Flavius Aetius

Dieses Thema im Forum "Persönlichkeiten im Altertum" wurde erstellt von Germanicus, 1. März 2005.

  1. Germanicus

    Germanicus Neues Mitglied

    Da wir schon in den letzten Wochen über mehrere bedeutende Personen der Völkerwanderung diskutiert haben, möchte ich die Diskussionen (übrigens die letzte Diskussion, an der ich mich ausführlich auf unabsehbare Zeit beteiligen werde) noch um die wichtigste Person des weströmischen Reiches dieser Zeit ergänzen: Flavius Aetius. Da die Infos über ihn im Internet nur sehr knapp sind, habe ich eine kleine Zusammenfassung gemacht, die ich im Anhang als pdf Dokument hochgeladen habe (auf Quellenangaben habe ich verzichtet, bei Bedarf PN an mich).
    Meiner Meinung nach war Aetius derjenige, der das Weströmische Reich in der Zeit der barbarischen Eroberungen am Leben hielt. Nur durch seine militärischen und vor allem diplomatischen Fähigkeiten gelang es ihm, die (westlichen) Reste des einst so großen Reiches zu halten. Nach der Ermordung des Aetius 454 war m. M. n. der Zusammenbruch des Westreiches absehbar. Die römische Autorität und Stütze des Reiches in der Person des Aetius war nun tot und die Barbaren betrachteten die mit Aetius geschlossenen Verträge (de facto übte Aetius seit 437 die Regierungsgewalt im Westen aus; so empfing z. B. er die barbarischen Gesandtschaften, und nicht der Kaiser Valentinian III.) für beendet und begannen wieder in großen Stil zu expandieren. Auch die eigenen Leute sagten sich von Valentinian III. los, darunter Dalmatien, das nun Annäherung an des Osten suchte.
     
  2. Cassandra

    Cassandra Neues Mitglied

    Hallo Germanicus,

    Ich finde es hört sich so trocken an, wenn man bedenkt, das es ohne Aetius das Aus für die Regentschaft von Galla Placidias gewesen wäre, sozusagen der Retter in der Not :rolleyes: :

    Liebe Grüße
    Cassandra
     
  3. Germanicus

    Germanicus Neues Mitglied

    Da unterstellst du dem lieben Aetius aber gute Absichten. Doch welche Alternative hatte er zu einer Einigung mit Galla Placidia? Den Krieg gegen das Ostreich - keine wirkliche Alternative in einer Situation, in der das Reich an den Grenzen bedroht wird. Zumal er wohl (rein hypothetisch) selbst nach einem Sieg über den Osten Probleme mit seiner Anerkennung beim Volk gehabt hätte und die Hunnen ihm wohl kaum die Herrschaft über das Westreich ohne Gegenleistung geschenkt hätten. Seine einzige Chance war, die 60.000 Soldaten als Unterpfand für ein ihn möglichst günstiges Abkommen zu nutzen.
     

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