln lief durch die Szene und fragte nach.

    Harte Kost, erschütternd: die rechtsextremen "Antworten" sowohl hinsichtlich derjenigen befragten Intellektuellen, als auch beim direkten Gegensatz.

    Passend hier zum Thema wird deutlich, wie solche Radikalisierungen "wirken", ideologisch und auch offen rassistisch aufgeladen sind, und in welcher Breite das über Schichten weg existiert. Und wie die Szene Botschaften transportiert, Blogs, Literatur, etc.
     
  6. Maglor

    Maglor Aktives Mitglied

    Rechtsextremismus ist eigentlich eine ziemlich inhaltsleere Worthülse.
    Rechtsextremismus wird durch seine Beziehung zum deutschen Nationalsozialismus oder zum italienischen Faschismus definiert. Entscheidend sind Nachfolge, Gutheißung oder Relativierung des 3. Reiches.
    Eine ideologische Nähe zum Nationalsozialismus spielt in der Debatte um Rechtsextemismus meist eine vergleichsweise geringe Rolle. Neonazis im wahrsten Sinne des Wortes sind selten. Meist werden die Taten oder Ideologien des NS durch Rechtsextremisten relativiert. Geschichtsrevisionismus ist meiner Meinung eines der eindeutigsten Merkmale des Rechtsextremismus. Die bekanntesten Phänomene sind die Holocaustleugung und der Kult um den angeblich guten Nazi Rudolf Heß. Einem echten Nazi wäre so etwas wie ein Kult um einen offiziellen Hitler-Verräter natürlich nie in den Sinn gekommen.

    Laut Bundeszentrale für Politische Bildung wird der Begriff Rechtsextremismus erst seit den 1970ern verwendet. Zuvor bezeichnete man diese politische Gruppen als Altnazis. Für die nachgeborene Generation machte diese Bezeichnung aber keinen Sinn mehr.

    Eine Ausdehnung auf die Zeit vor 1945 oder gar auf das 19. Jahrhundert halte ich für sehr problematisch. Im Nationalsozialismus vereinten sich widersprüchliche Positionen, Tradtionen und Theorien. Die Ideologie ist nicht scharf abgegrenzt oder klar definiert.

    Antisemitismus und Rechtsextremismus sind zwar häufig deckungsgleich, aber eine Gleichsetzung ist nicht ohne weiteres möglich. Der italienische Faschismus war nicht antisemitisch, muss aber doch eindeutig als rechtsextrem gelten. Auf der anderen Seite gibt es natürlich immer wieder auch linksextremen Antisemitismus oder solchen aus der "Mitte".

    Beim Rassismus ist die die Sache noch schwieriger - insbesondere für die vor 1945. Das Konstrukt Überlegenheit der "weißen Rasse" und Notwendigkeit ihrer Reinerhaltung (Rassehygiene) erscheinen heute als unzweifelhaft rechtsextreme Position. Für das vom Kolonialismus geprägte Europa des 19. Jahrhundert waren solche Positionen jedoch keineswegs extrem, sondern vielmehr anerkannter Mainstream, konservativ bzw. "Mitte".
     
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  7. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Brandstifter und Biedermänner.
    Statt einer Definition: „Übereinstimmendes Ziel im Rechtsextremismus ist die ethnisch homogene „Volksgemeinschaft“. Eines der traditionellen Ideologieelemente, das nahezu alle Rechtsextremisten eint, ist daher die Fremdenfeindlichkeit und der Kampf gegen die ethnische und kulturelle „Überfremdung“. (vgl. Verfassungsschutzbericht 2014, S. 36).

    Eine derartige Situation verweist in der Tat, wie Ashigaru zu Recht schreibt“, auf die Traditionsbestände der politischen Kultur Deutschland seit der Reichsgründung 1871. Und es sind eine Reihe von Punkten, die im Sinne von Greiffenhagen (Ein schwieriges Vaterland) das extreme deutschnationale antisemitische Milieu kennzeichnet.

    Die einzelnen ideologischen Positionen zur Nation, zur Politik, zur Gesellschaft etc. bilden in der Permutation zum einen den Hintergrund der kulturellen Ähnlichkeit des rechtsextremen deutschnationalen Milieus, bilden aber auch gleichzeitig die Ursache der Differenzierung zwischen beispielsweise monarchischen (WR / DNVP) und radikalen völkischen deutschnationalen Kreisen (WR / NSDAP).

    In diesem Sinne schreibt beispielsweise McGowan zur Konstanzthese, dass die extreme Rechte „has been a constant feature of the truly divergent regimes from 1870 that have encompassed a practically absolute monarchy, totalitarian dictatorship and parliamentary democracy“ (5, S. 207)

    In diesem Sinne ist die extreme Rechte nicht einfach nur ein „Zerfallsprodukt“ des NS-Regime, sondern eine politische Bewegung, die sich seit 1945 ausdifferenziert und die „Altnazis“ vor allem in der NPD ein sehr heterogenes Auffang- bzw. auch Sammelbecken vorfanden. Die NPD bildete somit nach 1945 lediglich den unmittelbaren erkennbaren organisatorische Kern einer rechtsextremen Ideologie (H. Schmollinger: Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands, in: R. Stöss (Hg.): Parteienhandbuch, Bd. 4, S. 1922 ff)

    Aus den unterschiedlichsten Gründen spielte die extreme Rechte, abgesehen von „Protestwahlen“ während der Landtagswahlen 1972 keine signifikante Rolle im parlamentarischen System (vgl. zum damaligen Forschungsstand beispielsweise 6)

    Mit dem Niedergang der sozialliberalen Ära und dem parallelen Wegfallen der APO als politische Kraft setzte in der Ära Kohl die konservative Restauration ein, die insgesamt die politische Kultur in Deutschland entscheidend in Richtung einer neokonservativen Revolution umgestaltet hatte (vgl. beispielsweise H. Dubiel: Was ist Neokonservativ? 1985).

    In diese Phase der konservativen Neuausrichtung werden Werte revitalisiert, die verstärkt wieder an die Phase des Kaiserreichs heranrücken und einen deutschen Nationalismus – nachhaltig – wieder gesellschaftsfähig machen wollen. Wichtigster Vertreter dieser Neuausrichtung ist Michael Stürmer, der im Rahmen des „Historikerstreits“ (1986/87) die Identitätsstiftung durch Geschichte betont und somit der deutschen Geschichtsforschung den Auftrag zur Staatsbürgerlichen Erziehung zuweist.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_St%C3%BCrmer

    Diese Sicht wird in der Folge zum Brückenbauer mit Hilfe des trojanischen Begriffs des „Nationalismus“, der im Kontinuum zwischen, Exportweltweister, Fussballweltmeisterschaft, dem NS-Autobahnbau und dem Abbau der Arbeitslosigkeit und einem geschönten imperialen wilhelminischen Nationalismus bewegt.

    In Anknüpfung an Ashigaru, wird primär das Weltbild der "Alldeutschen" zum Bezugspunkt der neuen deutschnationalen Rechten. In Abgrenzung zum konservativen Wertesystem der Nachkriegszeit und auch zum Neo-Nationalsozialismus, der sich noch stärker auf die Traditionsbestände aus dem 3. Reich stützt. Gleichzeitig bildet diese neue politische Formation ein Zwischenglied zwischen den traditionellen Konservativen und den Neo-Nationslsozialisten. Dieser Vorgang bildet die eigentlich Dramatik der Veränderung im deutschen Parteienwesen ab und das ist die "neue Qualität"der Rechten insgesamt und der Rechtsextremen im speziellen. Sie haben eine kommunikative „Brücke“ in die konservative Mitte. Dabei ist konservativ nicht exklusiv mit CDU gleichzusetzen, sondern eher als Weltbild zu definieren, das in allen politischen Lagern auftreten kann.

    In diesem Sinne ergeben sich mittlerweile politische Kontinuen, die vor der neokonservativen Revolution deutlich stärker ideologisch getrennt waren. In diesem Sinne schreibt Bangel: „Neonazis sind uns näher als wir denken. Mit wachsenden Erfolg buhlen sie um die Mitte der Gesellschaft. Wissenschaftler warnen schon länger davor, dass rassistische und autoritäre Ideen dort auf wachsendes Wohlwollen stoßen (vgl. 8).

    Sehr deutlich kann man diesen Effekt an den dubiosen Thesen von Sarrazin verdeutlichen, der die Sprache des Rassismus in die gesellschaftliche Mitte getragen hatte und dort „gesellschaftsfähig“ gemacht hatte.(vgl. zum Populismus 1)

    Es ist somit die „Radikalität“ der gesellschaftlichen Mitte, die durch die Anstöße von Außen nach radikaleren Formen des Ausdrucks sucht und durch Beispiele wie Sarrazin sich von den vermeintlichen künstlichen Beschränkungen einer oktroyierten „Political Correctness“ glaubt befreien zu müssen. Und dabei nicht merkt, dass es die universellen Menschenrechte sind, die gleichzeitig mit weichen müssen.

    Diese politische und soziale Radikalität speist sich aus einer Reihe von Quellen. Zum einen ist es nicht neu, dass es ein Potential von ca. 15 bis 20 Prozent in Deutschland (präziser in der alten BRD) gab, die wieder „einen Führer haben wollten“. (vgl. Sinus-Studie 10.). Aber es scheint sich zu bestätigen, dass dieses Potential größenmäßig erhalten geblieben ist. Nicht ausgeweitet, aber radikalisiert in seinem politischen Auftreten (vgl. 11).

    Wichtig ist in diesem Kontext aber auch eine ergänzende sozialpsychologische Erklärung, die auf das Konstrukt des „autoritären Charakters“ abstellt, der autoritäre Politikstile präferiert. Seine Persistenz rechtsextremer Einstellungen wird via genetischer Disposition und/oder auch über Sozialisation erklärt (vgl. 7).

    Zeitgleich zur neo-konservativen Revolution wurden die ökonomischen Strukturen einer von der Systemrivalität ("Kalter Krieg) befreiten hyper-liberalen globalen Ökonomie geschaffen, die als „Weltrisikogesellschaft“ (U. Beck) neben Gewinnern aus dem Bereich der „New Economy“ auch viele Verlierer kennt, die sich in das Heer der von „struktureller Arbeitslosigkeit“ betroffenen, einreihen . Oder zumindest von einem individuellen oder kollektiven sozialen Abstieg bedroht sind (vgl. 4) Diese Entwicklung zeichnet Bude in seiner „Gesellschaft der Angst“ nach und greift damit die Arbeiten von Krakauer „Die Angestellte. Aus dem neuesten Deutschland“, 1929 oder von Riesman, „Die einsame Masse“, 1958, auf.

    Die Globalisierung der Ökonomie und die Rückwirkungen auf Deutschland verstärkt das Gefühl in Teilen der Bevölkerung, dass irgendwas in der Gesellschaft schief läuft und die Idee einer „nivellierten Mittelstandgesellschaft“ (Schelsky) durch eine neue Form von „Sanduhr-Gesellschaft“ mit extremen sozialen Polarisierungen ersetzt wird.

    Für den einzelnen laufen diese Prozesse anonym ab und die zunehmenden Prozesse der gesellschaftlichen Rivalität – auch am Arbeitsplatz – erzwingen für den einzelnen individuell eine Strategie der Anpassung wie Koppetsch (Die Wiederkehr der Konformität, 2015) ausführt und im Kollektiv die militante Formulierung von Widerstand. Wie H. Arendt den Aufschwung des Nationalsozialismus in Anlehnung an die Arbeiten von Riesmann es in ihrer „Faschismus-Theorie“ erklärt.

    Ein vierter und letzter Punkt ist sicherlich die hohe Aktivität der neuen Rechten im Internet. Die Häufigkeit der Wiederholung von Themen bewirkt ein „political framing“ auch ohne vertiefende inhaltliche Diskussion. (vgl. z.B. 13) Indem der Eindruck erzeugt wird, es sei ein Thema und es entsteht ein Gewöhnungseffekt an die Themen und an die sprahlich transportieren Konstrukte, wie Rasse etc. Eine mediale Theorie, die bereits Noelle-Neuman in der „Schweigespirale“ brillant ausformuliert hatte und als eine Erklärung dienen kann, warum gerade die Neue Rechte das Internet bei bestimmten Themen, wie sehr dominant beim Thema „Geschichte“ massiv versucht zu beeinflussen.

    Deutlich zu sehen an der Diskussion über die „Herkunft“ unterschiedlicher Nationalistäten. Ein völlig sinnfreies Thema, sofern man es unter dem Gesichtspunkt einer gesellschaftlich konstruierten Kultur begreift, aber notwendig, sofern man die biologisch definierte „Rasse“ als Bezugspunkt für „Kultur“ in das Zentrum seines Weltbilds stellt, wie beispielsweise im Nationalsozialismus und auch in der alten Rechten (NPD etc.) in Deutschland wie Schmidt ausführt (zitiert in H. Schmollinger: Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands, in: R. Stöss (Hg.): Parteienhandbuch, Bd. 4, S. 1931)

    Die Agenda der Neuen Rechten – die vor allem in der Kontinuität der „Pro-Bewegung“ steht übernimmt eine Reihe von Aspekten, aber definiert sich historisch „nachhaltiger“ in ihrem Geschichtsverständnis. In diesem Sinne bezieht sie ihre historische Identität aus folgenden Eckpunkten:
    - anti Französische Revolution- Position und Negierung der damit zusammenhängenden universellen Menschenrechten-
    - Positive Anknüpfung an die nationalistischen Tendenzen im Rahmen der bürgerlichen Revolution von 1848
    - Bejahung der Gründung eines deutschen Staates im Rahmen der Reichsgründung 1870/71
    - Pro deutsche DDR-„Revolution“ 1989
    - anti-Semitismus und im erweiterten Sinne mit einer – differenzierten - fremdenfeindlichen Sicht
    - ethnisch definierte – biologistische - völkische Orientierung und kollektive Überlegenheitsideologie
    - anti –emanzipativ und somit Ablehnung der Frauenbewegung und der Apo
    - expressiv anti-sozialistisch mit rassistischen Untertönen gegenüber Slawen

    Auf die Widersprüche der ultra-liberalen Wirtschaftideologie der neuen Rechten und der Angst ihrer Klienten vor einem individuellen und kollektiven Abstieg sei nur am Rande hingewiesen. Einmal mehr ein sehr schönes Beispiel, dass man nicht zuviel Vertrauen in den „rationalen Wähler“ setzen sollte, wie Caplan bereits ausführte(The Myth oft he rational Voter, 2007)

    1.Birsl, Ursula; Lösche, Peter (2001): (Neo) Populismus in der deutschen Parteienlandschaft. Oder: Erosion der politischen Mitte. In: Dietmar Loch und Wilhelm Heitmeyer (Hg.): Schattenseiten der Globalisierung.
    Rechtsradikalismus, Rechtspopulismus und separatistischer Regionalismus in westlichen Demokratien. Frankfurt am Main: Suhrkamp, S. 346–380.
    2.Bude, Heinz (2014): Gesellschaft der Angst. Hamburg: Hamburger Edition.
    3.Fischer, Gero; Wölflingseder, Maria (1995): Biologismus, Rassismus, Nationalismus. Rechte Ideologien im Vormarsch. Wien: Promedia.
    4.Loch, Dietmar; Heitmeyer, Wilhelm (Hg.) (2001): Schattenseiten der Globalisierung. Rechtsradikalismus, Rechtspopulismus und separatistischer Regionalismus in westlichen Demokratien. 1. Aufl., Erstausg., Originalausg. Frankfurt am Main: Suhrkamp
    5.McGowan, Lee (2002): The radical right in Germany. 1870 to the present. London: Longman.
    6.Kowalsky, Wolfgang; Schröder, Wolfgang (Hg.) (1994): Rechtsextremismus. Einführung und Forschungsbilanz. Wiesbaden: VS Verlag
    7.Oesterreich, Detlef (2001): Massenflucht in die Sicherheit? Zum politischen Verhalten autoritärer Persönlichkeiten. Theoretisches Überlegungen und Ergebnisse von vier empirischen Untersuchungen. In: Dietmar Loch und Wilhelm Heitmeyer (Hg.): Schattenseiten der Globalisierung. Rechtsradikalismus, Rechtspopulismus und separatistischer Regionalismus in westlichen Demokratien. Frankfurt am Main: Suhrkamp, S. 275–297.
    8.ONLINE, ZEIT (Hg.) (2013): Neue deutsche Nazis. Wie Rechtsextremismus die Mitte der Gesellschaft erobert. Berlin: epubli GmbH.
    9.Salzborn, Samuel (2015): Rechtsextremismus. Erscheinungsformen und Erklärungsansätze. 2., aktualisierte und erweiterte Aufl. Baden-Baden, Baden-Baden: UTB; Nomos
    10.Sinus Institut (1984): 5 Millionen Deutsche: "Wir sollten wieder einen Führer haben …". Die SINUS-Studie über rechtsextremistische Einstellungen bei den Deutschen. Mit einem Vorwort von Martin Greiffenhagen. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt
    11.Staud, Toralf (2005): Moderne Nazis. Die neuen Rechten und der Aufstieg der NPD. 1. Aufl. Köln: Kiepenheuer & Witsch .
    12.Verfassungsschutzbericht 2014; https://www.verfassungsschutz.de/embed/vsbericht-2014.pdf
    13.Wehling, Elisabeth (2015): Politisches Framing. Wie eine Nation sich ihr Denken einredet - und daraus Politik macht. Köln: Herbert von Halem Verlag .
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. April 2016
  8. hatl

    hatl Premiummitglied

    google mal "uni göttingen volker ulrich text zur Vorbereitung pdf" dann bekommst Du als download einen relativ kurzen Auszug aus dem Buch "Die nervöse Großmacht".
    Es geht hier im Schwerpunkt um die Ausbreitung des Antisemitismus ab der Zeit des "Gründerkrachs" 1873.
    Doch geht das darüber hinaus und zeigt die entstehenden Verbindungen zu weiteren, aufblühenden, intoleranten Grundhaltungen, insbesondere der Eliten, des Kaiserreichs.
    Also ich tät mal vermuten, dass das ein guter Einstieg wäre.
    (und es ist "zitierfähig" );)
    .. es hilft ja nix: wenn Du heutige Erscheinungsformen verstehen willst, musst Du erstmal ein paar Schritte zurückblicken.
    Man kann hier vielleicht den ersten Schritt beginnen.
    Ashigaru hat das darüber hinaus gut zusammengefasst.

    Viel Erfolg für Deine Arbeit.
     
  9. steffen04

    steffen04 Gesperrt

    Mo Asumang läuft wirklich durch die Szene und fragt direkt und naiv bei Nazis nach, was eigentlich ein Arier sei.

    Die Doku zeigt sehr schön, dass man mit diesem Ansatz erstaunlich nah an die Beteiligten rankommt und Aussagen bekommt, die mit härteren Interviewtechniken vielleicht nicht öffentlich gesagt worden wären.

    Andererseits denkt man ständig, "na jetzt geh doch ran, der will doch mehr sagen". Das fällt besonders bei ihren Gesprächen in den USA auf.

    Steht noch in der Arte-Mediathek
     
  10. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Bei den so rausgekitzelten "Aussagen" bleibt einem die Luft weg. Erschütternd, und es verdeutlicht, dass diese Gruppen rational nicht mehr "erreicht" werden.
     

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